Dubai Telegraph - US-Jobkrise bremst Wachstum

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US-Jobkrise bremst Wachstum




Die Vereinigten Staaten haben lange mit robustem Wachstum und einer niedrigen Arbeitslosigkeit gepunktet. Seit Mitte 2025 häufen sich jedoch Indizien, dass dieser Aufschwung ins Stocken geraten ist. Die neueste Statistik zeigt, dass die Wirtschaft im vierten Quartal 2025 nur noch mit einer Jahresrate von 1,4 % wuchs – nach 4,4 % im Sommerquartal. Die schwache Dynamik ist vor allem auf den sechswöchigen Regierungsstillstand zurückzuführen, der die Staatsausgaben um fast 17 % einbrechen ließ. Auch die Konsumenten gaben weniger aus, nachdem sie aufgrund höherer Zölle und Kreditzinsen bereits ihre Ersparnisse angezapft hatten.

Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) an Schwung verliert, hat sich der Arbeitsmarkt drastisch abgekühlt. Revidierte Zahlen des Arbeitsministeriums zeigen, dass im gesamten Jahr 2025 lediglich 181 000 Stellen entstanden, im Durchschnitt nur noch 15 000 pro Monat. Das ist die schwächste Jobbilanz seit der Pandemie und ein Bruchteil der ursprünglich gemeldeten 584 000 neuen Arbeitsplätze. Zahlreiche Branchen – vom Bau bis zur industriellen Fertigung – verzeichneten Stellenabbau, während sich das Wachstum der Dienstleistungsjobs fast ausschließlich auf den Gesundheits- und Bildungssektor beschränkte. Besonders das produzierende Gewerbe verlor bereits im zweiten Halbjahr 2024 rund 21 000 Arbeitsplätze pro Monat.

Diese Entwicklung erklärt auch, warum die Arbeitslosenquote nur leicht auf 4,3 % stieg, obwohl kaum neue Stellen geschaffen wurden: Durch ein schärferes Einwanderungsregime schrumpft das Arbeitskräfteangebot. Viele Babyboomer treten in den Ruhestand, während die Regierung die Zuwanderung massiv beschränkt und sogar Migranten ohne Papiere abschiebt. Da weniger Menschen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, genügen schon wenige neue Stellen, um die Arbeitslosenquote stabil zu halten.

Fachleute sprechen von einem „doppelten Bremsmanöver“: Sowohl die Zahl der Beschäftigten als auch das Arbeitskräfteangebot wachsen nur noch schleppend. Ein Economic Letter der San‑Francisco‑Fed zeigt, dass die Abkühlung des Arbeitsmarktes breit angelegt ist – bis auf den Gesundheits- und Bildungsbereich schrumpfen andere Dienstleistungsbereiche, und im staatlichen Sektor stagniert die Beschäftigung.

Die Ursachen dieser Misere sind vielfältig. In den Jahren 2022 und 2023 hatte die US‑Notenbank die Zinsen stark erhöht, um die Inflation zu bremsen. Diese hohen Finanzierungskosten belasten jetzt Investitionen und Konsum. Hinzu kommt die tariff‑bedingte Unsicherheit: Präsident Donald Trump hat 2025 eine Vielzahl neuer Einfuhrzölle eingeführt, die Produktionskosten in die Höhe treiben und die Planbarkeit für Unternehmen erschweren. Ein Forschungsbericht der Stanford University warnt, dass die Wirtschaft 2026 mit dem Risiko einer Stagflation konfrontiert sein könnte, falls die Konjunktur weiter abkühlt und gleichzeitig die Zölle die Preise hoch halten.

Ein weiterer Faktor ist die Automatisierungswelle durch Künstliche Intelligenz. Während Technologieunternehmen enorme Beträge in Rechenzentren und KI‑Anwendungen investieren und damit sogar das BIP stabilisieren, zögern Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen. Einige Chefs hoffen, mit der Hilfe von KI gleiche oder höhere Produktivität mit weniger Personal zu erreichen. Selbst im Baugewerbe, das lange als verlässlicher Jobmotor galt, war der Beschäftigungszuwachs im Januar 2026 eher dem ungewöhnlich milden Wetter zu verdanken.

Der schwache Arbeitsmarkt schlägt sich auch im Lohnwachstum nieder. Zwar stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne zwischen Dezember und Januar 2026 um 0,4 %, doch die Lohnzuwächse sind im Vergleich zu früheren Jahren moderat. Viele Beschäftigte sehen sich steigenden Preisen gegenüber, die durch Zölle und höhere Energie- und Wohnungskosten getrieben werden. Das Verbrauchervertrauen erreichte im Januar den niedrigsten Stand seit 2014, obwohl die offizielle Arbeitslosenquote niedrig bleibt.

Hinzu kommt, dass die staatlichen Ausgaben nach dem Shutdown erst langsam wieder anlaufen. Gerade der Bau neuer Infrastruktur leidet unter der Unsicherheit um die Haushaltsfinanzierung. Auch die Immobilienbranche steht unter Druck: Hohe Hypothekenzinsen und weiterhin stark gestiegene Hauspreise führen dazu, dass der Wohnungsbau in vielen Regionen stagniert.

Ausblick auf das was kommen könnte
Ob sich die Lage 2026 verbessert, hängt von mehreren Faktoren ab. Einige Ökonomen hoffen auf eine konjunkturelle Erholung, sollten die Zinsen weiter gesenkt werden und sollte das Oberste Gericht die weitreichenden Zölle der Regierung kassieren. Eine Normalisierung der Handelsbeziehungen könnte die Investitionsbereitschaft erhöhen. Allerdings stehen wichtige Risiken im Raum: Ein erneuter Regierungsstillstand, eskalierende Handelskonflikte, eine anhaltende Inflationswelle und die Gefahr einer Blase am Aktienmarkt könnten die fragile Erholung abwürgen. Zudem könnten neue Technologien wie Künstliche Intelligenz zwar Produktivitätsgewinne bringen, aber die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter dämpfen.

