Dubai Telegraph - Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren

EUR -
AED 4.215393
AFN 74.598916
ALL 91.730818
AMD 417.168467
ANG 2.054749
AOA 1052.414027
ARS 1732.985425
AUD 1.61371
AWG 2.068676
AZN 1.957511
BAM 1.956491
BBD 2.312677
BDT 141.009831
BGN 1.932036
BHD 0.432853
BIF 3454.46055
BMD 1.147671
BND 1.465092
BOB 11.682925
BRL 5.910163
BSD 1.148186
BTN 110.097907
BWP 15.571231
BYN 3.490573
BYR 22494.343129
BZD 2.309396
CAD 1.605276
CDF 2651.118975
CHF 0.946645
CLF 0.02784
CLP 1099.227676
CNY 7.696736
CNH 7.694052
COP 3641.868583
CRC 513.672572
CUC 1.147671
CUP 30.41327
CVE 110.302057
CZK 24.32262
DJF 203.964245
DKK 7.475605
DOP 68.01196
DZD 153.505082
EGP 59.761474
ERN 17.215059
ETB 187.555811
FJD 2.571643
FKP 0.853497
GBP 0.859443
GEL 2.989713
GGP 0.853497
GHS 13.21644
GIP 0.853497
GMD 84.927252
GNF 10094.567253
GTQ 8.761096
GYD 240.190694
HKD 9.004741
HNL 30.818891
HRK 7.534683
HTG 150.068455
HUF 362.847333
IDR 20374.59559
ILS 3.481901
IMP 0.853497
INR 109.967158
IQD 1504.179127
IRR 1577559.270208
ISK 139.395902
JEP 0.853497
JMD 181.200876
JOD 0.81372
JPY 179.04981
KES 148.692067
KGS 100.36376
KHR 4676.571126
KMF 491.202422
KPW 1032.903876
KRW 1585.547024
KWD 0.354054
KYD 0.956921
KZT 511.490752
LAK 25717.86418
LBP 102824.544611
LKR 380.844584
LRD 199.214324
LSL 18.70551
LTL 3.388773
LVL 0.694214
LYD 7.293577
MAD 10.937174
MDL 20.157772
MGA 4986.718773
MKD 61.541748
MMK 2409.72351
MNT 4128.00026
MOP 9.278696
MRU 45.999255
MUR 54.698168
MVR 17.68535
MWK 1991.068913
MXN 19.728996
MYR 4.703496
MZN 73.340629
NAD 18.70551
NGN 1527.032739
NIO 42.254932
NOK 10.815033
NPR 176.15318
NZD 2.001868
OMR 0.441282
PAB 1.148196
PEN 3.87647
PGK 5.108716
PHP 72.035261
PKR 318.267771
PLN 4.357028
PYG 6792.400322
QAR 4.185579
RON 5.262033
RSD 117.348156
RUB 96.977778
RWF 1694.269201
SAR 4.261919
SBD 9.181952
SCR 16.307434
SDG 690.290457
SEK 11.273998
SGD 1.464348
SHP 0.85727
SLE 28.278783
SLL 24066.068653
SOS 656.220462
SRD 43.320546
STD 23754.463616
STN 24.508234
SVC 10.047375
SYP 14922.013014
SZL 18.698282
THB 38.214014
TJS 10.592459
TMT 4.016847
TND 3.377794
TOP 2.763315
TRY 55.861146
TTD 7.795619
TWD 36.604983
TZS 3045.261184
UAH 51.310638
UGX 4512.594676
USD 1.147671
UYU 46.16551
UZS 13520.778019
VES 970.303763
VND 29853.20681
VUV 135.777557
WST 3.147961
XAF 655.957
XAG 0.0175
XAU 0.000263
XCD 3.101637
XCG 2.069431
XDR 0.811463
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 271.596073
ZAR 18.673094
ZMK 10330.415703
ZMW 22.534571
ZWL 369.549455
SSP 6493.721767
MXV 2.236858
  • TecDAX

    11.8300

    3996.35

    +0.3%

  • DAX

    314.4100

    25716.71

    +1.22%

  • SDAX

    100.0300

    18227.33

    +0.55%

  • Euro STOXX 50

    56.4000

    6322.9

    +0.89%

  • MDAX

    312.3200

    31448.12

    +0.99%

  • Goldpreis

    -3.3000

    4384.2

    -0.08%

  • EUR/USD

    0.0013

    1.1482

    +0.11%

Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren
Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren / Foto: Kent NISHIMURA - AFP

Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren

Weltweit hat sich die Situation für Journalistinnen und Journalisten weiter verschlechtert: Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen ist die Situation in mehr als der Hälfte aller Länder "schwierig" oder "sehr ernst". Wie die Organisation in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht erklärte, haben sich besonders die rechtlichen Rahmenbedingungen für Medienschaffende verschlechtert. "Journalismus wird weltweit immer häufiger kriminalisiert", beklagt Reporter ohne Grenzen.

