Dubai Telegraph - Der schlaue Eritrea‑Pakt?

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Der schlaue Eritrea‑Pakt?




Während der Golfkrieg mit Iran seit dem Frühjahr 2026 die wichtigste Ölrute der Welt lahmlegt, verfolgt Washington einen riskanten Plan: eine Annäherung an Eritrea. Der ostafrikanische Staat kontrolliert mehr als 1 000 Kilometer Küstenlinie am Roten Meer und den nördlichen Zugang zur Meerenge Bab al‑Mandeb, über die zwölf Prozent des weltweiten Ölhandels fließen. Seit der Kriegsbeginn zwischen den USA und Iran hat Teheran den Persischen Golf abgeriegelt. Houthis in Jemen drohen, aus Solidarität mit Iran auch den Bab al‑Mandeb zu sperren. Saudi‑Arabien leitet seine Exporte bereits über den Roten Meer‑Hafen Yanbu um, womit die alternative Route zur Lebensader geworden ist.

Die Trump‑Regierung hat daher begonnen, die Beziehungen zu Eritrea zu normalisieren. Berichte zufolge traf sich Massad Boulos, Trumps Sondergesandter für Afrika, im vergangenen Winter in Kairo heimlich mit Präsident Isaias Afwerki. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al‑Sisi vermittelte das Treffen. Laut Insidern sagte Boulos seinem ägyptischen Gastgeber im April, die USA wollten bald mit der Aufhebung von Sanktionen beginnen und den jahrzehntelang eingefrorenen diplomatischen Austausch wieder aufnehmen. Auch andere Gespräche fanden bereits im September am Rande der UN‑Generalversammlung statt.

Warum denn nun gar Eritrea?
Eritrea gilt als eine der repressivsten Diktaturen der Welt. Die Regierung von Isaias Afwerki regiert seit der Unabhängigkeit 1993 mit eiserner Hand. Menschenrechtsgruppen vergleichen das Land wegen seiner systematischen Unterdrückung der Opposition und der religiösen Freiheit mit Nordkorea. Tausende Menschen sitzen ohne Gerichtsverfahren in überfüllten Gefängnissen. Selbst anerkannte Kirchen und Moscheen unterliegen ständiger staatlicher Kontrolle. Die Bevölkerung wird zu unbegrenztem Militärdienst verpflichtet, was unabhängige Beobachter als „Sklaverei“ bezeichnen.

Die USA haben das Regime jahrzehntelang isoliert. Washington verhängte Sanktionen wegen Eritreas Rolle im Krieg in der äthiopischen Region Tigray, wegen mutmaßlicher Unterstützung islamistischer Gruppen in Somalia und wegen systematischer Verstöße gegen die Religionsfreiheit. Seit 2004 stuft das US‑Außenministerium Eritrea als „Land besonders großer Sorge“ ein. Trotzdem hat die außenpolitische Priorität sich verschoben. Der geschlossene Persische Golf zwingt die USA, ihre militärische Präsenz entlang der alternativen Route auszubauen. Washington unterhält bereits eine große Basis in Djibouti, doch eine zusätzliche Anlaufstelle würde die Marine‑Operationen und logistische Versorgung stärken.

Die Rolle Ägyptens und regionale Dynamik
Ägypten verfolgt eine eigene Agenda. Das Land hat in den letzten Jahren ein Netzwerk aufgebaut, um Äthiopiens Einfluss zu begrenzen. Kairo betrachtete Äthiopiens Megastaudamm am Nil als existenzielle Bedrohung. Im Oktober 2024 schloss es mit Eritrea und Somalia ein Sicherheitsbündnis, das auf eine Eindämmung Äthiopiens zielt. Laut Analysten will Ägypten die amerikanische Militärpräsenz im Roten Meer nutzen, um den Druck auf Addis Abeba zu erhöhen und die Versorgung des Suezkanals zu sichern, dessen Einnahmen durch Houthi‑Angriffe bereits Milliardenverluste verursachten.

