Dubai Telegraph - Völkermord an Jesiden: Dschihadist in Paris in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt

EUR -
AED 4.21834
AFN 74.661225
ALL 91.432306
AMD 416.419413
ANG 2.056463
AOA 1054.440663
ARS 1739.601242
AUD 1.608272
AWG 2.06753
AZN 1.957227
BAM 1.955422
BBD 2.310453
BDT 140.872738
BGN 1.933647
BHD 0.432416
BIF 3448.932551
BMD 1.148628
BND 1.465916
BOB 11.270819
BRL 5.906291
BSD 1.147178
BTN 109.921728
BWP 15.556989
BYN 3.470128
BYR 22513.103189
BZD 2.307154
CAD 1.607907
CDF 2654.479062
CHF 0.944743
CLF 0.027911
CLP 1102.062801
CNY 7.693107
CNH 7.700293
COP 3628.597782
CRC 513.200684
CUC 1.148628
CUP 30.438634
CVE 110.243665
CZK 24.347696
DJF 204.280467
DKK 7.475389
DOP 67.706897
DZD 153.990199
EGP 60.011386
ERN 17.229416
ETB 187.378938
FJD 2.545249
FKP 0.859109
GBP 0.857921
GEL 2.990867
GGP 0.859109
GHS 13.215443
GIP 0.859109
GMD 84.42856
GNF 10085.048308
GTQ 8.754306
GYD 240.003554
HKD 9.011042
HNL 30.79504
HRK 7.534658
HTG 149.930985
HUF 364.287725
IDR 20459.4717
ILS 3.487958
IMP 0.859109
INR 110.194179
IQD 1502.809171
IRR 1578903.655694
ISK 139.202636
JEP 0.859109
JMD 181.144944
JOD 0.814422
JPY 180.197158
KES 148.551252
KGS 100.447935
KHR 4649.100291
KMF 491.613064
KPW 1033.765308
KRW 1592.044397
KWD 0.353962
KYD 0.956015
KZT 512.880746
LAK 25706.025284
LBP 102727.519827
LKR 379.706518
LRD 198.461593
LSL 18.650291
LTL 3.391599
LVL 0.694794
LYD 7.28659
MAD 10.868997
MDL 20.161098
MGA 4973.037601
MKD 61.513096
MMK 2411.949927
MNT 4132.823691
MOP 9.269406
MRU 46.150069
MUR 54.640655
MVR 17.746733
MWK 1989.21504
MXN 19.789482
MYR 4.690656
MZN 73.40923
NAD 18.650291
NGN 1529.662418
NIO 42.211831
NOK 10.809019
NPR 175.874964
NZD 1.993627
OMR 0.442634
PAB 1.147178
PEN 3.871151
PGK 5.106012
PHP 72.2606
PKR 317.962167
PLN 4.363465
PYG 6800.683909
QAR 4.193089
RON 5.263476
RSD 117.367287
RUB 96.581309
RWF 1685.17388
SAR 4.316112
SBD 9.18961
SCR 16.119885
SDG 690.903792
SEK 11.290555
SGD 1.465883
SHP 0.858627
SLE 28.314099
SLL 24086.139517
SOS 655.573131
SRD 43.585257
STD 23774.274604
STN 24.49526
SVC 10.038057
SYP 14934.457826
SZL 18.644392
THB 38.275765
TJS 10.582452
TMT 4.031683
TND 3.374547
TOP 2.76562
TRY 56.015171
TTD 7.787493
TWD 36.503811
TZS 3039.911706
UAH 51.253181
UGX 4525.124283
USD 1.148628
UYU 46.131073
UZS 13582.371494
VES 973.444877
VND 29889.590367
VUV 135.812798
WST 3.158992
XAF 655.957
XAG 0.01734
XAU 0.000262
XCD 3.104224
XCG 2.0675
XDR 0.812139
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 271.708303
ZAR 18.688024
ZMK 10339.031894
ZMW 22.547637
ZWL 369.857655
SSP 6551.981415
MXV 2.243573
  • Goldpreis

    25.2000

    4424.9

    +0.57%

  • TecDAX

    -47.7000

    3948.65

    -1.21%

  • SDAX

    -60.3500

    18106.55

    -0.33%

  • EUR/USD

    0.0010

    1.149

    +0.09%

  • MDAX

    -192.8300

    31083.97

    -0.62%

  • DAX

    -233.7400

    25304.06

    -0.92%

  • Euro STOXX 50

    -86.7000

    6236.2

    -1.39%

Völkermord an Jesiden: Dschihadist in Paris in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt
Völkermord an Jesiden: Dschihadist in Paris in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt / Foto: - - AL-FURQAN MEDIA/AFP/Archiv

Völkermord an Jesiden: Dschihadist in Paris in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt

Wegen Beteiligung am Völkermord an der Volksgruppe der Jesiden ist in Paris ein französischer Dschihadist in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Schwurgericht befand Sabri Essid am Freitag des Völkermords, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Mittäterschaft bei diesen Verbrechen für schuldig. Es wird angenommen, dass Essid, der sich in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hatte, tot ist.

