Dubai Telegraph - Verbraucherpreise steigen so stark wie seit fast 30 Jahren nicht mehr

EUR -
AED 4.185561
AFN 75.79615
ALL 93.944644
AMD 416.64149
AOA 1045.109397
ARS 1703.679015
AUD 1.628918
AWG 2.051469
AZN 1.941354
BAM 1.958816
BBD 2.296235
BDT 140.626518
BHD 0.429962
BIF 3405.944029
BMD 1.139705
BND 1.471666
BOB 12.660493
BRL 5.793579
BSD 1.140055
BTN 110.032414
BWP 15.748247
BYN 3.270035
BYR 22338.213469
BZD 2.29293
CAD 1.605217
CDF 2575.732664
CHF 0.929651
CLF 0.027408
CLP 1078.719497
CNY 7.718195
CNH 7.711904
COP 3668.322151
CRC 518.798779
CUC 1.139705
CUP 30.202176
CVE 110.435033
CZK 24.137832
DJF 203.012572
DKK 7.475711
DOP 66.392222
DZD 152.036085
EGP 58.447027
ERN 17.095572
ETB 184.010916
FJD 2.565819
FKP 0.855462
GBP 0.853667
GEL 2.991686
GGP 0.855462
GHS 13.258414
GIP 0.855462
GMD 84.337787
GNF 10002.400392
GTQ 8.697391
GYD 238.517238
HKD 8.937622
HNL 30.536015
HRK 7.537435
HTG 149.059502
HUF 360.546704
IDR 20467.957943
ILS 3.47194
IMP 0.855462
INR 110.058497
IQD 1493.499496
IRR 1567094.05738
ISK 143.021352
JEP 0.855462
JMD 180.828416
JOD 0.808067
JPY 186.431196
KES 147.587842
KGS 99.667226
KHR 4610.098028
KMF 494.632232
KRW 1664.482008
KWD 0.3534
KYD 0.950063
KZT 542.0646
LAK 25814.746181
LBP 102091.987934
LKR 383.119878
LRD 206.347707
LSL 19.255948
LTL 3.365252
LVL 0.689396
LYD 7.295232
MAD 10.676438
MDL 20.150024
MGA 5051.778069
MKD 61.669951
MMK 2393.379184
MNT 4096.094824
MOP 9.208879
MRU 45.502058
MUR 54.044921
MVR 17.608531
MWK 1976.843686
MXN 19.873659
MYR 4.654782
MZN 72.82441
NAD 19.255948
NGN 1558.60362
NIO 41.954596
NOK 10.914776
NPR 176.052062
NZD 1.964144
OMR 0.438405
PAB 1.140055
PEN 3.879774
PGK 5.099852
PHP 70.327781
PKR 316.678881
PLN 4.313857
PYG 6892.612346
QAR 4.144581
RON 5.226798
RSD 117.571021
RUB 88.963104
RWF 1679.88647
SAR 4.288141
SBD 9.210074
SCR 15.370087
SDG 684.381918
SEK 11.030376
SGD 1.469165
SLE 27.609377
SOS 651.5031
SRD 43.07229
STD 23589.58766
STN 24.53778
SVC 9.975359
SZL 19.253644
THB 38.328083
TJS 10.516993
TMT 3.988967
TND 3.379203
TRY 53.971976
TTD 7.745926
TWD 36.854976
TZS 3010.558676
UAH 51.092065
UGX 4297.61691
USD 1.139705
UYU 45.780487
UZS 13797.243196
VES 844.864738
VND 29997.029516
VUV 135.252306
WST 3.141391
XAF 656.968514
XAG 0.0191
XAU 0.000278
XCD 3.080109
XCG 2.054664
XDR 0.817058
XOF 656.968514
XPF 119.331742
YER 271.876395
ZAR 19.048251
ZMK 10258.709666
ZMW 21.119517
ZWL 366.984471
  • EUR/USD

    0.0033

    1.1408

    +0.29%

  • Goldpreis

    28.2000

    4099

    +0.69%

  • Euro STOXX 50

    70.7700

    6280.94

    +1.13%

  • SDAX

    130.6800

    18229.28

    +0.72%

  • DAX

    335.9000

    25099

    +1.34%

  • TecDAX

    68.5200

    3769.97

    +1.82%

  • MDAX

    291.8300

    31965.53

    +0.91%

Verbraucherpreise steigen so stark wie seit fast 30 Jahren nicht mehr
Verbraucherpreise steigen so stark wie seit fast 30 Jahren nicht mehr

Verbraucherpreise steigen so stark wie seit fast 30 Jahren nicht mehr

Mit im Schnitt 3,1 Prozent hat die Inflation in Deutschland im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit Jahrzehnten erreicht. Und auch in den kommenden Monaten müssen sich Verbraucherinnen und Verbraucher wohl auf steigende Preise einstellen: Nach Angaben des Münchener Ifo-Instituts wollen viele Unternehmen die gestiegenen Kosten für Energie und bei der Beschaffung von Vorprodukten an ihre Kunden weitergeben.