Gleichzeitig verschärft die Annäherung die Spannungen am Horn von Afrika. Eritrea und Äthiopien ziehen Truppen an ihrer Grenze zusammen. Nach dem Ende des Tigray‑Krieges 2022 zerfiel der Friedensschluss zwischen Addis Abeba und Asmara. Eritrea unterstützt seither Milizen im äthiopischen Hinterland und fördert die Bildung von Parallelparlamenten in Tigray. Viele Beobachter befürchten, dass Washington durch eine Kooperation mit Asmara in regionale Konflikte hineingezogen werden könnte und dass Äthiopien von der USA entfremdet wird.

Der moralische Preis der Strategie
Die Trump‑Administration rechtfertigt die Annäherung mit dem Kampf gegen den iranischen Einfluss im Roten Meer. Houthis, die von Iran unterstützt werden, attackieren regelmäßig Handelsschiffe und drohen offen mit einer Blockade des Bab al‑Mandeb. Durch eine Kooperation mit Eritrea möchten die USA dem „Axis of Resistance“ einen Riegel vorschieben und den maritimen Korridor schützen. Doch Kritiker warnen: Die Erosion von Menschenrechten sei ein zu hoher Preis.

Michael Rubin vom American Enterprise Institute verweist darauf, dass Isaias Afwerki als notorisch unzuverlässig gilt. Er hat im Laufe seiner Herrschaft Bündnisse mit Israel, Iran, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Russland und nun den USA geschmiedet und wieder gebrochen. Afwerki habe Kriege gegen alle Nachbarn geführt und 1998 einen Grenzkrieg gegen Äthiopien ausgelöst, dem über 100 000 Menschen zum Opfer fielen. Die Bevölkerung leide unter unbezahltem Militärdienst und systematischer Überwachung.

Auch kirchliche Organisationen und Menschenrechtsgruppen sprechen sich gegen eine Aufhebung der Sanktionen aus. Sie verweisen auf Hunderte von politischen Gefangenen und die Verfolgung unabhängiger Gemeinden. Die Annäherung stehe im Widerspruch zum erklärten Ziel der US‑Regierung, weltweit Christen zu schützen.

Es bleibt eine sehr gefährliche Schachpartie
Auf geopolitischer Ebene ist die Initiative ein komplexes Spiel. Einerseits zwingt der Iran‑Krieg die USA zu strategischen Zugeständnissen. Die Kontrollpunkte für den globalen Energiehandel liegen jetzt am Roten Meer, weshalb Washington nach neuen Partnern sucht. Eritreas Lage an der Meerenge Bab al‑Mandeb erscheint wie das fehlende Puzzlestück. Andererseits könnte der Pakt unvorhergesehene Folgen haben. Die Annäherung könnte Eritreas autoritäres Regime legitimieren und den Kreislauf der Repression verlängern. Sie könnte ferner die fragile Balance zwischen Ägypten, Äthiopien und den sudanesischen Konfliktparteien stören und sogar eine neue Front im Krieg gegen Iran eröffnen, sollten Houthi‑Milizen die Rotmeer‑Route schließen.

Trump operiert häufig über informelle Netzwerke und persönliche Beziehungen statt über etablierte Institutionen. Experten sprechen von einem parallelen „Deep State“ aus Geschäftsleuten, ausländischen Staatschefs und Lobbygruppen, der die Politik formt und vom Außenministerium abgekoppelt ist. Im Fall Eritrea könnten insbesondere al‑Sisi und andere regionale Autokraten den Kurs bestimmen, während klassische diplomatische Kanäle umgangen werden.

Für Washington steht viel auf dem Spiel: Die sichere Passage von Öl- und Frachtschiffen, die Eindämmung des iranischen Einflusses und die Stabilität des Horns von Afrika. Doch ebenso gravierend sind die Risiken für die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Menschenrechtspolitik und die Gefahr, neue Konflikte zu entfachen.

