Dubai Telegraph - Von Netflix bis ZDF: Regierung plant Investitionspflicht in Deutschland

EUR -
AED 4.308835
AFN 74.49196
ALL 95.752485
AMD 433.698247
ANG 2.100015
AOA 1077.060107
ARS 1634.062666
AUD 1.619899
AWG 2.111883
AZN 1.991476
BAM 1.958911
BBD 2.358165
BDT 143.658162
BGN 1.957131
BHD 0.442705
BIF 3484.13359
BMD 1.173268
BND 1.495075
BOB 8.089849
BRL 5.759602
BSD 1.17087
BTN 111.500038
BWP 15.911271
BYN 3.314593
BYR 22996.060933
BZD 2.35476
CAD 1.595434
CDF 2716.116648
CHF 0.915365
CLF 0.026988
CLP 1062.183556
CNY 8.013834
CNH 8.000259
COP 4358.938548
CRC 532.648236
CUC 1.173268
CUP 31.091613
CVE 110.440404
CZK 24.380163
DJF 208.492911
DKK 7.47298
DOP 69.761094
DZD 155.38575
EGP 63.060593
ERN 17.599026
ETB 184.261902
FJD 2.563476
FKP 0.866879
GBP 0.863766
GEL 3.156259
GGP 0.866879
GHS 13.124845
GIP 0.866879
GMD 85.648623
GNF 10275.319526
GTQ 8.935325
GYD 244.949034
HKD 9.19332
HNL 31.122562
HRK 7.53602
HTG 153.233369
HUF 360.376445
IDR 20420.267455
ILS 3.43574
IMP 0.866879
INR 111.62728
IQD 1536.981624
IRR 1544021.234685
ISK 143.209371
JEP 0.866879
JMD 184.242619
JOD 0.831829
JPY 183.53262
KES 151.589327
KGS 102.567717
KHR 4696.459037
KMF 493.360307
KPW 1055.94532
KRW 1706.712534
KWD 0.361378
KYD 0.975658
KZT 544.048709
LAK 25711.054095
LBP 105065.228965
LKR 374.668251
LRD 214.84305
LSL 19.594087
LTL 3.464356
LVL 0.709699
LYD 7.42786
MAD 10.821086
MDL 20.208268
MGA 4880.796414
MKD 61.7262
MMK 2463.519483
MNT 4198.666619
MOP 9.45069
MRU 46.750649
MUR 54.885322
MVR 18.132862
MWK 2030.224454
MXN 20.305407
MYR 4.635602
MZN 74.97463
NAD 19.594087
NGN 1602.415095
NIO 43.070698
NOK 10.817069
NPR 178.399098
NZD 1.973918
OMR 0.451147
PAB 1.17086
PEN 4.104719
PGK 5.091086
PHP 72.05921
PKR 326.276691
PLN 4.243201
PYG 7094.32786
QAR 4.278502
RON 5.235247
RSD 117.384344
RUB 88.582143
RWF 1711.918913
SAR 4.401895
SBD 9.423995
SCR 16.802622
SDG 704.5479
SEK 10.819729
SGD 1.492673
SHP 0.875963
SLE 28.891716
SLL 24602.847529
SOS 669.162781
SRD 43.970569
STD 24284.28737
STN 24.538973
SVC 10.244358
SYP 129.682209
SZL 19.589779
THB 38.039123
TJS 10.94718
TMT 4.112306
TND 3.390157
TOP 2.824949
TRY 53.075266
TTD 7.936673
TWD 36.97966
TZS 3051.592546
UAH 51.453219
UGX 4420.019989
USD 1.173268
UYU 47.135018
UZS 14108.552463
VES 579.000876
VND 30880.424682
VUV 139.061086
WST 3.186516
XAF 657.000465
XAG 0.015467
XAU 0.000252
XCD 3.170816
XCG 2.110069
XDR 0.817098
XOF 656.445742
XPF 119.331742
YER 279.934303
ZAR 19.371072
ZMK 10560.814925
ZMW 22.099287
ZWL 377.791951
  • DAX

    587.8700

    24989.57

    +2.35%

  • SDAX

    318.8000

    18501.68

    +1.72%

  • TecDAX

    48.7800

    3853.73

    +1.27%

  • MDAX

    785.7000

    31918.42

    +2.46%

  • Euro STOXX 50

    137.1800

    6006.81

    +2.28%

  • Goldpreis

    141.0000

    4709.5

    +2.99%

  • EUR/USD

    0.0083

    1.178

    +0.7%

Von Netflix bis ZDF: Regierung plant Investitionspflicht in Deutschland
Von Netflix bis ZDF: Regierung plant Investitionspflicht in Deutschland / Foto: JOHANNES EISELE - AFP

