Dubai Telegraph - Unicef: Neun Prozent der Kinder in Deutschland erleben Armut im Alltag

EUR -
AED 4.35335
AFN 77.050797
ALL 96.614026
AMD 452.873985
ANG 2.121943
AOA 1087.00321
ARS 1723.800654
AUD 1.702936
AWG 2.136666
AZN 2.019869
BAM 1.955248
BBD 2.406031
BDT 145.978765
BGN 1.990709
BHD 0.449191
BIF 3539.115218
BMD 1.18539
BND 1.512879
BOB 8.254703
BRL 6.231008
BSD 1.194568
BTN 109.699013
BWP 15.630651
BYN 3.402439
BYR 23233.647084
BZD 2.402531
CAD 1.615035
CDF 2684.909135
CHF 0.915881
CLF 0.026011
CLP 1027.058063
CNY 8.240537
CNH 8.248946
COP 4354.94563
CRC 591.535401
CUC 1.18539
CUP 31.412839
CVE 110.234327
CZK 24.334287
DJF 212.720809
DKK 7.470097
DOP 74.383698
DZD 153.702477
EGP 55.903178
ERN 17.780852
ETB 185.572763
FJD 2.613371
FKP 0.859325
GBP 0.865754
GEL 3.194674
GGP 0.859325
GHS 12.974143
GIP 0.859325
GMD 86.533903
GNF 10372.164298
GTQ 9.16245
GYD 249.920458
HKD 9.257838
HNL 31.365884
HRK 7.536597
HTG 156.336498
HUF 381.328619
IDR 19883.141804
ILS 3.663335
IMP 0.859325
INR 108.679593
IQD 1553.453801
IRR 49934.560565
ISK 144.985527
JEP 0.859325
JMD 187.197911
JOD 0.840489
JPY 183.433247
KES 152.915746
KGS 103.662825
KHR 4768.236408
KMF 491.93733
KPW 1066.949348
KRW 1719.752641
KWD 0.36382
KYD 0.995519
KZT 600.800289
LAK 25485.888797
LBP 101410.128375
LKR 369.427204
LRD 219.593979
LSL 19.132649
LTL 3.500149
LVL 0.717031
LYD 7.495914
MAD 10.835985
MDL 20.092409
MGA 5260.173275
MKD 61.631889
MMK 2489.374007
MNT 4229.125697
MOP 9.606327
MRU 47.30937
MUR 53.852723
MVR 18.32658
MWK 2059.023112
MXN 20.70407
MYR 4.672854
MZN 75.580924
NAD 18.967522
NGN 1643.520192
NIO 43.508231
NOK 11.437875
NPR 175.519161
NZD 1.96876
OMR 0.458133
PAB 1.194573
PEN 3.994177
PGK 5.066955
PHP 69.837307
PKR 331.998194
PLN 4.215189
PYG 8001.773454
QAR 4.316051
RON 5.097064
RSD 117.111851
RUB 90.544129
RWF 1742.915022
SAR 4.446506
SBD 9.544303
SCR 17.200951
SDG 713.016537
SEK 10.580086
SGD 1.505332
SHP 0.88935
SLE 28.834661
SLL 24857.038036
SOS 677.454816
SRD 45.104693
STD 24535.182964
STN 24.493185
SVC 10.452048
SYP 13109.911225
SZL 19.132635
THB 37.411351
TJS 11.151397
TMT 4.148866
TND 3.37248
TOP 2.854135
TRY 51.47818
TTD 8.110743
TWD 37.456003
TZS 3052.380052
UAH 51.199753
UGX 4270.811618
USD 1.18539
UYU 46.357101
UZS 14603.874776
VES 410.075543
VND 30749.020682
VUV 141.78282
WST 3.21762
XAF 655.774526
XAG 0.014004
XAU 0.000244
XCD 3.203577
XCG 2.153028
XDR 0.815573
XOF 655.774526
XPF 119.331742
YER 282.508153
ZAR 19.136335
ZMK 10669.938133
ZMW 23.443477
ZWL 381.695147
  • Euro STOXX 50

    55.8600

    5947.81

    +0.94%

  • MDAX

    -69.2400

    31164.44

    -0.22%

  • TecDAX

    36.3200

    3613.41

    +1.01%

  • SDAX

    52.3900

    18040.35

    +0.29%

  • DAX

    229.3500

    24538.81

    +0.93%

  • EUR/USD

    -0.0118

    1.1854

    -1%

  • Goldpreis

    -609.7000

    4745.1

    -12.85%

Unicef: Neun Prozent der Kinder in Deutschland erleben Armut im Alltag
Unicef: Neun Prozent der Kinder in Deutschland erleben Armut im Alltag / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Unicef: Neun Prozent der Kinder in Deutschland erleben Armut im Alltag

Rund 1,3 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland erleben einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef zufolge Armut im Alltag. Neun Prozent der Unter-18-Jährigen seien davon betroffen, teilte die Organisation am Mittwoch in Köln mit. Ihnen fehlten wesentliche Voraussetzungen für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und für späteren beruflichen Erfolg.

