Dubai Telegraph - Trump-Effekt: Wirtschaftsweise rechnen mit Nullwachstum und fordern Bürokratieabbau

EUR -
AED 4.333945
AFN 77.887151
ALL 96.474738
AMD 446.387728
ANG 2.112487
AOA 1082.158989
ARS 1708.501219
AUD 1.686989
AWG 2.125669
AZN 2.010175
BAM 1.953256
BBD 2.375636
BDT 144.132249
BGN 1.981838
BHD 0.444912
BIF 3493.118957
BMD 1.180108
BND 1.500545
BOB 8.150418
BRL 6.183168
BSD 1.179479
BTN 106.74341
BWP 15.532832
BYN 3.368212
BYR 23130.11201
BZD 2.37218
CAD 1.612777
CDF 2625.73975
CHF 0.917268
CLF 0.025649
CLP 1012.780302
CNY 8.187825
CNH 8.189275
COP 4282.1154
CRC 584.718509
CUC 1.180108
CUP 31.272856
CVE 110.116893
CZK 24.372651
DJF 209.729075
DKK 7.467836
DOP 73.993927
DZD 153.079662
EGP 55.345637
ERN 17.701616
ETB 182.736137
FJD 2.602315
FKP 0.86138
GBP 0.864819
GEL 3.180373
GGP 0.86138
GHS 12.951184
GIP 0.86138
GMD 86.147641
GNF 10351.077805
GTQ 9.046909
GYD 246.769596
HKD 9.219178
HNL 31.162539
HRK 7.535581
HTG 154.599269
HUF 379.63596
IDR 19834.071049
ILS 3.652203
IMP 0.86138
INR 106.731129
IQD 1545.19373
IRR 49712.039391
ISK 144.796826
JEP 0.86138
JMD 184.959067
JOD 0.836717
JPY 185.210858
KES 152.175039
KGS 103.200068
KHR 4760.818583
KMF 493.285381
KPW 1062.032235
KRW 1723.806746
KWD 0.362683
KYD 0.982924
KZT 585.944944
LAK 25371.05838
LBP 105624.757488
LKR 365.052098
LRD 219.384223
LSL 18.850106
LTL 3.484551
LVL 0.713835
LYD 7.453974
MAD 10.812948
MDL 19.957088
MGA 5225.215613
MKD 61.616688
MMK 2478.150907
MNT 4212.803755
MOP 9.491776
MRU 46.835403
MUR 54.143869
MVR 18.232624
MWK 2044.881053
MXN 20.447408
MYR 4.639592
MZN 75.231987
NAD 18.850824
NGN 1615.048331
NIO 43.403829
NOK 11.419029
NPR 170.820208
NZD 1.967092
OMR 0.453702
PAB 1.179469
PEN 3.965035
PGK 5.053246
PHP 69.568537
PKR 329.895286
PLN 4.218
PYG 7806.566323
QAR 4.30205
RON 5.094998
RSD 117.391206
RUB 89.984704
RWF 1721.464861
SAR 4.425427
SBD 9.509428
SCR 16.184535
SDG 709.834768
SEK 10.608431
SGD 1.502163
SHP 0.885386
SLE 28.883122
SLL 24746.268716
SOS 672.926277
SRD 44.719019
STD 24425.847913
STN 24.468438
SVC 10.320119
SYP 13051.490107
SZL 18.849526
THB 37.45618
TJS 11.022488
TMT 4.142178
TND 3.411341
TOP 2.841416
TRY 51.369267
TTD 7.989795
TWD 37.376496
TZS 3045.020483
UAH 50.882013
UGX 4199.529565
USD 1.180108
UYU 45.458858
UZS 14458.675608
VES 438.575913
VND 30661.559706
VUV 141.089893
WST 3.217174
XAF 655.106414
XAG 0.013133
XAU 0.000235
XCD 3.189301
XCG 2.12574
XDR 0.813661
XOF 655.120274
XPF 119.331742
YER 281.308183
ZAR 18.976192
ZMK 10622.385043
ZMW 23.089021
ZWL 379.994216
  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1804

    -0.06%

  • MDAX

    -12.7000

    31524.63

    -0.04%

  • DAX

    -177.7500

    24603.04

    -0.72%

  • Euro STOXX 50

    -24.8800

    5970.47

    -0.42%

  • SDAX

    -78.3500

    17925.77

    -0.44%

  • Goldpreis

    86.7000

    5037.5

    +1.72%

  • TecDAX

    7.3300

    3613.05

    +0.2%

Trump-Effekt: Wirtschaftsweise rechnen mit Nullwachstum und fordern Bürokratieabbau
Trump-Effekt: Wirtschaftsweise rechnen mit Nullwachstum und fordern Bürokratieabbau / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Trump-Effekt: Wirtschaftsweise rechnen mit Nullwachstum und fordern Bürokratieabbau

Das wirtschaftliche Beratergremium der Bundesregierung hat seine Konjunkturprognose für dieses Jahr auf ein Nullwachstum abgesenkt. Die sogenannten Wirtschaftsweisen verweisen in ihrem Frühjahrsgutachten vom Mittwoch vor allem auf die Auswirkungen der US-Zollpolitik. Die Bundesregierung forderten sie insbesondere auf, den Bürokratieabbau entschieden anzugehen. Zudem mahnten die drei Ökonominnen und zwei Ökonomen eine verantwortungsvolle Verwendung der Mittel aus dem schuldenbasierten Finanzpaket an.

