Dubai Telegraph - Studie: Waldbrand-Zerstörungen in Europa könnten sich durch Klimawandel verdreifachen

EUR -
AED 4.23802
AFN 75.009645
ALL 91.822462
AMD 419.371076
ANG 2.066061
AOA 1059.361499
ARS 1739.938845
AUD 1.617987
AWG 2.078622
AZN 1.96195
BAM 1.956713
BBD 2.324895
BDT 142.125725
BGN 1.942672
BHD 0.43519
BIF 3452.526508
BMD 1.153989
BND 1.46988
BOB 12.691979
BRL 5.942696
BSD 1.154344
BTN 110.764342
BWP 15.65624
BYN 3.505421
BYR 22618.177576
BZD 2.321533
CAD 1.608372
CDF 2668.601419
CHF 0.944638
CLF 0.027877
CLP 1100.731891
CNY 7.744937
CNH 7.738861
COP 3605.787561
CRC 516.338776
CUC 1.153989
CUP 30.580699
CVE 110.316493
CZK 24.317997
DJF 205.556839
DKK 7.475296
DOP 68.141511
DZD 154.49369
EGP 60.241788
ERN 17.30983
ETB 188.544523
FJD 2.553719
FKP 0.856186
GBP 0.857708
GEL 3.000867
GGP 0.856186
GHS 13.257246
GIP 0.856186
GMD 84.837295
GNF 10149.693636
GTQ 8.812151
GYD 241.503774
HKD 9.052683
HNL 30.981327
HRK 7.534742
HTG 150.871076
HUF 364.288252
IDR 20411.751273
ILS 3.493701
IMP 0.856186
INR 110.685058
IQD 1512.199303
IRR 1586272.80065
ISK 139.81731
JEP 0.856186
JMD 182.16503
JOD 0.818235
JPY 178.930566
KES 149.45276
KGS 100.916189
KHR 4674.141263
KMF 492.752932
KPW 1038.590154
KRW 1578.286984
KWD 0.356051
KYD 0.961945
KZT 513.264011
LAK 25840.501864
LBP 103369.297972
LKR 382.598587
LRD 200.272614
LSL 18.793154
LTL 3.407429
LVL 0.698036
LYD 7.331422
MAD 10.885181
MDL 20.125307
MGA 4991.221642
MKD 61.558734
MMK 2422.942927
MNT 4148.675915
MOP 9.327052
MRU 46.218574
MUR 54.549391
MVR 17.763357
MWK 2001.642987
MXN 19.780751
MYR 4.667653
MZN 73.751759
NAD 18.792991
NGN 1531.250478
NIO 42.479644
NOK 10.7937
NPR 177.229494
NZD 2.003018
OMR 0.443708
PAB 1.154314
PEN 3.872691
PGK 5.219436
PHP 72.405291
PKR 319.946943
PLN 4.356918
PYG 6830.188154
QAR 4.196359
RON 5.264035
RSD 117.381466
RUB 97.310084
RWF 1703.187624
SAR 4.331006
SBD 9.273741
SCR 15.783059
SDG 694.122339
SEK 11.277793
SGD 1.469339
SHP 0.856519
SLE 28.434169
SLL 24198.555665
SOS 659.705075
SRD 43.565958
STD 23885.235199
STN 24.511335
SVC 10.100671
SYP 15004.160744
SZL 18.790852
THB 38.34735
TJS 10.646724
TMT 4.0505
TND 3.379477
TOP 2.778528
TRY 56.150837
TTD 7.826416
TWD 36.669375
TZS 3052.303433
UAH 51.478729
UGX 4519.109402
USD 1.153989
UYU 46.441678
UZS 13609.352491
VES 970.716816
VND 30001.973964
VUV 136.35185
WST 3.15816
XAF 655.957
XAG 0.017845
XAU 0.000265
XCD 3.118712
XCG 2.080362
XDR 0.81593
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 272.933541
ZAR 18.761513
ZMK 10387.282953
ZMW 22.653476
ZWL 371.583875
SSP 6526.132978
MXV 2.242868
  • DAX

    135.4700

    25537.75

    +0.53%

  • Euro STOXX 50

    30.0000

    6266.5

    +0.48%

  • TecDAX

    7.9000

    3984.52

    +0.2%

  • Goldpreis

    52.6000

    4385.4

    +1.2%

  • MDAX

    141.0200

    31276.77

    +0.45%

  • SDAX

    39.6200

    18166.95

    +0.22%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1535

    -0.06%

Studie: Waldbrand-Zerstörungen in Europa könnten sich durch Klimawandel verdreifachen
Studie: Waldbrand-Zerstörungen in Europa könnten sich durch Klimawandel verdreifachen / Foto: Dimitri KORCZAK - AFP/Archiv

Studie: Waldbrand-Zerstörungen in Europa könnten sich durch Klimawandel verdreifachen

Das Ausmaß der Zerstörung durch Waldbrände könnte sich in Europa einer Studie zufolge wegen des Klimawandels in den kommenden Jahrzehnten nahezu verdreifachen. Laut der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) würden bei einem Szenario mit geringen Treibhausgasemissionen und einem globalen Temperaturanstieg um etwa 1,8 Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts rund 39 Prozent mehr Flächen durch Waldbrände zerstört als heute.

