Dubai Telegraph - Erstmals Wolfsangriff auf Menschen seit Wiederansiedlung in Deutschland

EUR -
AED 4.236804
AFN 75.565453
ALL 93.388548
AMD 421.288328
AOA 1057.902509
ARS 1726.373447
AUD 1.636403
AWG 2.07658
AZN 1.929993
BAM 1.956675
BBD 2.320017
BDT 142.593744
BHD 0.43439
BIF 3442.338825
BMD 1.153656
BND 1.478061
BOB 13.990254
BRL 5.916414
BSD 1.151905
BTN 109.932143
BWP 15.663866
BYN 3.394988
BYR 22611.652061
BZD 2.316716
CAD 1.623626
CDF 2607.261754
CHF 0.932382
CLF 0.02674
CLP 1055.860049
CNY 7.791271
CNH 7.784009
COP 3702.715708
CRC 522.328969
CUC 1.153656
CUP 30.571877
CVE 110.314314
CZK 24.170009
DJF 205.119917
DKK 7.474605
DOP 67.179449
DZD 153.319736
EGP 58.008
ERN 17.304836
ETB 184.729097
FJD 2.552406
FKP 0.857424
GBP 0.857241
GEL 3.011194
GGP 0.857424
GHS 13.495033
GIP 0.857424
GMD 85.370902
GNF 10116.522377
GTQ 8.785928
GYD 241.157804
HKD 9.048485
HNL 30.975855
HRK 7.534758
HTG 150.607326
HUF 360.533526
IDR 20676.971423
ILS 3.459816
IMP 0.857424
INR 109.726384
IQD 1511.865818
IRR 1586420.818241
ISK 141.795588
JEP 0.857424
JMD 182.129839
JOD 0.817945
JPY 181.879019
KES 149.259773
KGS 100.886901
KHR 4663.023877
KMF 493.764206
KRW 1642.817678
KWD 0.356803
KYD 0.959929
KZT 542.652581
LAK 26053.646732
LBP 103152.017797
LKR 386.75289
LRD 207.922948
LSL 18.671935
LTL 3.406445
LVL 0.697835
LYD 7.343
MAD 10.732898
MDL 20.164014
MGA 4972.256159
MKD 61.552516
MMK 2421.872149
MNT 4151.081368
MOP 9.306381
MRU 46.250363
MUR 53.610003
MVR 17.835912
MWK 1997.375571
MXN 19.891736
MYR 4.719588
MZN 73.71562
NAD 18.989689
NGN 1572.386296
NIO 42.388949
NOK 10.997915
NPR 175.890103
NZD 1.964289
OMR 0.443578
PAB 1.151915
PEN 3.904552
PGK 5.102042
PHP 69.977874
PKR 320.543311
PLN 4.295078
PYG 6868.010666
QAR 4.199077
RON 5.251558
RSD 117.361461
RUB 93.01268
RWF 1692.412937
SAR 4.329127
SBD 9.311791
SCR 16.981454
SDG 692.768632
SEK 10.970285
SGD 1.478237
SLE 27.572429
SOS 658.288568
SRD 43.713191
STD 23878.344129
STN 24.510745
SVC 10.079506
SZL 18.971825
THB 38.255804
TJS 10.632053
TMT 4.049332
TND 3.383913
TRY 54.884455
TTD 7.820496
TWD 37.245796
TZS 3054.301208
UAH 51.506879
UGX 4313.928451
USD 1.153656
UYU 46.410948
UZS 13780.417548
VES 870.100121
VND 30303.651557
VUV 137.935702
WST 3.15727
XAF 656.244672
XAG 0.018789
XAU 0.000277
XCD 3.117812
XCG 2.076055
XDR 0.816158
XOF 656.244672
XPF 119.331742
YER 274.973512
ZAR 18.864197
ZMK 10384.289787
ZMW 21.799556
ZWL 371.47667
  • Euro STOXX 50

    23.1500

    6509.85

    +0.36%

  • MDAX

    262.1200

    32822.03

    +0.8%

  • TecDAX

    -8.8800

    3973.1

    -0.22%

  • SDAX

    94.0600

    18733.49

    +0.5%

  • DAX

    166.9600

    26369.31

    +0.63%

  • Goldpreis

    72.7000

    4225.3

    +1.72%

  • EUR/USD

    0.0008

    1.1542

    +0.07%

Erstmals Wolfsangriff auf Menschen seit Wiederansiedlung in Deutschland
Erstmals Wolfsangriff auf Menschen seit Wiederansiedlung in Deutschland / Foto: PATRIK STOLLARZ - AFP/Archiv

Erstmals Wolfsangriff auf Menschen seit Wiederansiedlung in Deutschland

Erstmals seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland hat es einen Angriff auf einen Menschen gegeben. In Hamburg erlitt am Montagabend eine Frau eine Bissverletzung durch einen Wolf, der bereits am Samstag das erste Mal in der Hansestadt gesichtet worden war. Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sprach von einem "Präzedenzfall". Das weitere Schicksal des Wolfs, der eingefangen und in einem Tiergehege untergebracht wurde, war zunächst noch unklar.

