Dubai Telegraph - Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen

EUR -
AED 4.240661
AFN 75.055375
ALL 91.712691
AMD 419.720863
ANG 2.067349
AOA 1060.021451
ARS 1740.139649
AUD 1.619478
AWG 2.079918
AZN 1.959843
BAM 1.957789
BBD 2.325642
BDT 142.164398
BGN 1.943883
BHD 0.435238
BIF 3452.47682
BMD 1.154708
BND 1.46938
BOB 13.33643
BRL 5.941086
BSD 1.154663
BTN 110.801583
BWP 15.627738
BYN 3.506131
BYR 22632.273853
BZD 2.322239
CAD 1.608158
CDF 2670.239636
CHF 0.944783
CLF 0.027901
CLP 1101.683802
CNY 7.749764
CNH 7.746993
COP 3607.111022
CRC 516.720364
CUC 1.154708
CUP 30.599758
CVE 110.375676
CZK 24.299695
DJF 205.617067
DKK 7.475313
DOP 67.898377
DZD 154.384613
EGP 59.959244
ERN 17.320618
ETB 185.907753
FJD 2.55531
FKP 0.85672
GBP 0.856522
GEL 3.001296
GGP 0.85672
GHS 13.261297
GIP 0.85672
GMD 84.868683
GNF 10153.224815
GTQ 8.814877
GYD 241.573277
HKD 9.057534
HNL 31.084527
HRK 7.531701
HTG 150.911976
HUF 365.231755
IDR 20432.555399
ILS 3.503617
IMP 0.85672
INR 110.753109
IQD 1513.244637
IRR 1587261.41017
ISK 139.833216
JEP 0.85672
JMD 181.861569
JOD 0.818648
JPY 179.232626
KES 149.696591
KGS 100.978968
KHR 4677.710693
KMF 493.060761
KPW 1039.237432
KRW 1580.056315
KWD 0.356297
KYD 0.962269
KZT 516.430071
LAK 25841.023227
LBP 103400.029098
LKR 380.923609
LRD 201.603025
LSL 18.787083
LTL 3.409552
LVL 0.698472
LYD 7.320632
MAD 10.917094
MDL 20.074216
MGA 5051.84629
MKD 61.588623
MMK 2424.452972
MNT 4151.261485
MOP 9.329495
MRU 46.246332
MUR 54.537163
MVR 17.782612
MWK 2005.164634
MXN 19.788407
MYR 4.670101
MZN 73.797481
NAD 18.77731
NGN 1530.415431
NIO 42.27396
NOK 10.776525
NPR 177.282533
NZD 2.007154
OMR 0.443985
PAB 1.154663
PEN 3.874038
PGK 5.129788
PHP 72.414013
PKR 320.101358
PLN 4.340789
PYG 6872.921382
QAR 4.205388
RON 5.259927
RSD 117.361067
RUB 97.22604
RWF 1696.193464
SAR 4.333705
SBD 9.279521
SCR 15.946242
SDG 694.558334
SEK 11.28179
SGD 1.470087
SHP 0.857053
SLE 28.451622
SLL 24213.636878
SOS 659.858797
SRD 43.590087
STD 23900.121142
STN 24.883954
SVC 10.103174
SYP 15013.511755
SZL 18.752618
THB 38.424637
TJS 10.651727
TMT 4.053025
TND 3.36453
TOP 2.780259
TRY 56.184391
TTD 7.835891
TWD 36.692226
TZS 3057.09247
UAH 51.54701
UGX 4537.549896
USD 1.154708
UYU 46.436764
UZS 13584.798231
VES 971.32176
VND 29994.113748
VUV 136.436829
WST 3.160128
XAF 655.957
XAG 0.017914
XAU 0.000267
XCD 3.120655
XCG 2.081032
XDR 0.816438
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 273.129813
ZAR 18.747086
ZMK 10393.757908
ZMW 22.544704
ZWL 371.815456
SSP 6530.200245
MXV 2.243736
  • Euro STOXX 50

