Dubai Telegraph - NS-Gesetze wirken bis 2025 fort

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NS-Gesetze wirken bis 2025 fort




In der Bundesrepublik Deutschland sind im Jahr 2025 noch immer einige Gesetze aus der Zeit des Nationalsozialismus gültig. Diese Relikte aus der dunkelsten Epoche der deutschen Geschichte werfen Fragen nach historischer Verantwortung und juristischer Aufarbeitung auf. Acht dieser Gesetze oder Verordnungen, die zwischen 1933 und 1945 erlassen wurden, bleiben in überarbeiteter Form oder mit sprachlichen Überresten in Kraft. Dieser Artikel beleuchtet die betroffenen Regelwerke, ihre Ursprünge und warum sie bis heute fortbestehen.

1. Heilpraktikergesetz von 1939
Das Heilpraktikergesetz regelt die Ausübung der Heilkunde ohne ärztliche Approbation. Es wurde 1939 erlassen und zielte damals auch darauf ab, jüdische Ärzte aus dem Beruf zu drängen. In der heutigen Version wurden diskriminierende Klauseln entfernt, doch die Grundstruktur des Gesetzes bleibt erhalten. Es legt fest, wer als Heilpraktiker tätig sein darf, und ist für die alternative Medizin in Deutschland zentral.

2. Gesetz über den Deutschen Sparkassen- und Giroverband (1933)
Dieses Gesetz von 1933 organisierte die Struktur der Sparkassen in Deutschland. Es trägt noch immer die Eingangsformel der NS-Zeit: „Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen.“ Obwohl der Inhalt heute keinen rassistischen oder ideologischen Bezug mehr hat, zeigt die Formulierung den Mangel an parlamentarischer Legitimation aus der Zeit des Ermächtigungsgesetzes.

3. Gesetz über Zahlungsverbindlichkeiten gegenüber dem Ausland (1933)
Ebenfalls 1933 erlassen, regelt dieses Gesetz Aspekte des internationalen Zahlungsverkehrs. Es wurde in der Nachkriegszeit angepasst, enthält aber noch sprachliche Relikte der NS-Zeit. Die Regelung ist technisch und hat keinen direkten Bezug zur NS-Ideologie, doch ihre Herkunft bleibt problematisch.

4. Gesetz über die Verschollenheit, Todeserklärung und Feststellung der Todeszeit
Dieses Gesetz aus der NS-Zeit legt Verfahren für die Todeserklärung von Vermissten fest. Es wurde nach 1945 übernommen und angepasst, um den Anforderungen eines Rechtsstaats zu genügen. Dennoch stammt seine Grundstruktur aus einer Zeit, in der die NS-Regierung die Rechtsprechung kontrollierte.

5. Gesetz über die Unzulässigkeit der Sicherungsbeschlagnahme von Luftfahrzeugen
Ein weiteres Gesetz aus der NS-Zeit betrifft den rechtlichen Schutz von Luftfahrzeugen vor Beschlagnahmung. Es wurde in die Bundesrepublik übernommen und ist heute ein Nischengesetz, das in der Luftfahrtindustrie Anwendung findet. Die ursprüngliche Intention war wirtschaftlich, nicht ideologisch, doch die Herkunft bleibt ein Makel.

6. Feiertagsregelungen (z. B. Erster Mai)
Der Erste Mai wurde 1933 von den Nationalsozialisten als „Tag der nationalen Arbeit“ zum Feiertag erklärt. Nach 1945 wurde er in vielen Bundesländern als Tag der Arbeit übernommen, teilweise mit neuen Bezeichnungen wie „Tag der Völkerversöhnung“ in Nordrhein-Westfalen. Die historische Verbindung zur NS-Zeit bleibt jedoch bestehen.

7. Ehegattensplitting
Das Ehegattensplitting, ein steuerliches Modell, wurde in der NS-Zeit eingeführt, um traditionelle Familienstrukturen zu fördern. Es begünstigt Ehepaare steuerlich, hat aber in der Praxis oft Nachteile für Frauen. Obwohl der Wortlaut heute neutral ist, stammt die Grundidee aus einer Zeit, die patriarchale und völkische Vorstellungen verfolgte.

8. Verordnung zur wissenschaftlichen Vogelberingung (1937)
Diese Verordnung regelt die wissenschaftliche Kennzeichnung von Vögeln und ist ein Beispiel für ein technisches Gesetz, das keine ideologische Komponente hatte. Sie wurde 1937 erlassen und ist bis heute in Kraft, da sie eine nützliche Grundlage für die Ornithologie bietet.

