Dubai Telegraph - Deutschland und Demografie?

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Deutschland und Demografie?




Deutschland steht vor einer epochalen demografischen Herausforderung. In den kommenden Jahren gehen die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er und 1960er in den Ruhestand. Bereits 2024 waren 7,8 Millionen der 34,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 55 und unter 65 Jahren, und damit knapp ein Viertel der Belegschaft. Bis zum Ende der 2030er Jahre erreichen laut amtlichen Prognosen rund 13,4 Millionen Menschen das Rentenalter – ein Drittel der heutigen Erwerbstätigen. Diese Entwicklung lässt das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern kippen. Während aktuell auf einen Senior etwa 2,5 Erwerbstätige kommen, könnte die sogenannte Altenquotient bis 2038 auf 0,5 steigen. Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Arbeitgeber suchen händeringend Fachkräfte, weil viele Ältere ausscheiden und zu wenige junge Menschen nachrücken, und mehrere Branchen – vom Bau bis zum Gesundheitswesen – melden wachsende Engpässe.

Die demografische Schieflage belastet nicht nur den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig sorgt sie für massiv steigende Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung. Bundeszuschüsse übersteigen heute schon 120 Milliarden Euro pro Jahr und sind damit der größte Posten des Staatshaushalts. Wird die Lücke zwischen Renteneinnahmen und -ausgaben nicht geschlossen, wachsen sowohl Beitragssätze als auch Steuerzuschüsse – auf Kosten von Arbeitnehmern, Unternehmen und Steuerzahlern.

Ein 120‑Milliarden‑Loch ohne tragfähigen Plan
Mit dem Rentenpaket 2025 hat die Regierung beschlossen, das Rentenniveau langfristig bei 48 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zu stabilisieren. Fachleute warnen jedoch, dass das Herunterfahren des Rentenniveaus ab 2031 nur um einen Prozentpunkt auf 47 Prozent eingespart werden würde – dadurch entstehen Mehrkosten von rund 120 Milliarden Euro über die kommenden Jahrzehnte. Die Pläne der Regierung zur Finanzierung bleiben vage: Das sogenannte Generationenkapital soll in den 2030er Jahren mit Investitionen an den Kapitalmärkten entlasten, doch dessen Ertrag ist unsicher und kann die steigenden Ausgaben kaum kompensieren. Zudem weist der Bundeshaushalt für 2025 bereits eine Finanzierungslücke von 28 Milliarden Euro auf, für die Jahre 2026 bis 2028 fehlen weitere 135 Milliarden Euro.
In der mittelfristigen Finanzplanung wird die Lücke für 2027 bis 2029 inzwischen mit rund 172 Milliarden Euro beziffert, weil zusätzliche Steuerausfälle kompensiert und versprochene Sozialleistungen früher ausgezahlt werden sollen. Selbst wenn Einnahmen sprudeln, fehlen damit gigantische Summen – ein strukturelles Loch, das sich durch Wahlgeschenke noch vergrößert.

Ökonomen und Interessenverbände kritisieren, dass die Regierung die wahren Kosten beschönigt. Der Staat subventioniert die Renten jetzt schon mit mehr als einem Viertel seines Etats, finanziert dies über Schulden und hofft auf höhere Geburtenraten, mehr Migration und wirtschaftliches Wachstum. Gleichzeitig steigt der Kapitalbedarf zur Modernisierung der Bundeswehr, für Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz. Ohne grundlegende Reformen droht eine gefährliche Mischung aus ausufernden Sozialausgaben, wachsenden Zinslasten und fehlenden Investitionen.

Unzufriedenheit mit der rot‑schwarzen Bundesregierung
Die breite Bevölkerung nimmt diese Probleme zunehmend wahr. Umfragen zum Beginn des Januar 2026 zeigen eine rekordhohe Unzufriedenheit mit der seit sieben Monaten amtierenden Koalition aus CDU/CSU und SPD. Rund drei Viertel der Befragten sind mit der Regierungsarbeit unzufrieden; nur etwa ein Viertel attestiert dem Kanzler ein "befriedigendes" Arbeitszeugnis. In der jüngsten sogenannten Sonntagsfrage liegt die rechtskonservative Opposition vor den Regierungsparteien: Die AfD erreicht 26 Prozent, während die Union auf 24 Prozent und die SPD auf nur 13 Prozent abrutscht. Zusammen kommen CDU/CSU und SPD demnach nicht mehr auf eine parlamentarische Mehrheit. Der Unmut speist sich aus einem Mix von gefühlter Reformunfähigkeit, belastenden Sozialbeiträgen und der Sorge um wirtschaftliche Stagnation, allem voran ein Unmut über einen Kanzler Friedrich Merz, welcher bereits nach kurzer Zeit kaum noch Rückhalt im Volk hat und nach so kurzer Amtszeit bei den Bürgern unbeliebter ist, als sein Vorgänger Olaf Scholz (SPD).

