Dubai Telegraph - Vereint in der Trauer: Schweiz gedenkt der Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana

EUR -
AED 4.216125
AFN 74.621719
ALL 91.702089
AMD 416.711307
ANG 2.055386
AOA 1052.739855
ARS 1733.529937
AUD 1.611486
AWG 2.069317
AZN 1.94802
BAM 1.955853
BBD 2.311953
BDT 140.963825
BGN 1.932634
BHD 0.43271
BIF 3453.378665
BMD 1.148026
BND 1.464633
BOB 11.679317
BRL 5.885123
BSD 1.147826
BTN 110.061986
BWP 15.566355
BYN 3.489479
BYR 22501.312563
BZD 2.308653
CAD 1.605302
CDF 2653.089103
CHF 0.946961
CLF 0.027903
CLP 1101.772158
CNY 7.700443
CNH 7.687671
COP 3638.014511
CRC 513.511697
CUC 1.148026
CUP 30.422693
CVE 110.267992
CZK 24.315711
DJF 204.404656
DKK 7.475481
DOP 67.991549
DZD 153.69284
EGP 59.843733
ERN 17.220392
ETB 187.497071
FJD 2.544489
FKP 0.853761
GBP 0.859166
GEL 2.990619
GGP 0.853761
GHS 13.212359
GIP 0.853761
GMD 84.368659
GNF 10073.9293
GTQ 8.758238
GYD 240.116515
HKD 9.006093
HNL 30.808702
HRK 7.535187
HTG 150.023417
HUF 362.498439
IDR 20371.724053
ILS 3.482979
IMP 0.853761
INR 109.926431
IQD 1503.734254
IRR 1578076.747429
ISK 139.405036
JEP 0.853761
JMD 181.144126
JOD 0.813942
JPY 180.034032
KES 148.841865
KGS 100.395388
KHR 4675.106495
KMF 491.355358
KPW 1033.223901
KRW 1589.413473
KWD 0.354165
KYD 0.956622
KZT 511.321648
LAK 25709.585645
LBP 102792.341533
LKR 380.718672
LRD 199.155404
LSL 18.699326
LTL 3.389823
LVL 0.694429
LYD 7.291166
MAD 10.933797
MDL 20.151459
MGA 4985.113557
MKD 61.526669
MMK 2410.470116
MNT 4129.27924
MOP 9.275911
MRU 45.984047
MUR 54.714996
MVR 17.737289
MWK 1990.445341
MXN 19.690933
MYR 4.683681
MZN 73.35324
NAD 18.699326
NGN 1528.126437
NIO 42.240962
NOK 10.811898
NPR 176.098011
NZD 2.00755
OMR 0.441414
PAB 1.147831
PEN 3.875205
PGK 5.107116
PHP 71.941631
PKR 318.162548
PLN 4.356506
PYG 6790.154675
QAR 4.184214
RON 5.261981
RSD 117.387978
RUB 97.016735
RWF 1693.738582
SAR 4.263076
SBD 9.184797
SCR 15.789434
SDG 690.527373
SEK 11.269088
SGD 1.464755
SHP 0.857536
SLE 28.287533
SLL 24073.525056
SOS 656.014944
SRD 43.333965
STD 23761.823474
STN 24.500558
SVC 10.044229
SYP 14926.63631
SZL 18.692426
THB 38.194523
TJS 10.589187
TMT 4.018092
TND 3.343624
TOP 2.764171
TRY 56.004889
TTD 7.793178
TWD 36.501605
TZS 3041.245294
UAH 51.294568
UGX 4511.122407
USD 1.148026
UYU 46.151252
UZS 13516.307891
VES 970.604392
VND 29853.272035
VUV 135.819625
WST 3.148936
XAF 655.957
XAG 0.017427
XAU 0.000264
XCD 3.102598
XCG 2.068747
XDR 0.811714
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 271.680336
ZAR 18.658806
ZMK 10333.615177
ZMW 22.527513
ZWL 369.663952
SSP 6495.73372
MXV 2.232544
  • Goldpreis

    3.4000

    4403.1

    +0.08%

  • EUR/USD

    0.0005

    1.1485

    +0.04%

  • SDAX

    60.4300

    18227.33

    +0.33%

  • Euro STOXX 50

    56.4000

    6322.9

    +0.89%

  • TecDAX

    11.8300

    3996.35

    +0.3%

  • MDAX

    171.3200

    31448.12

    +0.54%

  • DAX

    178.9100

    25716.71

    +0.7%

Vereint in der Trauer: Schweiz gedenkt der Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana
Vereint in der Trauer: Schweiz gedenkt der Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana / Foto: LAURENT GILLIERON - POOL/AFP

Vereint in der Trauer: Schweiz gedenkt der Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana

Vereint in der Trauer um 40 zumeist junge Menschen: Nach der verheerenden Brandkatastrophe bei einer Silvester-Party im Skiort Crans-Montana hat die Schweiz am Freitag der Opfer gedacht. Nach einer Schweigeminute um 14.00 Uhr läuteten fünf Minuten lang die Kirchenglocken des Landes. Außerdem fand eine große Trauerzeremonie statt. Am Vormittag hatten Ermittler das Ehepaar befragt, dessen Bar in der Silvesternacht zur tödlichen Feuerfalle geworden war. Der Mann wurde danach in Untersuchungshaft genommen.