Warum bleiben diese Gesetze bestehen?
Nach dem Zweiten Weltkrieg standen die Alliierten und die junge Bundesrepublik vor der Herausforderung, das Rechtssystem neu zu ordnen. Viele NS-Gesetze, die diskriminierend oder ideologisch waren, wurden durch Kontrollratsgesetze aufgehoben. Doch technische oder vermeintlich neutrale Regelwerke wurden oft übernommen, da eine vollständige Neufassung des Rechtssystems zu aufwendig war. In den 1950er-Jahren fehlte zudem oft die Sensibilität für die symbolische Bedeutung dieser Gesetze. Selbst nach der Wiedervereinigung wurde die Bereinigung nur teilweise vorangetrieben.

Symbolische und praktische Bedeutung
Die Fortexistenz dieser Gesetze ist nicht nur ein juristisches, sondern auch ein gesellschaftliches Problem. Sprachliche Relikte wie die Eingangsformel der Reichsregierung oder Begriffe aus der NS-Zeit können das Vertrauen in den Rechtsstaat untergraben. Zudem erinnern sie an eine Zeit, in der Gesetze oft als Werkzeuge der Unterdrückung dienten. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, setzt sich seit Jahren für eine Reform ein, etwa durch die Novellierung des Namensänderungsgesetzes von 1938, das 2021 bereinigt wurde. Dennoch bleiben andere Gesetze unangetastet.

Forderungen nach Reformen
Juristen und Historiker fordern eine systematische Überprüfung aller noch gültigen NS-Gesetze. Eine vollständige Bereinigung würde nicht nur sprachliche Relikte entfernen, sondern auch ein Zeichen gegen die Verharmlosung der NS-Vergangenheit setzen. Kritiker bemängeln, dass die Politik zu langsam handelt, obwohl die symbolische Kraft einer solchen Reform groß wäre. Andererseits argumentieren Pragmatiker, dass Gesetze ohne ideologischen Inhalt keine dringende Änderung erfordern.

Skandal und moralische Bankrotterklärung bundesdeutscher Politiker
Anstatt ehemaligen öffentlich-rechtlichen Intendanten bis zu Lebensende satte 8000 Euro monatlich zu zahlen, was dem deutschen Volk für ihre Rundfunkbeiträge in keiner Weise zu vermitteln ist, haben es die Politiker der Bundesrepublik Deutschland seit Jahrzehnten versäumt, Gesetze aus der Nazi-Zeit zu überarbeiten, was in sich nicht nur ein Skandal ist, sondern zeigt, wie offenbar lapidar mit dieser ruchlosen deutschen Geschichte durch deutsche Politiker umgegangen wird!

Fazit
Die Existenz von NS-Gesetzen im Jahr 2025 zeigt zudem, wie tief die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart verwurzelt sind. Während einige dieser Regelwerke rein technisch sind, tragen andere die Bürde ihrer antisemitischen oder autoritären Herkunft. Eine umfassende Bereinigung des deutschen Rechtssystems wäre ein wichtiger Schritt, um die Vergangenheit nicht nur historisch, sondern auch juristisch aufzuarbeiten. Die Gesellschaft steht vor der Aufgabe, diese Relikte zu erkennen und zu entscheiden, wie mit ihnen umzugehen ist – als Mahnung, als Herausforderung oder als Anstoß für Veränderung.



Vorgestellt


WakeBASE-Sprung vom Dubai Infinity Pool

Das Projekt mit dem Namen "WakeBASE" beinhaltete eine einzigartige Kombination aus Drohnen-Wakeskating und BASE-Jumping.Schauplatz dieses Kunststücks war das Address Beach Resort in Dubai, dessen Infinity-Pool 294 Meter über dem Meeresspiegel liegt und damit den Guinness-Weltrekord hält.Grubbs Herausforderung begann mit einem 94 Meter langen Wakeskating über den Pool auf dem Dach, wobei er von einer speziell entwickelten Drohne gezogen wurde.Der Stunt gipfelte in einem BASE-Sprung vom Rand des Pools, bei dem Grubb 77 Stockwerke hinabsprang, bevor er erfolgreich am Strand landete. Diese Leistung war die Verwirklichung von Grubbs siebenjährigem Traum und ein historischer Meilenstein im Extremsport.Um sich auf "WakeBASE" vorzubereiten, unterzog sich Grubb einem rigorosen Training mit der BASE-Sprunglegende Miles Daisher.Obwohl er im Dezember 2022 erst 26 BASE-Sprünge absolviert hatte, absolvierte Grubb 106 Sprünge während seines Trainings, das in Idaho, USA, und Lauterbrunnen, Schweiz, einem renommierten BASE-Sprungort, stattfand.Das Projekt umfasste auch eine Partnerschaft mit Prada, das maßgeschneiderte, für die Anforderungen von Wakeskating und BASE-Jumping optimierte Kleidung zur Verfügung stellte.Die Drohne, die bei diesem Stunt zum Einsatz kam, wurde von einem Team unter der Leitung von Sebastian Stare mit spezieller Hard- und Software entwickelt, die auf die Anforderungen von "WakeBASE" zugeschnitten ist.Die Wahl des Address Beach Resorts in Dubai war von strategischer Bedeutung, da der hohe Infinity-Pool und das architektonische Layout sowohl für den Wakeskate-Lauf als auch für den BASE-Sprung ideal waren.

