Dubai Telegraph - Waldbrände in Südeuropa: Zehntausende vor Feuern auf der Flucht

EUR -
AED 4.213321
AFN 74.571701
ALL 90.861804
AMD 416.926657
ANG 2.054019
AOA 1052.03923
ARS 1735.478891
AUD 1.617686
AWG 2.065073
AZN 1.952068
BAM 1.945309
BBD 2.311345
BDT 141.297347
BGN 1.931349
BHD 0.43256
BIF 3436.051628
BMD 1.147263
BND 1.461313
BOB 12.618004
BRL 5.912074
BSD 1.147616
BTN 110.118754
BWP 15.564988
BYN 3.48499
BYR 22486.347882
BZD 2.308002
CAD 1.604625
CDF 2650.176934
CHF 0.946543
CLF 0.027736
CLP 1095.154294
CNY 7.693999
CNH 7.696876
COP 3595.245793
CRC 513.329304
CUC 1.147263
CUP 30.40246
CVE 110.137329
CZK 24.322484
DJF 203.891119
DKK 7.475299
DOP 67.51585
DZD 153.596535
EGP 59.880911
ERN 17.20894
ETB 184.651776
FJD 2.570728
FKP 0.851196
GBP 0.856948
GEL 2.988584
GGP 0.851196
GHS 13.199235
GIP 0.851196
GMD 84.897261
GNF 10070.098771
GTQ 8.76079
GYD 240.096173
HKD 8.999467
HNL 30.861969
HRK 7.536385
HTG 149.991727
HUF 365.266055
IDR 20338.672206
ILS 3.473339
IMP 0.851196
INR 110.289398
IQD 1503.487699
IRR 1576998.553227
ISK 139.793961
JEP 0.851196
JMD 181.103284
JOD 0.81341
JPY 178.880624
KES 148.639
KGS 100.328007
KHR 4649.855724
KMF 491.028502
KPW 1032.536747
KRW 1577.842381
KWD 0.354401
KYD 0.956338
KZT 510.27246
LAK 25681.473913
LBP 102737.369786
LKR 380.368617
LRD 200.36991
LSL 18.698163
LTL 3.387568
LVL 0.693967
LYD 7.279404
MAD 10.861149
MDL 20.008007
MGA 5025.010377
MKD 61.574251
MMK 2408.820842
MNT 4124.495422
MOP 9.272689
MRU 45.959716
MUR 54.254157
MVR 17.679448
MWK 1992.223355
MXN 19.774609
MYR 4.700564
MZN 73.314223
NAD 18.69523
NGN 1526.58248
NIO 42.081311
NOK 10.810428
NPR 176.196515
NZD 2.004954
OMR 0.441118
PAB 1.147586
PEN 3.852534
PGK 5.101017
PHP 72.07149
PKR 318.121805
PLN 4.36456
PYG 6790.378509
QAR 4.180626
RON 5.263756
RSD 117.360382
RUB 96.654381
RWF 1686.476091
SAR 4.294407
SBD 9.178689
SCR 15.884606
SDG 690.075525
SEK 11.303635
SGD 1.465479
SHP 0.856966
SLE 28.268254
SLL 24057.514762
SOS 655.859994
SRD 43.312039
STD 23746.020479
STN 24.838236
SVC 10.041799
SYP 14916.709228
SZL 18.803998
THB 38.29498
TJS 10.58467
TMT 4.015419
TND 3.355683
TOP 2.762333
TRY 55.843358
TTD 7.7808
TWD 36.570107
TZS 3034.513178
UAH 51.178686
UGX 4492.769844
USD 1.147263
UYU 46.170993
UZS 13531.962978
VES 969.958883
VND 29828.828822
VUV 135.557126
WST 3.139753
XAF 655.957
XAG 0.018147
XAU 0.000269
XCD 3.100535
XCG 2.068237
XDR 0.811174
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 271.499231
ZAR 18.786271
ZMK 10326.735622
ZMW 22.52144
ZWL 369.418104
SSP 6488.095514
MXV 2.242171
  • EUR/USD

