Dubai Telegraph - Warten auf Ankunft von Spezialschiff: Waldrama vor Ostseeinsel Poel geht weiter

EUR -
AED 4.2383
AFN 75.595632
ALL 93.422114
AMD 421.437509
AOA 1058.276875
ARS 1727.056315
AUD 1.636692
AWG 2.077316
AZN 1.966371
BAM 1.957368
BBD 2.320839
BDT 142.644237
BHD 0.434544
BIF 3443.55778
BMD 1.154064
BND 1.478584
BOB 13.995208
BRL 5.938237
BSD 1.152313
BTN 109.971071
BWP 15.669413
BYN 3.39619
BYR 22619.659
BZD 2.317536
CAD 1.623232
CDF 2608.185306
CHF 0.93219
CLF 0.02675
CLP 1056.234506
CNY 7.794031
CNH 7.784821
COP 3700.403103
CRC 522.513929
CUC 1.154064
CUP 30.582702
CVE 110.353377
CZK 24.171647
DJF 205.192551
DKK 7.476005
DOP 67.203238
DZD 153.369708
EGP 57.902286
ERN 17.310964
ETB 184.794555
FJD 2.58193
FKP 0.859053
GBP 0.857522
GEL 3.012045
GGP 0.859053
GHS 13.499811
GIP 0.859053
GMD 85.400216
GNF 10120.104707
GTQ 8.789039
GYD 241.2432
HKD 9.051712
HNL 30.986451
HRK 7.536498
HTG 150.660657
HUF 360.667835
IDR 20698.14205
ILS 3.475834
IMP 0.859053
INR 109.519253
IQD 1512.40118
IRR 1586982.580461
ISK 141.833811
JEP 0.859053
JMD 182.194332
JOD 0.818213
JPY 181.631823
KES 149.32436
KGS 100.923231
KHR 4664.675085
KMF 493.939336
KRW 1640.554196
KWD 0.357079
KYD 0.960269
KZT 542.844738
LAK 26062.872505
LBP 103188.544626
LKR 386.889842
LRD 207.996574
LSL 18.67854
LTL 3.407652
LVL 0.698082
LYD 7.345678
MAD 10.736699
MDL 20.171154
MGA 4974.016858
MKD 61.574312
MMK 2423.150055
MNT 4136.511653
MOP 9.309677
MRU 46.266137
MUR 53.029348
MVR 17.841675
MWK 1998.082855
MXN 19.898121
MYR 4.720928
MZN 73.751906
NAD 18.996413
NGN 1572.966021
NIO 42.403959
NOK 11.004493
NPR 175.952387
NZD 1.962607
OMR 0.443735
PAB 1.152323
PEN 3.905933
PGK 5.103846
PHP 70.210919
PKR 320.656616
PLN 4.294296
PYG 6870.442676
QAR 4.200564
RON 5.250761
RSD 117.374106
RUB 93.045188
RWF 1693.012232
SAR 4.330659
SBD 9.315088
SCR 15.474001
SDG 693.024943
SEK 10.97261
SGD 1.478172
SLE 28.217204
SOS 658.521672
SRD 43.728636
STD 23886.799612
STN 24.519424
SVC 10.083075
SZL 18.978562
THB 38.303967
TJS 10.635818
TMT 4.050765
TND 3.385111
TRY 54.900339
TTD 7.823265
TWD 37.189147
TZS 3064.038244
UAH 51.525118
UGX 4315.456042
USD 1.154064
UYU 46.427383
UZS 13785.296924
VES 870.408229
VND 30314.382285
VUV 137.499608
WST 3.153152
XAF 656.477053
XAG 0.018979
XAU 0.000279
XCD 3.118916
XCG 2.07679
XDR 0.816447
XOF 656.477053
XPF 119.331742
YER 275.070767
ZAR 18.867623
ZMK 10387.962599
ZMW 21.807275
ZWL 371.608213
  • Goldpreis

    42.0000

    4194.6

    +1%

  • EUR/USD

    0.0003

    1.1537

    +0.03%

  • DAX

    201.0400

    26202.35

    +0.77%

  • SDAX

    114.9600

    18639.43

    +0.62%

  • MDAX

    48.7000

    32559.91

    +0.15%

  • TecDAX

    29.9300

    3981.98

    +0.75%

  • Euro STOXX 50

    60.2000

    6486.7

    +0.93%

Warten auf Ankunft von Spezialschiff: Waldrama vor Ostseeinsel Poel geht weiter
Warten auf Ankunft von Spezialschiff: Waldrama vor Ostseeinsel Poel geht weiter / Foto: FRANK MOLTER - AFP

Warten auf Ankunft von Spezialschiff: Waldrama vor Ostseeinsel Poel geht weiter

Der verzweifelte Kampf um das Leben des vor der Ostseeinsel Poel festsitzenden Buckelwals ist am Wochenende fortgesetzt worden. Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) war das für den Transport des Tiers in die Nordsee vorgesehene Spezialschiff am Sonntag auf dem Weg aus Richtung Hamburg. Experten vor Ort zufolge sei es "transportfähig" und in "einem relativ guten Zustand"

Textgröße:

Eine von Unternehmern finanzierte private Rettungsinitiative bemüht sich in einer in Deutschland bislang einmaligen Aktion um die Rettung des notleidenden Wals. Der eigentlich im Atlantik heimische Säuger irrte seit Anfang März vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete mehrfach, zudem verfing er sich in Netzen. Seit bald vier Wochen liegt er in einem Seitenarm der Wismarer Bucht auf Grund.