    32.0400

    6268.54

    +0.51%

  • Goldpreis

    41.7000

    4374.5

    +0.95%

  • TecDAX

    -1.2400

    3975.38

    -0.03%

  • MDAX

    55.2100

    31190.96

    +0.18%

  • SDAX

    -2.0000

    18125.33

    -0.01%

  • DAX

    89.2400

    25491.52

    +0.35%

  • EUR/USD

    0.0013

    1.1555

    +0.11%

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen
Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen / Foto: SIMON WOHLFAHRT - AFP

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit 31 Toten hat in Paris der Prozess gegen 14 mutmaßliche Schleuser begonnen. Sie sind unter anderem der fahrlässigen Tötung angeklagt. Es handelte sich um den schlimmsten Unfall, seitdem Migranten versuchen, in Schlauchbooten den Ärmelkanal zu überqueren. Zudem gab es Vorwürfe wegen unterlassener Hilfeleistung gegen die französischen Behörden. Diese sind Gegenstand eines weiteren Verfahrens.

Textgröße:

Ein Opferanwalt kritisierte zum Auftakt des Prozesses die Abwesenheit weiterer mutmaßlicher Verantwortlicher, die damals im Überwachungs- und Rettungszentrum Dienst hatten. "Es wäre gut gewesen, wenn alle auf der Anklagebank sitzen würden, damit alle Verantwortlichkeiten geprüft werden können", sagte der Anwalt Emmanuel Daoud, der eine betroffene Familie vertritt.

Das Unglück vom November 2021 hatte wegen der hohen Opferzahl und des Verhaltens der französischen Behörden Aufsehen erregt. Dazu laufen noch Ermittlungen gegen sieben französische Marinesoldaten, die im Verdacht stehen, Hilferufe ignoriert zu haben.

Die Angeklagten stammen überwiegend aus Afghanistan und aus dem Irak. Gegen zwei von ihnen, darunter einem mutmaßlichen Bandenchef, liegt ein Haftbefehl vor.

Zu dem Prozess haben sich 114 Nebenkläger gemeldet, vor allem Familien der Opfer, die unter anderem aus Afghanistan, Äthiopien, Somalia und Vietnam stammten. Neun Menschen reisten aus der irakischen Stadt Erbil an. Das Unglück überlebten nur ein Somali und ein Iraker.

"Wir waren seit drei Stunden auf dem Boot im offenen Meer, als immer mehr Wasser ins Boot kam", so zitierte die Vorsitzende Richterin den Überlebenden Issa Omar bei der Schilderung des Unglücks. "Dann ist das Boot gekentert, es brach Panik aus", berichtete Omar weiter.

Die Menschen an Bord hatten zuvor mehrfach die französische Seenotrettung angerufen. "Wir sind im Wasser", beschworen sie die französische Dienststelle. "Ja, aber sie befinden sich in britischem Gewässer", lautete die Antwort nach dem später veröffentlichten Protokoll. Eine Absprache mit britischen Stellen gab es nach Erkenntnissen der Ermittler nicht.

Das Schlauchboot, auf dem die Migranten die gefährliche Überfahrt versucht hatten, war laut der Anklageschrift von schlechter Qualität. Es habe mangelhafte Ventile gehabt, aus denen unter dem Gewicht der Passagiere die Luft entwichen sei. Es gab weder ein Ortungsgerät noch einen Steuermann mit Erfahrung.

Seit 2018 - nachdem Überfahrten als blinde Passagiere in Lastwagen aufgrund strengerer Kontrollen kaum noch möglich waren - überquerten mehr als 200.000 Menschen in Schlauchbooten den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien. Viele von ihnen haben dort bereits Verwandte oder Freunde oder hoffen darauf, dass sie sich dort auf Englisch und ohne Ausweispflicht besser durchschlagen können.

Frankreich und Großbritannien arbeiten eng zusammen, um die Überfahrten zu verhindern. Seit Beginn des Jahres erreichten etwa 16.500 Migranten Großbritannien auf dem Seeweg - 40 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

F.Saeed--DT