Dubai Telegraph - Waldbrände in Südeuropa: Zehntausende vor Feuern auf der Flucht

EUR -
AED 4.176161
AFN 75.615328
ALL 93.661556
AMD 415.996244
AOA 1042.633417
ARS 1701.483142
AUD 1.627547
AWG 2.046608
AZN 1.937421
BAM 1.952965
BBD 2.289376
BDT 140.206456
BHD 0.428833
BIF 3388.272995
BMD 1.137004
BND 1.467244
BOB 12.622509
BRL 5.778375
BSD 1.13665
BTN 109.702293
BWP 15.700792
BYN 3.260281
BYR 22285.28547
BZD 2.286041
CAD 1.602983
CDF 2569.630267
CHF 0.930415
CLF 0.027369
CLP 1077.334822
CNY 7.699912
CNH 7.69918
COP 3668.374019
CRC 517.23773
CUC 1.137004
CUP 30.130616
CVE 110.715846
CZK 24.133718
DJF 202.068862
DKK 7.476435
DOP 66.192741
DZD 151.609249
EGP 58.385861
ERN 17.055065
ETB 183.461261
FJD 2.559743
FKP 0.854255
GBP 0.853225
GEL 2.984682
GGP 0.854255
GHS 13.218636
GIP 0.854255
GMD 84.138727
GNF 9972.785202
GTQ 8.671183
GYD 237.798503
HKD 8.9169
HNL 30.444401
HRK 7.534591
HTG 148.61164
HUF 361.40082
IDR 20380.803166
ILS 3.463714
IMP 0.854255
INR 109.57884
IQD 1489.018682
IRR 1563693.672596
ISK 143.012847
JEP 0.854255
JMD 180.288268
JOD 0.806181
JPY 186.257805
KES 147.174282
KGS 99.431468
KHR 4596.206214
KMF 492.323286
KRW 1660.413384
KWD 0.352563
KYD 0.9472
KZT 540.438292
LAK 25737.183479
LBP 101785.243471
LKR 381.975469
LRD 205.725911
LSL 19.197923
LTL 3.357279
LVL 0.687763
LYD 7.273569
MAD 10.644547
MDL 20.089305
MGA 5036.599553
MKD 61.481016
MMK 2387.960275
MNT 4087.209292
MOP 9.181129
MRU 45.365542
MUR 53.917177
MVR 17.567147
MWK 1970.886775
MXN 19.869453
MYR 4.651944
MZN 72.626198
NAD 19.198176
NGN 1554.069359
NIO 41.829275
NOK 10.897215
NPR 175.523098
NZD 1.963521
OMR 0.437173
PAB 1.13663
PEN 3.868184
PGK 5.084752
PHP 70.15738
PKR 315.732937
PLN 4.31649
PYG 6872.053757
QAR 4.132274
RON 5.232044
RSD 117.446909
RUB 88.287233
RWF 1674.824393
SAR 4.277031
SBD 9.188252
SCR 15.191218
SDG 682.775298
SEK 11.046457
SGD 1.467396
SLE 27.600824
SOS 649.545601
SRD 42.970242
STD 23533.694664
STN 24.464162
SVC 9.945824
SZL 19.195626
THB 38.283356
TJS 10.485301
TMT 3.979515
TND 3.369109
TRY 53.831248
TTD 7.722687
TWD 36.764017
TZS 3004.531792
UAH 50.940791
UGX 4284.779597
USD 1.137004
UYU 45.645741
UZS 13755.848554
VES 842.806079
VND 29933.913805
VUV 134.719604
WST 3.12188
XAF 654.988842
XAG 0.019415
XAU 0.00028
XCD 3.072812
XCG 2.048526
XDR 0.815147
XOF 655.023357
XPF 119.331742
YER 270.724819
ZAR 19.121463
ZMK 10234.407727
ZMW 21.056062
ZWL 366.11494
  • Goldpreis

