Dubai Telegraph - Tokios Wohnwunder erklärt

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Tokios Wohnwunder erklärt




Tokio gilt als Ausnahme unter den Weltmetropolen: Während New York, London oder Paris seit Jahren mit explodierenden Mieten und Wohnungsmangel kämpfen, bleibt Wohnraum in Japans Hauptstadt relativ gut verfügbar und – gemessen am globalen Vergleich – noch erschwinglich. Warum?

1) Bauen ist erlaubt – fast überall
Der wichtigste Unterschied liegt in der Bodenpolitik. Japans Zonierung lässt Wohnen in den meisten Nutzungszonen zu, auch in Gewerbelagen. Anträge durchlaufen standardisierte Verfahren, politische Einzelfall-Blockaden sind selten. Das Ergebnis: Projekte werden schneller geplant, genehmigt und realisiert. Wo anderswo über Jahre gestritten wird, entstehen in Tokio laufend neue Einheiten – von Mikro-Studios bis Hochhaus-Komplexen.

2) Kontinuierliche, massenhafte Neubauproduktion
Tokio hat sich über Jahrzehnte eine „Bau-Maschine“ erarbeitet: private Entwickler, Bauindustrie, Banken und Kommunen greifen reibungslos ineinander. Das sichert stetige Fertigstellungen – selbst in Phasen sinkender Veröffentlichungszahlen. Diese Konstanz dämpft Mietdruck, weil zusätzliche Nachfrage nicht sofort auf eine starre Angebotswand prallt.

3) Hohe Dichten, clevere Instrumente
Hohe zulässige Geschossflächenzahlen in zentralen Quartieren und Instrumente wie handelbare „Luftrechte“ ermöglichen Verdichtung, ohne Grund und Boden auszuweiten. Infrastrukturprojekte – etwa die Absenkung von Stadtautobahnen oder Bahnhofsumbauten – werden häufig mit Neubau-Kontingenten gegenfinanziert. So wächst die Stadt nach innen, nahe Arbeit, Handel und ÖPNV.

4) Mieten: flexibel, aber vorhersehbar
Japan kennt keine starre Mietpreisbindung wie in Teilen Europas. Mieten können angepasst werden, doch Mietverträge sind langlaufend und Erhöhungen brauchen Gründe und oft Einvernehmen. Das erzeugt Preissignale (Neubau lohnt sich), ohne Bestandsmieter sprunghaft zu überfordern. Ergebnis: Ein dynamischer Neubau-markt und relativ stabile Bestandsmieten.

5) „Scrap & Build“: der japanische Erneuerungszyklus
Wohngebäude werden häufiger ersetzt als im Westen. Schnelle Abschreibung, Erdbebennormen und technischer Fortschritt fördern Abriss und Neubau. Aus städtebaulicher Sicht hält das den Bestand jung, vergrößert mittelfristig die Kapazität und bringt laufend kleine, punktuelle Ergänzungen in gewachsenen Quartieren – ein permanenter Puffer gegen Knappheit.

6) Bahn- und Zentrenentwicklung statt Randzersiedlung
Tokio verzahnt Wohnungsbau mit einem extrem dichten, zuverlässigen Bahnnetz. Private Bahngesellschaften entwickeln Bahnhofsviertel selbst – mit Wohnungen, Büros, Handel. Wer baut, baut dort, wo Nachfrage sicher ist. Das erhöht Auslastung, verbessert Lebensqualität und rechtfertigt hohe Dichten, ohne Autoverkehr zu erzeugen. Wohnraum entsteht, wo Menschen wirklich wohnen wollen.

7) Kapital, Kosten und Zinsen
Jahrelang extrem niedrige Zinsen hielten Finanzierungskosten überschaubar. Auch nach den jüngsten Zinsschritten bleiben Hypotheken im internationalen Vergleich moderat. Gleichzeitig fließt institutionelles Kapital in renditestabile Segmente wie Mehrfamilienhäuser. Das stärkt die Liquidität, ohne die Mieten aus dem Ruder laufen zu lassen, weil die Angebotsseite mitwächst.

8) Demografie und Vielfalt des Angebots
Tokio wächst durch Binnen- und Arbeitsmigration sowie internationale Zuwanderung. Die Stadt reagiert mit Vielfalt: vom kleinteiligen „apaato“ bis zum hochpreisigen „mansion“. Diese Bandbreite verteilt Nachfrage über viele Marktsegmente – nicht jeder muss in denselben, knappen Wohnungstyp. Der große, heterogene Mietmarkt wirkt preisdämpfend.

9) Was „erschwinglich“ real bedeutet
Tokio ist nicht „billig“ – Spitzenlagen und Neubau sind teuer. Doch im globalen Vergleich erhalten Mieter mehr Auswahl nahe Arbeitsplatz und ÖPNV zu Preisen, die in anderen Weltstädten längst Luxusstatus haben. Die internationale Kaufkraft-Perspektive zeigt: Tokio bleibt für Durchschnittsverdiener nutzbar, ohne auf Randlagen ausweichen zu müssen.

