Dubai Telegraph - Staatsanwalt: Vergewaltigungen und Schläge auf VW-Farm in Brasilien

EUR -
AED 4.283851
AFN 73.487731
ALL 95.475232
AMD 432.980696
ANG 2.087841
AOA 1070.816537
ARS 1622.569301
AUD 1.639321
AWG 2.102556
AZN 1.976329
BAM 1.948961
BBD 2.350153
BDT 143.167615
BGN 1.945786
BHD 0.440554
BIF 3471.405161
BMD 1.166467
BND 1.489965
BOB 8.062707
BRL 5.828014
BSD 1.166806
BTN 110.612852
BWP 15.771589
BYN 3.285571
BYR 22862.749047
BZD 2.346765
CAD 1.596246
CDF 2706.203174
CHF 0.923585
CLF 0.026821
CLP 1055.618143
CNY 7.976591
CNH 7.98292
COP 4240.81832
CRC 530.637955
CUC 1.166467
CUP 30.91137
CVE 110.668563
CZK 24.40483
DJF 207.304627
DKK 7.472829
DOP 69.259002
DZD 154.830385
EGP 61.863559
ERN 17.497002
ETB 183.135497
FJD 2.5762
FKP 0.863327
GBP 0.866277
GEL 3.137941
GGP 0.863327
GHS 13.052952
GIP 0.863327
GMD 85.152274
GNF 10235.746283
GTQ 8.91468
GYD 244.122312
HKD 9.140142
HNL 31.040207
HRK 7.535839
HTG 152.823731
HUF 367.031692
IDR 20277.450381
ILS 3.497406
IMP 0.863327
INR 111.171261
IQD 1528.071492
IRR 1534487.060367
ISK 143.801971
JEP 0.863327
JMD 182.967953
JOD 0.82702
JPY 187.368385
KES 150.649127
KGS 101.983379
KHR 4677.531942
KMF 492.248906
KPW 1049.781227
KRW 1730.698645
KWD 0.359393
KYD 0.972384
KZT 540.453512
LAK 25633.107543
LBP 104436.761171
LKR 372.801813
LRD 214.484095
LSL 19.678175
LTL 3.444273
LVL 0.705584
LYD 7.407039
MAD 10.805856
MDL 20.087426
MGA 4840.837667
MKD 61.66201
MMK 2449.556444
MNT 4174.651856
MOP 9.419247
MRU 46.635096
MUR 54.859018
MVR 18.027751
MWK 2031.424536
MXN 20.500883
MYR 4.633185
MZN 74.543034
NAD 19.678918
NGN 1604.463581
NIO 42.821174
NOK 10.885351
NPR 176.980206
NZD 2.001681
OMR 0.44851
PAB 1.166806
PEN 4.110626
PGK 5.06267
PHP 71.842649
PKR 325.298418
PLN 4.262007
PYG 7259.525826
QAR 4.250024
RON 5.10866
RSD 117.357054
RUB 87.19153
RWF 1704.207977
SAR 4.374869
SBD 9.37704
SCR 15.984135
SDG 700.486194
SEK 10.885993
SGD 1.49523
SHP 0.870885
SLE 28.697358
SLL 24460.220841
SOS 666.642215
SRD 43.696996
STD 24143.507427
STN 24.729096
SVC 10.210172
SYP 129.168815
SZL 19.654905
THB 38.293355
TJS 10.939067
TMT 4.088466
TND 3.373714
TOP 2.808572
TRY 52.706568
TTD 7.934158
TWD 36.990411
TZS 3044.478063
UAH 51.42953
UGX 4346.746967
USD 1.166467
UYU 46.437049
UZS 14055.924874
VES 566.421989
VND 30743.398667
VUV 138.077204
WST 3.167979
XAF 653.660459
XAG 0.016135
XAU 0.000256
XCD 3.152435
XCG 2.102921
XDR 0.813865
XOF 652.055361
XPF 119.331742
YER 278.348137
ZAR 19.6955
ZMK 10499.598722
ZMW 22.023717
ZWL 375.60183
  • Euro STOXX 50

