Dubai Telegraph - Unicef: Erstmals mehr Kinder und Jugendliche fettleibig als untergewichtig

EUR -
AED 4.196231
AFN 75.412032
ALL 93.7684
AMD 417.104259
AOA 1048.914909
ARS 1694.000646
AUD 1.629365
AWG 2.058124
AZN 1.938646
BAM 1.957228
BBD 2.298517
BDT 140.852746
BHD 0.430414
BIF 3408.201044
BMD 1.142608
BND 1.473782
BOB 12.410053
BRL 5.790699
BSD 1.141232
BTN 110.265434
BWP 15.551344
BYN 3.289614
BYR 22395.126242
BZD 2.295184
CAD 1.607525
CDF 2582.295565
CHF 0.929689
CLF 0.02717
CLP 1069.321513
CNY 7.738858
CNH 7.735008
COP 3683.004198
CRC 517.779963
CUC 1.142608
CUP 30.279125
CVE 110.345492
CZK 24.177658
DJF 203.221798
DKK 7.475573
DOP 66.428747
DZD 152.210823
EGP 58.61627
ERN 17.139127
ETB 184.195769
FJD 2.564238
FKP 0.854453
GBP 0.8535
GEL 3.005102
GGP 0.854453
GHS 13.254669
GIP 0.854453
GMD 83.982883
GNF 10013.523511
GTQ 8.70535
GYD 238.75416
HKD 8.958576
HNL 30.561427
HRK 7.534245
HTG 149.209495
HUF 363.795686
IDR 20447.321564
ILS 3.494954
IMP 0.854453
INR 110.312454
IQD 1494.983982
IRR 1571372.31453
ISK 143.408418
JEP 0.854453
JMD 181.122914
JOD 0.810137
JPY 186.336274
KES 147.899023
KGS 99.920525
KHR 4610.383243
KMF 493.606459
KRW 1677.075089
KWD 0.354094
KYD 0.95099
KZT 533.536857
LAK 25815.509063
LBP 102194.493508
LKR 383.806611
LRD 206.560677
LSL 18.807602
LTL 3.373826
LVL 0.691153
LYD 7.32347
MAD 10.713815
MDL 20.067726
MGA 4869.55212
MKD 61.619949
MMK 2398.732959
MNT 4100.834837
MOP 9.216304
MRU 45.591254
MUR 54.034066
MVR 17.665044
MWK 1978.843478
MXN 19.863125
MYR 4.667099
MZN 73.024097
NAD 18.807437
NGN 1568.629623
NIO 42.000822
NOK 10.935712
NPR 176.425467
NZD 1.965321
OMR 0.439339
PAB 1.141232
PEN 3.882332
PGK 5.105836
PHP 70.557206
PKR 317.052476
PLN 4.329401
PYG 6917.16684
QAR 4.160435
RON 5.235317
RSD 117.361898
RUB 89.693996
RWF 1679.224919
SAR 4.299175
SBD 9.229856
SCR 15.296757
SDG 686.130724
SEK 11.060456
SGD 1.473651
SLE 27.708174
SOS 652.178589
SRD 43.116902
STD 23649.688655
STN 24.518422
SVC 9.98524
SZL 18.789706
THB 38.58074
TJS 10.5561
TMT 4.010556
TND 3.378264
TRY 53.96517
TTD 7.743581
TWD 36.910814
TZS 3016.484167
UAH 51.103678
UGX 4268.113398
USD 1.142608
UYU 45.793404
UZS 13753.032222
VES 842.05589
VND 30060.886547
VUV 136.492848
WST 3.132999
XAF 656.435841
XAG 0.019116
XAU 0.000277
XCD 3.087956
XCG 2.056691
XDR 0.816396
XOF 656.447339
XPF 119.331742
YER 272.625163
ZAR 18.691886
ZMK 10284.844341
ZMW 20.969663
ZWL 367.919465
  • Goldpreis

    -22.0000

    4129.9

    -0.53%

  • EUR/USD

    0.0026

    1.1435

    +0.23%

  • DAX

    144.0600

    25155.41

    +0.57%

  • MDAX

    169.1600

    31982.03

    +0.53%

  • Euro STOXX 50

    31.3600

    6316.99

    +0.5%

  • SDAX

    41.7900

    18403.63

    +0.23%

  • TecDAX

    12.4900

    3789.67

    +0.33%

Unicef: Erstmals mehr Kinder und Jugendliche fettleibig als untergewichtig
Unicef: Erstmals mehr Kinder und Jugendliche fettleibig als untergewichtig / Foto: JOHN MOORE - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Unicef: Erstmals mehr Kinder und Jugendliche fettleibig als untergewichtig

Erstmals sind laut einem UN-Bericht weltweit mehr Kinder und Jugendliche stark übergewichtig als unterernährt. Der Anteil von Fettleibigen unter den Heranwachsenden habe sich von 2000 bis 2022 auf 9,4 Prozent verdreifacht und übersteige demnach den Anteil der Untergewichtigen in Höhe von 9,2 Prozent, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Auch in Deutschland ist Übergewicht bei Heranwachsenden ein großes Problem.

