Dubai Telegraph - Nordsee-Staaten wollen Windenergie ausbauen - Merz sieht aber nur "Übergangstechnologie"

EUR -
AED 4.200723
AFN 73.205005
ALL 93.907393
AMD 420.509211
ANG 2.047918
AOA 1049.466263
ARS 1708.149372
AUD 1.647205
AWG 2.061755
AZN 1.946975
BAM 1.954913
BBD 2.304454
BDT 141.075993
BGN 1.934082
BHD 0.431404
BIF 3403.255911
BMD 1.143831
BND 1.47653
BOB 7.923405
BRL 5.914025
BSD 1.144181
BTN 109.003544
BWP 15.431998
BYN 3.319694
BYR 22419.088252
BZD 2.301156
CAD 1.623943
CDF 2569.044491
CHF 0.918871
CLF 0.026901
CLP 1058.749635
CNY 7.765582
CNH 7.759858
COP 3847.454374
CRC 521.263498
CUC 1.143831
CUP 30.311522
CVE 110.214994
CZK 24.183162
DJF 203.747558
DKK 7.471144
DOP 67.779248
DZD 152.54279
EGP 56.38967
ERN 17.157465
ETB 183.472557
FJD 2.585573
FKP 0.856609
GBP 0.857123
GEL 3.013924
GGP 0.856609
GHS 12.998103
GIP 0.856609
GMD 82.953289
GNF 10034.447278
GTQ 8.732038
GYD 239.331413
HKD 8.970832
HNL 30.624106
HRK 7.534984
HTG 149.652101
HUF 353.186418
IDR 20582.553145
ILS 3.429949
IMP 0.856609
INR 108.910443
IQD 1498.819972
IRR 1573854.310105
ISK 144.031605
JEP 0.856609
JMD 181.127821
JOD 0.810949
JPY 184.506234
KES 147.942877
KGS 100.025394
KHR 4581.92114
KMF 492.991337
KPW 1029.44833
KRW 1748.660276
KWD 0.35492
KYD 0.953567
KZT 541.084505
LAK 25835.278295
LBP 102459.113353
LKR 383.236122
LRD 207.66578
LSL 18.55858
LTL 3.377436
LVL 0.691892
LYD 7.333673
MAD 10.699845
MDL 20.125869
MGA 4850.799148
MKD 61.607048
MMK 2401.911729
MNT 4097.371745
MOP 9.242806
MRU 45.663282
MUR 53.817392
MVR 17.683393
MWK 1984.099796
MXN 19.99324
MYR 4.656534
MZN 73.102176
NAD 18.55858
NGN 1567.140307
NIO 42.100898
NOK 11.228062
NPR 174.40587
NZD 2.00254
OMR 0.44118
PAB 1.144181
PEN 3.893334
PGK 5.026719
PHP 70.346759
PKR 318.103973
PLN 4.288792
PYG 6956.843616
QAR 4.182602
RON 5.22502
RSD 117.323769
RUB 88.086988
RWF 1675.040019
SAR 4.295971
SBD 9.217609
SCR 15.403012
SDG 686.87736
SEK 11.040681
SGD 1.477017
SHP 0.853985
SLE 27.852662
SLL 23985.569044
SOS 653.903318
SRD 42.969122
STD 23674.993003
STN 24.488889
SVC 10.011458
SYP 126.430044
SZL 18.555581
THB 38.118202
TJS 10.606288
TMT 4.014847
TND 3.376868
TOP 2.754071
TRY 53.521387
TTD 7.754482
TWD 36.531701
TZS 3004.636769
UAH 50.95788
UGX 4176.105262
USD 1.143831
UYU 46.019121
UZS 13706.781107
VES 730.797387
VND 30078.180851
VUV 136.037644
WST 3.172049
XAF 655.659521
XAG 0.018325
XAU 0.000274
XCD 3.091261
XCG 2.062064
XDR 0.81543
XOF 655.659521
XPF 119.331742
YER 271.145205
ZAR 18.568095
ZMK 10295.852574
ZMW 21.023461
ZWL 368.313126
  • EUR/USD

    0.0000

    1.144

    0%

  • Goldpreis

    84.8000

    4210.5

    +2.01%

  • Euro STOXX 50

    52.2100

    6412.68

    +0.81%

  • DAX

    198.4100

    25779.31

    +0.77%

  • SDAX

    310.6200

    18539.82

    +1.68%

  • TecDAX

    11.8800

    3899.62

    +0.3%

  • MDAX

    449.4700

    32994.37

    +1.36%

Nordsee-Staaten wollen Windenergie ausbauen - Merz sieht aber nur "Übergangstechnologie"
Nordsee-Staaten wollen Windenergie ausbauen - Merz sieht aber nur "Übergangstechnologie" / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Nordsee-Staaten wollen Windenergie ausbauen - Merz sieht aber nur "Übergangstechnologie"