Textgröße:

"Sabri Essid hat am vom Islamischen Staat begangenen Völkermord teilgenommen", sagte der Vorsitzende des Schwurgerichts, Marc Sommerer. Er sei "Teil der kriminellen Kette gewesen, die daraus bestand, sehr viele (jesidische) Opfer zu kaufen, verkaufen, kaufen, verkaufen". Für das Gericht sei es "eindeutig, dass die Gruppe der Jesiden vom IS als religiöse Gruppe ins Visier genommen wurde".

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann vorgeworfen, zwischen 2014 und 2016 jesidische Frauen und Mädchen versklavt und vergewaltigt und auch anderen IS-Mitgliedern Jesidinnen zugeführt zu haben. Drei jesidische Frauen und mehrere Menschenrechtsgruppen traten als Nebenklägerinnen auf.

Clémence Bectarte, Anwältin der drei Nebenklägerinnen, begrüßte den "Erfolg eines zehnjährigen Rechtsstreits" für ihre Mandantinnen. Diese hätten "den Mut, die Entschlossenheit gehabt, vor der Justiz auszusagen, obwohl sie wussten, dass nur einer ihrer zahlreichen Peiniger am Ende dieses Gerichtsverfahrens verurteilt werden würde".

"Sexuelle Gewalt war ein entscheidender Schritt in der Politik der Vernichtung der Jesiden", sagte die Prozessvertreterin des Innenministeriums, Sophie Havard. Essid sei "kein Vordenker der Vernichtungspolitik" gewesen, habe daran aber "aktiv teilgenommen", betonte sie. Essid sei ein "zutiefst gewalttätiger Mann, entschlossen, die Menschlichkeit seiner Opfer zu brechen", und "ein Mann, der den Völkermord verkörpert".

Es war das erste Verfahren in Frankreich im Zusammenhang mit den IS-Verbrechen gegen die Jesiden. Mehrere weitere werden vorbereitet. In den vergangenen Jahren waren in Europa mehrere IS-Mitglieder wegen des Völkermords an den Jesiden verurteilt worden, erstmals 2021 in Deutschland, im vergangenen Jahr auch in Schweden und Belgien. Ende 2025 wurde eine IS-Rückkehrerin in Koblenz wegen Versklavung einer Jesidin zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.

Der 1984 in Toulouse geborene Essid hatte sich Anfang der 2000er Jahre radikalisiert. Er stand unter anderem mit den Dschihadisten Fabien und Jean-Michel Clain in Kontakt, die französischsprachige Propaganda für den IS machten und die Anschläge in Paris vom 13. November 2015 für den IS reklamierten.

Essid war bereits 2009 in Frankreich wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, davon eines auf Bewährung. 2014 soll er sich in Syrien dem IS angeschlossen haben. Er ist unter anderem in einem Propagandavideo zu sehen, in dem er seinen zwölf Jahre alten Stiefsohn auffordert, eine palästinensische Geisel durch einen Kopfschuss zu töten.

Essid soll 2018 unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen sein. Havard verwies vor Gericht darauf, dass es bezüglich seines Todes "Schattenzonen" gebe. Während des Prozesses hatte Essids als Zeugin geladene Ehefrau Zweifel an seinem Tod geäußert. Aus diesem Grund erhielt das Gericht bei der Urteilsverkündung den Haftbefehl gegen Essid aufrecht. Die Ehefrau ist seit ihrer Rückkehr nach Frankreich inhaftiert.

Der IS hatte 2014 das Sindschar-Gebirge im Nordirak erobert, wo die Minderheit der Jesiden seit Jahrhunderten lebt. Die Dschihadisten zwangen jesidische Frauen und Mädchen in die Sklaverei, rekrutierten Jungen als Kindersoldaten und töteten tausende Männer.

Der Bundestag erkannte die Gewalttaten gegen die Jesiden im Irak 2023 als Völkermord an. In Deutschland leben rund 250.000 Menschen mit jesidischen Wurzeln, es ist die größte jesidische Diaspora in Europa.

A.El-Sewedy--DT