Wo geht die politische "Reise" hin?
Das Vorhaben der USA, sich mit Eritrea zu verbünden, gleicht einer Schachpartie mit ungewissem Ausgang. Die strategischen Vorteile liegen auf der Hand: ein alternativer Seeweg, zusätzliche Militärstützpunkte und ein direkter Hebel gegen Teheran. Doch der Preis ist hoch. Eritreas Regime steht für brutale Repression, Kriegsverbrechen und eine lange Geschichte wechselnder Allianzen. Eine unkritische Annäherung könnte Washingtons Ansehen beschädigen und den ohnehin fragilen Frieden im Horn von Afrika untergraben. In diesem Spiel droht nicht nur dem Iran ein „Schachmatt“, sondern auch den moralischen Grundlagen der US‑Außenpolitik.

 



Vorgestellt


WakeBASE-Sprung vom Dubai Infinity Pool

Das Projekt mit dem Namen "WakeBASE" beinhaltete eine einzigartige Kombination aus Drohnen-Wakeskating und BASE-Jumping.Schauplatz dieses Kunststücks war das Address Beach Resort in Dubai, dessen Infinity-Pool 294 Meter über dem Meeresspiegel liegt und damit den Guinness-Weltrekord hält.Grubbs Herausforderung begann mit einem 94 Meter langen Wakeskating über den Pool auf dem Dach, wobei er von einer speziell entwickelten Drohne gezogen wurde.Der Stunt gipfelte in einem BASE-Sprung vom Rand des Pools, bei dem Grubb 77 Stockwerke hinabsprang, bevor er erfolgreich am Strand landete. Diese Leistung war die Verwirklichung von Grubbs siebenjährigem Traum und ein historischer Meilenstein im Extremsport.Um sich auf "WakeBASE" vorzubereiten, unterzog sich Grubb einem rigorosen Training mit der BASE-Sprunglegende Miles Daisher.Obwohl er im Dezember 2022 erst 26 BASE-Sprünge absolviert hatte, absolvierte Grubb 106 Sprünge während seines Trainings, das in Idaho, USA, und Lauterbrunnen, Schweiz, einem renommierten BASE-Sprungort, stattfand.Das Projekt umfasste auch eine Partnerschaft mit Prada, das maßgeschneiderte, für die Anforderungen von Wakeskating und BASE-Jumping optimierte Kleidung zur Verfügung stellte.Die Drohne, die bei diesem Stunt zum Einsatz kam, wurde von einem Team unter der Leitung von Sebastian Stare mit spezieller Hard- und Software entwickelt, die auf die Anforderungen von "WakeBASE" zugeschnitten ist.Die Wahl des Address Beach Resorts in Dubai war von strategischer Bedeutung, da der hohe Infinity-Pool und das architektonische Layout sowohl für den Wakeskate-Lauf als auch für den BASE-Sprung ideal waren.

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Chinas gigantischer Vorsprung

