Dubai Telegraph - Lange Wartezeiten für Psychotherapie: Kassen fordern Meldepflicht für freie Termine

EUR -
AED 4.235108
AFN 72.638695
ALL 95.986116
AMD 435.092592
ANG 2.063949
AOA 1057.292369
ARS 1577.236365
AUD 1.673475
AWG 2.078266
AZN 1.958134
BAM 1.955386
BBD 2.320668
BDT 141.373711
BGN 1.970817
BHD 0.435957
BIF 3424.38207
BMD 1.152991
BND 1.480725
BOB 7.979516
BRL 6.049975
BSD 1.152186
BTN 108.575339
BWP 15.841123
BYN 3.460157
BYR 22598.615681
BZD 2.317349
CAD 1.59725
CDF 2635.149736
CHF 0.916506
CLF 0.027072
CLP 1068.948607
CNY 7.966185
CNH 7.980055
COP 4255.61911
CRC 534.200663
CUC 1.152991
CUP 30.554251
CVE 110.542933
CZK 24.511426
DJF 204.909943
DKK 7.471979
DOP 68.605777
DZD 153.395731
EGP 60.817599
ERN 17.294859
ETB 181.192506
FJD 2.594811
FKP 0.862247
GBP 0.865314
GEL 3.107286
GGP 0.862247
GHS 12.636424
GIP 0.862247
GMD 84.719455
GNF 10120.377686
GTQ 8.814361
GYD 241.055175
HKD 9.023247
HNL 30.577003
HRK 7.535828
HTG 150.891941
HUF 388.338432
IDR 19510.445669
ILS 3.602059
IMP 0.862247
INR 108.645093
IQD 1510.417681
IRR 1514222.549315
ISK 143.339936
JEP 0.862247
JMD 181.081615
JOD 0.817484
JPY 184.182756
KES 149.773716
KGS 100.828779
KHR 4629.257123
KMF 492.326899
KPW 1037.758177
KRW 1739.332384
KWD 0.35421
KYD 0.960221
KZT 555.084372
LAK 25063.132529
LBP 103250.307387
LKR 362.372615
LRD 211.803486
LSL 19.658594
LTL 3.404482
LVL 0.697433
LYD 7.35573
MAD 10.768576
MDL 20.238324
MGA 4813.735514
MKD 61.653053
MMK 2421.261549
MNT 4132.119635
MOP 9.284814
MRU 46.246593
MUR 53.751971
MVR 17.825775
MWK 2001.591211
MXN 20.574308
MYR 4.605027
MZN 73.687834
NAD 19.658789
NGN 1598.632905
NIO 42.337441
NOK 11.175356
NPR 173.720942
NZD 2.002185
OMR 0.443309
PAB 1.152181
PEN 3.988767
PGK 4.968807
PHP 69.448107
PKR 321.972295
PLN 4.27801
PYG 7540.995323
QAR 4.215912
RON 5.097026
RSD 117.441351
RUB 93.822176
RWF 1683.36627
SAR 4.326033
SBD 9.272321
SCR 15.995702
SDG 692.947394
SEK 10.884917
SGD 1.482394
SHP 0.865042
SLE 28.306224
SLL 24177.648784
SOS 658.93198
SRD 43.308612
STD 23864.577457
STN 24.616349
SVC 10.082038
SYP 128.492581
SZL 19.658268
THB 38.014217
TJS 11.02665
TMT 4.046997
TND 3.370773
TOP 2.776124
TRY 51.145977
TTD 7.820546
TWD 36.875174
TZS 2968.95063
UAH 50.55856
UGX 4286.184377
USD 1.152991
UYU 46.710504
UZS 14054.955391
VES 537.314539
VND 30382.455194
VUV 137.232784
WST 3.170183
XAF 655.832201
XAG 0.01708
XAU 0.000263
XCD 3.116015
XCG 2.076605
XDR 0.813367
XOF 653.172449
XPF 119.331742
YER 275.161365
ZAR 19.752487
ZMK 10378.307533
ZMW 21.632883
ZWL 371.262501
  • SDAX

    -278.5900

    16626.81

    -1.68%

  • TecDAX

    -54.3300

    3423.19

    -1.59%

  • DAX

    -344.1100

    22612.97

    -1.52%

  • Goldpreis

    -168.5000

    4383.8

    -3.84%

  • MDAX

    -556.5400

    28264.78

    -1.97%

  • Euro STOXX 50

    -83.4000

    5565.93

    -1.5%

  • EUR/USD

    -0.0036

    1.1529

    -0.31%

Lange Wartezeiten für Psychotherapie: Kassen fordern Meldepflicht für freie Termine
Lange Wartezeiten für Psychotherapie: Kassen fordern Meldepflicht für freie Termine / Foto: Nicolas TUCAT - AFP/Archiv

