Dubai Telegraph - Mercosur-Abkommen wackelt: Rom und Paris stellen sich quer

EUR -
AED 4.317045
AFN 75.232464
ALL 95.657027
AMD 434.937004
ANG 2.10402
AOA 1079.113872
ARS 1631.322155
AUD 1.623414
AWG 2.11738
AZN 1.998814
BAM 1.95074
BBD 2.375816
BDT 144.544444
BGN 1.960864
BHD 0.445766
BIF 3514.09497
BMD 1.175506
BND 1.49339
BOB 8.12489
BRL 5.806528
BSD 1.179603
BTN 111.252942
BWP 15.78441
BYN 3.320572
BYR 23039.91352
BZD 2.372414
CAD 1.602991
CDF 2722.471158
CHF 0.915402
CLF 0.026782
CLP 1054.063836
CNY 8.006664
CNH 7.99853
COP 4380.88674
CRC 538.220867
CUC 1.175506
CUP 31.150903
CVE 110.438716
CZK 24.331792
DJF 210.055227
DKK 7.472655
DOP 70.281899
DZD 155.388053
EGP 61.950805
ERN 17.632587
ETB 184.186288
FJD 2.567246
FKP 0.865904
GBP 0.864173
GEL 3.150186
GGP 0.865904
GHS 13.224607
GIP 0.865904
GMD 86.401505
GNF 10353.172167
GTQ 8.975679
GYD 245.960942
HKD 9.205909
HNL 31.359829
HRK 7.534402
HTG 154.382037
HUF 358.292404
IDR 20410.130738
ILS 3.413204
IMP 0.865904
INR 111.188386
IQD 1539.912587
IRR 1543439.104774
ISK 143.811269
JEP 0.865904
JMD 185.860803
JOD 0.83341
JPY 183.761532
KES 151.852359
KGS 102.763301
KHR 4727.818546
KMF 492.536541
KPW 1057.959322
KRW 1705.717776
KWD 0.361974
KYD 0.979854
KZT 544.495288
LAK 25825.862032
LBP 105240.670453
LKR 376.421978
LRD 215.793445
LSL 19.436959
LTL 3.470963
LVL 0.711051
LYD 7.466451
MAD 10.812889
MDL 20.212484
MGA 4914.930094
MKD 61.647401
MMK 2468.032299
MNT 4207.89875
MOP 9.490043
MRU 47.080067
MUR 54.990178
MVR 18.167414
MWK 2045.419401
MXN 20.265661
MYR 4.597994
MZN 75.126645
NAD 19.436988
NGN 1599.310676
NIO 43.405877
NOK 10.931851
NPR 178.574219
NZD 1.972405
OMR 0.451905
PAB 1.175845
PEN 4.070188
PGK 5.12908
PHP 71.435206
PKR 328.682326
PLN 4.231251
PYG 7219.303874
QAR 4.283585
RON 5.266503
RSD 117.384835
RUB 87.866818
RWF 1724.928337
SAR 4.417813
SBD 9.426889
SCR 16.389771
SDG 705.897818
SEK 10.859946
SGD 1.489648
SHP 0.877634
SLE 28.976371
SLL 24649.764195
SOS 674.101874
SRD 43.976808
STD 24330.596554
STN 24.514719
SVC 10.288269
SYP 130.72059
SZL 19.22336
THB 37.971775
TJS 10.98825
TMT 4.120148
TND 3.376635
TOP 2.830336
TRY 53.173057
TTD 7.968297
TWD 36.847995
TZS 3047.126127
UAH 51.718132
UGX 4421.511994
USD 1.175506
UYU 47.247442
UZS 14194.232226
VES 580.107918
VND 30928.732889
VUV 139.004061
WST 3.200415
XAF 656.34829
XAG 0.015092
XAU 0.00025
XCD 3.176863
XCG 2.119194
XDR 0.816287
XOF 656.34829
XPF 119.331742
YER 280.505047
ZAR 19.248143
ZMK 10580.986328
ZMW 22.324309
ZWL 378.512385
  • Goldpreis

    9.7000

    4704

    +0.21%

  • EUR/USD

    0.0002

    1.1756

    +0.02%

  • DAX

    516.9900

    24918.69

    +2.07%

  • MDAX

    646.7100

    31779.41

    +2.03%

  • SDAX

    165.2000

    18348.1

    +0.9%

  • Euro STOXX 50

    157.5000

    6027.13

    +2.61%

  • TecDAX

    5.5000

    3810.45

    +0.14%

Mercosur-Abkommen wackelt: Rom und Paris stellen sich quer
Mercosur-Abkommen wackelt: Rom und Paris stellen sich quer / Foto: Tiziana FABI - AFP/Archiv