10) Risiken am Horizont
Steigende Bau- und Landpreise, Fachkräftemangel am Bau und strengere Klimavorgaben können die Kostenseite belasten. Zudem sinken Veröffentlichungszahlen im Eigentumsneubau phasenweise. Entscheidend wird sein, die liberalen Genehmigungsstrukturen zu bewahren, Infrastrukturprojekte konsequent mit Wohnungsbau zu koppeln und den Bestand klimagerecht zu erneuern – ohne den Erneuerungszyklus zu bremsen, der Tokios Puffer gegen Knappheit bildet.



Vorgestellt


WakeBASE-Sprung vom Dubai Infinity Pool

Das Projekt mit dem Namen "WakeBASE" beinhaltete eine einzigartige Kombination aus Drohnen-Wakeskating und BASE-Jumping.Schauplatz dieses Kunststücks war das Address Beach Resort in Dubai, dessen Infinity-Pool 294 Meter über dem Meeresspiegel liegt und damit den Guinness-Weltrekord hält.Grubbs Herausforderung begann mit einem 94 Meter langen Wakeskating über den Pool auf dem Dach, wobei er von einer speziell entwickelten Drohne gezogen wurde.Der Stunt gipfelte in einem BASE-Sprung vom Rand des Pools, bei dem Grubb 77 Stockwerke hinabsprang, bevor er erfolgreich am Strand landete. Diese Leistung war die Verwirklichung von Grubbs siebenjährigem Traum und ein historischer Meilenstein im Extremsport.Um sich auf "WakeBASE" vorzubereiten, unterzog sich Grubb einem rigorosen Training mit der BASE-Sprunglegende Miles Daisher.Obwohl er im Dezember 2022 erst 26 BASE-Sprünge absolviert hatte, absolvierte Grubb 106 Sprünge während seines Trainings, das in Idaho, USA, und Lauterbrunnen, Schweiz, einem renommierten BASE-Sprungort, stattfand.Das Projekt umfasste auch eine Partnerschaft mit Prada, das maßgeschneiderte, für die Anforderungen von Wakeskating und BASE-Jumping optimierte Kleidung zur Verfügung stellte.Die Drohne, die bei diesem Stunt zum Einsatz kam, wurde von einem Team unter der Leitung von Sebastian Stare mit spezieller Hard- und Software entwickelt, die auf die Anforderungen von "WakeBASE" zugeschnitten ist.Die Wahl des Address Beach Resorts in Dubai war von strategischer Bedeutung, da der hohe Infinity-Pool und das architektonische Layout sowohl für den Wakeskate-Lauf als auch für den BASE-Sprung ideal waren.

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Trumps Angriff auf den Dollar

