Dubai Telegraph - EU beschließt weitreichendes Öl-Embargo gegen Russland

EUR -
AED 4.2854
AFN 73.513877
ALL 95.510242
AMD 433.136935
ANG 2.088595
AOA 1071.203322
ARS 1623.155257
AUD 1.637048
AWG 2.103316
AZN 1.988841
BAM 1.949665
BBD 2.351002
BDT 143.219321
BGN 1.946488
BHD 0.440592
BIF 3472.658894
BMD 1.166888
BND 1.490503
BOB 8.065619
BRL 5.857427
BSD 1.167227
BTN 110.652801
BWP 15.777285
BYN 3.286757
BYR 22871.006156
BZD 2.347613
CAD 1.596245
CDF 2707.180185
CHF 0.923656
CLF 0.026831
CLP 1055.999007
CNY 7.979472
CNH 7.98372
COP 4242.349933
CRC 530.8296
CUC 1.166888
CUP 30.922534
CVE 110.708526
CZK 24.389535
DJF 207.37905
DKK 7.473107
DOP 69.283997
DZD 154.851697
EGP 61.871784
ERN 17.503321
ETB 183.201494
FJD 2.574858
FKP 0.863638
GBP 0.866006
GEL 3.138536
GGP 0.863638
GHS 13.057687
GIP 0.863638
GMD 85.182963
GNF 10239.442958
GTQ 8.917899
GYD 244.210479
HKD 9.143869
HNL 31.051229
HRK 7.535408
HTG 152.878925
HUF 365.773316
IDR 20277.072323
ILS 3.468517
IMP 0.863638
INR 110.835288
IQD 1528.623371
IRR 1535041.255104
ISK 143.807139
JEP 0.863638
JMD 183.034034
JOD 0.827365
JPY 187.105255
KES 150.680561
KGS 102.020206
KHR 4679.221247
KMF 492.427083
KPW 1050.160366
KRW 1733.231342
KWD 0.35939
KYD 0.972735
KZT 540.648702
LAK 25642.365622
LBP 104474.479546
LKR 372.936454
LRD 214.561568
LSL 19.685307
LTL 3.445517
LVL 0.705839
LYD 7.409465
MAD 10.809759
MDL 20.094681
MGA 4842.585502
MKD 61.638331
MMK 2450.441126
MNT 4176.159573
MOP 9.422649
MRU 46.651906
MUR 54.645753
MVR 18.034257
MWK 2032.137573
MXN 20.479933
MYR 4.627916
MZN 74.569985
NAD 19.685422
NGN 1604.55262
NIO 42.836401
NOK 10.879948
NPR 177.044124
NZD 2.000105
OMR 0.44867
PAB 1.167227
PEN 4.112129
PGK 5.064072
PHP 71.770626
PKR 325.415929
PLN 4.258634
PYG 7262.147676
QAR 4.251559
RON 5.102787
RSD 117.399467
RUB 87.225251
RWF 1704.823469
SAR 4.376524
SBD 9.380426
SCR 16.071443
SDG 700.710364
SEK 10.870572
SGD 1.494516
SHP 0.8712
SLE 28.702881
SLL 24469.054893
SOS 666.881356
SRD 43.712824
STD 24152.227095
STN 24.738027
SVC 10.213859
SYP 129.215466
SZL 19.6617
THB 38.239409
TJS 10.943018
TMT 4.089943
TND 3.374932
TOP 2.809587
TRY 52.723968
TTD 7.937024
TWD 36.91894
TZS 3028.074582
UAH 51.448105
UGX 4348.316838
USD 1.166888
UYU 46.45382
UZS 14061.001063
VES 566.626558
VND 30754.501952
VUV 138.127072
WST 3.169123
XAF 653.896535
XAG 0.016137
XAU 0.000256
XCD 3.153573
XCG 2.10368
XDR 0.814159
XOF 652.290523
XPF 119.331742
YER 278.448622
ZAR 19.651737
ZMK 10503.389618
ZMW 22.031671
ZWL 375.737482
  • Goldpreis

    4.7000

    4566.2

    +0.1%

  • EUR/USD

    -0.0018

    1.1666

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -19.6200

    5816.48

    -0.34%

  • SDAX

    50.9600

    17641.57

    +0.29%

  • MDAX

    -46.6800

    30010.78

    -0.16%

  • TecDAX

    28.3000

    3624.95

    +0.78%

  • DAX

    -63.7000

    23954.56

    -0.27%

EU beschließt weitreichendes Öl-Embargo gegen Russland
EU beschließt weitreichendes Öl-Embargo gegen Russland / Foto: Ian LANGSDON - POOL/AFP

EU beschließt weitreichendes Öl-Embargo gegen Russland

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich nach langem Widerstand aus Ungarn auf ein weitreichendes Embargo auf russische Öl-Importe geeinigt. Der Beschluss des Gipfeltreffens am Montag in Brüssel decke bis Ende des Jahres mehr als zwei Drittel der russischen Öl-Importe ab, erklärte EU-Ratspräsident Charles Michel am späten Abend. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von "effektiv" bis zu 90 Prozent Reduktion.