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Chinas gigantischer Vorsprung

Während in Deutschland Aktenordner mit Gutachten, Einsprüchen und Ausschreibungsunterlagen in den Behörden verstauben, setzen in China bereits die ersten Züge, Flugzeuge oder Ströme von Wasser ihre Reise durch neue Großprojekte fort. Dieser Kontrast ist keine moralische Bewertung, sondern der sichtbarste Unterschied zwischen zwei Systemen. Die Bundesrepublik ringt mit maroder Infrastruktur, komplizierten Genehmigungsprozessen und politischen Grabenkämpfen, während Peking mit atemberaubender Geschwindigkeit Brücken, Tunnel, Städte und Solarkraftwerke aus dem Boden stampft.Der Tunnel unter dem Bohai-MeerEin Beispiel für diesen Vorstoß ist der geplante Unterwassertunnel unter der Bohai-See, der die Hafenstädte Dalian und Yantai miteinander verbinden soll. Mit einer Länge von rund 120 Kilometern wäre er der längste Unterseetunnel der Welt. Die Fahrtzeit zwischen beiden Städten soll künftig nicht mehr sechs bis acht Stunden über Fähren oder lange Straßenumwege betragen, sondern nur noch etwa vierzig Minuten. Geplant sind zwei parallele Röhren für Hochgeschwindigkeitszüge, die mit bis zu 240 Kilometern pro Stunde durch das Gestein rasen. Ingenieure entwickeln spezielle Sensoren, wasserdichte Kammern und Notinseln, um dem seismisch aktiven Gebiet gerecht zu werden. Während Europa seit Jahrzehnten über eine lediglich drei Kilometer lange Brücke über die Meerenge von Messina debattiert, treibt China ein Projekt voran, das fast vierzigmal so lang ist und die Wirtschaftskraft ganzer Regionen enger vernetzen soll.Der Zug der ZukunftChina verfügt bereits über das weltweit längste Netz für Hochgeschwindigkeitszüge. Die Verbindung von Peking nach Guangzhou erstreckt sich über rund 2 300 Kilometer. Ein Zug nach Lhasa erklimmt Höhen von 5 000 Metern. Nun wagt sich China an einen Zug, der nicht mehr an die Atmosphärenluft gebunden ist: In Harbin im Nordosten soll demnächst eine Versuchsstrecke für einen Magnetschwebebahn‑Zug entstehen, der in einem teilvakuumierten Tunnel auf bis zu 1 000 Kilometer pro Stunde beschleunigt wird. Diese Geschwindigkeit wäre mehr als doppelt so hoch wie bei der aktuellen Transrapid‑Strecke in Shanghai. Der Betreiber World Artery sieht in dem Projekt einen Durchbruch für den Personen‑ und Güterverkehr, die Technologie könnte den Flugverkehr auf mittleren Distanzen ersetzen. Herausforderungen liegen in der Sicherheit der Passagiere und den immensen Baukosten. Gleichwohl zeigt das Projekt, wie ehrgeizig China die Grenzen der Ingenieurskunst verschiebt.Die Umleitung der FlüsseNicht nur Züge rollen in Rekordzeit, auch gewaltige Wassermassen werden umgeleitet. Seit dem Jahr 2014 fließen im Rahmen des Süd‑Nord‑Wasserumleitungsprojekts Milliarden Kubikmeter Wasser vom wasserreichen Yangtze ins trockene Nordchina. Bis Mai 2026 wurden mehr als 88 Milliarden Kubikmeter in Richtung Peking und weitere Metropolen geleitet, nahezu 200 Millionen Menschen profitieren davon. Der Osten‑ und der Zentralarm der gigantischen Anlage versorgen 48 Großstädte, die Wasserqualität liegt laut Regierung durchgängig auf hohem Niveau. Allein die zentrale Route hat über 78 Milliarden Kubikmeter transportiert. Rund 13 Milliarden Kubikmeter dienten als ökologische Auffrischung, wodurch Flüsse wieder aufgefüllt und Grundwasserspiegel angehoben wurden. In Europa wäre eine Umleitung dieser Größenordnung unvorstellbar – hier werden Pipelines über wenige Kilometer bereits von Bürgerinitiativen und Umweltauflagen ausgebremst.Solarkraft auf dem MeerAuch im Bereich der erneuerbaren Energien setzt China Maßstäbe. Vor der Küste der Provinz Shandong hat der staatliche Energiekonzern eine schwimmende Solaranlage mit einer Leistung von einem Gigawatt ans Netz