Dubai Telegraph - "Made in Europe": EU-Pläne für Industrie und Bau stoßen auf Kritik

EUR -
AED 4.268068
AFN 73.216537
ALL 96.03492
AMD 437.21187
ANG 2.07997
AOA 1065.708976
ARS 1627.099908
AUD 1.648315
AWG 2.091905
AZN 1.981035
BAM 1.951844
BBD 2.338659
BDT 141.896642
BGN 1.914843
BHD 0.438377
BIF 3445.305143
BMD 1.162169
BND 1.480393
BOB 8.023736
BRL 6.056643
BSD 1.161146
BTN 106.97324
BWP 15.558395
BYN 3.385223
BYR 22778.516887
BZD 2.335236
CAD 1.588714
CDF 2620.691615
CHF 0.908183
CLF 0.026384
CLP 1041.78036
CNY 8.019203
CNH 8.018567
COP 4385.875588
CRC 547.582956
CUC 1.162169
CUP 30.797485
CVE 110.042412
CZK 24.360351
DJF 206.769978
DKK 7.471173
DOP 68.890356
DZD 152.032601
EGP 58.205153
ERN 17.432538
ETB 180.099081
FJD 2.566128
FKP 0.871895
GBP 0.869762
GEL 3.143686
GGP 0.871895
GHS 12.455128
GIP 0.871895
GMD 84.838368
GNF 10183.663932
GTQ 8.905947
GYD 242.926531
HKD 9.08248
HNL 30.729709
HRK 7.532024
HTG 152.250726
HUF 384.882601
IDR 19628.515301
ILS 3.577111
IMP 0.871895
INR 107.128409
IQD 1521.116626
IRR 1527755.712132
ISK 144.713515
JEP 0.871895
JMD 181.322451
JOD 0.823982
JPY 182.810352
KES 150.071142
KGS 101.631579
KHR 4659.53486
KMF 493.92183
KPW 1045.95275
KRW 1705.45973
KWD 0.357541
KYD 0.967634
KZT 576.406477
LAK 24861.284139
LBP 103980.626437
LKR 360.597501
LRD 212.488362
LSL 19.007172
LTL 3.431584
LVL 0.702985
LYD 7.382036
MAD 10.778851
MDL 20.093184
MGA 4828.150797
MKD 61.573963
MMK 2440.361962
MNT 4149.392344
MOP 9.349508
MRU 46.220309
MUR 55.005837
MVR 17.955827
MWK 2013.410062
MXN 20.433416
MYR 4.580687
MZN 74.268452
NAD 19.007172
NGN 1606.117497
NIO 42.733377
NOK 11.226171
NPR 171.163462
NZD 1.965664
OMR 0.44687
PAB 1.161131
PEN 3.971549
PGK 4.998867
PHP 67.865991
PKR 324.627465
PLN 4.26655
PYG 7560.674162
QAR 4.223339
RON 5.093672
RSD 117.445312
RUB 90.622533
RWF 1693.260398
SAR 4.362596
SBD 9.349864
SCR 16.423565
SDG 699.045217
SEK 10.688585
SGD 1.483073
SHP 0.871928
SLE 28.361231
SLL 24370.106892
SOS 662.477079
SRD 43.687108
STD 24054.556629
STN 24.450438
SVC 10.16071
SYP 128.454742
SZL 19.013949
THB 36.697239
TJS 11.106435
TMT 4.067592
TND 3.392523
TOP 2.798225
TRY 51.103832
TTD 7.866952
TWD 36.777423
TZS 2978.522328
UAH 50.900323
UGX 4290.303356
USD 1.162169
UYU 44.998979
UZS 14142.332834
VES 489.67983
VND 30472.077183
VUV 138.383069
WST 3.153008
XAF 654.627224
XAG 0.013872
XAU 0.000226
XCD 3.140821
XCG 2.092658
XDR 0.817773
XOF 654.630034
XPF 119.331742
YER 277.177186
ZAR 19.030429
ZMK 10460.944398
ZMW 22.267958
ZWL 374.218018
  • SDAX

    461.9200

    17556.01

    +2.63%

  • MDAX

    556.2600

    30357.28

    +1.83%

  • Goldpreis

    28.2000

    5151.9

    +0.55%

  • Euro STOXX 50

    99.1900

    5870.92

    +1.69%

  • EUR/USD

    0.0019

    1.1636

    +0.16%

  • DAX

    414.7100

    24205.36

    +1.71%

  • TecDAX

    100.8200

    3718.13

    +2.71%

"Made in Europe": EU-Pläne für Industrie und Bau stoßen auf Kritik

"Made in Europe": EU-Pläne für Industrie und Bau stoßen auf Kritik

Brüssel will der europäischen Industrie im Wettbewerb mit den USA und China neue Vorteile verschaffen - stößt mit einem Vorschlag für sogenannte "Made in Europe"-Quoten aber auf Kritik. Die Kommission schlug am Mittwoch vor, dass künftig beispielsweise Elektroautos nur dann für staatliche Fördergelder in Frage kommen, wenn ein Mindestanteil der Bauteile aus der EU oder ihren Partnerländern stammt. Verbände, Gewerkschaften und Umweltorganisationen forderten Nachbesserungen.