Während in Deutschland Aktenordner mit Gutachten, Einsprüchen und Ausschreibungsunterlagen in den Behörden verstauben, setzen in China bereits die ersten Züge, Flugzeuge oder Ströme von Wasser ihre Reise durch neue Großprojekte fort. Dieser Kontrast ist keine moralische Bewertung, sondern der sichtbarste Unterschied zwischen zwei Systemen. Die Bundesrepublik ringt mit maroder Infrastruktur, komplizierten Genehmigungsprozessen und politischen Grabenkämpfen, während Peking mit atemberaubender Geschwindigkeit Brücken, Tunnel, Städte und Solarkraftwerke aus dem Boden stampft.Der Tunnel unter dem Bohai-MeerEin Beispiel für diesen Vorstoß ist der geplante Unterwassertunnel unter der Bohai-See, der die Hafenstädte Dalian und Yantai miteinander verbinden soll. Mit einer Länge von rund 120 Kilometern wäre er der längste Unterseetunnel der Welt. Die Fahrtzeit zwischen beiden Städten soll künftig nicht mehr sechs bis acht Stunden über Fähren oder lange Straßenumwege betragen, sondern nur noch etwa vierzig Minuten. Geplant sind zwei parallele Röhren für Hochgeschwindigkeitszüge, die mit bis zu 240 Kilometern pro Stunde durch das Gestein rasen. Ingenieure entwickeln spezielle Sensoren, wasserdichte Kammern und Notinseln, um dem seismisch aktiven Gebiet gerecht zu werden. Während Europa seit Jahrzehnten über eine lediglich drei Kilometer lange Brücke über die Meerenge von Messina debattiert, treibt China ein Projekt voran, das fast vierzigmal so lang ist und die Wirtschaftskraft ganzer Regionen enger vernetzen soll.Der Zug der ZukunftChina verfügt bereits über das weltweit längste Netz für Hochgeschwindigkeitszüge. Die Verbindung von Peking nach Guangzhou erstreckt sich über rund 2 300 Kilometer. Ein Zug nach Lhasa erklimmt Höhen von 5 000 Metern. Nun wagt sich China an einen Zug, der nicht mehr an die Atmosphärenluft gebunden ist: In Harbin im Nordosten soll demnächst eine Versuchsstrecke für einen Magnetschwebebahn‑Zug entstehen, der in einem teilvakuumierten Tunnel auf bis zu 1 000 Kilometer pro Stunde beschleunigt wird. Diese Geschwindigkeit wäre mehr als doppelt so hoch wie bei der aktuellen Transrapid‑Strecke in Shanghai. Der Betreiber World Artery sieht in dem Projekt einen Durchbruch für den Personen‑ und Güterverkehr, die Technologie könnte den Flugverkehr auf mittleren Distanzen ersetzen. Herausforderungen liegen in der Sicherheit der Passagiere und den immensen Baukosten. Gleichwohl zeigt das Projekt, wie ehrgeizig China die Grenzen der Ingenieurskunst verschiebt.Die Umleitung der FlüsseNicht nur Züge rollen in Rekordzeit, auch gewaltige Wassermassen werden umgeleitet. Seit dem Jahr 2014 fließen im Rahmen des Süd‑Nord‑Wasserumleitungsprojekts Milliarden Kubikmeter Wasser vom wasserreichen Yangtze ins trockene Nordchina. Bis Mai 2026 wurden mehr als 88 Milliarden Kubikmeter in Richtung Peking und weitere Metropolen geleitet, nahezu 200 Millionen Menschen profitieren davon. Der Osten‑ und der Zentralarm der gigantischen Anlage versorgen 48 Großstädte, die Wasserqualität liegt laut Regierung durchgängig auf hohem Niveau. Allein die zentrale Route hat über 78 Milliarden Kubikmeter transportiert. Rund 13 Milliarden Kubikmeter dienten als ökologische Auffrischung, wodurch Flüsse wieder aufgefüllt und Grundwasserspiegel angehoben wurden. In Europa wäre eine Umleitung dieser Größenordnung unvorstellbar – hier werden Pipelines über wenige Kilometer bereits von Bürgerinitiativen und Umweltauflagen ausgebremst.Solarkraft auf dem MeerAuch im Bereich der erneuerbaren Energien setzt China Maßstäbe. Vor der Küste der Provinz Shandong hat der staatliche Energiekonzern eine schwimmende Solaranlage mit einer Leistung von einem Gigawatt ans Netz angeschlossen. Die Anlage besteht aus fast 3 000 