Ein beispielloser Konflikt zwischen dem US-Präsidenten und der Notenbank sorgt für Unruhe an den Finanzmärkten. Mitte Januar 2026 wurde bekannt, dass das US-Justizministerium dem Federal Reserve‑System grand‑jury‑Vorladungen zugestellt hat. Offiziell geht es um mutmaßlich überteuerte Renovierungsarbeiten an historischen Verwaltungsgebäuden, doch der Vorsitzende der Notenbank, Jerome Powell, erklärte in einer Videobotschaft, dass diese Ermittlungen als Vorwand dienten. Die Strafandrohung habe nur das Ziel, die unabhängige Zinspolitik des Federal Reserve (Bundesreserve) zu unterwerfen. Powell betonte, dass die Federal Reserve die gesetzlichen Aufsichtsrechte des Kongresses umfassend erfülle und nannte die Ermittlungen eine beispiellose politische Einmischung. Er befürchtet, dass es dabei um die Frage geht, ob Geldpolitik auf Basis von Daten getroffen oder durch politischen Druck gesteuert wird.Der US-Präsident hat Powell seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 immer wieder vollkommen fragwürdig beschimpft und zum Rücktritt gedrängt. Weil die Federal Reserve die Zinsen 2025 nur schrittweise senkte und die hohe Inflation größtenteils auf den protektionistischen Kurs der US‑Regierung zurückführte, verstärkte der Präsident den Druck. Er nannte den Zentralbankchef „moron“, „Bonehead“ und drohte ihm wegen „Inkompetenz“ mit einer Klage. Hinter den Ermittlungen steht die von ihm eingesetzte Staatsanwältin in Washington, die die Renovierungskosten zum Anlass nahm, um ein Strafverfahren einzuleiten. Weder Justizministerin noch ihr Stellvertreter wurden laut Berichten im Voraus informiert.Reaktionen von Politik und ExpertenDie juristische Offensive löste parteiübergreifend scharfe Kritik aus. Mehrere republikanische Senatoren machten deutlich, dass sie keine Nominierungen für das Federal Reserve Board bestätigen werden, solange die Ermittlungen laufen. Demokratische Abgeordnete bezeichneten das Vorgehen als Angriff auf den Rechtsstaat und als Schritt hin zur Autokratie. Sie warnten davor, dass der Präsident den Fed‑Vorsitzenden „einsperren“ wolle, nur weil dieser seine Zinspolitik nicht nach den Vorstellungen des Weißen Hauses ausrichte. Auch ehemalige Fed‑Vorsitzende und führende Ökonomen warnen, dies erinnere an Länder mit schwachen Institutionen, in denen die Regierung die Notenbank kontrolliert – oft mit fatalen Folgen für Preisstabilität und Wirtschaft. Selbst Marktliberale mahnten, der Missbrauch der Strafverfolgung könne Investoren vertreiben und das Vertrauen in die Vereinigten Staaten untergraben.International solidarisierten sich zahlreiche Zentralbanker mit Powell. Sie wiesen darauf hin, dass eine unabhängige Geldpolitik unerlässlich sei, um langfristig stabile Preise und eine funktionierende Volkswirtschaft zu gewährleisten. Einige Beobachter verglichen die aktuellen Entwicklungen mit autoritären Praktiken in der Türkei oder Venezuela, wo populistische Regierungen versuchten, die Geldpolitik zu kontrollieren und dadurch Hyperinflation auslösten.Auswirkungen auf den FinanzmarktDie Märkte reagierten sensibel auf die Eskalation. Nachdem die Strafandrohung bekannt wurde, gaben die Kurse des US‑Dollars gegenüber wichtigen Währungen deutlich nach. Der Dollar‑Index, der die Stärke der US‑Währung im Verhältnis zu einem Korb anderer Leitwährungen misst, rutschte um fast ein halbes Prozent ab. Der Euro stieg über 1,16 US‑Dollar, der Schweizer Franken erreichte ein Zehnjahreshoch gegenüber der US‑Währung, und Anleger flüchteten in sichere Häfen wie Gold und Silber. Analysten erläuterten, dass der drohende Verlust der Notenbankunabhängigkeit und die Aussicht auf künftig noch höhere US‑Schulden Investoren abschrecken. Gold stieg auf über 4 600 US‑Dollar je Feinunze, und auch die Silberpreise erreichten Rekordstände.Die Unsicherheit über die künftige Zinspolitik ließ die Renditen langlaufender US‑Staatsanleihen steigen, da Investoren höhere Risikoaufschläge verlangten. Gleichzeitig verzeichnete der Aktienmarkt zunächst Abgaben; später stützten jedoch Technologiewerte die Kurse. Einige Analysten warnen, dass dauerhafter politischer Druck auf die Federal Reserve zu höherer Inflation, Kapitalflucht und einer Abwertung des Dollar führen könnte. Nomura‑Devisenstrategen wiesen zudem darauf hin, dass neben geopolitischen Risiken vor allem der Vertrauensverlust in die US‑Geldpolitik den Dollar belaste.Mögliche Folgen für den DollarDie Attacken des Präsidenten auf die Federal Reserve sind kein neues Phänomen. Bereits 2025 hatte die US‑Währung nach wiederholten öffentlichen Beschimpfungen des Notenbankchefs deutlich an Wert verloren. Analysten stellten fest, dass der Dollar‑Index im Laufe des Jahres zweistellige Verluste verbuchte und die extreme Volatilität an den Devisenmärkten insbesondere mit den politischen Einflussversuchen auf die Geldpolitik zusammenhing. Damals wie heute treiben protektionistische Zollpolitik und das Bestreben, Zinssenkungen zu erzwingen, die Inflation in die Höhe. Investoren befürchten, dass eine politisch gefügige Notenbank die Zinsen zu stark senkt und damit eine Teuerungsspirale auslöst.Neben den innenpolitischen Spannungen belasten auch internationale Faktoren den Status des US‑Dollars als Weltreservewährung. Die globale Gemeinschaft beobachtet aufmerksam, ob die USA weiterhin eine berechenbare Geldpolitik betreiben oder ob politische Interessen die Leitwährung schwächen. Sollten sich Investoren in größerem Umfang aus dem Dollar zurückziehen, könnten alternative Reservewährungen wie der Euro oder der chinesische Yuan an Bedeutung gewinnen. Auch digitale Zentralbankwährungen könnten davon profitieren.Den Blick "vorerst" nach vorn gerichtetJerome Powell bleibt voraussichtlich bis zum Ende seiner Amtszeit im Mai 2026 Vorsitzender der Federal Reserve, auch wenn das Weiße Haus bereits potenzielle Nachfolger sondiert. Sollte der Präsident einen loyalen Kandidaten ernennen, könnte der Senat die Ernennung aufgrund der anhaltenden Ermittlungen verzögern. Einige Beobachter gehen davon aus, dass Powell – dessen Mandat als Gouverneur erst 2028 endet – trotz der Strafandrohungen im Board bleiben könnte, um die Unabhängigkeit der Notenbank zu verteidigen.Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Vereinigten Staaten ihre traditionell starke Notenbankunabhängigkeit bewahren können. Der Konflikt zwischen dem Präsidenten und dem Federal Reserve‑Chef hat bereits spürbare wirtschaftliche Auswirkungen und stellt das Vertrauen in den US‑Dollar als globale Leitwährung infrage. Ökonomen mahnen, dass eine unabhängige Geldpolitik ein Grundpfeiler wirtschaftlicher Stabilität ist und nicht dem politischen Tagesgeschäft geopfert werden darf.