Lange Wartezeiten für Psychotherapie: Kassen fordern Meldepflicht für freie Termine

Angesichts der langen Wartezeiten für eine Psychotherapie fordern die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) eine Meldepflicht für freie Termine und eine zentrale Terminvergabe. "Wir haben keinen Mangel an Psychotherapieplätzen. Aber gerade schwer psychisch Kranke haben Probleme, einen Therapieplatz zu finden", sagte die Vize-Chefin des GKV-Spitzenverbandes, Stefanie Stoff-Ahnis, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Donnerstag). Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung sieht die Forderungen hingegen kritisch.

Textgröße:

"Heute ist es vielfach so, dass psychisch Erkrankte eine Praxis nach der anderen anrufen, auf den Anrufbeantworter sprechen und dann zu Hause auf den Rückruf hoffen, der selten kommt", berichtete Stoff-Ahnis. "Diesen unverantwortlichen Zustand wollen wir nicht länger hinnehmen." Der GKV-Spitzenverband fordere deshalb einen besser organisierten Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung.

Festgehalten sind die Forderungen in einem Positionspapier, dass der Verwaltungsrat des Verbands Ende Juni beschlossen hatte. Die Kassen wollen demnach die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gesetzlich dazu verpflichten, freie Behandlungskapazitäten an die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen zu melden. Konkret spricht der Verband von einer "angemessenen" Anzahl an Sprechstunden und der Hälfte der Behandlungsplätze.

Insbesondere schwer psychisch Erkrankten sei es nicht zuzumuten, "alleine einen Therapieplatz ohne direkte Hilfe und unterstützende Orientierung zu suchen", betonte Stoff-Ahnis gegenüber dem RND.

Die Terminservicestellen sind per Gesetz verpflichtet, binnen vier Wochen Termine für die sogenannte psychotherapeutische Sprechstunde - in dieser wird der Behandlungsbedarf eingeschätzt - zu vermitteln. Das wird laut Positionspapier des Spitzenverbands aber nicht erreicht: 2023 wurde mit 54 Prozent mehr als die Hälfte der Anfragen gar nicht oder nicht in der vorgeschriebenen Frist vermittelt.

Auch die Vermittlung einer weiterführenden Behandlung ist laut Verband unbefriedigend. So seien 2023 nur 365.000 Termine angeboten worden, das seien auf die aktuell 40.000 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten bezogen nur neun Termine pro Jahr.

Kritisch sieht die Forderung nach einer zentralen Terminvergabe die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV). "Die Bedeutung der Terminservicestellen (TSS) wird überschätzt", sagte deren Bundesvorsitzender Gebhard Hentschel der Nachrichtenagentur AFP. "Nur fünf Prozent unserer Patientinnen und Patienten werden über die TSS vermittelt – der Großteil kontaktiert unsere Praxen direkt."

Betroffene würden dabei die psychotherapeutische Sprechstunde "in einer angemessenen und zumutbaren Zeit" erreichen. Hentschel kritisiert, dass die Terminservicestellen nicht den Schweregrad einer psychischen Erkrankung und die Dringlichkeit einer Behandlung feststellen können. Es handele sich um "eine Verteilungsstelle".

Der Verbandschef fügte hinzu: "Eine zentrale Verteilung schafft jedoch keine zusätzlichen Kapazitäten, sondern bedeutet eine neue bürokratische Hürde, gerade für schwer psychisch erkrankte Menschen."

Psychotherapie ist eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung: Die Kosten für eine entsprechende Behandlung und damit für bis zu 300 Therapiestunden werden vollständig übernommen. Laut Positionspapier gaben die gesetzlichen Krankenkassen 2014 noch 2,5 Milliarden Euro für Psychotherapie-Behandlungen aus. 2023 waren es bereits 4,6 Milliarden Euro - ein Anstieg um über 80 Prozent.

Die neue Bundesregierung will die psychotherapeutische Versorgung vor allem "durch niedrigschwellige Online-Beratung" und "digitale Gesundheitsanwendungen" stärken, wie es im Koalitionsvertrag von Union und SPD heißt.

J.Alaqanone--DT