    6.6000

    4056.8

    +0.16%

  • TecDAX

    68.5200

    3769.97

    +1.82%

  • DAX

    335.8800

    25099

    +1.34%

  • SDAX

    130.6600

    18229.28

    +0.72%

  • Euro STOXX 50

    70.7700

    6280.94

    +1.13%

  • MDAX

    291.8100

    31965.53

    +0.91%

  • EUR/USD

    -0.0011

    1.1371

    -0.1%

Waldbrände in Südeuropa: Zehntausende vor Feuern auf der Flucht
Waldbrände in Südeuropa: Zehntausende vor Feuern auf der Flucht / Foto: Maximilien LAMY - AFP

Waldbrände in Südeuropa: Zehntausende vor Feuern auf der Flucht

Die Waldbrand-Situation in Südeuropa nimmt immer dramatischere Dimensionen an. In Frankreich und Spanien mussten rund 90.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, unter ihnen viele Urlauber. Während in Frankreich vor allem die Atlantikküste rund um Bordeaux betroffen war, wüteten in Spanien mehrere Feuer nahe der Hauptstadt Madrid und ein großes in der Provinz Guadalajara. Ministerpräsident Pedro Sánchez rief für zwei Regionen den "Notstand nationaler Tragweite" aus. Die EU schickte beiden Ländern Hilfe.

Textgröße:

In Frankreich sind die südwestlichen Departements Gironde und Landes am stärksten von den Feuern betroffen, wo nach Behördenangaben rund 70.000 Menschen in Sicherheit gebracht wurden. Der "größte" Waldbrand wütete nach den Worten von Innenminister Laurent Nuñez in der Nähe der Bucht von Arcachon westlich von Bordeaux.

Für die Halbinsel Cap-Ferret wurde eine vollständige Evakuierung angeordnet. Zehntausende Menschen verließen das Gebiet auf dem Landweg sowie über Boote, die die Menschen über die Bucht von Arcachon brachten. Aus ganz Frankreich wurden Einheiten zur Brandbekämpfung entsandt. Feuerwehrchef Marc Vermeulen berichtete, dass die Flammen zeitweise zwischen 800 und 1000 Hektar Wald pro Stunde vernichteten.

Betroffen waren auch Campingplätze und Feriendörfer und somit auch zahlreiche Touristen. Für Touristen und Einwohner wurden Notunterkünfte in Schulen und Turnhallen eingerichtet.

"Ich weiß nicht, wie es um mein Haus steht", sagte die 90-jährige Maria Lalanne aus Lège-Cap-Ferret, die in einer Turnhalle in der Ortschaft Andernos Zuflucht gefunden hatte. In der Eile habe sie ihre Brille und ihr Hörgerät zurücklassen müssen, berichtete sie einem Reporter der Nachrichtenagentur AFP.

Etwa hundert Kilometer weiter südlich brannten in der Nähe des Ortes Biscarrosse mehr als 2500 Hektar Fläche ab. Aus diesem Gebiet wurden 23.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Ein AFP-Journalist berichtete, dass dort nur noch Fahrzeuge der Feuerwehr auf einer Zufahrtsstraße unterwegs waren. Betroffen war auch die Stadt Partenis-en-Born. Ein Einsatz sei angelaufen, um die 8000 Bewohner in Sicherheit zu bringen, erklärten die Behörden am Freitag.

Hohe Temperaturen, starker Wind und die Trockenheit der Vegetation nach drei Hitzewellen befördern die Ausbreitung der Flächenbrände. Die Gegend an der Atlantikküste ist von Pinienwäldern geprägt, die derzeit knochentrocken sind.