Politikwissenschaftler bescheinigen der Regierung bislang wenig Gestaltungswillen. Die versprochenen Impulse für Wirtschaft, Digitalisierung und Verwaltung lassen auf sich warten, und die dringend nötige Renten- und Steuerreform wird aus Angst vor Wählerverlusten vertagt. In Interviews sprechen Experten von einem „Ankündigungskanzler“, der zwar viele Projekte ankündigt, aber in der Umsetzung scheitert. Die Mehrheit der Bevölkerung ist der Meinung, dass die Regierung der historischen Herausforderung eines alternden Landes nicht gerecht wird.

Mögliche Auswege und das Fenster für Reformen
Die demografische Krise ist nicht unabwendbar, doch sie erfordert Mut zu unbequemen Entscheidungen. Fachleute schlagen vor, das Renteneintrittsalter schrittweise zu erhöhen, Beitragszahler über qualifizierte Zuwanderung zu gewinnen und die Erwerbstätigkeit von Frauen und älteren Menschen zu steigern. Eine breitere Kapitaldeckung in der Altersvorsorge könnte die Abhängigkeit vom Umlagesystem verringern. Zudem müssten überflüssige Subventionen abgebaut und die öffentliche Verwaltung effizienter werden, damit Spielräume für Investitionen entstehen.

Ob die derzeitige Regierung diese Reformen anpackt oder ob erst ein politischer Wechsel neuen Schwung bringt, bleibt mehr als fraglich. Klar ist: Ohne tiefgreifende Veränderungen droht Deutschland in den kommenden Jahren zwischen dem Druck einer alternden Gesellschaft, einem milliardenschweren Loch in den öffentlichen Kassen und wachsender politischer Polarisierung zerrieben zu werden. Hierbei fordern die Bürger auf den Straßen der deutschen Hauptstadt Berlin, in Umfragen, bereits jetzt schon Neuwahlen, um die verachtete aktuelle rot/schwarze Regierung unter Friedrich Merz (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) loszuwerden, ganz so, als wäre man bei der letzten Bundestagswahl in etwas unangenehm Stinkendes getreten, was ein Hund fallen ließ…



Vorgestellt


WakeBASE-Sprung vom Dubai Infinity Pool

Das Projekt mit dem Namen "WakeBASE" beinhaltete eine einzigartige Kombination aus Drohnen-Wakeskating und BASE-Jumping.Schauplatz dieses Kunststücks war das Address Beach Resort in Dubai, dessen Infinity-Pool 294 Meter über dem Meeresspiegel liegt und damit den Guinness-Weltrekord hält.Grubbs Herausforderung begann mit einem 94 Meter langen Wakeskating über den Pool auf dem Dach, wobei er von einer speziell entwickelten Drohne gezogen wurde.Der Stunt gipfelte in einem BASE-Sprung vom Rand des Pools, bei dem Grubb 77 Stockwerke hinabsprang, bevor er erfolgreich am Strand landete. Diese Leistung war die Verwirklichung von Grubbs siebenjährigem Traum und ein historischer Meilenstein im Extremsport.Um sich auf "WakeBASE" vorzubereiten, unterzog sich Grubb einem rigorosen Training mit der BASE-Sprunglegende Miles Daisher.Obwohl er im Dezember 2022 erst 26 BASE-Sprünge absolviert hatte, absolvierte Grubb 106 Sprünge während seines Trainings, das in Idaho, USA, und Lauterbrunnen, Schweiz, einem renommierten BASE-Sprungort, stattfand.Das Projekt umfasste auch eine Partnerschaft mit Prada, das maßgeschneiderte, für die Anforderungen von Wakeskating und BASE-Jumping optimierte Kleidung zur Verfügung stellte.Die Drohne, die bei diesem Stunt zum Einsatz kam, wurde von einem Team unter der Leitung von Sebastian Stare mit spezieller Hard- und Software entwickelt, die auf die Anforderungen von "WakeBASE" zugeschnitten ist.Die Wahl des Address Beach Resorts in Dubai war von strategischer Bedeutung, da der hohe Infinity-Pool und das architektonische Layout sowohl für den Wakeskate-Lauf als auch für den BASE-Sprung ideal waren.

