Dubai Telegraph - Mercosur-Handelsabkommen: Warten auf grünes Licht aus Italien

EUR -
AED 4.196425
AFN 73.130035
ALL 94.098065
AMD 419.6882
ANG 2.045824
AOA 1047.82017
ARS 1699.753432
AUD 1.646901
AWG 2.05679
AZN 1.943438
BAM 1.958768
BBD 2.301398
BDT 140.827697
BGN 1.932104
BHD 0.430812
BIF 3406.273552
BMD 1.142661
BND 1.478198
BOB 7.911597
BRL 5.901503
BSD 1.142787
BTN 109.125348
BWP 15.516511
BYN 3.283476
BYR 22396.162907
BZD 2.297982
CAD 1.61862
CDF 2584.700159
CHF 0.92291
CLF 0.027151
CLP 1068.570807
CNY 7.773811
CNH 7.774714
COP 3822.04232
CRC 519.792144
CUC 1.142661
CUP 30.280526
CVE 110.79424
CZK 24.256431
DJF 203.073626
DKK 7.475719
DOP 67.300178
DZD 152.178434
EGP 56.692347
ERN 17.139921
ETB 181.803015
FJD 2.556936
FKP 0.854588
GBP 0.852785
GEL 3.016606
GGP 0.854588
GHS 13.054876
GIP 0.854588
GMD 84.023493
GNF 10032.566455
GTQ 8.718477
GYD 239.012154
HKD 8.957097
HNL 30.585816
HRK 7.536191
HTG 149.542478
HUF 359.419549
IDR 20717.593351
ILS 3.476833
IMP 0.854588
INR 109.519008
IQD 1497.457729
IRR 1570873.722564
ISK 143.221417
JEP 0.854588
JMD 180.994244
JOD 0.810163
JPY 185.626456
KES 147.711889
KGS 99.925974
KHR 4579.216752
KMF 492.487291
KPW 1028.395635
KRW 1719.008208
KWD 0.354179
KYD 0.952143
KZT 536.082278
LAK 25755.58732
LBP 102325.325997
LKR 382.928649
LRD 207.6788
LSL 18.728667
LTL 3.373982
LVL 0.691184
LYD 7.324087
MAD 10.702452
MDL 20.098453
MGA 4902.017628
MKD 61.683401
MMK 2399.061185
MNT 4097.325824
MOP 9.225879
MRU 45.786803
MUR 53.911205
MVR 17.653848
MWK 1984.80305
MXN 20.070962
MYR 4.659752
MZN 73.034616
NAD 18.728393
NGN 1571.833192
NIO 41.878785
NOK 11.151461
NPR 174.600557
NZD 1.998206
OMR 0.43936
PAB 1.142631
PEN 3.89418
PGK 5.005132
PHP 70.405098
PKR 317.892839
PLN 4.308005
PYG 6944.857201
QAR 4.166718
RON 5.234306
RSD 117.370717
RUB 87.754937
RWF 1673.998911
SAR 4.305458
SBD 9.2305
SCR 15.878123
SDG 686.172175
SEK 11.068269
SGD 1.477627
SHP 0.853112
SLE 27.795258
SLL 23961.041845
SOS 653.039479
SRD 42.970348
STD 23650.783393
STN 24.738619
SVC 9.998631
SYP 126.300759
SZL 18.72861
THB 38.210221
TJS 10.580432
TMT 3.999315
TND 3.369422
TOP 2.751255
TRY 53.562482
TTD 7.760759
TWD 36.706968
TZS 3003.483155
UAH 50.839132
UGX 4221.599813
USD 1.142661
UYU 46.011932
UZS 13734.789387
VES 782.820337
VND 30046.280798
VUV 136.891892
WST 3.163437
XAF 656.952421
XAG 0.019545
XAU 0.00028
XCD 3.088099
XCG 2.05922
XDR 0.817131
XOF 655.887995
XPF 119.331742
YER 270.896484
ZAR 18.736161
ZMK 10285.326416
ZMW 20.766466
ZWL 367.936496
  • EUR/USD

    0.0010

    1.1432

    +0.09%

  • DAX

    -567.7500

    24897.45

    -2.28%

  • SDAX

    -226.7800

    17921.52

    -1.27%

  • MDAX

    -1110.6500

    31516.35

    -3.52%

  • TecDAX

    -86.9100

    3745.94

    -2.32%

  • Euro STOXX 50

    -114.9500

    6204.91

    -1.85%

  • Goldpreis

    -11.7000

    4070.7

    -0.29%

Mercosur-Handelsabkommen: Warten auf grünes Licht aus Italien

Mercosur-Handelsabkommen: Warten auf grünes Licht aus Italien

Kurz vor der anvisierten Unterzeichnung des Freihandelsabkommens der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten hat Italien sein für eine Mehrheit notwendiges Ja immer noch nicht erteilt. Sollten alle von Rom gestellten Bedingungen erfüllt seien, werde sein Land "selbstverständlich" die Unterzeichnung des Abkommens billigen, sagte der italienische Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida am Montag am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Die Bundesregierung zeigte sich unterdessen "sehr zuversichtlich", dass Italien dem Abkommen zustimmen wird.