schwimmenden Plattformen auf einer Fläche von über 1 200 Hektar, ist über ein 66‑Kilovolt‑Seekabel mit dem Festland verbunden und verfügt über ein integriertes Energiespeichersystem sowie Fischzuchtbecken. Mit einem Investitionsvolumen von etwa 1,2 Milliarden US‑Dollar soll die Anlage jährlich rund 1,78 Terawattstunden Strom liefern – genug, um Millionen Menschen mit sauberer Energie zu versorgen. Europa plant derweil kleinteilig und streitet über den Bau einzelner Windparks; in China wird ein ganzer Solarpark auf dem offenen Meer errichtet, der Fischerei, Energiegewinnung und Netzstabilität miteinander verbindet.Deutschland zwischen Stillstand und ErneuerungDie Lage in Deutschland wirkt im Vergleich dazu trist. Ein Brückeneinsturz bei Dresden im Jahr 2024 und Risse auf dem Berliner Stadtring, die jahrelange Sperrungen nach sich ziehen, stehen exemplarisch für den Zustand der Infrastruktur. Öffentliche Investitionen liegen seit Jahrzehnten auf einem Tiefstand; nach Angaben des Deutschen Instituts für Urbanistik beträgt der Anteil der öffentlichen Ausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt heute weniger als die Hälfte im Vergleich zur Hochphase der 1970er Jahre. Die Folgen sind spürbar: Jede vierte Person in Deutschland hat keinen Zugang zu öffentlichem Nahverkehr, die Deutsche Bahn musste im vergangenen Jahr rund zweihundert Millionen Euro Entschädigungen wegen Verspätungen zahlen. Großprojekte wie der Bahnhof Stuttgart 21 oder der Hauptstadtflughafen BER wurden von Kostenexplosionen und jahrelangen Verzögerungen begleitet.Die Ursachen sind vielfältig: ein Dickicht aus Bau‑ und Vergaberecht, das selbst Kommunen lähmt; ein Personalmangel in Verwaltungen und Bauwirtschaft, weil viele Fachkräfte in den Ruhestand gehen; und eine politische Kultur, die den Konsens sucht, aber Entscheidungen verzögert. Eine Umfrage des Urbanistik‑Instituts ergab, dass in rund sechzig Prozent der Kommunen Bauprojekte aufgrund rechtlicher Vorgaben mindestens um ein Jahr verschoben werden müssen. Gleichzeitig belasten die Energiewende und die Digitalisierung die Investitionsbudgets zusätzlich; allein der Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft wird auf mehr als eine Billion Euro geschätzt.Was der Vergleich lehrtDer Blick nach China zeigt, wie Zukunft gestaltet werden kann, wenn politischer Wille, staatliche Finanzierung und technologische Ambition zusammentreffen. Das bedeutet nicht, dass europäische Standards für demokratische Mitsprache, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit über Bord geworfen werden sollten. Chinas Megaprojekte werden von massiven Umweltfolgen und der Umsiedlung ganzer Dörfer begleitet, und nicht jede Schnellbaumaßnahme wäre hierzulande wünschenswert. Doch der Vorsprung ist so deutlich, dass er unsere eigene Trägheit entlarvt. Während China an einem Tunnel von 120 Kilometern Länge plant, stauen sich in Deutschland die Akten für eine Ortsumgehung; während ein Magnetschwebebahn‑Zug mit 1 000 Kilometern pro Stunde getestet wird, diskutieren wir über Nachtzüge; während Millionen Menschen im Norden Chinas über einen Wasserkanal versorgt werden, drohen bei uns Dürresommer und sinkende Grundwasserspiegel.Es geht nicht darum, chinesische Praktiken zu kopieren, sondern darum, aus ihnen zu lernen: Genehmigungsverfahren zu straffen, Planungs‑ und Bauzeiten zu verkürzen und zugleich Umwelt‑ und Sozialstandards hochzuhalten. Die Technologie steht bereit, das Kapital ebenfalls; es fehlt der Mut zur Umsetzung. Chinas neues Megaprojekt ist kein Science‑Fiction, sondern Realität – und es hält uns den Spiegel vor. Wenn Europa und insbesondere Deutschland nicht endlich ins Handeln kommen, wird der Rückstand von gefühlten hundert Jahren bald sehr real sein.