Beim Nordseegipfel in Hamburg haben die Anrainerstaaten der Nordsee einen beschleunigten Ausbau der Offshore-Windenergie vereinbart. Die Staats- und Regierungschefs von neun Ländern unterzeichneten am Montag in Hamburg eine entsprechende Erklärung. Ziel ist demnach eine sicherere Energieversorgung und Unabhängigkeit von russischem Gas. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichnete die Windenergie dennoch als "Übergangstechnologie" - er setze auf die Kernfusion, die alle anderen Stromerzeugungsmethoden mittelfristig überflüssig machen werde.

Textgröße:

Neben Energiefragen ging es beim sogenannten Nordsee-Gipfel in der Hansestadt um die Sicherheit im Norden und die Verhandlungen mit den USA über die Zukunft Grönlands. "Vor allem Dänemark und die Bevölkerung Grönlands können sich auf unsere Solidarität verlassen", sagte Merz dazu.

In den vergangenen Wochen hatte US-Präsident Donald Trump die europäischen Länder und insbesondere Dänemark wiederholt brüskiert, indem er eine Übernahme von Grönland forderte. Die Spannungen wurden inzwischen entschärft. Trump verkündete nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in der vergangenen Woche ein Rahmenwerk für ein späteres Grönland-Abkommen. Über dieses soll nun verhandelt werden.

"Es geht um unsere demokratischen Prinzipien, es geht um unsere Integrität und es geht darum, wer wir sind", sagte Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen in Hamburg und bedankte sich für die Unterstützung. "Ich muss sagen, dass Europa meiner Meinung nach in den vergangenen Wochen Stärke und Einheit bewiesen hat."

Trump führt Sicherheitsinteressen gegenüber Russland und China an, die es ebenfalls auf Grönland abgesehen hätten. Neben Sicherheitsfragen geht es zudem um wirtschaftliche Interessen. Washington befürchtet, dass sich russische und chinesische Unternehmen in und um Grönland etwa Ausbeutungsrechte für Rohstoffe sichern oder Land erwerben.

Der erste Nordsee-Gipfel hatte 2022 im dänischen Esbjerg in Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine stattgefunden. 2023 trafen sich die Nordsee-Anrainer im belgischen Ostende. Die Energieversorgung und speziell die Offshore-Windenergie und die angestrebte Unabhängigkeit von russischem Erdgas standen dabei im Fokus.

EU-Energiekommissar Dan Jörgensen bekräftigte dieses Anliegen. "Wir haben uns entschieden, endlich die Importe russischer Energie zu beenden", sagte der Däne. Die EU werde sich nicht mehr erpressen lassen und "nicht mehr indirekt den Krieg in der Ukraine mitfinanzieren".

Konkret verständigten sich Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, die Niederlande und Norwegen auf den grenzüberschreitenden Ausbau von Offshore-Windkraft. Bis zu 100 Gigawatt Erzeugungsleistung soll grenzüberschreitend vernetzt werden. Zudem unterzeichneten Vertreter der Staaten sowie der Offshore-Windindustrie und von Übertragungsnetzbetreibern einen Investitionspakt, um den Nordseeraum zum "weltweit größten Hub für saubere Energie" zu machen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.

"Eine sichere und europäisch gedachte Versorgung macht uns souveräner, macht uns resilienter und damit krisenfester", erklärte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). "Unser Ziel ist klar: Wir wollen das enorme Potenzial der Nordsee besser nutzen." Zugleich müsse die dortige Infrastruktur wie Pipelines und Unterseekabel besser geschützt werden.

Kanzler Merz stimmte dennoch bereits den Abgesang auf die Technologie der Windkraft an. Diese sei lediglich eine "Übergangstechnologie", die "uns zehn Jahre, 20 Jahre, vielleicht 30 Jahre begleiten" werde, sagte er. Er setze darauf, "dass Deutschland den ersten Fusionsreaktor der Welt ans Netz nimmt". Strom werde dann so günstig sein, dass es keine anderen Erzeugungsmethoden mehr brauche.

An der Energieerzeugung mittels Kernfusion wird derzeit noch geforscht. Auch die Bundesregierung hatte Anfang Oktober eine milliardenschwere Förderung dafür bewilligt. Umweltschützer warnen davor, dass die Kernfusionstechnologie falsche Hoffnungen wecken könne und der Fokus auf große Kraftwerke Bemühungen um eine möglichst dezentrale Energieversorgung mit Erneuerbaren entgegenstehe.

I.El-Hammady--DT