Dubai Telegraph - China setzt Vergeltungszölle hoch - EU-Länder beschließen erste Gegenzölle

EUR -
AED 4.329352
AFN 77.195421
ALL 96.68087
AMD 445.34031
ANG 2.110247
AOA 1081.011583
ARS 1700.249631
AUD 1.698848
AWG 2.121942
AZN 2.006811
BAM 1.956425
BBD 2.376149
BDT 144.286071
BGN 1.979736
BHD 0.444438
BIF 3496.012491
BMD 1.178856
BND 1.502535
BOB 8.151568
BRL 6.213868
BSD 1.179772
BTN 106.618591
BWP 15.618987
BYN 3.379379
BYR 23105.58568
BZD 2.372648
CAD 1.614792
CDF 2628.850333
CHF 0.916013
CLF 0.025855
CLP 1020.889743
CNY 8.178964
CNH 8.180161
COP 4359.411012
CRC 584.886756
CUC 1.178856
CUP 31.239695
CVE 110.299751
CZK 24.268525
DJF 210.08619
DKK 7.467342
DOP 74.453773
DZD 153.138688
EGP 55.241912
ERN 17.682846
ETB 183.821995
FJD 2.608161
FKP 0.86314
GBP 0.870214
GEL 3.177053
GGP 0.86314
GHS 12.953081
GIP 0.86314
GMD 86.056189
GNF 10354.262229
GTQ 9.048851
GYD 246.817763
HKD 9.20836
HNL 31.16295
HRK 7.534548
HTG 154.764822
HUF 380.37101
IDR 19910.354317
ILS 3.677967
IMP 0.86314
INR 106.424681
IQD 1545.493481
IRR 49659.326552
ISK 144.798649
JEP 0.86314
JMD 184.518917
JOD 0.83586
JPY 184.762275
KES 152.188369
KGS 103.090917
KHR 4761.378958
KMF 493.940398
KPW 1061.006141
KRW 1731.020692
KWD 0.362357
KYD 0.983114
KZT 581.855788
LAK 25357.096594
LBP 105670.367542
LKR 365.086573
LRD 219.429134
LSL 19.059286
LTL 3.480856
LVL 0.713078
LYD 7.473355
MAD 10.828212
MDL 20.049402
MGA 5219.666655
MKD 61.632198
MMK 2475.342905
MNT 4207.523561
MOP 9.493531
MRU 47.060026
MUR 54.274321
MVR 18.213564
MWK 2045.653183
MXN 20.5905
MYR 4.661787
MZN 75.152563
NAD 19.059286
NGN 1612.216058
NIO 43.412573
NOK 11.548867
NPR 170.59047
NZD 1.977638
OMR 0.453269
PAB 1.179772
PEN 3.965649
PGK 5.128638
PHP 69.007868
PKR 330.326974
PLN 4.225953
PYG 7790.454472
QAR 4.299755
RON 5.093723
RSD 117.377526
RUB 90.47949
RWF 1721.849792
SAR 4.420793
SBD 9.4994
SCR 16.636969
SDG 709.085472
SEK 10.669888
SGD 1.501857
SHP 0.884448
SLE 28.822551
SLL 24720.028673
SOS 673.014896
SRD 44.643397
STD 24399.947632
STN 24.507825
SVC 10.322296
SYP 13037.650781
SZL 19.050083
THB 37.365077
TJS 11.042279
TMT 4.131892
TND 3.418477
TOP 2.838403
TRY 51.416173
TTD 7.988551
TWD 37.304888
TZS 3047.344161
UAH 50.908155
UGX 4211.326827
USD 1.178856
UYU 45.524343
UZS 14470.620511
VES 445.590188
VND 30604.291318
VUV 141.094581
WST 3.213969
XAF 656.166516
XAG 0.016304
XAU 0.000244
XCD 3.185918
XCG 2.126179
XDR 0.816061
XOF 656.163732
XPF 119.331742
YER 281.039103
ZAR 19.161109
ZMK 10611.130314
ZMW 21.913904
ZWL 379.591284
  • Goldpreis

    4.6000

    4894.1

    +0.09%

  • EUR/USD

    0.0015

    1.1801

    +0.13%

  • SDAX

    -47.3000

    17878.47

    -0.26%

  • DAX

    -111.9800

    24491.06

    -0.46%

  • Euro STOXX 50

    -44.7700

    5925.7

    -0.76%

  • TecDAX

    15.0000

    3628.05

    +0.41%

  • MDAX

    -90.1200

    31434.51

    -0.29%

China setzt Vergeltungszölle hoch - EU-Länder beschließen erste Gegenzölle

China setzt Vergeltungszölle hoch - EU-Länder beschließen erste Gegenzölle

Börsenkurse auf Talfahrt, besorgte Verbraucher und keine Lösung in Sicht: Die seit Mittwoch geltenden Zusatzzölle der USA auf die Importe dutzender Länder haben erneut Gegenmaßnahmen ausgelöst. Das Finanzministerium in Peking kündigte einen Vergeltungszoll von 84 Prozent auf alle US-Importe an. Die EU-Länder segneten in Brüssel erste Vergeltungszölle auf US-Waren ab - in den kommenden Wochen könnten weitere Gegenmaßnahmen folgen. An den Börsen brachen die Kurse erneut ein.