Die Initiative will den in einem flachen Bereich gestrandeten Wal mit einem absenkbaren Spezialschiff bergen, in dem er wie in einem Becken schwimmend bis in die Nordsee transportiert werden kann. Pläne zu einer Bergung mit einem System aus Luftkissen und Pontons waren zuvor verworfen worden, weil das Tier zu aktiv ist. Die Behörden dulden die Bemühungen. Sie kooperieren mit der Initiative und überwachen alles.

Der Schiffsverband mit dem Spezialschiff ist nur relativ langsam. Er startete laut Backhaus am Sonntagmorgen bei Geesthacht nahe Hamburg. Er muss zunächst aber durch den Nord-Ostsee-Kanal und wird in Kiel von einem Schlepper erwartet, der ihn nach Wismar bringt. Dort müssen laut Initiative noch einige vorbereitende Arbeiten an der sogenannten Barge stattfinden. Der eigentliche Waltransport könnte den bisherigen Planungen zufolge dann womöglich am Dienstag oder Mittwoch starten.

Behörden und von diesen hinzugezogene Experten hatten den verletzten und mutmaßlich kranken Wal bereits vor einem Monat aufgegeben und alle aktiven Rettungsbemühungen als nicht mehr erfolgversprechend gestoppt. Mehrfachstrandungen gelten als sicheres Zeichen für große gesundheitlichen Probleme. Vor eineinhalb Wochen entschied Backhaus aber, den privaten Rettungsversuch für das weiterhin lebende Tier zu dulden. Nicht beteiligte Experten übten daran teils heftige Kritik.

Laut Walexperten vor Ort sei das Tier weiterhin "in einem relativ guten Zustand", betonte Backhaus am Sonntag. Verletzungen der Haut regenerierten sich und es atme regelmäßig, die Energiereserven des Säugers seien zudem noch "ganz gut". Er sei zwar "ein Patient", werde jedoch "nicht von heute auf morgen sterben". Forderungen nach einem Abbruch der Rettungsversuche wies er vor diesem Hintergrund zurück.

In den vergangenen Tagen hatten Helfer bereits eine mehr als hundert Meter lange Verbindungsrinne vom aktuellen Liegeplatz des Wals zum tieferen Fahrwasser gegraben, um die Bergungsaktion vorzubereiten. Angedacht ist, das Tier auf einer Netz- oder Planenkonstruktion in das Transportschiff zu ziehen, sofern er nicht selbst aufschwimmt.

Am Sonntag herrschte in der Bucht bei Poel erneut Hochwasser, was das Tier bereits vor einigen Tagen schon einmal zu einem überraschenden Schwimmversuch genutzt hatte. Am Sonntag waren aber zunächst keine größere Bewegungen erkennbar. Später soll der Pegel wieder sinken.

Nach Angaben der zur Rettungsinitiative gehörenden Tierärztin Kirsten Tönnies soll dem etwa zwölf Meter langen Wal eventuell über ein Schlauchsystem durch das Maul Flüssigkeit und Nährstoffe zugeführt werden. Außerdem sei ein weiterer Versuch einer Blutentnahme an der Schwanzflosse geplant, sagte sie bei einem gemeinsamen Auftritt mit Backhaus. Alles werde mit den Behörden abgesprochen und geschehe nur, wenn das Tier es toleriere. Die Helfer wollten den Wal nicht "ärgern".

Inzwischen steht ihren Angaben zufolge auch zweifelsfrei fest, dass es sich bei dem rund zwölf bis 15 Tonnen schweren Wal um ein Männchen handelt. Das Alter des Tiers wird auf vier bis sechs Jahre geschätzt, es ist also relativ jung. Warum es in die für ihn als Lebensraum ungeeignete Ostsee geriet und nicht mehr hinausfand, ist ungeklärt.

Unter anderem weist der Wal Rückenverletzungen durch Schiffsschrauben und Verletzungen durch Fischernetze auf, in denen er sich verfangen hatte. Die Wirbelsäule sei jedoch unverletzt, betonte Backhaus am Sonntag. Rettungskonzept und Zeitplan stünden, alles sei vorbereitet.

Das Schicksal des Wals erhitzt seit Wochen die Gemüter und sorgt für emotionale Debatten insbesondere in sozialen Netzwerken, aber auch in Medien und unter Fachleuten. Teilweise geht dies bis zu Morddrohungen und regelrechten Verschwörungserzählungen. Derweil lehnen zahlreiche Experten die Rettungsversuche ab, da sie den Wal selbst bei einem Transport in Nordsee oder Atlantik nicht für überlebensfähig halten.

Y.Al-Shehhi--DT