Dubai Telegraph - DGB will eigene Rentenkommission berufen - und sich Sozialabbau widersetzen

EUR -
AED 4.193072
AFN 73.072107
ALL 93.838116
AMD 419.736304
ANG 2.04419
AOA 1047.551391
ARS 1699.204723
AUD 1.646369
AWG 2.058002
AZN 1.953333
BAM 1.955866
BBD 2.300048
BDT 140.753545
BGN 1.930561
BHD 0.430511
BIF 3400.285632
BMD 1.141749
BND 1.477331
BOB 7.920304
BRL 5.914604
BSD 1.142024
BTN 108.878742
BWP 15.427334
BYN 3.307869
BYR 22378.275571
BZD 2.296768
CAD 1.623624
CDF 2564.367493
CHF 0.920095
CLF 0.026762
CLP 1053.274605
CNY 7.751447
CNH 7.761591
COP 3819.355096
CRC 520.315382
CUC 1.141749
CUP 30.256342
CVE 110.267294
CZK 24.157237
DJF 203.367793
DKK 7.474801
DOP 67.551701
DZD 152.107505
EGP 55.781963
ERN 17.126231
ETB 184.324249
FJD 2.557803
FKP 0.855115
GBP 0.855455
GEL 3.008467
GGP 0.855115
GHS 13.013499
GIP 0.855115
GMD 82.778435
GNF 10016.339978
GTQ 8.714258
GYD 238.889155
HKD 8.954907
HNL 30.56677
HRK 7.535774
HTG 149.233105
HUF 353.428898
IDR 20568.603796
ILS 3.442544
IMP 0.855115
INR 108.908616
IQD 1496.037676
IRR 1570989.197913
ISK 144.008896
JEP 0.855115
JMD 180.616131
JOD 0.809491
JPY 185.343496
KES 147.628526
KGS 99.845729
KHR 4582.175596
KMF 492.093588
KPW 1027.574278
KRW 1748.165553
KWD 0.354422
KYD 0.951782
KZT 539.803594
LAK 25751.761301
LBP 102265.72329
LKR 382.509633
LRD 207.287929
LSL 18.529448
LTL 3.371287
LVL 0.690632
LYD 7.327152
MAD 10.692163
MDL 20.134742
MGA 4850.143385
MKD 61.643043
MMK 2397.392256
MNT 4090.163743
MOP 9.226698
MRU 45.579547
MUR 53.742403
MVR 17.651448
MWK 1979.875872
MXN 19.961445
MYR 4.664003
MZN 72.968944
NAD 18.529367
NGN 1563.430906
NIO 42.021058
NOK 11.233872
NPR 174.208676
NZD 2.008125
OMR 0.439004
PAB 1.142034
PEN 3.888698
PGK 5.018104
PHP 70.265468
PKR 317.502096
PLN 4.2881
PYG 6927.235126
QAR 4.174942
RON 5.230807
RSD 117.36147
RUB 88.687626
RWF 1673.644759
SAR 4.29122
SBD 9.200829
SCR 16.628618
SDG 685.617512
SEK 11.015238
SGD 1.476778
SHP 0.852431
SLE 27.80145
SLL 23941.904673
SOS 652.65645
SRD 42.890908
STD 23631.894018
STN 24.500724
SVC 9.992208
SYP 126.199885
SZL 18.525467
THB 38.045316
TJS 10.563605
TMT 4.007538
TND 3.378315
TOP 2.749057
TRY 53.458998
TTD 7.733229
TWD 36.58985
TZS 2997.09387
UAH 50.922559
UGX 4172.086799
USD 1.141749
UYU 45.941559
UZS 13755.466893
VES 729.467012
VND 30027.99222
VUV 135.861228
WST 3.166282
XAF 655.982138
XAG 0.018352
XAU 0.000275
XCD 3.085633
XCG 2.058152
XDR 0.814319
XOF 655.970647
XPF 119.331742
YER 270.651561
ZAR 18.535897
ZMK 10277.112319
ZMW 21.041622
ZWL 367.642633
  • DAX

    18.8300

    25798.14

    +0.07%

  • MDAX

    213.7900

    33208.16

    +0.64%

  • Euro STOXX 50

    -17.3500

    6395.33

    -0.27%

  • SDAX

    -36.7500

    18503.07

    -0.2%

  • Goldpreis

    21.4000

    4147.1

    +0.52%

  • TecDAX

    0.0500

    3899.67

    0%

  • EUR/USD

    -0.0019

    1.1421

    -0.17%

DGB will eigene Rentenkommission berufen - und sich Sozialabbau widersetzen
DGB will eigene Rentenkommission berufen - und sich Sozialabbau widersetzen / Foto: John MACDOUGALL - POOL/AFP/Archiv

DGB will eigene Rentenkommission berufen - und sich Sozialabbau widersetzen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat Widerstand gegen die geplanten Sozialreformen der Bundesregierung angekündigt. DGB-Chefin Yasmin Fahimi warf der Regierung am Dienstag vor, eine "vergiftete Debatte über unseren Sozialstaat" losgetreten zu haben. Sie kündigte die Einberufung einer eigenen Rentenkommission an, die - in Konkurrenz zu der von der Bundesregierung einberufenen Kommission - bis zum Sommer alternative Vorschläge für eine Sicherung der Altersvorsorge vorlegen soll.