Textgröße:

"Wenn wir über Mangelernährung sprechen, geht es nicht mehr nur um untergewichtige Kinder", erklärte Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell. Fettleibigkeit sei "ein wachsendes Problem, das sich auf die Gesundheit und Entwicklung von Kindern auswirken" könne. "Stark verarbeitete Lebensmittel ersetzen zunehmend Obst, Gemüse und Proteine in einer Lebensphase, in der Ernährung eine entscheidende Rolle für das Wachstum, die kognitive Entwicklung und die psychische Gesundheit von Kindern spielt", warnte Russell.

In dem Bericht ist von einem "historischen Wendepunkt" bei der Fehlernährung Heranwachsender die Rede. Die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis 19 Jahren stieg demnach zwischen 2000 und 2022 von 194 Millionen auf 391 Millionen. Davon seien 188 Millionen sogar fettleibig, also adipös. Diese besonders ausgeprägte Form des Übergewichts wird mit Leiden wie Diabetes, Depressionen und bestimmten Krebsarten in Zusammenhang gebracht.

Der Anteil der untergewichtigen Kinder und Jugendlichen ging laut Unicef im selben Zeitraum um fast vier Prozentpunkte auf 9,2 Prozent zurück.

In Deutschland ist den Angaben zufolge jeder Vierte im Alter von fünf bis 19 Jahren übergewichtig, mit leicht steigender Tendenz: Von 24 Prozent im Jahr 2000 stieg der Anteil bis 2022 auf 25 Prozent. Der Anteil der adipösen Kinder in dieser Altersgruppe ist bei acht Prozent konstant, heißt es in dem Bericht weiter.

Fettleibigkeit ist laut Unicef erstmals in fast allen Weltregionen häufiger als Untergewicht. Ausgenommen davon seien die Länder, die südlich der Sahara liegen, sowie südasiatische Staaten.

Die Unterschiede zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer hätten allerdings abgenommen. Selbst in Staaten mit unterernährten Kindern gebe es zugleich an Fettsucht erkrankte Heranwachsende. Die an dem Bericht beteiligte Expertin Katherine Shats erklärte, dies liege unter anderem daran, dass Lebensmittelkonzerne in Krisenländern "große Mengen an Junkfood" verteilten, um für sich zu werben.

Die weltweit höchsten Adipositas-Raten bei fünf- bis 19-Jährigen in den 190 untersuchten Ländern weisen laut Unicef-Bericht die pazifischen Inselstaaten auf. Hier haben sich die Werte laut Unicef seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Im Inselstaat Niue beispielsweise seien 38 Prozent der Kinder und Jugendlichen fettleibig, auf den Cookinseln liege ihr Anteil bei 37 und in Nauru bei 33 Prozent. Der Grund für diese Zunahme sei vor allem die Umstellung von traditioneller Ernährung auf billige, energiereiche importierte Lebensmittel.

Aber auch in Chile seien 27 Prozent der fünf- bis 19-Jährigen fettleibig. In den USA und den Vereinigten Arabischen Emirate seien es jeweils 21 Prozent.

Die Gründe sind laut Unicef "stark verarbeitete Lebensmittel und Fast Food mit einem hohen Gehalt an Zucker, raffinierter Stärke, Salz, ungesunden Fetten und Zusatzstoffen". Diese Art von Lebensmitteln seien preiswert und würden an von Kindern genutzten Orten "aggressiv vermarktet". Zudem erreiche die Werbung der Lebensmittel- und Getränkekonzerne Heranwachsende über digitale Kanäle.

Das Kinderhilfswerk warnt vor weitgehenden Folgen der Fehlernährung. Übergewichtige Kinder fehlten häufiger in der Schule, hätten Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl und seien häufiger Mobbing ausgesetzt. Übergewicht und Fettleibigkeit könnten sich zudem ein Leben lang schädlich auf die Gesundheit auswirken und führten zu hohen Kosten für die Gesundheitssysteme sowie sinkender wirtschaftlicher Produktivität.

Zugleich stellte Unicef klar, nicht die Kinder oder ihre Familien seien für das Problem Übergewicht verantwortlich. Vielmehr handele es sich um ein "Scheitern der Gesellschaft".

Unicef-Chefin Russell forderte daher politische Maßnahmen, die Kindern den Zugang zu "nahrhaften und gesunden Lebensmitteln" erleichterten. Als mögliche konkrete Schritte empfahl die UN-Organisation eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke und andere ungesunde Lebensmittel, verständlichere Inhaltsangaben auf Lebensmittelpackungen, Werbeeinschränkungen sowie Maßnahmen zur Neuausrichtung der Lebensmittelindustrie auf frisch, gesunde Produkte.

Dass Sport bei Übergewicht die Lösung sei, bezeichnen die Autoren des Unicef-Berichts als "Mythos". Es sei "unmöglich", allein durch körperliche Aktivität den gesundheitlichen Folgen von ungesunder Ernährung zu entgehen.

H.Pradhan--DT