Dubai Telegraph - Ozean-Konferenz in Nizza: Weltmeere sollen "nicht zum Wilden Westen werden"

EUR -
AED 4.211623
AFN 72.819805
ALL 93.636171
AMD 422.263103
ANG 2.053234
AOA 1052.192535
ARS 1647.65034
AUD 1.633165
AWG 2.06424
AZN 1.94858
BAM 1.932561
BBD 2.310912
BDT 140.847569
BGN 1.939102
BHD 0.432463
BIF 3430.0788
BMD 1.1468
BND 1.469925
BOB 7.957315
BRL 5.83813
BSD 1.147403
BTN 108.44201
BWP 15.37413
BYN 3.176602
BYR 22477.28
BZD 2.307651
CAD 1.621174
CDF 2660.576139
CHF 0.922721
CLF 0.025809
CLP 1015.78942
CNY 7.749444
CNH 7.771026
COP 3939.258
CRC 522.61567
CUC 1.1468
CUP 30.3902
CVE 109.347469
CZK 23.855791
DJF 203.809143
DKK 7.380966
DOP 67.202415
DZD 152.385607
EGP 57.234721
ERN 17.202
ETB 181.624475
FJD 2.561608
FKP 0.856046
GBP 0.867437
GEL 3.033285
GGP 0.856046
GHS 12.956202
GIP 0.856046
GMD 83.716038
GNF 10066.035871
GTQ 8.745909
GYD 240.013889
HKD 8.9884
HNL 30.616346
HRK 7.533559
HTG 149.848112
HUF 344.785009
IDR 20354.09448
ILS 3.376626
IMP 0.856046
INR 108.154132
IQD 1502.308
IRR 1576849.999934
ISK 142.58168
JEP 0.856046
JMD 181.467891
JOD 0.813103
JPY 183.789607
KES 148.53374
KGS 100.287387
KHR 4601.527047
KMF 487.389784
KPW 1032.120401
KRW 1733.806779
KWD 0.353327
KYD 0.956202
KZT 559.546703
LAK 25264.003775
LBP 102695.940062
LKR 384.391139
LRD 208.889425
LSL 18.572263
LTL 3.386203
LVL 0.693688
LYD 7.310873
MAD 10.602186
MDL 20.022237
MGA 4816.559941
MKD 60.879756
MMK 2408.217833
MNT 4104.835454
MOP 9.257481
MRU 45.963796
MUR 54.04896
MVR 17.729808
MWK 1990.845095
MXN 19.90667
MYR 4.661518
MZN 73.282934
NAD 18.580358
NGN 1558.638416
NIO 41.984462
NOK 11.159683
NPR 173.506117
NZD 1.991525
OMR 0.440942
PAB 1.147403
PEN 3.913467
PGK 5.031872
PHP 69.235767
PKR 319.152361
PLN 4.183148
PYG 7001.804944
QAR 4.174928
RON 5.168669
RSD 115.908285
RUB 83.683769
RWF 1706.4384
SAR 4.302672
SBD 9.244841
SCR 16.187223
SDG 688.652624
SEK 10.984337
SGD 1.470232
SHP 0.856202
SLE 28.383634
SLL 24047.826802
SOS 655.404832
SRD 42.812368
STD 23736.44462
STN 24.54152
SVC 10.039367
SYP 126.75821
SZL 18.574582
THB 37.310566
TJS 10.636301
TMT 4.025268
TND 3.339195
TOP 2.76122
TRY 53.261028
TTD 7.794276
TWD 36.19129
TZS 3010.353406
UAH 51.386834
UGX 4244.955411
USD 1.1468
UYU 46.323376
UZS 13767.333837
VES 683.53454
VND 30190.6568
VUV 136.456472
WST 3.141947
XAF 648.162993
XAG 0.017416
XAU 0.000271
XCD 3.099285
XCG 2.067916
XDR 0.807
XOF 647.942205
XPF 119.331742
YER 273.655179
ZAR 18.84345
ZMK 10322.575319
ZMW 20.280136
ZWL 369.269132
  • DAX

    92.1300

    25026.8

    +0.37%

  • Euro STOXX 50

    23.2000

    6323.27

    +0.37%

  • TecDAX

    -0.9500

    3947.43

    -0.02%

  • Goldpreis

    -153.5000

    4227.9

    -3.63%

  • SDAX

    -101.6400

    18373.62

    -0.55%

  • MDAX

    -190.2700

    32665.55

    -0.58%

  • EUR/USD

    -0.0040

    1.1467

    -0.35%

Ozean-Konferenz in Nizza: Weltmeere sollen "nicht zum Wilden Westen werden"
Ozean-Konferenz in Nizza: Weltmeere sollen "nicht zum Wilden Westen werden" / Foto: Valery HACHE - AFP/Archiv

Ozean-Konferenz in Nizza: Weltmeere sollen "nicht zum Wilden Westen werden"

Mit einem dringenden Appell von UN-Generalsekretär António Guterres, die Weltmeere nicht zum "Wilden Westen" verkommen zu lassen, hat die internationale Ozeankonferenz in Nizza begonnen. Sie wird überschattet von der Entscheidung von US-Präsidenten Donald Trump, Tiefsee-Bergbau in internationalen Gewässern voranzutreiben. Gut 30 Staaten forderten zum Auftakt der Konferenz am Montag, "zumindest eine vorsorgliche Pause" bei dieser Art der Meeresausbeutung durchzusetzen.