Textgröße:

Am Mittwoch traten zusätzliche US-Zölle in Kraft. Für Einfuhren aus der EU werden nun 20 Prozent Zölle fällig. China trifft es am härtesten, auf chinesische Einfuhren gilt ein Aufschlag von 104 Prozent. Peking setzte daraufhin seine geplanten Vergeltungszölle hoch: Am Donnerstag um 12.01 Uhr (Ortszeit; 06.01 Uhr MESZ) treten laut Finanzministerium Gegenaufschläge von 84 Prozent auf alle US-Importe in Kraft - anstelle der bislang vorgesehenen 34 Prozent. "Die Zolleskalation der USA gegen China (...) verletzt Chinas legitime Rechte und Interessen schwer", erklärte das Finanzministerium.

Trump reagierte zunächst nicht auf die chinesischen Gegenmaßnahmen. Er forderte Unternehmen dazu auf, zur Umgehung von Zöllen Standorte in die USA zu verlagern. "Dies ist ein großartiger Zeitpunkt, um Ihre Firma in die USA zu verlegen, so wie es Apple und so viele andere in Rekordzahl tun", erklärte der Staatschef auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Warten Sie nicht, tun Sie es jetzt!"

Seit seinem Amtsantritt im Januar hat Trump zahlreiche Zölle verhängt und angekündigt. Nach der Argumentation des Republikaners wird die Zoll-Offensive die Produktion von Waren in den USA wiederbeleben, indem Unternehmen zum Umzug ihrer Fertigung in das Land gezwungen werden. Viele Experten stellen jedoch infrage, wie schnell das gelingen kann - und ob überhaupt. Sie warnen davor, dass die Inflation erneut angeheizt werden könnte.

In Brüssel beschlossen Vertreterinnen und Vertreter der EU-Staaten eine Liste von US-Produkten, die in den kommenden Wochen nach und nach mit Zöllen belegt werden sollen. Darunter sind Entwürfen zufolge einige Stahl- und Textilwaren, Schminke sowie Mais, Sojabohnen und Geflügel.

Mit den nun beschlossenen Zöllen reagiert die EU zunächst auf die US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte, die bereits seit Mitte März gelten. Die EU-Aufschläge betreffen nach Kommissionsangaben Einfuhren aus den USA im Wert von insgesamt rund 21 Milliarden Euro.

Ungarn stimmte nach Diplomatenangaben als einziges EU-Land gegen die Vergeltungszölle. "Eine Eskalation ist nicht die Lösung", erklärte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto im Onlinedienst X. "Der einzige Weg nach vorne sind Verhandlungen, nicht Vergeltung."

Die ersten Zölle sollen bereits ab dem kommenden Dienstag greifen. Das gilt für Aufschläge, welche die EU bereits in Trumps erster Amtszeit als Reaktion auf dessen Zollpolitik eingeführt hatte. Diese betreffen etwa Harley-Davidson-Motorräder und Jeans. Die meisten anderen Zölle werden den Plänen zufolge ab Mitte Mai fällig, einzelne - etwa auf Mandeln - erst im Dezember. Zusätzlich bereitet die EU weitere Maßnahmen vor, mit denen sie auf die weitreichenderen US-Zölle reagieren will.

Die Eskalation in dem Handelskonflikt hat Befürchtungen über eine Rezession ausgelöst. Nachdem die Börsenkurse am Dienstag zunächst vergleichsweise stabil geblieben waren, fielen sie am Mittwoch erneut. Der Deutsche Aktienindex (Dax) in Frankfurt am Main verlor bis zum frühen Nachmittag rund vier Prozent. In Asien gaben die Kurse überwiegend ebenfalls deutlich nach. Der Nikkei-Index an der Tokioter Börse lag zum Handelsschluss fast vier Prozent im Minus.

Italien halbierte wegen der Zollpolitik Trumps seine Wachstumsprognose: Statt mit einem Plus von 1,2 Prozent rechnet die Regierung in Rom nur noch mit einem Plus von 0,6 Prozent, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen erfuhr. Spanien will seine Wachstumsprognose ebenfalls herabsetzen.

Mit einem Ende der Zollankündigungen ist nicht zu rechnen: Trump hatte am Dienstag angegeben, die USA würden bald Aufschläge auf Arzneimittel erheben.

Der Handelskonflikt nährt Ängste bei chinesischen wie bei US-Verbrauchern. "Ich hoffe, dass sich alle zusammensetzen, versöhnen und reden können und dann die Dinge Schritt für Schritt klären, anstatt sie irrational zu eskalieren", sagte Anwältin Yu Yan in Peking der AFP. In einem Supermarkt in New York sagte Anastasia Nevin, sie sei bereits "im Überlebensmodus": "Ich versuche einfach, mich durchzuschlagen. Das ist hart."

B.Gopalan--DT