Textgröße:

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter in einer ausgeprägten Schwächephase und profitierte zuletzt nur wenig vom Wachstum der Weltkonjunktur", erklärten die Wirtschaftsweisen. Als maßgebliche "inländische Hemmnisse" nennen sie etwa "umfangreiche bürokratische Anforderungen" und "lange Genehmigungsverfahren". Zugleich stehe die Wirtschaft vor Herausforderungen wie der Abwendung von fossilen Brennstoffen, der Alterung der Gesellschaft und der zunehmenden Verbreitung Künstlicher Intelligenz.

Dies entspricht im Wesentlichen der Lage im vergangenen Herbst, als die Wirtschaftsweisen noch ein leichtes Wachstum der Wirtschaftsleistung um 0,4 im Jahr 2025 prognostizierten. Hinzu gekommen seien nun die Zölle von US-Präsident Donald Trump, führten sie aus. Der Prognose liegen demnach die zu Anfang Mai geltenden Zölle und Gegenmaßnahmen anderer Länder zugrunde. Es gebe insgesamt eine "hohe Unsicherheit über die weitere Ausrichtung der US-Handelspolitik".

Trump gefährde "das Wirtschaftswachstum weltweit", erklärten die Wirtschaftsweisen. Die direkten Folgen schätzen sie zwar für die USA selbst höher ein als für Deutschland und die EU, dennoch "belasten die US-Einfuhrzölle die Nachfrage nach deutschen Produkten". Hinzu komme, dass die hohe Unsicherheit wegen der erratischen US-Politik die Investitionsbereitschaft der Unternehmen dämpfe.

Zum Gegensteuern empfehlen die Experten der Bundesregierung einen Fokus auf den Bürokratieabbau. Allein die Bürokratiekosten durch bundesrechtliche Informationspflichten beziffern sie auf jährlich rund 65 Milliarden Euro, 1,7 Prozent aller in Deutschland geleisteten Arbeitsstunden gingen dafür drauf. Hinzu kämen Kosten durch Vorgaben der EU, der Länder und Kommunen. Umfassende Reformen müssten nun "schnellstmöglich und koordiniert" eingeleitet werden, die Bundesregierung sollte dies "auf der höchsten politischen Entscheidungsebene zur Chefsache" erklären.

Hoffnung gibt den Experten das Finanzpaket der neuen Bundesregierung. Die schuldenbasierten zusätzlichen Mittel für Investitionen eröffneten "unserer Meinung nach große Chancen", sagte der Wirtschaftsweise Achim Truger. Allerdings erwarten die Experten in diesem Jahr kaum Auswirkungen, erst im Jahr 2026 sind demnach "expansive Impulse" etwa für die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen und den Staatskonsum möglich. Truger warnte zudem vor einer "Zweckentfremdung" der Mittel. Einen Mehrwert hätten die hohen Schulden nur, wenn sie richtig eingesetzt würden.

Die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier konkretisierte, dass es das Risiko von Verschiebungen von Ausgaben aus dem Kernhaushalt gebe. Die Spielräume durch das Finanzpaket dürften nicht für "konsumptive" Ausgaben, sondern müssten tatsächlich für Investitionen genutzt werden. Als Negativbeispiele nannte sie die im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbarte Mütterrente und die Wiedereinführung der Dieselsubventionierung für Landwirte.

Ein Risiko ist dem Gremium zufolge zudem die Kompatibilität des Finanzpakets mit den EU-Fiskalregeln. "Nur bei einer starken Investitionsorientierung und begleitenden Strukturreformen" könnten diese eingehalten werden, erklärten die Wirtschaftsweisen. Auch der Bürokratieabbau ist demnach eine wichtige Voraussetzung, damit die Mittel aus den Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur nicht versickern.

Insgesamt sehen die Experten Deutschland in einem Strukturwandel. Sie befürchte dadurch zwar keine "Massenentlassungen", sagte die Vorsitzende des Gremiums, Monika Schnitzer, am Mittwoch. Es gebe jedoch eine Verlagerung von Arbeitskräften. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm betonte, dass dies durchaus "sozialen Sprengstoff" berge. Denn es gebe eine Verlagerung von der Industrie in Richtung Dienstleistungen und Pflege, der Anstieg der Erwerbstätigkeit geschehe also "in Bereichen, wo die Bezahlung geringer ist".

I.Viswanathan--DT