Dubai Telegraph - Spritpreise: Koalition senkt Mineralölsteuer und ermöglicht "Entlastungsprämie"

EUR -
AED 4.291755
AFN 75.372707
ALL 95.6984
AMD 440.320983
ANG 2.092015
AOA 1071.624528
ARS 1601.933741
AUD 1.657429
AWG 2.103516
AZN 2.000095
BAM 1.955055
BBD 2.358182
BDT 143.845211
BGN 1.955803
BHD 0.440728
BIF 3480.110677
BMD 1.16862
BND 1.491862
BOB 8.09078
BRL 5.874538
BSD 1.170669
BTN 108.6167
BWP 15.718878
BYN 3.360491
BYR 22904.949765
BZD 2.354783
CAD 1.617896
CDF 2687.825535
CHF 0.92356
CLF 0.026603
CLP 1047.012985
CNY 7.979345
CNH 7.985454
COP 4265.322349
CRC 541.895917
CUC 1.16862
CUP 30.968427
CVE 110.220189
CZK 24.375772
DJF 208.501476
DKK 7.472553
DOP 70.503448
DZD 154.663359
EGP 62.106189
ERN 17.529298
ETB 183.724108
FJD 2.586681
FKP 0.868207
GBP 0.870265
GEL 3.143549
GGP 0.868207
GHS 12.884872
GIP 0.868207
GMD 85.858772
GNF 10272.603812
GTQ 8.956359
GYD 244.952508
HKD 9.15183
HNL 31.096289
HRK 7.534442
HTG 153.516273
HUF 366.55048
IDR 20044.168284
ILS 3.579331
IMP 0.868207
INR 109.132151
IQD 1533.822347
IRR 1538049.847625
ISK 143.202452
JEP 0.868207
JMD 185.120282
JOD 0.828529
JPY 186.654886
KES 151.334976
KGS 102.196204
KHR 4687.054324
KMF 490.820112
KPW 1051.755768
KRW 1738.316783
KWD 0.361139
KYD 0.975733
KZT 553.301621
LAK 25819.834105
LBP 104852.965461
LKR 369.504517
LRD 215.438864
LSL 19.210065
LTL 3.450631
LVL 0.706886
LYD 7.443197
MAD 10.882569
MDL 20.173144
MGA 4859.19077
MKD 61.63895
MMK 2454.993799
MNT 4176.654662
MOP 9.445402
MRU 46.799375
MUR 54.376165
MVR 18.066707
MWK 2030.244076
MXN 20.302258
MYR 4.645276
MZN 74.745045
NAD 19.210065
NGN 1592.243239
NIO 43.082116
NOK 11.083078
NPR 173.788549
NZD 2.004615
OMR 0.449323
PAB 1.170839
PEN 3.951544
PGK 5.067918
PHP 70.263859
PKR 326.525339
PLN 4.250644
PYG 7572.051097
QAR 4.268465
RON 5.092608
RSD 117.351685
RUB 88.751776
RWF 1709.8268
SAR 4.385854
SBD 9.416913
SCR 16.280904
SDG 702.340694
SEK 10.881037
SGD 1.490908
SHP 0.872493
SLE 28.777223
SLL 24505.368703
SOS 669.147992
SRD 43.763605
STD 24188.072206
STN 24.48952
SVC 10.245142
SYP 129.168178
SZL 19.214681
THB 37.664817
TJS 11.128909
TMT 4.096013
TND 3.421209
TOP 2.813756
TRY 52.262276
TTD 7.946007
TWD 37.174152
TZS 3027.372958
UAH 50.870559
UGX 4332.275742
USD 1.16862
UYU 47.240794
UZS 14237.577069
VES 556.073513
VND 30783.200727
VUV 137.805411
WST 3.195579
XAF 655.712857
XAG 0.015714
XAU 0.000247
XCD 3.158254
XCG 2.110205
XDR 0.815482
XOF 655.603502
XPF 119.331742
YER 277.138561
ZAR 19.315359
ZMK 10518.981021
ZMW 22.275325
ZWL 376.295126
  • DAX

    -262.5200

    23541.43

    -1.12%

  • TecDAX

    -51.4900

    3480.12

    -1.48%

  • Euro STOXX 50

    -64.1500

    5861.96

    -1.09%

  • MDAX

    -433.2500

    29949.03

    -1.45%

  • Goldpreis

    -44.8000

    4742.6

    -0.94%

  • EUR/USD

    -0.0034

    1.1695

    -0.29%

  • SDAX

    -160.8500

    17096.78

    -0.94%

Spritpreise: Koalition senkt Mineralölsteuer und ermöglicht "Entlastungsprämie"
Spritpreise: Koalition senkt Mineralölsteuer und ermöglicht "Entlastungsprämie" / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Spritpreise: Koalition senkt Mineralölsteuer und ermöglicht "Entlastungsprämie"

Wegen der anhaltend hohen Spritpreise durch den Iran-Konflikt hat die schwarz-rote Koalition nun doch Steuersenkungen an den Zapfsäulen beschlossen. Die Mineralölsteuer für Diesel und Benzin wird für zwei Monate um cirka 17 Cent gesenkt, wie Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag sagte. Zudem erhalten Arbeitgeber die Möglichkeit, ihren Beschäftigten eine steuerfreie "Entlastungsprämie" von 1000 Euro zu zahlen. Die Koalitionspartner vereinbarten darüber hinaus Zeitpläne für zwei wichtige Reformvorhaben.

