Dubai Telegraph - Expertenrat: CO2-Gesamtemissionen bis 2030 im Plan - danach wird es schwierig

EUR -
AED 4.237331
AFN 76.151007
ALL 93.462127
AMD 420.754593
AOA 1059.187888
ARS 1712.70607
AUD 1.638048
AWG 2.076839
AZN 1.962396
BAM 1.956054
BBD 2.316901
BDT 142.048431
BHD 0.433756
BIF 3413.642921
BMD 1.1538
BND 1.476392
BOB 13.659772
BRL 5.855074
BSD 1.150349
BTN 109.664229
BWP 15.685035
BYN 3.346334
BYR 22614.474231
BZD 2.3136
CAD 1.616906
CDF 2624.894149
CHF 0.931307
CLF 0.026984
CLP 1065.475772
CNY 7.789653
CNH 7.787
COP 3617.485141
CRC 522.46779
CUC 1.1538
CUP 30.575692
CVE 110.279309
CZK 24.220334
DJF 204.846579
DKK 7.474632
DOP 66.738659
DZD 153.321894
EGP 58.830173
ERN 17.306996
ETB 183.826151
FJD 2.554455
FKP 0.855967
GBP 0.855479
GEL 3.017216
GGP 0.855967
GHS 13.447745
GIP 0.855967
GMD 84.833943
GNF 10098.310257
GTQ 8.777139
GYD 240.631222
HKD 9.048616
HNL 30.822999
HRK 7.531078
HTG 150.409516
HUF 363.809187
IDR 20806.470092
ILS 3.534031
IMP 0.855967
INR 110.075319
IQD 1506.995533
IRR 1586618.820668
ISK 141.998487
JEP 0.855967
JMD 182.113629
JOD 0.81806
JPY 182.006711
KES 148.954515
KGS 100.899857
KHR 4654.603935
KMF 492.672509
KRW 1653.429631
KWD 0.356686
KYD 0.958624
KZT 545.090726
LAK 26051.38017
LBP 103016.666425
LKR 386.170106
LRD 207.636941
LSL 19.027169
LTL 3.40687
LVL 0.697922
LYD 7.359955
MAD 10.746094
MDL 20.102608
MGA 4919.638324
MKD 61.532984
MMK 2422.467912
MNT 4147.377299
MOP 9.293106
MRU 46.231999
MUR 54.240444
MVR 17.83779
MWK 1994.658807
MXN 19.96891
MYR 4.709756
MZN 73.739442
NAD 19.027169
NGN 1569.755768
NIO 42.335493
NOK 10.943387
NPR 175.462766
NZD 1.956308
OMR 0.443698
PAB 1.150349
PEN 3.898506
PGK 5.150668
PHP 70.681927
PKR 319.477252
PLN 4.306453
PYG 6858.889942
QAR 4.205146
RON 5.247022
RSD 117.405233
RUB 91.498787
RWF 1688.719112
SAR 4.320894
SBD 9.323976
SCR 15.585022
SDG 692.279722
SEK 10.968711
SGD 1.478104
SLE 28.499921
SOS 657.385296
SRD 43.592286
STD 23881.324395
STN 24.503179
SVC 10.065306
SZL 19.024468
THB 38.467738
TJS 10.617578
TMT 4.049837
TND 3.381739
TRY 54.853367
TTD 7.811013
TWD 37.277308
TZS 3047.804584
UAH 51.343062
UGX 4319.560463
USD 1.1538
UYU 46.286006
UZS 13769.786631
VES 860.384288
VND 30345.509158
VUV 136.944309
WST 3.155055
XAF 656.042122
XAG 0.019811
XAU 0.000283
XCD 3.118201
XCG 2.073169
XDR 0.815906
XOF 656.042122
XPF 119.331742
YER 274.952077
ZAR 18.997987
ZMK 10385.586247
ZMW 21.608804
ZWL 371.523034
  • EUR/USD

    0.0010

    1.1537

    +0.09%

  • Goldpreis

    3.2000

    4110.2

    +0.08%

  • Euro STOXX 50

    13.6100

    6358.01

    +0.21%

  • SDAX

    -159.5100

    18302.79

    -0.87%

  • TecDAX

    -1.7600

    3827.49

    -0.05%

  • DAX

    17.2400

    25629.24

    +0.07%

  • MDAX

    -236.1800

    31980.52

    -0.74%

Expertenrat: CO2-Gesamtemissionen bis 2030 im Plan - danach wird es schwierig
Expertenrat: CO2-Gesamtemissionen bis 2030 im Plan - danach wird es schwierig / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Expertenrat: CO2-Gesamtemissionen bis 2030 im Plan - danach wird es schwierig

Der Expertenrat für Klimafragen zeichnet ein durchwachsenes Bild hinsichtlich der Senkung der Emissionen auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität. Dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Prüfbericht des Gremiums zufolge kann das Ziel für die deutschen Gesamtemissionen im Jahrzehnt von 2021 bis 2030 aus heutiger Sicht wohl eingehalten werden. Für die Zeit danach sagt das Gremium jedoch eine deutliche Zielverfehlung voraus. Nicht erreicht werden dürfte auch die Senkung der Jahresemissionen um 65 Prozent bis 2030.