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Chinas gigantischer Vorsprung

Während in Deutschland Aktenordner mit Gutachten, Einsprüchen und Ausschreibungsunterlagen in den Behörden verstauben, setzen in China bereits die ersten Züge, Flugzeuge oder Ströme von Wasser ihre Reise durch neue Großprojekte fort. Dieser Kontrast ist keine moralische Bewertung, sondern der sichtbarste Unterschied zwischen zwei Systemen. Die Bundesrepublik ringt mit maroder Infrastruktur, komplizierten Genehmigungsprozessen und politischen Grabenkämpfen, während Peking mit atemberaubender Geschwindigkeit Brücken, Tunnel, Städte und Solarkraftwerke aus dem Boden stampft.Der Tunnel unter dem Bohai-MeerEin Beispiel für diesen Vorstoß ist der geplante Unterwassertunnel unter der Bohai-See, der die Hafenstädte Dalian und Yantai miteinander verbinden soll. Mit einer Länge von rund 120 Kilometern wäre er der längste Unterseetunnel der Welt. Die Fahrtzeit zwischen beiden Städten soll künftig nicht mehr sechs bis acht Stunden über Fähren oder lange Straßenumwege betragen, sondern nur noch etwa vierzig Minuten. Geplant sind zwei parallele Röhren für Hochgeschwindigkeitszüge, die mit bis zu 240 Kilometern pro Stunde durch das Gestein rasen. Ingenieure entwickeln spezielle Sensoren, wasserdichte Kammern und Notinseln, um dem seismisch aktiven Gebiet gerecht zu werden. Während Europa seit Jahrzehnten über eine lediglich drei Kilometer lange Brücke über die Meerenge von Messina debattiert, treibt China ein Projekt voran, das fast vierzigmal so lang ist und die Wirtschaftskraft ganzer Regionen enger vernetzen soll.Der Zug der ZukunftChina verfügt bereits über das weltweit längste Netz für Hochgeschwindigkeitszüge. Die Verbindung von Peking nach Guangzhou erstreckt sich über rund 2 300 Kilometer. Ein Zug nach Lhasa erklimmt Höhen von 5 000 Metern. Nun wagt sich China an einen Zug, der nicht mehr an die Atmosphärenluft gebunden ist: In Harbin im Nordosten soll demnächst eine Versuchsstrecke für einen Magnetschwebebahn‑Zug entstehen, der in einem teilvakuumierten Tunnel auf bis zu 1 000 Kilometer pro Stunde beschleunigt wird. Diese Geschwindigkeit wäre mehr als doppelt so hoch wie bei der aktuellen Transrapid‑Strecke in Shanghai. Der Betreiber World Artery sieht in dem Projekt einen Durchbruch für den Personen‑ und Güterverkehr, die Technologie könnte den Flugverkehr auf mittleren Distanzen ersetzen. Herausforderungen liegen in der Sicherheit der Passagiere und den immensen Baukosten. Gleichwohl zeigt das Projekt, wie ehrgeizig China die Grenzen der Ingenieurskunst verschiebt.Die Umleitung der FlüsseNicht nur Züge rollen in Rekordzeit, auch gewaltige Wassermassen werden umgeleitet. Seit dem Jahr 2014 fließen im Rahmen des Süd‑Nord‑Wasserumleitungsprojekts Milliarden Kubikmeter Wasser vom wasserreichen Yangtze ins trockene Nordchina. Bis Mai 2026 wurden mehr als 88 Milliarden Kubikmeter in Richtung Peking und weitere Metropolen geleitet, nahezu 200 Millionen Menschen profitieren davon. Der Osten‑ und der Zentralarm der gigantischen Anlage versorgen 48 Großstädte, die Wasserqualität liegt laut Regierung durchgängig auf hohem Niveau. Allein die zentrale Route hat über 78 Milliarden Kubikmeter transportiert. Rund 13 Milliarden Kubikmeter dienten als ökologische Auffrischung, wodurch Flüsse wieder aufgefüllt und Grundwasserspiegel angehoben wurden. In Europa wäre eine Umleitung dieser Größenordnung unvorstellbar – hier werden Pipelines über wenige Kilometer bereits von Bürgerinitiativen und Umweltauflagen ausgebremst.Solarkraft auf dem MeerAuch im Bereich der erneuerbaren Energien setzt China Maßstäbe. Vor der Küste der Provinz Shandong hat der staatliche Energiekonzern eine schwimmende Solaranlage mit einer Leistung von einem Gigawatt ans Netz