Textgröße:

"Die Meeresböden dürfen nicht zum Wilden Westen werden", warnte Guterres. "Die Mineralien, die sich auf dem Meeresboden außerhalb der nationalen Gewässer befinden, sind gemeinsames Erbe der Menschheit", hieß es zudem in einer Erklärung von 33 Staaten, die auch Deutschland unterzeichnete. Der Abbau von Mineralien drohe, die Artenvielfalt zu zerstören, klimaschädliches CO2 freizusetzen und Schwermetalle in die Nahrungskette zu bringen. Deshalb müsse "zumindest eine vorsorgliche Pause" beim Tiefsee-Bergbau eingelegt werden.

Während Frankreich für ein komplettes Verbot des Tiefsee-Bergbaus eintritt, fordert Deutschland lediglich eine vorsorgliche Pause. "Der Druck zur Rohstoffnutzung in der internationalen Tiefsee wächst. Deshalb müssen in den kommenden Jahren strenge Umweltstandards als Teil des 'Mining Code' (Abbaugesetz) verhandelt werden", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider in seiner Auftaktrede auf dem deutschen Forschungsschiff Meteor in Nizza.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilte zum Auftakt der UN-Konferenz Seitenhiebe an die USA aus: "Der Meeresgrund steht nicht zum Verkauf, genau so wenig wie Grönland zu haben ist", sagte er mit Blick auf Trumps Ansprüche auf die Insel. "Die erste Antwort heißt: Multilateralität."

Macron stellte zum Auftakt der UN-Ozeankonferenz zudem die Ratifizierung des 2023 beschlossenen Hochseeabkommens bis Ende des Jahres in Aussicht. Etwa 15 weitere Länder hätten sich kurz vor Beginn der Konferenz verpflichtet, das Abkommen zu ratifizieren. Damit werde die Schwelle von 60 Ländern erreicht, so dass die Vereinbarung in Kraft treten könne. Sie ermöglicht unter anderem, Schutzgebiete in internationalen Gewässern auszuweisen, die bislang weitgehend rechtsfreier Raum waren.

Ob Deutschland das Hochseeabkommen bis zum Ende des Jahres ratifiziert, ist unklar - dazu müssen noch zwei Gesetze verabschiedet werden. Ziel sei es aber, bei der ersten Vertragsstaatenkonferenz im August 2026 in New York dabei zu sein, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums.

Zur Eröffnung der UN-Konferenz waren mehr als 60 Staats- und Regierungschefs nach Nizza gekommen, unter ihnen der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der chinesische Vizepräsident Han Zheng und der argentinische Präsident Javier Milei. Die USA entsandten nach langem Zögern den Chef der Umwelt-Taskforce im Weißen Haus, Edward Russo. Es ist das erste Mal, dass so viele Politiker und Wissenschaftler zusammenkommen, um den Meeresschutz zu verbessern.

Bundesumweltminister Schneider will in Nizza mehrere Initiativen der Bundesregierung vorstellen. Dazu zählt etwa ein Meeresnaturschutzfonds, der mit Mitteln der Offshore-Windindustrie und 400 Millionen Euro der Bundesregierung finanziert wird. Zudem will Deutschland weiterhin Altmunition aus den Weltkriegen aus der Nord- und Ostsee bergen. Gemeinsam mit Partnerländern des sogenannten globalen Südens will Deutschland das Ausweisen von Schutzgebieten auf der Hohen See vorbereiten.

Auf der UN-Konferenz geht es außerdem darum, die im August anstehende Verhandlungsrunde für ein Plastikabkommen vorzubereiten. "Was wir Menschen den Meeren zurückgeben, ist viel zu oft nur unser Plastikmüll. Das muss sich ändern", betonte Schneider. Es sei gut, dass der Ozean mit der UN-Konferenz "endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient".

Frankreich und Großbritannien kündigten beide Einschränkungen der Schleppnetzfischerei an, allerdings in ungleichem Ausmaß. Während Großbritannien die Schutzgebiete, in denen diese umweltschädliche Art von Fischerei verboten ist, von derzeit 18.000 Quadratkilometer auf 48.000 Quadratkilometer ausweitet, will Frankreich seine Schutzgebiete nur auf 15.000 Quadratkilometer erweitern. Dies entspricht vier Prozent der französischen Gewässer. Umweltschützer bezeichneten dies als unzureichend.

W.Darwish--DT