angeschlossen. Die Anlage besteht aus fast 3 000 schwimmenden Plattformen auf einer Fläche von über 1 200 Hektar, ist über ein 66‑Kilovolt‑Seekabel mit dem Festland verbunden und verfügt über ein integriertes Energiespeichersystem sowie Fischzuchtbecken. Mit einem Investitionsvolumen von etwa 1,2 Milliarden US‑Dollar soll die Anlage jährlich rund 1,78 Terawattstunden Strom liefern – genug, um Millionen Menschen mit sauberer Energie zu versorgen. Europa plant derweil kleinteilig und streitet über den Bau einzelner Windparks; in China wird ein ganzer Solarpark auf dem offenen Meer errichtet, der Fischerei, Energiegewinnung und Netzstabilität miteinander verbindet.Deutschland zwischen Stillstand und ErneuerungDie Lage in Deutschland wirkt im Vergleich dazu trist. Ein Brückeneinsturz bei Dresden im Jahr 2024 und Risse auf dem Berliner Stadtring, die jahrelange Sperrungen nach sich ziehen, stehen exemplarisch für den Zustand der Infrastruktur. Öffentliche Investitionen liegen seit Jahrzehnten auf einem Tiefstand; nach Angaben des Deutschen Instituts für Urbanistik beträgt der Anteil der öffentlichen Ausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt heute weniger als die Hälfte im Vergleich zur Hochphase der 1970er Jahre. Die Folgen sind spürbar: Jede vierte Person in Deutschland hat keinen Zugang zu öffentlichem Nahverkehr, die Deutsche Bahn musste im vergangenen Jahr rund zweihundert Millionen Euro Entschädigungen wegen Verspätungen zahlen. Großprojekte wie der Bahnhof Stuttgart 21 oder der Hauptstadtflughafen BER wurden von Kostenexplosionen und jahrelangen Verzögerungen begleitet.Die Ursachen sind vielfältig: ein Dickicht aus Bau‑ und Vergaberecht, das selbst Kommunen lähmt; ein Personalmangel in Verwaltungen und Bauwirtschaft, weil viele Fachkräfte in den Ruhestand gehen; und eine politische Kultur, die den Konsens sucht, aber Entscheidungen verzögert. Eine Umfrage des Urbanistik‑Instituts ergab, dass in rund sechzig Prozent der Kommunen Bauprojekte aufgrund rechtlicher Vorgaben mindestens um ein Jahr verschoben werden müssen. Gleichzeitig belasten die Energiewende und die Digitalisierung die Investitionsbudgets zusätzlich; allein der Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft wird auf mehr als eine Billion Euro geschätzt.Was der Vergleich lehrtDer Blick nach China zeigt, wie Zukunft gestaltet werden kann, wenn politischer Wille, staatliche Finanzierung und technologische Ambition zusammentreffen. Das bedeutet nicht, dass europäische Standards für demokratische Mitsprache, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit über Bord geworfen werden sollten. Chinas Megaprojekte werden von massiven Umweltfolgen und der Umsiedlung ganzer Dörfer begleitet, und nicht jede Schnellbaumaßnahme wäre hierzulande wünschenswert. Doch der Vorsprung ist so deutlich, dass er unsere eigene Trägheit entlarvt. Während China an einem Tunnel von 120 Kilometern Länge plant, stauen sich in Deutschland die Akten für eine Ortsumgehung; während ein Magnetschwebebahn‑Zug mit 1 000 Kilometern pro Stunde getestet wird, diskutieren wir über Nachtzüge; während Millionen Menschen im Norden Chinas über einen Wasserkanal versorgt werden, drohen bei uns Dürresommer und sinkende Grundwasserspiegel.Es geht nicht darum, chinesische Praktiken zu kopieren, sondern darum, aus ihnen zu lernen: Genehmigungsverfahren zu straffen, Planungs‑ und Bauzeiten zu verkürzen und zugleich Umwelt‑ und Sozialstandards hochzuhalten. Die Technologie steht bereit, das Kapital ebenfalls; es fehlt der Mut zur Umsetzung. Chinas neues Megaprojekt ist kein Science‑Fiction, sondern Realität – und es hält uns den Spiegel vor. Wenn Europa und insbesondere Deutschland nicht endlich ins Handeln kommen, wird der Rückstand von gefühlten hundert Jahren bald sehr real sein.