Textgröße:

Die Renten-Kommission solle ein Konzept ausarbeiten, "das einen Gegenpol setzt zur permanenten Krisen- und Verzichtserzählung in der Rentendebatte", sagte Fahimi. Die Kommission werde hochrangig besetzt und bestehe aus 13 Vertretern von Gewerkschaften, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und aus "parteipolitischen Vertretern". Welche Parteien sich beteiligten, wollte die Gewerkschaftschefin noch nicht bekannt geben.

Fahimi zog bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz des DGB in Berlin ein kritisches Fazit der bisherigen Arbeit der Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): "Diese Bundesregierung setzt die falschen Prioritäten." Das von Merz formulierte Ziel einer Belebung der Wirtschaft lasse sich so nicht erreichen.

"Allerlei vermeintliche Erleichterung für die Wirtschaft durch Deregulierung und gleichzeitig zunehmend geforderte Erschwernisse und Kosten für die Beschäftigten sind kein Zukunftsprogramm und werden kein Wirtschaftswachstum schaffen", sagte Fahimi. "Die Debatten über die Lohnfortzahlung bei Krankheit, über längere Arbeitszeiten und ein höheres Rentenalter: Nichts davon hilft, die Auftragslage in der Wirtschaft zu verbessern und die Auftragsbücher wieder zu füllen."

Fahimi warf der Bundesregierung vor, falsche Schlüsse aus der aktuellen Wirtschaftsschwäche zu ziehen. "Die Beschäftigten sind nicht schuld an der Krise, Arbeitsrechte und der Sozialstaat sind nicht Ursache für die Wachstumsschwäche", sagte die DGB-Chefin. "Die Menschen spüren, dass sie zu Sündenböcken gemacht werden sollen, und sie sind es leid."

Die Gewerkschaften seien bereit, in "noch intensivere Gespräche beim Bundeskanzler und allen anderen Ministerien" zu gehen, um eine "Zukunftsagenda für einen wirtschaftlichen Aufschwung" zu entwickeln, sagte Fahimi. Die Gewerkschaft setze auf Konsens - solle dies aber nicht möglich sein, "dann werden wir lauter und lauter und sind bereit, in den Konflikt zu gehen".

Dies gelte auch im Verhältnis zur SPD, die dem DGB traditionell eng verbunden ist. Auf die Frage, wie sie die von SPD-Chef Lars Klingbeil betonte Bereitschaft zu Sozialreformen bewerte, sagte Fahimi: "Natürlich sehen wir da Kräfte, die sehr diametral zu dem stehen, was wir für richtig und notwendig halten." Hier gehe es um eine "Frage der politischen Haltung - und die werden wir einfordern von jedem Mitglied der Bundesregierung".

DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell forderte eine Reform der Erbschaftsteuer, die wohlhabende Erben stärker zur Kasse bittet. Die derzeitige Erbschaftsteuer sei eine "Reichenpflege, die wir uns in diesen Zeiten knapper Kassen nicht mehr leisten können", sagte Körzell.

Vorstandsmitglied Anja Piel rief die Politik dazu auf, offensiver für Umverteilung zu werben. "Umverteilung heißt eben nicht den Sozialstaat schleifen", sagte sie. "Umverteilung heißt, Vermögende stärker in die Pflicht nehmen."

DGB-Chefin Fahimi wies zudem "mit Sorge" darauf hin, dass sich immer mehr Arbeitgeber aus Tarifbindung und Mitbestimmung zurückzögen. Sie forderte die Bundesregierung auf, unverzüglich das geplante Bundestariftreuegesetz zu verabschieden, gegen das es allerdings noch Vorbehalte in der Union gibt.

Die DGB-Chefin zeigte sich bei diesem Thema konfliktbereit: "Wer Mitbestimmung und Tarifbindung als Last und Bürokratie brandmarkt, der will ein Kräftemessen zwischen den bisherigen Verhandlungspartnern - und das wird er dann auch bekommen."

D.Al-Nuaimi--DT