    -0.0006

    1.1463

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    30.0000

    6266.5

    +0.48%

  • DAX

    135.4500

    25537.75

    +0.53%

  • MDAX

    140.9700

    31276.77

    +0.45%

  • TecDAX

    7.9000

    3984.52

    +0.2%

  • SDAX

    39.6500

    18166.95

    +0.22%

  • Goldpreis

    -64.1000

    4323.4

    -1.48%

Waldbrände in Südeuropa: Zehntausende vor Feuern auf der Flucht
Waldbrände in Südeuropa: Zehntausende vor Feuern auf der Flucht / Foto: Maximilien LAMY - AFP

Waldbrände in Südeuropa: Zehntausende vor Feuern auf der Flucht

Die Waldbrand-Situation in Südeuropa nimmt immer dramatischere Dimensionen an. In Frankreich und Spanien mussten rund 90.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, unter ihnen viele Urlauber. Während in Frankreich vor allem die Atlantikküste rund um Bordeaux betroffen war, wüteten in Spanien mehrere Feuer nahe der Hauptstadt Madrid und ein großes in der Provinz Guadalajara. Ministerpräsident Pedro Sánchez rief für zwei Regionen den "Notstand nationaler Tragweite" aus. Die EU schickte beiden Ländern Hilfe.

Textgröße:

In Frankreich sind die südwestlichen Departements Gironde und Landes am stärksten von den Feuern betroffen, wo nach Behördenangaben rund 70.000 Menschen in Sicherheit gebracht wurden. Der "größte" Waldbrand wütete nach den Worten von Innenminister Laurent Nuñez in der Nähe der Bucht von Arcachon westlich von Bordeaux.

Für die Halbinsel Cap-Ferret wurde eine vollständige Evakuierung angeordnet. Zehntausende Menschen verließen das Gebiet auf dem Landweg sowie über Boote, die die Menschen über die Bucht von Arcachon brachten. Aus ganz Frankreich wurden Einheiten zur Brandbekämpfung entsandt. Feuerwehrchef Marc Vermeulen berichtete, dass die Flammen zeitweise zwischen 800 und 1000 Hektar Wald pro Stunde vernichteten.

Betroffen waren auch Campingplätze und Feriendörfer und somit auch zahlreiche Touristen. Für Touristen und Einwohner wurden Notunterkünfte in Schulen und Turnhallen eingerichtet.

"Ich weiß nicht, wie es um mein Haus steht", sagte die 90-jährige Maria Lalanne aus Lège-Cap-Ferret, die in einer Turnhalle in der Ortschaft Andernos Zuflucht gefunden hatte. In der Eile habe sie ihre Brille und ihr Hörgerät zurücklassen müssen, berichtete sie einem Reporter der Nachrichtenagentur AFP.

Etwa hundert Kilometer weiter südlich brannten in der Nähe des Ortes Biscarrosse mehr als 2500 Hektar Fläche ab. Aus diesem Gebiet wurden 23.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Ein AFP-Journalist berichtete, dass dort nur noch Fahrzeuge der Feuerwehr auf einer Zufahrtsstraße unterwegs waren. Betroffen war auch die Stadt Partenis-en-Born. Ein Einsatz sei angelaufen, um die 8000 Bewohner in Sicherheit zu bringen, erklärten die Behörden am Freitag.

Hohe Temperaturen, starker Wind und die Trockenheit der Vegetation nach drei Hitzewellen befördern die Ausbreitung der Flächenbrände. Die Gegend an der Atlantikküste ist von Pinienwäldern geprägt, die derzeit knochentrocken sind.