Von Netflix bis ZDF: Regierung plant Investitionspflicht in Deutschland

Zur Unterstützung des schwächelnden Filmstandorts Deutschland will die Bundesregierung eine Investitionspflicht für US-Streamingdienste wie Netflix, aber auch heimische TV-Sender einführen. Die gesetzlich festgeschriebene Quote solle acht Prozent des jährlichen Umsatzes auf dem deutschen Markt betragen, teilte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) am Donnerstag mit. Dabei unterliegen die Anbieter auch Vorgaben etwa beim Anteil von deutschsprachigen Produktionen. Nur wer mehr als zwölf Prozent investiert, ist davon ausgenommen.

Textgröße:

Der von Regierung und den Fraktionen von CDU/CSU und SPD vereinbarte "Investitionspakt für den Filmstandort Deutschland" sieht zudem einen "Filmbooster des Bundes" vor, wie Weimers Dienststelle weiter erklärte. Dabei würden die Mittel für die wirtschaftliche Filmförderung "verlässlich und überjährig auf 250 Millionen Euro pro Jahr" erhöht. Dies sei nahezu eine Verdoppelung gegenüber dem bisherigen Niveau.

Weimer erhofft sich durch die Reform "neuen Boom der Film- und Serienproduktion made in Germany". Die Regierung sichere damit "Aufträge für die deutsche Filmwirtschaft, ohne in die Geschäftsmodelle der Streamer und Sender einzugreifen".

Weimer hatte sich in der Vergangenheit für eine rein freiwillige Regelung bei Investitionen stark gemacht. Er hatte in den vergangenen Monaten intensiv insbesondere mit US-Anbietern über freiwillige Investitionen in Deutschland verhandelt. Dabei kamen dem Vernehmen nach Zusagen von rund 15 Milliarden Euro über fünf Jahre zusammen.

Insbesondere die SPD pochte aber auf eine verpflichtende Quote. Diese soll nicht nur für US-Streamingdienste wie Netflix oder Disney gelten, sondern auch für private deutsche TV-Sender und die öffentlich-rechtlichen Anbieter. Grund ist offenbar Kritik, dass auch diese Produktionen aus Kostengründen in den vergangenen Jahren insbesondere ins osteuropäische Ausland verlagert haben.

Bei der vorgesehenen "Basisquote" von acht Prozent Investitionen gibt es eine Reihe von prozentualen Unterquoten, die erfüllt werden müssten. Diese betreffen insbesondere die Produktion von original deutschsprachigen Werken und auch die Frage, welche Rechte an ihnen bei unabhängigen Produzenten bleiben müssen.

Ab mehr als zwölf Prozent Investitionen sollen diese strikten Vorgaben nicht mehr gelten. Anbieter etwa aus den USA könnten dann entscheiden, zwar in Deutschland Filme zu produzieren, aber nicht unbedingt auf Deutsch, sondern zum Beispiel auf Englisch.

Wie genau die Investitionspflicht durchgesetzt werden soll, muss nun noch im geplanten Gesetzentwurf festgelegt werden. Teilweise war eine Ersatzzahlung im Gespräch, die Anbieter leisten müssten, wenn sie die Quote nicht erfüllen. Ziel ist es dem Vernehmen nach, den Gesetzentwurf möglichst noch vor Ostern im Kabinett zu beschließen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) begrüßte die Vereinbarung. "Wir wollen die großartige Filmszene in Deutschland weiter stärken und einen Top-Standort schaffen", erklärte er. "Unmittelbar mit Kabinettsbeschluss zur gesetzlichen Investitionsverpflichtung" würden dann auch die "Filmfördermittel der Branche voll zur Verfügung" stehen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi begrüßte die Investitionspflicht: Angesichts der jahrelangen "Hängepartie" um die Reform der Filmförderung habe die Produktion hierzulande stagniert. "Dass insbesondere Streamingdienste wie Netflix, Amazon und Co. nun gesetzlich verpflichtet werden sollen, in deutsche Filme und Serien zu investieren, ist eine gute Nachricht."

Interessant dürfte jetzt die Reaktion aus den USA werden. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat immer wieder Vorgaben für US-Tech-Konzerne in Europa scharf kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht.

Y.Chaudhry--DT