Textgröße:

EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné will mit den Vorschlägen erreichen, dass die Industrie bis 2030 ein Fünftel der europäischen Wirtschaftsleistung ausmacht. Derzeit sind es 14 Prozent, zahlreiche Fabriken sind nicht voll ausgelastet.

Séjourné sprach von einer Kehrtwende in der europäischen Wirtschaftspolitik, die "noch vor wenigen Monaten undenkbar gewesen wäre". Angesichts der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und der Abhängigkeit von Rohstoffen aus China setzt sich vor allem Frankreich für eine Bevorzugung europäischer Unternehmen ein. Deutschland warnt hingegen davor, Handelspartner vor den Kopf zu stoßen.

Falls die Bundesregierung in den kommenden Jahren eine Kaufprämie für Elektroautos oder ein Leasing-Programm einführt, sollen die Fördergelder nach Vorstellung aus Brüssel nur für in der EU oder ihren Partnerländern zusammengebaute Autos fließen. Ein Teil der Batterie sowie 70 Prozent aller anderen Bauteile sollen aus diesen Staaten stammen.

Bei öffentlichen Ausschreibungen und Fördergeldern etwa für Bauprojekte schlägt die Kommission weitere "Made in Europe"-Quoten vor: Ein Viertel des Aluminiums sowie fünf Prozent des Zements sollen aus der EU oder ihren Partnerländern stammen. Auch für Solarzellen, Wärmepumpen, Windturbinen, Atomenergie und batteriebetriebene Stromspeicher sind Vorgaben geplant.

Die deutsche Wirtschaft befürchtet Einschränkungen. Durch die Vorgaben könnten die Preise steigen, weil europäische Bauteile teurer sind als etwa Produkte aus China, erklärte der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura. "Wer Europa stärken will, darf wichtige Partner nicht vor den Kopf stoßen", betonte auch DIHK-Außenhandelschef Volker Treier. Die Verbände befürchten zudem, das Gesetz könnte für einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand in den Unternehmen sorgen.

Séjourné verwies auf die USA und China, die ihre eigenen Unternehmen seit Jahren in öffentlichen Ausschreibungen bevorzugen. Ähnlich äußerte sich die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung: Die "Made in Europe"-Vorgaben seien "keineswegs exotisch, sondern eine Anpassung an die aktuelle Situation", erklärte der Ökonom Tom Bauermann.

Ursprünglich hatte Séjourné auch eine Quote für Stahl geplant, konnte sich aber nicht durchsetzen. Damit fehle "die langfristige Planungssicherheit, die für große industrielle Investitionen nötig ist", urteilte der Stahlverband Eurofer. "Das ist ein industriepolitischer Irrweg und absolut nicht nachvollziehbar", kritisierte auch der zweite Vorsitzende der Gewerkschaft IG Metall, Jürgen Kerner.

Welche Handelspartner den "Made in Europe"-Stempel bekommen, will die Kommission erst später entscheiden. In Frage kommen alle Staaten, mit denen die EU ein Abkommen über den gegenseitigen Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen geschlossen hat, darunter sind etwa Großbritannien und Japan. Dabei kommt es aber auf die Einzelheiten der Abkommen an.

Insbesondere für die Batterieindustrie sei die Unsicherheit ein Problem, erklärte die Umweltorganisation T&E (Transport and Environment): "Europäische Steuergelder sollten zur Förderung von Wertschöpfung vor Ort eingesetzt werden." T&E kritisierte zudem, dass eine wichtige Vorstufe der Batteriezelle nicht von den Vorgaben betroffen sein soll. Außerdem gebe es "Schlupflöcher" im Gesetz.

Der Vorschlag sieht eine Reihe von Ausnahmen vor: Wenn es weltweit nur einen Anbieter für das gefragte Produkt gibt oder nur ausländische Unternehmen Angebote eingereicht haben, wäre die "Made in Europe"-Quote nicht verpflichtend. Das Gleiche gilt, wenn die Kosten für eine Produktion innerhalb der EU mehr als ein Viertel höher liegen als bei der Konkurrenz.

Die Vorschläge der Kommission gehen nun in die Verhandlungen im Europaparlament und im Rat der 27 Mitgliedstaaten. Diese dürften mehrere Monate dauern und könnten das Gesetz noch deutlich verändern.

Y.Rahma--DT