Textgröße:

Die Einigung bezieht sich laut von der Leyen auf Importe per Schiff. Öl-Lieferungen per Pipeline sollen demnach zunächst weiterhin erlaubt sein. Insbesondere Ungarn hatte dies gefordert. Das Land ist für zwei Drittel seines Verbrauchs auf russisches Öl angewiesen, das durch die Druschba-Pipeline transportiert wird.

Deutschland und Polen, die ebenfalls viel Öl über diese Pipeline importieren, hatten allerdings bereits angekündigt, ab nächstem Jahr gänzlich auf Öl aus Russland zu verzichten. Dadurch steige die geplante Reduzierung der Öl-Importe auf rund 90 Prozent bis Jahresende, erklärte von der Leyen. Die EU schneide den Kreml so "von einer riesigen Finanzierungsquelle für seine Kriegsmaschinerie ab", erklärte Michel.

Die Einigung kommt nach wochenlangem Streit insbesondere mit der Regierung in Budapest, die sich unter Verweis auf ihre Energiesicherheit gegen Einschränkungen bei Öl-Importen wehrte. Beim Gipfel forderte Regierungschef Viktor Orban insbesondere Garantien, dass sein Land im Fall von Engpässen weiterhin ausreichend Öl geliefert bekomme. Auch bestand er auf finanzieller Unterstützung in Höhe von 800 Millionen Euro zum Umbau der ungarischen Energieinfrastruktur.

Fragen zur finanziellen Unterstützung Brüssels für die Energiesicherheit der Mitgliedstaaten im Rahmen des Corona-Aufbaufonds sollen am zweiten Gipfeltag am Dienstag weiter besprochen werden. Dies wird dadurch verkompliziert, dass die Auszahlung dieser Mittel für Ungarn derzeit noch von der EU-Kommission blockiert wird. Die Behörde verweist auf Missstände im ungarischen Justizsystem und möglicherweise daraus resultierenden Missbrauch der Mittel.

Nach Angaben aus Diplomatenkreisen handelt es sich zunächst vor allem um eine grundsätzliche politische Einigung auf die Reduzierung der Öl-Importe. Viele Fragen müssen demnach im Detail noch geklärt werden. In den angenommenen Gipfelschlussfolgerungen ist etwa von einer "vorübergehenen" Ausnahmeregelung für Pipeline-Öl die Rede. Wie lange Ungarn das russische Öl noch weiter beziehen darf, blieb offen.

Die französische Ratspräsidentschaft kündigte an, dass die Verhandlungen über einen kompletten Importstopp für russisches Öl "so bald wie möglich" beginnen sollten.

Das geplante Strafpaket gegen Moskau umfasst neben dem Ölembargo Sanktionen gegen rund 60 Kreml-nahe Persönlichkeiten, darunter das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill. Zudem sollen drei weitere russische Banken vom internationalen Finanzsystem Swift ausgeschlossen werden, darunter die Sberbank, das größte Kreditinstitut des Landes, und weitere russische staatliche Medien verboten werden.

Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich Michel zufolge zudem auf weitere neun Milliarden Euro Hilfen für die Ukraine, um den "unmittelbaren Liquiditätsbedarfs" Kiews zu decken. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen stehen die genauen Formalitäten noch nicht fest, voraussichtlich wird das Geld in Form niedrigverzinster Langzeitkredite fließen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach von "weiteren einschneidenden Sanktionen gegen Russland". "Russland hat sich entschieden, seinen Krieg in der Ukraine fortzusetzen", erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. "Heute Abend ergreifen wir als Europäer vereint und in Solidarität mit dem ukrainischen Volk neue, entschlossene Sanktionen."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Europäer zuvor aufgefordert, ihre Streitigkeiten beizulegen. "Interne Streitigkeiten führen nur dazu, dass Russland den Druck auf Europa erhöht", mahnte er in einer Videoansprache zum Auftakt des EU-Sondergipfels.

Die Botschafter der EU-Mitgliedsländer hatten bis kurz vor dem Treffen an einer Einigung für das Sanktionspaket gearbeitet. Als diese ausblieb, kam das Thema beim Gipfeltreffen auf den Tisch.

I.Viswanathan--DT