Textgröße:

Grundlegende Bedürfnisse dieser Kinder können laut Unicef oft nicht erfüllt werden, etwa weil sie keinen Platz haben, um Hausaufgaben zu machen oder sich kein zweites Paar Schuhe, vollwertige Mahlzeiten oder eine beheizte Wohnung leisten können. Bei diesen Armutsindikatoren schneidet Deutschland den Angaben zufolge im europäischen Vergleich schlecht ab. Finnland, Norwegen, Slowenien oder Portugal zeigen hier bessere Ergebnisse.

Gleichzeitig wächst in Deutschland dem Bericht zufolge der Abstand zwischen bestens unterstützten und besonders benachteiligten Kindern. So können laut Unicef immer mehr Kinder nicht gut lesen, ihr Anteil liegt bei 25 Prozent und damit fünf Prozentpunkte höher als 2018. Armutsgefährdete Kinder lesen mit 33 Prozent weniger Bücher als nicht-armutsgefährdete Kinder mit 41 Prozent. Sie treiben mit 52 Prozent auch seltener Sport als ihre Altersgenossen (60 Prozent) und treffen seltener Freunde (42 versus 48 Prozent).

Auch der Anteil der Eltern, die ihren Kindern täglich oder mehrmals wöchentlich vorlesen, liegt in armen Familien mit 72 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt von 85 Prozent, heißt es in dem Bericht. 44 Prozent der armutsgefährdeten Kinder leben außerdem in überbelegten Wohnungen, etwa 1,9 Millionen sind auf Grundsicherung angewiesen.

Durch ihre Lehrkräfte unterstützt fühlen sich nur wenige. So gaben beispielsweise nur 26 Prozent der 15-jährigen Mädchen an, eine hohe Unterstützung durch Lehrerinnen und Lehrer zu erfahren. In Norwegen sind es laut Unicef 53 Prozent. 54 Prozent der 15-jährigen Mädchen gaben außerdem an, von ihrer Familie gut unterstützt zu werden. In der Schweiz lag dieser Wert den Angaben zufolge bei 69 Prozent.

Außerdem leiden dem Bericht zufolge immer mehr Kinder und Jugendliche unter gesundheitlichen Beschwerden. Im Jahr 2022 gaben 40 Prozent der Elf- bis 15-Jährigen an, mehrmals pro Woche Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Schlafprobleme zu haben. 2014 waren es noch 24 Prozent.

Vor allem das psychische Wohlbefinden von Mädchen aus armen Familien gibt laut Unicef Anlass zur Sorge. Dieses wird auf einer Skala von null bis 100 gemessen, wobei Werte von 50 oder darunter ein Hinweis auf eine Depression sein können. Der durchschnittliche Wert für Mädchen aus armen Elternhäusern lag bei 51. Zum Vergleich: Bei Jungen aus reichen Elternhäusern lag der Wert bei 70.

Ähnlich besorgniserregend sind dem Bericht zufolge die Daten zu Einsamkeitsgefühlen von Mädchen. Fast jedes dritte 15-jährige Mädchen gab an, sich die meiste Zeit oder immer einsam zu fühlen. Bei den Jungen sind es im gleichen Alter elf Prozent. Kinder aus materiell besser ausgestatteten Elternhäusern berichten laut Unicef seltener von Einsamkeit.

"Der Bericht macht deutlich, wie sich Armut auf wirklich alle Lebensbereiche von Kindern nachteilig auswirkt", erklärte die Direktorin des Deutschen Jugendinstituts, Sabine Walper. Das zeige sich in den Bildungschancen, der Gesundheit, der gesellschaftlichen Teilhabe und selbst in den sozialen Beziehungen. "Umso wichtiger ist es, Strukturen so zu reformieren, dass alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft faire Chancen auf ein gutes Aufwachsen haben."

A.El-Ahbaby--DT