Textgröße:

Eine höhere Jahresteuerungsrate als im vergangenen Jahr gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zuletzt 1993, als die Verbraucherpreise um 4,5 Prozent zulegten. Im Dezember 2021 erreichte die Inflationsrate gar einen Wert von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte und damit seine erste Schätzung von Anfang Januar bestätigte.

Im Jahr 2020 hingegen hatte die Inflationsrate noch bei 0,5 Prozent und damit deutlich unterhalb des von der Europäischen Zentralbank (EZB) angepeilten Ziels von zwei Prozent gelegen. Dass die Teuerung 2021 nun deutlich darüber liegt, hat nach Angaben des Bundesamtes eine Reihe von Ursachen. Einerseits sind dies "temporäre Basiseffekte" durch vergleichsweise niedrige Preise im Corona-Jahr 2020 und die zeitweilige Absenkung der Mehrwertsteuersätze.

Daneben gebe es aber auch "zunehmend krisenbedingte Effekte, wie Lieferengpässe und die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen", erläuterte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Georg Thiel. Im Jahresdurchschnitt 2021 verteuerten sich vor allem die Energieprodukte. Ihr Preis legte gegenüber dem Vorjahr um 10,4 Prozent zu - nach einem Rückgang um 4,8 Prozent 2020. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen um 3,2 Prozent.

Eine rasche Trendumkehr zeichnet sich nicht ab. Laut den Ifo-Preiserwartungen, für die das Wirtschaftsforschungsinstitut Unternehmen nach ihren Plänen in den kommenden drei Monaten befragt, wollen viele Firmen ihre Preise anheben. Demnach sank der entsprechende Index nach einem historischen Höchststand von 44,9 Punkten im November nur "geringfügig" auf 44,6 Punkte im Dezember.

"Das wird bis auf die Verbraucherpreise durchschlagen", erklärte der Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen, Timo Wollmershäuser. "Die Inflation wird im Verlauf dieses Jahres nur langsam zurückgehen", prognostizierte er. In den kommenden Monaten würden die monatlichen Raten noch über vier Prozent liegen und sich erst gegen Ende 2022 allmählich der Zwei-Prozent-Marke nähern. Für das Gesamtjahr 2022 rechnet das Ifo mit einer Inflationsrate von etwa 3,5 Prozent.

Dass die Lohnkosten die Inflation zusätzlich antreiben, sieht das Ifo-Institut hingegen nicht. "Die bisherigen Lohnverhandlungen deuten auf keine Lohn-Preis-Spirale hin", erklärte Wollmershäuser.

Hintergrund ist, dass eine zu hohe Inflation laut EZB zu einer Preisspirale führen kann - denn höhere Preise bedeuten, dass Verbraucherinnen und Verbraucher für ihr Geld weniger Ware bekommen, was wiederum Forderungen nach höheren Löhnen befeuert. Um die höheren Löhne zu bezahlen, könnten in der Folge Unternehmen die Preise für ihre Produkte weiter erhöhen.

Für die Wirtschaft würde es angesichts der ständig steigenden Preise dabei immer schwieriger, Investitionsentscheidungen zu treffen. Bei Privatleuten könnte zugleich das Vertrauen in die immer schneller an Wert verlierende Währung schwinden.

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer wies darauf hin, dass die EZB angesichts der Debatte über ein mögliches Gegensteuern gegen die Inflationsentwicklung insbesondere die "mittlere Entwicklung" im Blick habe. "Und mittelfristig geht man nicht davon aus, dass die Preise weiter steigen werden", sagte sie dem Bayerischen Rundfunk. "Das hängt ganz stark von den Löhnen ab, wie werden die Lohnsteigerungen sein? Und da sehen wir bisher eine ganz moderate Entwicklung."

Y.Al-Shehhi--DT