Dubai Telegraph - Anwältin: 87-Jährige in Spanien darf nach Zwangsräumung in Wohnung zurückkehren

EUR -
AED 4.16629
AFN 73.169511
ALL 91.720367
AMD 412.625437
ANG 2.03109
AOA 1040.296248
ARS 1730.068376
AUD 1.62319
AWG 2.043438
AZN 1.93014
BAM 1.952136
BBD 2.286318
BDT 139.767634
BGN 1.909789
BHD 0.427893
BIF 3401.345123
BMD 1.134455
BND 1.450989
BOB 13.899908
BRL 5.926056
BSD 1.135174
BTN 108.897103
BWP 15.520933
BYN 3.43615
BYR 22235.326798
BZD 2.283024
CAD 1.610325
CDF 2637.60876
CHF 0.946749
CLF 0.027804
CLP 1097.869325
CNY 7.612706
CNH 7.607182
COP 3823.591334
CRC 515.534533
CUC 1.134455
CUP 27.243979
CVE 110.058403
CZK 24.422727
DJF 202.14144
DKK 7.475699
DOP 67.583433
DZD 151.773102
EGP 59.109894
ERN 17.016832
ETB 184.987066
FJD 2.543165
FKP 0.855764
GBP 0.857365
GEL 2.943939
GGP 0.855764
GHS 13.207208
GIP 0.855764
GMD 83.949973
GNF 9983.084185
GTQ 8.669687
GYD 237.52413
HKD 8.899911
HNL 30.520196
HRK 7.533576
HTG 148.556553
HUF 367.996361
IDR 20395.24006
ILS 3.483085
IMP 0.855764
INR 108.854857
IQD 1486.703866
IRR 1559706.0739
ISK 136.996551
JEP 0.855764
JMD 179.696346
JOD 0.804311
JPY 178.569525
KES 147.161869
KGS 99.206423
KHR 4607.391815
KMF 491.219442
KPW 1021.010265
KRW 1539.433118
KWD 0.350309
KYD 0.946028
KZT 499.205114
LAK 25470.188455
LBP 101653.280821
LKR 375.734687
LRD 195.242638
LSL 18.654083
LTL 3.349752
LVL 0.686221
LYD 7.261401
MAD 10.93158
MDL 20.069327
MGA 4979.674316
MKD 61.459631
MMK 2381.643552
MNT 4080.888014
MOP 9.172382
MRU 45.475037
MUR 54.011158
MVR 17.538818
MWK 1968.413654
MXN 20.372676
MYR 4.628356
MZN 72.496486
NAD 18.654165
NGN 1502.903885
NIO 41.577455
NOK 10.88219
NPR 174.236698
NZD 2.008865
OMR 0.4362
PAB 1.135169
PEN 3.857124
PGK 5.041803
PHP 70.946528
PKR 314.300637
PLN 4.37298
PYG 6667.513416
QAR 4.135123
RON 5.278732
RSD 117.512567
RUB 96.003252
RWF 1675.9948
SAR 4.260916
SBD 9.105365
SCR 15.702006
SDG 682.371115
SEK 11.3519
SGD 1.450844
SHP 0.855838
SLE 27.871529
SLL 23788.954325
SOS 648.337451
SRD 42.753048
STD 23480.937336
STN 24.617683
SVC 9.932355
SYP 14750.190035
SZL 18.649075
THB 38.095578
TJS 10.471797
TMT 3.970594
TND 3.36159
TOP 2.731496
TRY 55.58859
TTD 7.704571
TWD 36.159658
TZS 3006.310364
UAH 50.939703
UGX 4443.658555
USD 1.134455
UYU 45.504381
UZS 13412.103021
VES 971.905283
VND 29464.644146
VUV 134.905521
WST 3.141659
XAF 655.957
XAG 0.018696
XAU 0.000273888757
XCD 3.065923
XCG 2.04586
XDR 0.802119
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 268.440504
ZAR 18.622631
ZMK 10211.456
ZMW 22.107598
ZWL 365.294192
SSP 6480.681012
MXV 2.306648
  • DAX

    122.7900

    25497.21

    +0.48%

  • Goldpreis

    12.8000

    4181.2

    +0.31%

  • MDAX

    116.3100

    31011.9

    +0.38%

  • TecDAX

    37.5900

    4006.74

    +0.94%

  • SDAX

    160.4600

    18408.98

    +0.87%

  • Euro STOXX 50

    48.6500

    6349.93

    +0.77%

  • EUR/USD

    -0.0031

    1.1342

    -0.27%

Anwältin: 87-Jährige in Spanien darf nach Zwangsräumung in Wohnung zurückkehren
Anwältin: 87-Jährige in Spanien darf nach Zwangsräumung in Wohnung zurückkehren / Foto: Oscar DEL POZO - AFP

Anwältin: 87-Jährige in Spanien darf nach Zwangsräumung in Wohnung zurückkehren

Sieg für Maricarmen: Nach der Zwangsräumung bei der 87-jährigen Maricarmen Abascal in Madrid, die landesweite Proteste in Spanien ausgelöst hatte, ist mit den Eigentümern der Immobilie eine Einigung über die Rückkehr der Rentnerin in ihre Wohnung erzielt worden. "Wenn diese Einigung, die wir erreicht haben, unterzeichnet wird", werde das "für alle ein besseres und erfreulicheres Ergebnis sein", sagte die Anwältin von Maricarmen, Beatriz Duro, am Montag. Die sozialistische Regierung von Regierungschef Pedro Sánchez will am Dienstag ein Gesetzespaket zur Reform des Wohnungsmarktes verabschieden.