Insgesamt gab es in Frankreich Innenminister Nuñez zufolge am Freitag 32 aktive Waldbrände unterschiedlicher Intensität. Seit Jahresbeginn brannten demnach 50.000 Hektar Fläche ab - etwa drei Mal so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Angesichts der Waldbrände entsandte die EU nach Angaben einer Kommissionssprecherin drei Flugzeuge und zwei Helikopter der EU-Rettungsflotte nach Frankreich. Präsident Emmanuel Macron hatte die EU zuvor um Hilfe gebeten.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach dem französischen Präsidenten seine Anteilnahme aus. "Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen sowie den Einsatzkräften", schrieb er auf Französisch im Onlinedienst X. "Wir sind bereit, Frankreich im Rahmen des EU-Mechanismus zu unterstützen", fügte er hinzu.

Zudem wurden den EU-Angaben zufolge vier Canadair-Flugzeuge nach Spanien geschickt. Madrid hatte die Flugzeuge über den Katastrophenschutzmechanismus der EU angefordert.

In dem Land kämpften die Einsatzkräfte gegen mehrere Waldbrände in der Region um Madrid. Hier waren bereits zuvor 19.000 Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen oder Fenster und Türen geschlossen zu halten. Später kamen noch einmal 7000 weitere Menschen westlich von Madrid hinzu.

Zwei der drei Feuer westlich der spanischen Hauptstadt schlossen sich nach Angaben der Regionalregierung am Freitag zu einem einzigen Großbrand zusammen. Das Flammenmeer dringe in Richtung Navas del Rey rund 50 Kilometer vom Stadtrand von Madrid entfernt vor. Die Flammen seien "außer Kontrolle". Weitere Dörfer würden evakuiert.

Ministerpräsident Sánchez bezeichnete die Waldbrand-Situation in Spanien und in den Nachbarländern als "dramatisch" und erklärte, die Regierung setze "alle verfügbaren" Mittel ein. Die Brände im Umland von Madrid seien die schlimmsten in der Geschichte der Region, erklärte Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso.

Wegen der Waldbrände rief die spanische Regierung am Donnerstagabend für zwei Regionen den "Notstand nationaler Tragweite" aus. Dieser gelte ab sofort für die Hauptstadtregion Madrid sowie in der nahegelegenen Provinz Ávila, teilte das Innenministerium mit. Durch die Ausrufung des Notstands kann der Staat mehr Mittel und Gelder im Kampf gegen die Flammen mobilisieren.

Unterdessen warnte ein Vertreter der Regionalregierung von Kastilien und León davor, dass zwei weitere Feuer miteinander verschmelzen könnten. Dabei handele es sich um einen 6000 Hektar umfassenden Brand in der Region Madrid und einen 9000 Hektar großen in Kastilien und León, erklärte er. "Das sind sehr schlechte Nachrichten".

Im Zusammenhang mit dem Feuer in Kastilien und León wurde am Freitag ein Mann festgenommen, der für den Brand verantwortlich sein soll. Er habe eine landwirtschaftliche Maschine in einem Gebiet eingesetzt, in dem das streng verboten gewesen sei, erklärte der Zivilschutz. Die Maschinen hätten Funken erzeugt, durch die der Brand vermutlich entzündet wurde.

"Der Rauch war unglaublich dicht", berichtete José Cobos, der mit seiner Frau und drei Hunden aus seinem Haus südwestlich von Madrid geflohen war, im Sender Antena 3. "Man konnte nicht atmen." Nun warte er ab, ob das Feuer sein Haus verschone.

Der größte aktive Brand wütete allerdings weiterhin in der Provinz Guadalajara, etwa 100 Kilometer nördlich von Madrid. Hier sind binnen einer Woche rund 32.000 Hektar Land verbrannt.

Daneben kämpften auch in Italien Einsatzkräfte gegen die Flammen. Betroffen waren vor allem die Mittelmeerinsel Sizilien und die Region Kalabrien. Allein auf Sizilien wüteten am Freitag dutzende Feuer.

Wissenschaftlern zufolge verstärkt der menschengemachte Klimawandel die Länge, Intensität und Häufigkeit extremer Hitze, die wiederum günstige Bedingungen für die Ausbreitung von Waldbränden schafft und die Löscharbeiten erschwert.

X.Wong--DT