Insgesamt gab es in Frankreich Innenminister Nuñez zufolge am Freitag 32 aktive Waldbrände unterschiedlicher Intensität. Seit Jahresbeginn brannten demnach 50.000 Hektar Fläche ab - etwa drei Mal so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Angesichts der Waldbrände entsandte die EU nach Angaben einer Kommissionssprecherin drei Flugzeuge und zwei Helikopter der EU-Rettungsflotte nach Frankreich. Präsident Emmanuel Macron hatte die EU zuvor um Hilfe gebeten.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach dem französischen Präsidenten seine Anteilnahme aus. "Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen sowie den Einsatzkräften", schrieb er auf Französisch im Onlinedienst X. "Wir sind bereit, Frankreich im Rahmen des EU-Mechanismus zu unterstützen", fügte er hinzu.

Zudem wurden den EU-Angaben zufolge vier Canadair-Flugzeuge nach Spanien geschickt. Madrid hatte die Flugzeuge über den Katastrophenschutzmechanismus der EU angefordert.

In dem Land kämpften die Einsatzkräfte gegen mehrere Waldbrände in der Region um Madrid. Hier waren bereits zuvor 19.000 Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen oder Fenster und Türen geschlossen zu halten. Später kamen noch einmal 7000 weitere Menschen westlich von Madrid hinzu.

Zwei der drei Feuer westlich der spanischen Hauptstadt schlossen sich nach Angaben der Regionalregierung am Freitag zu einem einzigen Großbrand zusammen. Das Flammenmeer dringe in Richtung Navas del Rey rund 50 Kilometer vom Stadtrand von Madrid entfernt vor. Die Flammen seien "außer Kontrolle". Weitere Dörfer würden evakuiert.

Ministerpräsident Sánchez bezeichnete die Waldbrand-Situation in Spanien und in den Nachbarländern als "dramatisch" und erklärte, die Regierung setze "alle verfügbaren" Mittel ein. Die Brände im Umland von Madrid seien die schlimmsten in der Geschichte der Region, erklärte Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso.

Wegen der Waldbrände rief die spanische Regierung am Donnerstagabend für zwei Regionen den "Notstand nationaler Tragweite" aus. Dieser gelte ab sofort für die Hauptstadtregion Madrid sowie in der nahegelegenen Provinz Ávila, teilte das Innenministerium mit. Durch die Ausrufung des Notstands kann der Staat mehr Mittel und Gelder im Kampf gegen die Flammen mobilisieren.

Unterdessen warnte ein Vertreter der Regionalregierung von Kastilien und León davor, dass zwei weitere Feuer miteinander verschmelzen könnten. Dabei handele es sich um einen 6000 Hektar umfassenden Brand in der Region Madrid und einen 9000 Hektar großen in Kastilien und León, erklärte er. "Das sind sehr schlechte Nachrichten".

Im Zusammenhang mit dem Feuer in Kastilien und León wurde am Freitag ein Mann festgenommen, der für den Brand verantwortlich sein soll. Er habe eine landwirtschaftliche Maschine in einem Gebiet eingesetzt, in dem das streng verboten gewesen sei, erklärte der Zivilschutz. Die Maschinen hätten Funken erzeugt, durch die der Brand vermutlich entzündet wurde.

"Der Rauch war unglaublich dicht", berichtete José Cobos, der mit seiner Frau und drei Hunden aus seinem Haus südwestlich von Madrid geflohen war, im Sender Antena 3. "Man konnte nicht atmen." Nun warte er ab, ob das Feuer sein Haus verschone.

Der größte aktive Brand wütete allerdings weiterhin in der Provinz Guadalajara, etwa 100 Kilometer nördlich von Madrid. Hier sind binnen einer Woche rund 32.000 Hektar Land verbrannt.

Daneben kämpften auch in Italien Einsatzkräfte gegen die Flammen. Betroffen waren vor allem die Mittelmeerinsel Sizilien und die Region Kalabrien. Allein auf Sizilien wüteten am Freitag dutzende Feuer.

Wissenschaftlern zufolge verstärkt der menschengemachte Klimawandel die Länge, Intensität und Häufigkeit extremer Hitze, die wiederum günstige Bedingungen für die Ausbreitung von Waldbränden schafft und die Löscharbeiten erschwert.

X.Wong--DT