    -34.7800

    5781.7

    -0.6%

  • Goldpreis

    69.4000

    4630.9

    +1.5%

  • SDAX

    44.4000

    17685.97

    +0.25%

  • DAX

    -61.8400

    23892.72

    -0.26%

  • TecDAX

    8.9600

    3633.91

    +0.25%

  • MDAX

    103.9600

    30114.74

    +0.35%

  • EUR/USD

    0.0005

    1.1689

    +0.04%

Staatsanwalt: Vergewaltigungen und Schläge auf VW-Farm in Brasilien
Staatsanwalt: Vergewaltigungen und Schläge auf VW-Farm in Brasilien / Foto: Yann Schreiber - AFP/Archiv

Staatsanwalt: Vergewaltigungen und Schläge auf VW-Farm in Brasilien

Sie berichten von Vergewaltigung und Schlägen: Ein Staatsanwalt hat am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP gegenüber die "schwerwiegenden und systematischen" Misshandlungen der Opfer geschildert, die während der brasilianischen Diktatur in den 1970er und 80er Jahren auf einer Rinderfarm von Volkswagen unter "sklavenähnlichen" Bedingungen arbeiten mussten. "Diejenigen, die zu fliehen versuchten, wurden geschlagen, an Bäume gefesselt und tagelang dort gelassen", erklärte Staatsanwalt Rafael Garcia.

Textgröße:

Am Sonntag hatten NDR, SWR und "Süddeutsche Zeitung" über die Ermittlungen berichtet. Demnach sollen Vertreter des deutschen Autokonzerns bei einer Anhörung am 14. Juni vor dem Arbeitsgericht in der Hauptstadt Brasília aussagen. Garcia zufolge könnte bei der Anhörung auch eine finanzielle Entschädigung für die Opfer ausgehandelt werden. Andernfalls könnte Volkswagen strafrechtlich verfolgt werden.

Wie Garcia schilderte, hatten die Ermittler drei Jahre lang Beweise gesammelt, nachdem ein Priester, der den Missbrauch über die Jahre hinweg dokumentiert hatte, darauf aufmerksam gemacht hatte. Bei den Opfern handelte es sich demnach um Menschen, die als Tagelöhner und Leiharbeiter für Abholzungsarbeiten auf dem Grundstück angeheuert worden waren, das später eine der größten Rinderfarmen im Amazonasgebiet werden sollte - betrieben im Auftrag eines Tochterunternehmens des Wolfsburger Konzerns.

Die Vorwürfe gegen Volkswagen erstrecken sich auf den Zeitraum 1974 bis 1986. Zwischen 1964 und 1985 herrschte in Brasilien eine Militärdiktatur.

Laut den von den Ermittlern gesammelten Aussagen waren bewaffnete Wachen damit beauftragt, Hunderte von Arbeitern zu bewachen. "Ein Arbeiter versuchte zu fliehen, wurde aber gefangen genommen. Um ihn zu bestrafen, entführten sie seine Frau und vergewaltigten sie", heißt es in dem Untersuchungsbericht. "Einem anderen Arbeiter, der zu fliehen versuchte, wurde ins Bein geschossen. Ein weiterer wurde nackt gefesselt."

Die Arbeiter wurden demnach in "Schuldknechtschaft" gehalten, ihren gesamten Lohn mussten sie für den Kauf von Lebensmitteln zu überhöhten Preisen ausgeben. Einige starben ohne Zugang zu medizinischer Versorgung an Malaria, erklärte der Staatsanwalt.

Laut dem Bericht der deutschen Medien wurden die Verbrechen nicht direkt von VW-Beschäftigten begangen, sondern durch Beschäftigte von Subunternehmen. Der VW-Vorstand in Wolfsburg soll dem Bericht zufolge allerdings von den Vorfällen gewusst haben. Auf Anfrage von AFP wollte sich Volkswagen mit Verweis auf das mögliche juristische Verfahren in Brasilien nicht äußern. VW versicherte jedoch, dass es die Vorwürfe "sehr ernst" nehme.

Bei dem Ermittlungsverfahren handelt es sich nicht um die ersten Vorwürfe gegen VW in Brasilien. Im Juli 2017 belegten Recherchen von NDR, SWR und "SZ", dass sich der Konzern zu Zeiten der Diktatur aktiv an der Verfolgung und Unterdrückung von Regimegegnern auf dem Werksgelände bei São Paulo beteiligt hatte. Im Jahr 2020 zahlte VW 36 Millionen Real (5,5 Millionen Euro) als Entschädigung an Familienangehörige von Mitarbeitern, die während der Militärdiktatur gefoltert und getötet worden waren.

O.Mehta--DT