Textgröße:

Mit der Senkung der Mineralölsteuer werde die Koalition "sehr schnell" die Lage "für die Autofahrer und für die Betriebe verbessern", sagte Merz, nachdem die Koalitionsspitzen am Wochenende zwei Tage lang in der Villa Borsig am Rande von Berlin beraten hatten. Nach zwei Monaten werde dann aber "automatisch wieder der alte Steuersatz gelten".

SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil bezifferte die Steuerausfälle durch die vorübergehende Senkung der Mineralölsteuer auf rund 1,6 Milliarden Euro. Als weitere Entlastungsmaßnahme sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, ihren Beschäftigten im Jahr 2026 zusätzlich 1000 Euro steuer- und abgabenfrei auszuzahlen. Zur Gegenfinanzierung der Maßnahmen soll die Tabaksteuer schon dieses Jahr und damit früher als vorgesehen erhöht werden.

Die Koalition plant auch weitere Verschärfungen im Kartellrecht, "um eine Abzocke an den Zapfsäulen (...) zu verhindern", wie Ko-SPD-Chefin Bärbel Bas sagte. Vor Ostern hatten CDU, CSU und SPD bereits festgelegt, dass Mineralölkonzerne ihre Preise nun rechtfertigen müssen und die Preise an den Tankstellen nur noch einmal pro Tag erhöhen dürfen.

Merz hatte darauf am Donnerstag gesagt, mit "kurzfristigen Entscheidungen" zu weiteren Entlastungen sei nicht zu rechnen. Nun verwies er auf die wieder steigenden Ölpreise, nachdem die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über den ausgerufenen Waffenstillstand abgebrochen wurden und US-Präsident Donald Trump eine Blockade der Straße von Hormus angekündigt hat.

Grüne und Linkspartei kritisierten die Beschlüsse als teuer und verantwortungslos. "Die Koalition senkt die völlig falsche Steuer und macht fossile Energien billiger, statt mit der Senkung der Stromsteuer die Erneuerbaren zu stärken", sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Michael Kellner, der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagausgabe). Der Linken-Finanzexperte Christian Görke sah "ein teures Geschenk an die Mineralölindustrie", die weiter "ungehindert abkassieren" könne.

Merz dämpfte unterdessen am Montag aber Erwartungen an weitere Schritte: Die Regierung könne nicht jede Folge des Iran-Konflikts "an den Märkten mit staatlichen Mitteln ausgleichen", sagte er. "Wir haben sie deswegen auf zwei Monate begrenzt. Der Staat könne "nicht alle Unsicherheiten, nicht alle Risiken" der Weltpolitik "auffangen".

Die Debatte um Entlastungen hatte die Koalition Ende vergangener Woche in eine tiefe Krise gestürzt. Entgegen der ausdrücklichen Vorgabe vom Merz, öffentlichen Streit zu vermeiden, hatte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) den Koalitionspartner SPD scharf angegriffen. Der CDU-Kanzler zeigte sich darauf nach Angaben aus seinem Umfeld "befremdet" über den Streit und mahnte Reiche öffentlich zur Zurückhaltung.

Merz erklärte den Streit nun für beendet und stellte auch den Verbleib von Reiche in der Regierung nicht zur Disposition: "Ich gehe davon aus, dass wir in der Bundesregierung völlig unbeschadet dieser Diskussion der letzten Woche gut weiterarbeiten", sagte der Kanzler.

Festgelegt wurde auch die deutsche Position zur Lockerung des sogenannten Verbrenner-Aus auf EU-Ebene. Die Koalitionspartner seien sich einig, dass sie die "bisher für 2027 vorgesehene Verschärfung der Flottenwerte bei hybriden Fahrzeugen ablehnen", sagte Merz (CDU). Söder sagte, es werde eine technologieoffene Lösung geben. "Wir beenden diese Art von Experiment."

Neben den Entlastungsbeschlüssen stellte die Koalition auch die Weichen für wichtige Reformvorhaben: Beim Umbau der gesetzlichen Krankenversicherung will die Koalition bis Ende April einen Gesetzentwurf im Kabinett verabschieden. Merz betonte, dieser werde "sich auf der Basis" der jüngst veröffentlichten Empfehlungen einer Expertenkommission bewegen.

Darüber hinaus einigte sich die Koalition auf einen konkreten Termin für die vereinbarte Steuerreform für untere und mittlere Einkommensgruppen. Diese soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Details sind aber offen. An diesen werde "jetzt intensiv gearbeitet", sagte Merz.

Der Kanzler betonte mit Blick auf weitere längerfristige Reformen, die nun gefassten Beschlüsse seien "erst der Anfang". Ähnlich äußerte sich Söder: Die bisherigen Entscheidungen reichten noch nicht aus. Bei den Reformen gebe es "noch dickste Bretter" zu bohren.

A.Padmanabhan--DT