Textgröße:

Nur in sieben Ländern in Nordeuropa stuft Reporter ohne Grenzen die Situation als "gut" ein. Zum zehnten Mal in Folge steht Norwegen auf Platz 1. Die Niederlande schoben sich an Estland vorbei auf den zweiten Rang und sind damit das bestplatzierte EU-Land. Dänemark rückte um zwei Plätze auf Rang 4 vor.

Deutschland belegt auf der Rangliste der Pressefreiheit Rang 14, ein Rückgang um drei Plätze. Grund dafür ist laut Reporter ohne Grenzen vor allem, dass Journalistinnen und Journalisten auf der Straße und im Internet "wachsenden Bedrohungslagen ausgesetzt sind". Aus Redaktionen wurde demnach zudem immer wieder geschildert, "dass polarisierte Themen wie die Nahost-Berichterstattung zu erschwerten Arbeitsbedingungen führten".

In mehreren Ländern sind Kriege und bewaffnete Konflikte dem Bericht zufolge maßgeblich für den Niedergang der Pressefreiheit verantwortlich. Israel ist vor allem wegen des Gaza-Krieges um vier Plätze auf Rang 116 abgerutscht. Seit Oktober 2023 wurden im Gazastreifen nach Angaben von Reporter ohne Grenzen mehr als 220 Journalistinnen und Journalisten durch Angriffe der israelischen Armee getötet, darunter mindestens 70 bei der Ausübung ihrer Arbeit.

Russland, das auf Platz 172 liegt, tötet in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine auch "immer wieder gezielt" Journalistinnen und Journalisten, wie Reporter ohne Grenzen erklärte. Derzeit sitzen demnach 48 Medienschaffende in russischen Gefängnissen, davon 26 aus der Ukraine.

In den USA unter Präsident Donald Trump haben die Angriffe auf Medien und Medienschaffende der Organisation zufolge "mittlerweile System". Die USA sind daher um sieben Plätze auf Rang 64 abgerutscht. Als Grund wird unter anderem das gewaltsame Vorgehen von Einsatzkräften der Polizei und der Einwanderungsbehörde ICE gegen Medienschaffende angeführt.

Den stärksten Rückgang auf der Rangliste der Pressefreiheit 2026 verzeichnet Niger: Das westafrikanische Land ist um 37 Plätze auf Rang 120 abgerutscht. Dieser Absturz stehe sinnbildlich für die sich verschlechternde Situation für Journalistinnen und Journalisten in der gesamten Sahel-Region. "Angriffe bewaffneter Gruppen und Militärjuntas schränken die freie Berichterstattung und das Recht der Menschen auf Informationen drastisch ein", beklagte Reporter ohne Grenzen.

Am stärksten aufgestiegen ist Syrien: Nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad im Dezember 2024 ist das Land auf der Rangliste der Pressefreiheit vom 177. auf den 141. Platz vorgerückt.

Wenig Bewegung gab es am Ende der Skala: Eritrea (180), Nordkorea (179) und China (178) bleiben die Schlusslichter. Neu unter den letzten zehn Ländern ist Saudi-Arabien: Das Land fiel um 14 Plätze auf Rang 176, vor allem wegen der Hinrichtung des Journalisten Turki al-Dschasser.

Weltweit werden Reporterinnen und Reporter dem Bericht zufolge auch weiterhin wegen ihrer Arbeit getötet oder inhaftiert. Fast 500 Medienschaffende sitzen laut Reporter ohne Grenzen derzeit in Haft.

"Doch Druck und Einschränkungen wirken zunehmend auch durch Gesetze,", kritisiert Reporter ohne Grenzen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Journalismus haben sich dem Bericht zufolge in 110 der 180 beobachteten Länder und Territorien im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert.

In der Türkei, die auf Platz 163 liegt, werden dem Bericht zufolge neben Anti-Terror-Gesetzen etwa auch Anklagen wegen "Desinformation", "Beleidigung des Präsidenten" und "Verunglimpfung staatlicher Institutionen" dazu genutzt, Journalistinnen und Journalisten zu "unterdrücken". Reporter ohne Grenzen nennt dabei etwa den Deutsche-Welle-Korrespondenten Alican Uludag, der wegen angeblicher Präsidentenbeleidigung in Haft ist.

D.Farook--DT