Textgröße:

Bei einem Szenario mit hohen Treibhausgasemissionen und einem Temperaturanstieg um etwa 3,6 Grad ergeben die Berechnungen der Experten allerdings einen Anstieg um etwa 192 Prozent, also fast eine Verdreifachung der zerstörten Flächen. Zusätzlich zu einer Minderung der klimaschädlichen Emissionen nennen die Studienautoren "Verbesserungen bei Prävention, Früherkennung und Brandbekämpfung" als Schlüsselfaktoren, um das Ausmaß künftiger Waldbrände einzudämmen.

"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die verbrannte Fläche selbst bei einer vergleichsweise geringen Erwärmung um etwa 1,8 Grad Celsius deutlich zunehmen könnte", erklärte PIK-Forscher Maik Billing, Leitautor der im Fachblatt "Global Change Biology" veröffentlichten Studie. "Wenn wir jedoch mehr Emissionen verursachen und die globalen Temperaturen um etwa 3,6 Grad Celsius steigen, werden Brände wesentlich häufiger auftreten, insbesondere im Mittelmeerraum sowie in weiten Teilen West- und Mitteleuropas, einschließlich Gebieten, in denen es bisher kaum Brände gab."

Außer Klimaschutzmaßnahmen nahmen die Studienautoren auch Maßnahmen zur Prävention, Erkennung und Bekämpfung von Bränden auf einer sich erwärmenden Erde unter die Lupe. Expertinnen und Experten der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung errechneten für die Studie, dass kontinuierliche Verbesserungen im Brandmanagement die Brandfläche in einem 1,8-Grad-Szenario um 92 Prozent verringern und bei einem Temperaturanstieg um etwa 3,6 Grad immerhin um 72 Prozent verringern könnten. Die Autorinnen und Autoren weisen jedoch darauf hin, dass die Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit des Brandmanagements in einem deutlich wärmeren Klima möglicherweise zu optimistisch ausfallen.

"Wir sehen, dass die Brandbedingungen zunehmen, daher müssen wir mehr investieren", mahnte Senckenberg-Forscher und Studien-Co-Autor Thomas Hickler. Höhere Investitionen in das Waldbrandmanagement in Europa, etwa in die Ausbildung von Einsatzkräften, eine angemessene Ausrüstung und eine gute Koordination zwischen Forstwirtschaft, Naturschutz und Feuerwehr, könnten "einen erheblichen Unterschied" ausmachen.

"Sollten die Brände jedoch wirklich extreme Ausmaße annehmen, könnte unsere Fähigkeit, sie einzudämmen, an ihre Grenzen stoßen", warnte Hickler. Und noch sei unklar, "wann dieser Punkt erreicht ist". Die jüngsten Rekordbrände in Frankreich zeigten "deutlich, dass wir das nicht einfach aus den Erfahrungen der Vergangenheit ableiten können".

Die Studienautoren, die den prognostizierten Jahresdurchschnitt der Brandschäden in den Jahren 2070 bis 2100 mit Modellrechnungen zum Zeitraum 2000 bis 2030 verglichen, verwiesen auf Angaben des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (Effis), wonach seit Jahresbeginn bis zum 12. August EU-weit schon rund 550.000 Hektar Vegetation abbrannten. Dies sei etwa zweieinhalb Mal so viel wie der 20-jährige Durchschnitt zu diesem Zeitpunkt im Jahr.

Auch Deutschland und seine unmittelbare Nachbarschaft wurde von schweren Waldbränden heimgesucht, so in den vergangenen Tagen im an die Eifel grenzenden belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn.

"Die Brände in Frankreich, Spanien und Griechenland zeigen, wie schnell heiße, trockene und windige Wetterbedingungen die Feuerwehrkräfte und ihre Ressourcen an ihre Grenzen bringen können", erklärte PIK-Forscherin Kirsten Thonicke. "Mit dem Klimawandel könnten die Bedingungen so extrem werden, dass wir an die Grenzen dessen stoßen, was noch machbar ist, um Brände zu verhindern und zu bekämpfen, sobald diese Brände eine bestimmte Größe erreichen."

Der Studien-Autorin zufolge ist es daher "absolut unerlässlich, Emissionen zu reduzieren und zugleich das lokale Brandmanagement zu stärken".

U.Siddiqui--DT