Textgröße:

Die EU-Kommission und eine Großzahl der EU-Länder, allen voran Deutschland, wollen das Mercosur-Abkommen nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen noch in diesem Monat über die Ziellinie bringen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will es am Montag in Paraguay unterzeichnen.

Eigentlich sollte es schon kurz vor Weihnachten bei einem Treffen in Brasilien soweit sein. Frankreich, Italien, Polen und Ungarn verweigerten aber im Rat der 27 EU-Länder ihre Zustimmung. Beim EU-Gipfel im Dezember in Brüssel erklärte sich Italien dann doch grundsätzlich zu einem Einlenken bereit und könnte damit in dieser Woche für die nötige Mehrheit sorgen. Regierungschefin Giorgia Meloni hatte sich etwas mehr Zeit erbeten, um ihre Landsleute zu überzeugen.

Ihr Landwirtschaftsminister sagte in Brüssel, Italien habe bereits einige seiner Forderungen, etwa Schutzregelungen gegen Preisverfall, durchgesetzt. Seine Regierung wolle aber Zusagen aus Brüssel, dass dem Prinzip der Gegenseitigkeit beim Gelten von Produktionsstandards eine große Bedeutung bei dem Mercosur- und auch folgenden Handelsabkommen eingeräumt werde. Dabei geht es vor allem um in Europa verbotene Pestizide.

Der deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte in Berlin, die Bundesregierung sei "sehr zuversichtlich, dass Italien jetzt diesem Mercosur-Abkommen zustimmen wird". Deutschland werde sich weiter "stark darum bemühen, bei allen Mitgliedstaaten intensiv um Zustimmung" zu werben. Es wird erwartet, dass die EU-Länder am Freitag über den Text abstimmen, was nach Hoffnung der Kommission den Weg für die Unterzeichnung freimachen wird.

Das Mercosur-Abkommen soll die Zölle auf 91 Prozent der zwischen der EU und den Mercosur-Staaten gehandelten Waren abschaffen. Nach Berechnungen der EU-Kommission könnten die jährlichen EU-Exporte nach Südamerika so um bis zu 39 Prozent wachsen. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte über den Atlantik exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte und Rohstoffe.

Der Agrarsektor fürchtet unter anderem den Import billigeren Geflügels und Rindfleischs der Konkurrenz aus Südamerika. Landwirte demonstrieren deswegen immer wieder gegen das Abkommen, so auch am Mittwoch Frankreich. Für Donnerstag kündigten unter anderem Bauern in Deutschland und Belgien Proteste an. Die Demonstrationen richten sich neben dem Mercosur-Abkommen auch gegen die Pläne für die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU für die kommenden Jahre.

Die EU-Kommission war am Dienstag erneut auf die Landwirte zugegangen und hatte ihnen einen früheren Zugriff auf Mittel im nächsten EU-Haushalt zugesichert. Demnach beabsichtigt Brüssel, ab 2028 vorzeitig 45 Milliarden Euro für die Landwirte freizugeben.

Vor dem Hintergrund dieser Diskussionen forderte Italien am Mittwoch eine Ausnahme für Düngemittel von der CO2-Importgebühr. Das Inkrafttreten des sogenannte CO2-Grenzausgleichs (CBAM) drohe die Kosten für Düngemittel für den Landwirtschaftssektor "erheblich" zu erhöhen, erklärte Lollobrigida in einem Brief an die Kommission. Deswegen solle "so bald wie möglich" eine Aufschubklausel der Gebühr für Düngemittel aktiviert werden, forderte er darin.

Die Importgebühr wird seit dem 1. Januar auf Produkte wie Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel und Strom fällig, die in die EU eingeführt werden. Damit sollen die Kosten, die europäischen Firmen durch das CO2-Preissystem der EU entstehen, ausgeglichen werden. Kritik an der Importgebühr kommt unter anderem von Bauernverbänden, die hohe Kosten für Landwirte fürchten - Düngemittel kommen fast ausschließlich aus Ländern außerhalb der EU.

A.El-Ahbaby--DT