Textgröße:

Bei dem Feuer in der Bar "Le Constellation" waren in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen. Die Hälfte der Todesopfer war noch nicht erwachsen; das jüngste war erst 14 Jahre alt, das älteste 39. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin hatte den Brand als "eine der schlimmsten Tragödien, die unser Land erlebt hat", bezeichnet.

Von den 114 Verletzen wurden am Freitag noch 83 im Krankenhaus behandelt. Viele mussten in auf Brandverletzungen spezialisierte Krankenhäuser eingeliefert werden, auch deutsche Kliniken nahmen einige der schwer Verletzten auf.

Die Todesopfer stammten aus 19 Ländern, neben der Schweiz auch unter anderem neun aus Frankreich und sechs aus Italien. Deswegen nahmen auch der französische Staatschef Emmanuel Macron und Italiens Präsident Sergio Mattarella an der Trauerfeier in Martigny gut 50 Kilometer südwestlich von Crans-Montana teil. Auch zahlreiche Rettungskräfte zählten zu den etwa tausend Gästen, die zur Erinnerung an die Brandopfer weiße Rosen in den Händen hielten.

Bundespräsident Parmelin sagte in seiner Trauerrede, die Schweiz sei "bestürzt wegen dieser Tragödie". Ob die Überlebenden wieder Hoffnung schöpften, hänge auch "von der Fähigkeit unseres Justizsystems ab, Versäumnise ohne Verzögerungen und Nachsicht ans Licht zu bringen und zu bestrafen". Zugleich äußerte sich Parmelin "gerührt" über die landesweite und internationale Solidarität nach der folgenschweren "Horrornacht".

Die Trauerfeier fand nicht in Crans-Montana statt, weil der Nobel-Skiort nicht so viel Platz bietet und überdies wegen starken Schneefalls schwer zugänglich war. Für die Menschen dort wurden aber Leinwände aufgestellt, damit sie die Zeremonie live verfolgen konnten.

An der improvisierten Gedenkstätte vor dem "Le Constellation" waren am Freitag zahlreiche Kerzen, Kuscheltiere und Fotos von Opfern zu sehen. Zum Schutz wurde eine Plane Iglu-förmig darüber gespannt. Das ausgelegte dicke Kondolenzbuch war schon fast voll. "Ein Schmerz, ein großer nationaler Schmerz, wie er noch nie auf unseren Seelen gelastet hat", lautete einer der Einträge.

Ersten Ermittlungserkenntnissen zufolge war der Brand im Keller der Bar offenbar durch Party-Fontänen ausgelöst worden, die an Champagnerflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden. Die Ermittlungen konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, ob die Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke den Brandschutzvorschriften entsprach. Nach Angaben des Gemeinderatspräsidenten hatte die letzte der jährlich vorgeschriebenen Brandschutzinspektionen im Jahr 2019 stattgefunden.

Das Betreiber-Paar der Bar wurde am Freitag über sechs Stunden lang von den Ermittlungsbehörden befragt und der Mann danach in Untersuchungshaft genommen, wie es aus Ermittlerkreisen hieß. Das französische Ehepaar Jacques und Jessica Moretti war am Morgen bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis in Sitten eingetroffen. An den vielen dort wartenden Medienvertretern gingen die beiden mit gesenkten Köpfen vorbei, Jessica Moretti trug eine große dunkle Sonnenbrille.

Es war die erste Befragung der Bar-Besitzer, seit am 3. Januar ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung gegen sie eröffnet worden war. In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung hatte das Paar eine "vollständige Zusammenarbeit" mit den Ermittlungsbehörden zugesagt.

Romain Jordan, ein Anwalt der Hinterbliebenen, sagte vor seiner Teilnahme an der Befragung, er und seine Mandanten erwarteten "Antworten", warum "dieses Drama, das sich nie hätte ereignen dürfen, eingetreten ist hier in der Schweiz, trotz eines juristischen Arsenals, eines gesetzgeberischen Arsenals, eines Aufsichtsarsenals". Den Opfern und Hinterbliebenen sei es wichtig, dass "alle Verantwortlichkeiten von A bis Z festgestellt" werden.

Angesichts der Trauer und der vielen offenen Fragen wird Crans-Montana vorerst keinen Frieden finden. "Alles ist jetzt anders", sagte eine Französin, die als Saisonkraft in Crans-Montana arbeitet und anonym bleibe wollte, der Nachrichtenagentur AFP. "Vorher war dieser Ort voller Lachen. Jetzt gibt es hier kein Lachen mehr."

S.Mohideen--DT