angeschlossen. Die Anlage besteht aus fast 3 000 schwimmenden Plattformen auf einer Fläche von über 1 200 Hektar, ist über ein 66‑Kilovolt‑Seekabel mit dem Festland verbunden und verfügt über ein integriertes Energiespeichersystem sowie Fischzuchtbecken. Mit einem Investitionsvolumen von etwa 1,2 Milliarden US‑Dollar soll die Anlage jährlich rund 1,78 Terawattstunden Strom liefern – genug, um Millionen Menschen mit sauberer Energie zu versorgen. Europa plant derweil kleinteilig und streitet über den Bau einzelner Windparks; in China wird ein ganzer Solarpark auf dem offenen Meer errichtet, der Fischerei, Energiegewinnung und Netzstabilität miteinander verbindet.Deutschland zwischen Stillstand und ErneuerungDie Lage in Deutschland wirkt im Vergleich dazu trist. Ein Brückeneinsturz bei Dresden im Jahr 2024 und Risse auf dem Berliner Stadtring, die jahrelange Sperrungen nach sich ziehen, stehen exemplarisch für den Zustand der Infrastruktur. Öffentliche Investitionen liegen seit Jahrzehnten auf einem Tiefstand; nach Angaben des Deutschen Instituts für Urbanistik beträgt der Anteil der öffentlichen Ausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt heute weniger als die Hälfte im Vergleich zur Hochphase der 1970er Jahre. Die Folgen sind spürbar: Jede vierte Person in Deutschland hat keinen Zugang zu öffentlichem Nahverkehr, die Deutsche Bahn musste im vergangenen Jahr rund zweihundert Millionen Euro Entschädigungen wegen Verspätungen zahlen. Großprojekte wie der Bahnhof Stuttgart 21 oder der Hauptstadtflughafen BER wurden von Kostenexplosionen und jahrelangen Verzögerungen begleitet.Die Ursachen sind vielfältig: ein Dickicht aus Bau‑ und Vergaberecht, das selbst Kommunen lähmt; ein Personalmangel in Verwaltungen und Bauwirtschaft, weil viele Fachkräfte in den Ruhestand gehen; und eine politische Kultur, die den Konsens sucht, aber Entscheidungen verzögert. Eine Umfrage des Urbanistik‑Instituts ergab, dass in rund sechzig Prozent der Kommunen Bauprojekte aufgrund rechtlicher Vorgaben mindestens um ein Jahr verschoben werden müssen. Gleichzeitig belasten die Energiewende und die Digitalisierung die Investitionsbudgets zusätzlich; allein der Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft wird auf mehr als eine Billion Euro geschätzt.Was der Vergleich lehrtDer Blick nach China zeigt, wie Zukunft gestaltet werden kann, wenn politischer Wille, staatliche Finanzierung und technologische Ambition zusammentreffen. Das bedeutet nicht, dass europäische Standards für demokratische Mitsprache, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit über Bord geworfen werden sollten. Chinas Megaprojekte werden von massiven Umweltfolgen und der Umsiedlung ganzer Dörfer begleitet, und nicht jede Schnellbaumaßnahme wäre hierzulande wünschenswert. Doch der Vorsprung ist so deutlich, dass er unsere eigene Trägheit entlarvt. Während China an einem Tunnel von 120 Kilometern Länge plant, stauen sich in Deutschland die Akten für eine Ortsumgehung; während ein Magnetschwebebahn‑Zug mit 1 000 Kilometern pro Stunde getestet wird, diskutieren wir über Nachtzüge; während Millionen Menschen im Norden Chinas über einen Wasserkanal versorgt werden, drohen bei uns Dürresommer und sinkende Grundwasserspiegel.Es geht nicht darum, chinesische Praktiken zu kopieren, sondern darum, aus ihnen zu lernen: Genehmigungsverfahren zu straffen, Planungs‑ und Bauzeiten zu verkürzen und zugleich Umwelt‑ und Sozialstandards hochzuhalten. Die Technologie steht bereit, das Kapital ebenfalls; es fehlt der Mut zur Umsetzung. Chinas neues Megaprojekt ist kein Science‑Fiction, sondern Realität – und es hält uns den Spiegel vor. Wenn Europa und insbesondere Deutschland nicht endlich ins Handeln kommen, wird der Rückstand von gefühlten hundert Jahren bald sehr real sein.