Textgröße:

"Bislang wurde seit der Rückkehr der Art nach Deutschland kein Mensch durch einen Wolf verletzt", erklärte eine Sprecherin des Bundesamts für Naturschutz (BfN) in Bonn. "Ein Fall unprovoziert aggressiven Verhaltens ist seit der Etablierung des Wolfes im Jahr 1998 in Deutschland noch nicht aufgetreten."

Die von dem Wolf in einer Einkaufspassage angegriffene Frau konnte nach Angaben der Behörden das Hamburger Universitätsklinikum nach kurzer ambulanter Behandlung wieder verlassen. Medienberichten zufolge wurde sie im Gesicht verletzt. Das Tier flüchtete im Anschluss weiter bis an die Binnenalster, wo es von Polizisten eingefangen und in ein Tiergehege gebracht wurde.

Fegebank sagte vor Journalisten in Hamburg, der Wolf habe sich bis zu dem Vorfall arttypisch verhalten, Menschen gemieden und sei auch immer wieder geflüchtet. In einer solchen Lage verbiete das Gesetz den "präventiven Abschuss eines streng geschützten Tieres". Eine "Treibjagd durch dichtbesiedeltes Gebiet wäre ein unkalkulierbares Risiko" für die Hamburger gewesen.

In dem Einkaufszentrum im Bezirk Altona habe er offenbar aus Angst und Panik reagiert. Unklar sei, warum der Wolf vom Stadtrand aus immer tiefer in hochbesiedelte Stadtteile vorgedrungen sei.

Nach Einschätzung des Nabu-Wolfsexperten Wolfgang Kwasnitza ist der Wolfsangriff in Hamburg nicht als normales Verhalten" einzuordnen. Er halte es für wahrscheinlich, dass der Wolf "unter enormem Stress" stand und "sich irgendwie in die Enge getrieben" fühlte, sagte er dem Westdeutschen Rundfunk (WDR).

Nach Experteneinschätzung handelt es sich bei dem Tier höchstwahrscheinlich um einen Jungwolf, der sein Rudel verlassen musste und auf dem Weg in ein neues Revier die Orientierung verlor. Er wurde am Samstag zunächst im Hamburger Westen gesichtet und drang schließlich immer mehr in urbanes Gebiet vor.

Wie mit dem Wolf weiter verfahren wird, war zunächst unklar. Nach Angaben von Fegebank soll "sehr sehr schnell" eine Lösung gefunden werden. Es läge drei Optionen "auf dem Tisch" - auswildern, Unterbringung in einem Wildpark oder Abschuss. Man müsse sich fragen, ob der Wolf bei einer Auswilderung wieder so reagieren könnte, wenn er in Panik gerate.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) forderte nach dem Vorfall "ein effektives Wolfsmanagement". "Der Angriff zeigt in aller Deutlichkeit, dass der Wolf ein Wildtier ist – und bleiben muss", erklärte Verbandspräsident Helmut Dammann-Tamke. "Ein kontrolliertes Bestandsmanagement ist unerlässlich, um Konflikte zwischen Mensch, Wolf und Weidetier zu minimieren." Die Bundesländer müssten nun die Vorgaben des Jagdrechts umsetzen.

Die Bundesregierung hatte Ende 2025 eine Änderung des Jagdgesetzes auf den Weg gebracht, um einen möglichen Abschuss von Wölfen zu erleichtern. Das vom Bundesrat vergangene Woche beschlossene Gesetzesvorhaben zielt vor allem auf einen besseren Schutz von Weidetieren ab, die durch Wolfsriss bedroht sind.

Der Wolf galt seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland nach jahrhundertelanger Verfolgung als ausgerottet. Erst nach der Wiedervereinigung siedelten sie sich zunächst ganz im Osten Deutschlands wieder an. Im Monitoringjahr 2024/2025 wurde aus den Bundesländern das Vorkommen von insgesamt 219 Wolfsrudeln, 43 Wolfspaaren und 14 sesshaften Einzelwölfen bestätigt. Die meisten Wolfsrudel lebten in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen.

T.Prasad--DT