Textgröße:

Die Miete der Rentnerin werde "ähnlich sein wie die, die sie bislang bezahlt hat", sagte Duro weiter. Maricarmen könne in ihre Wohnung im Madrider Stadtteil Retiro zurückkehren, sobald sie das Krankenhaus verlässt, in dem sie seit der Zwangsräumung wegen Erschöpfung behandelt wird.

Die 87-Jährige war am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer zwangsgeräumten Wohnung in Madrid geholt worden, nachdem ein Investor den Mietpreis nach Angaben des Mieterverbands um 275 Prozent auf 2650 Euro erhöht hatte. Maricarmen hatte in der Wohnung 70 Jahre lang gelebt. Der Fall löste massive Proteste in Spanien aus.

Am Montag versammelten sich in Barcelona anlässlich eines Besuchs von Sánchez rund 2000 Menschen und forderten wirksame Maßnahmen der Regierung. "Wir wollen kein Trostpflaster, sondern angemessenen Wohnraum", sagte die Sprecherin der katalanischen Mietervereinigung, Carme Arcarazo. Sie verlangte einen Stopp für Mieterhöhungen, ein Verbot befristeter Mietverträge und Maßnahmen gegen Zwangsräumungen.

Das Kabinett von Sánchez will am Dienstag ein entsprechendes Gesetzespaket beschließen. Die Regierung arbeite "mit Hochdruck" an einem Maßnahmenpaket, hatte Sánchez dazu gesagt.

Sánchez steckt jedoch in einer politisch schwierigen Lage: Bei seinen Sozialisten und dem linken Koalitionspartner Sumar gehen die Meinungen darüber auseinander, wie weit die Maßnahmen gehen sollen. Erst vor wenigen Wochen hatten sich die Sozialisten im Parlament bei einer Abstimmung über einen Sumar-Gesetzesvorschlag enthalten, der Investmentfonds den Kauf von Wohnungen verbieten sollte.

Außerdem führt Sánchez eine Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Unterstützung anderer Parteien mit unterschiedlichen ideologischen Ausrichtungen angewiesen ist. Darunter die Linkspartei Podemos, die Geierfonds enteignen will, und die katalanische Regionalpartei Junts, die davor warnt, "kleine Besitzer zu kriminalisieren". Im Frühjahr war im Parlament - unter anderem am Widerstand von Junts - ein Gesetzentwurf gescheitert, der bestimmte Mietverträge verlängert und Mieterhöhungen beschränkt hätte.

Sánchez hofft, dass er jetzt angesichts der öffentlichen Empörung über den Fall Maricarmen parlamentarische Hürden überwinden kann. Das für Dienstag angekündigte Gesetzespaket wird zwar durch einen Kabinettsbeschluss gültig, muss dann aber vom Parlament bestätigt werden. Auf die Unterstützung der oppositionellen konservativen Volkspartei PP und der ultrarechten Partei Vox kann Sánchez nicht setzen.

Auf dem zentralen Platz Puerta del Sol in Madrid harrten Protestierende am Montagabend vor Bekanntwerden der Einigung in einem Protestcamp aus. Am Samstag hatten zehntausende Menschen in der spanischen Hauptstadt gegen die Wohnungsnot und hohe Mieten demonstriert. Anschließend errichteten hunderte Menschen Zelte.

Sie werde "noch mindestens eine Nacht bleiben", sagte Demonstrantin Beatriz Blanco in dem Camp vor dem Bekanntwerden der Einigung. Die Mieten seien "völlig verrückt". "Es ist eine absolut untragbare Situation."

Maricarmen höchstpersönlich hatte sich in einem Onlinevideo an die Demonstranten in dem Protestcamp gewandt. Darin rief sie die Protestierenden auf, den Widerstand fortzusetzen: "Ich bitte euch alle um Mut, kämpft, verteidigt das, was euch gehört."

Drastisch gestiegene Mieten und Wohnraummangel sind Umfragen zufolge für die Spanier schon seit geraumer Zeit das Problem Nummer eins im Land. Laut dem Immobilienportal Idealista haben sich die Durchschnittsmieten in Spanien in zehn Jahren fast verdoppelt. Die spanische Zentralbank schätzt, dass landesweit mehr als 700.000 Wohnungen fehlen.

H.Hajar--DT