Mercosur-Abkommen wackelt: Rom und Paris stellen sich quer

Die für Samstag angestrebte Unterzeichnung des Handelsabkommens der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten wackelt. Sowohl Italien als auch Frankreich pochen auf eine spätere Abstimmung und zusätzliche Schutzklauseln für europäische Landwirte. "Es wäre verfrüht, das Abkommen in den kommenden Tagen zu unterzeichnen", sagte die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni am Mittwoch. Frankreich werde sich "entscheiden dagegen stellen", sollte die EU den Abschluss forcieren wollen, hieß es in Paris.

Textgröße:

Deutschland dringt auf den baldigen Abschluss, doch ohne Italien und Frankreich fehlt im Rat der EU-Staaten die dafür nötige Mehrheit. Die EU-Staats- und Regierungschefs kommen am Donnerstag zu ihrem regulären Gipfeltreffen in Brüssel zusammen.

Meloni verwies auf die noch laufenden Verhandlungen auf EU-Ebene über Schutzklauseln für europäische Landwirte. "Wir halten es für notwendig, die Fertigstellung des Pakets ergänzender Maßnahmen zum Schutz des Agrarsektors abzuwarten", sagte sie. Anschließend müssten diese auch noch "unseren Landwirten erläutert und mit ihnen diskutiert" werden.

Auch Frankreich fordert zusätzliche Schutzklauseln. "Es ist derzeit nicht klar, ob unsere Bedingungen erfüllt werden", sagte Präsident Emmanuel Macron nach Angaben der Regierungssprecherin Maud Brégeon am Mittwoch in der Kabinettssitzung. Die Haltung Roms sei "der Beweis, dass Frankreich nicht allein ist und bedeutende europäische Länder mit Macrons Position übereinstimmen", sagte sie.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wollte das Abkommen eigentlich bei einem Treffen mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay am Samstag in Brasilien unterzeichnen. Dafür braucht sie grünes Licht im Rat der 27 EU-Länder.

Am Dienstag hatte das EU-Parlament verschärfte Schutzmechanismen für Landwirte auf den Weg gebracht, über die am Mittwochnachmittag mit den Mitgliedstaaten verhandelt werden sollte. Dem französischen Bauernverband gehen diese Schritte nicht weit genug. "Es geht darum, dass Europa keine landwirtschaftlichen Erzeugnisse importieren soll, die nicht dieselben Normen erfüllen, die uns auferlegt sind", sagte der Vorsitzende des einflussreichen Bauernverbands FNSEA Arnaud Rousseau.

Deutschland, Spanien und einige weitere Länder wollen einen raschen Abschluss, weil sie auf Zugang zu neuen Märkten hoffen. "Nach jahrelangen Verhandlungen mit Mercosur brauchen wir ein deutliches Bekenntnis für freien Handel und verlässliche Partnerschaften", betonte Thilo Brodtmann Hauptgeschäftsführer vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau.

Italien galt zuletzt als Wackelkandidat, auf dessen Stimme es im Kreis der Mitgliedstaaten ankommt. Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte sich zu Anfang der Woche noch zuversichtlich gezeigt, dass Rom für das Mercosur-Abkommen stimmen werde. Aus Kreisen der Bundesregierung hieß es am Dienstag dann, dass das Abkommen ohne rasche Einigung "wahrscheinlich tot" sei. Es werde befürchtet, dass die Südamerikaner die Geduld verlieren.

Macron hat seinerseits aufgebrachte Landwirte im Rücken. Bereits seit einer Woche kommt es vor allem im Südwesten Frankreichs zu Verkehrsblockaden und anderen Protestaktionen. Auslöser dafür war die vorsorgliche Tötung ganzer Rinderherden, um das Ausbreiten einer ansteckenden Viruskrankheit zu verhindern.

Bislang wurden seit Juni in Frankreich etwa 3300 Tiere getötet, in deren Herden Fälle der - für den Menschen ungefährlichen - Lumpy-Skin-Krankheit nachgewiesen worden waren. Viele Landwirte halten die Maßnahmen für übertrieben.

Die Proteste richten sich zugleich auch gegen das Mercosur-Abkommen, das aus Sicht der französischen Landwirte zu einem massiven Import von Billigprodukten führen kann, die nicht denselben Sozial- und Umweltstandards unterliegen.

C.Akbar--DT