Textgröße:

Der Expertenrat prüft in seiner Analyse die vom Umweltbundesamt (UBA) vorgelegten Emissionsdaten für 2024 und die Projektionsdaten für 2025. Demnach wurden die Klimaziele im vergangenen Jahr insgesamt eingehalten. Das Emissionsbudget für den Zeitraum von 2021 bis 2030 würde laut den UBA-Zahlen um 81 Megatonnen CO2-Äquivalente unterschritten. Der Expertenrat geht hier hingegen eher von einer Punktlandung aus.

Eher skeptisch äußerte sich der Expertenrat zu den klimapolitischen Zielen der neuen Bundesregierung. "Es ist kein starker klimapolitischer Impuls, der vom Koalitionsvertrag ausgeht", sagte der Ratsvorsitzende Hans-Martin Henning. Zudem seien viele Ankündigungen "sehr vage", warnte die stellvertretende Vorsitzende Brigitte Knopf.

Die Expertinnen und Experten weisen außerdem darauf hin, dass die Erreichung des Budgetziels nur aufgrund einer Reihe von Sonderfaktoren zustandekommt. Genannt werden vor allem die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den ersten Jahren des Jahrzehnts sowie die weiterhin schwache Konjunktur.

Ohne diese Effekte "wäre bis Ende 2030 mit hoher Wahrscheinlichkeit eine deutliche Budgetüberschreitung zu erwarten gewesen", mahnte Henning. Konkret wurden die Emissionsvorgaben für das Jahrzehnt in der Summe nur wegen günstiger Werte in den zurückliegenden Jahren unterschritten.

Zudem habe sich die bereits in den Vorjahren festgestellte Zielverfehlung in den Bereichen Verkehr und Gebäuden 2024 sogar noch ausgeweitet, hieß es. Dies bedeutet damit auch einen Verstoß gegen EU-Vorgaben im Rahmen der sogenannten Lastenteilung.

"Für die Jahre nach 2030 zeigen die Projektionsdaten eine deutliche und im Zeitverlauf zunehmende Zielverfehlung", teilte der Expertenrat mit Blick auf das Emissionsbudget weiter mit. Dies liege auch daran, dass der Sektor Land- und Forstwirtschaft entgegen früheren Erwartungen von einer CO2-Senke allmählich zu einer Emissionsquelle werde.

Für die Jahresemissionen im Jahr 2030 erwartet der Expertenrat ein Minus von 63 Prozent im Vergleich zu 1990 statt der eigentlich vorgegebenen 65 Prozent. Für das Jahr 2045 verbleiben den Prognosen zufolge noch Emissionen von 245 Megatonnen CO2. Eigentlich sollte der Wert dann bei Null liegen. Allein dies sei "ein Anlass, ins Handeln zu kommen", sagte Ratsmitglied Marc Oliver Bettzüge.

Im vergangenen Jahr hatte der Expertenrat in seinem Prüfbericht noch eine Überschreitung des Budgets bereits bis 2030 insgesamt angenommen. Wäre dies erneut der Fall gewesen, hätte dies die Bundesregierung laut Klimaschutzgesetz zu einem umgehenden Nachsteuern verpflichtet.

Unabhängig davon muss die Bundesregierung spätestens ein Jahr nach Beginn der neuen Legislaturperiode ein neues Klimaschutzprogramm vorlegen. Dazu müssen die zuständigen Ressorts innerhalb eines halben Jahres Vorschläge machen. Der Expertenrat forderte die Regierung auf, in dem Programm die festgestellten Problembereiche "gezielt zu adressieren".

"Der Expertenrat für Klimafragen bekräftigt mit seinem aktuellen Prüfbericht, dass der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD beim Klimaschutz eine völlige Nullnummer ist", erklärte die Grünen-Klimaexpertin Lisa Badum. Wichtig sei jetzt, "auch im Verkehr und beim Heizen schnell auf erneuerbaren Strom umzustellen".

"Deutschland steuert auf eine deutliche Zielverfehlung beim Klimaschutz zu – mit gefährlichen Folgen für Mensch, Wirtschaft und Sicherheit", warnte die Geschäftsführerin der Klima-Allianz, Stefanie Langkamp. Vor hohen EU-Strafzahlungen wegen des Verfehlens der Emissionsvorgaben für Gebäude und Verkehr warnte Oldag Caspar von Germanwatch.

Deutschland müsse "jetzt den Mut zu echter Klimapolitik" aufbringen, forderte der Deutsche Naturschutzring. Fridays for Future warnte die Regierung vor dem massiven Ausbau "dreckiger Gaskraftwerke". "Die im Koalitionsvertrag skizzierten Maßnahmen reichen nicht aus, Deutschland auf Klimakurs zu bringen", kritisierte der WWF.

H.El-Din--DT