Die US‑Wirtschaft durchlebt damit eine Phase der Unsicherheit. Sie wächst zwar moderat, doch die schwindende Beschäftigung und das verhaltene Lohnwachstum gefährden die Kaufkraft vieler Haushalte. Ohne eine Erholung am Arbeitsmarkt droht das Land in eine Stagnationsspirale zu geraten, in der das Wachstum nicht mehr alle Bevölkerungsschichten erreicht.



Vorgestellt


WakeBASE-Sprung vom Dubai Infinity Pool

Das Projekt mit dem Namen "WakeBASE" beinhaltete eine einzigartige Kombination aus Drohnen-Wakeskating und BASE-Jumping.Schauplatz dieses Kunststücks war das Address Beach Resort in Dubai, dessen Infinity-Pool 294 Meter über dem Meeresspiegel liegt und damit den Guinness-Weltrekord hält.Grubbs Herausforderung begann mit einem 94 Meter langen Wakeskating über den Pool auf dem Dach, wobei er von einer speziell entwickelten Drohne gezogen wurde.Der Stunt gipfelte in einem BASE-Sprung vom Rand des Pools, bei dem Grubb 77 Stockwerke hinabsprang, bevor er erfolgreich am Strand landete. Diese Leistung war die Verwirklichung von Grubbs siebenjährigem Traum und ein historischer Meilenstein im Extremsport.Um sich auf "WakeBASE" vorzubereiten, unterzog sich Grubb einem rigorosen Training mit der BASE-Sprunglegende Miles Daisher.Obwohl er im Dezember 2022 erst 26 BASE-Sprünge absolviert hatte, absolvierte Grubb 106 Sprünge während seines Trainings, das in Idaho, USA, und Lauterbrunnen, Schweiz, einem renommierten BASE-Sprungort, stattfand.Das Projekt umfasste auch eine Partnerschaft mit Prada, das maßgeschneiderte, für die Anforderungen von Wakeskating und BASE-Jumping optimierte Kleidung zur Verfügung stellte.Die Drohne, die bei diesem Stunt zum Einsatz kam, wurde von einem Team unter der Leitung von Sebastian Stare mit spezieller Hard- und Software entwickelt, die auf die Anforderungen von "WakeBASE" zugeschnitten ist.Die Wahl des Address Beach Resorts in Dubai war von strategischer Bedeutung, da der hohe Infinity-Pool und das architektonische Layout sowohl für den Wakeskate-Lauf als auch für den BASE-Sprung ideal waren.

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Spanien trotzt Trumps Strafdrohung

Im Frühjahr 2026 eskalierte der Konflikt zwischen Washington und Madrid. Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte die USA nach 40 Tagen Krieg gegen Iran zu einem einseitigen Friedensplan gedrängt, während sie in der Region weiter militärisch vorging. Doch anders als beim letzten großen Krieg im Nahen Osten verweigerten wichtige NATO‑Partner diesmal den Gehorsam: Spanien schloss seinen Luftraum für amerikanische Kampfflugzeuge und untersagte die Nutzung seiner Stützpunkte für Angriffe. Außenminister José Manuel Albares erinnerte daran, dass die Straße von Hormus nicht zum Zuständigkeitsbereich der NATO gehöre und die Allianz sich nicht an einer „illegalen“ Offensive beteiligen werde. Diese beispiellose Entscheidung brachte Donald Trump in Rage und stieß eine Debatte über die Zukunft der Nordatlantischen Allianz an.Spaniens Protest gegen den Krieg und die „Strafexpedition"Die spanische Regierung machte frühzeitig klar, dass sie den von Washington und Jerusalem geführten Krieg für völkerrechtswidrig halte. Verteidigungsministerin Margarita Robles erklärte, man werde weder die Militärbasen Rota und Morón noch den spanischen Luftraum für Angriffe freigeben. Ministerpräsident Pedro Sánchez nannte den Krieg „zutiefst illegal und ungerecht“ und forderte die USA, Israel und Iran auf, die Gewalt zu beenden: „Man kann auf eine Illegalität nicht mit einer weiteren Illegalität reagieren“. Spanien gehört zu den wenigen Staaten Europas, die sich der US‑Forderung nach einer Militärpräsenz im Persischen Golf widersetzten; Madrid argumentierte, dass die NATO gemäß ihrem Gründungsvertrag nur zur Verteidigung ihrer Mitglieder zuständig sei und der Mittlere Osten außerhalb ihres Mandats liege.Die Ablehnung hatte unmittelbare Folgen: Anstatt wie üblich von der andalusischen Basis Morón de la Frontera zu starten, mussten fünfzehn amerikanische KC‑135‑Tanker Ende Februar auf französische und deutsche Flugplätze verlegt werden. Die spanische Regierung betonte, dass die USA die Stützpunkte weiterhin für logistische Einsätze nutzen könnten, aber nicht für Kampfeinsätze, und wies Behauptungen über geheime Flüge zurück.Die US‑Reaktion: Drohungen, Zölle und ForderungenTrump reagierte mit wütenden Drohungen. Der Präsident beschimpfte Spanien und andere Verbündete als „Feiglinge“ und kündigte an, alle Handelsbeziehungen zu Madrid abzubrechen. Er machte seinen Unmut auch an der Verteidigungspolitik fest: Auf dem NATO‑Gipfel im Juni 2025 setzte er mit Hilfe einer knappen Mehrheit ein neues Ziel von 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben durch. Während die meisten Staaten sich dem anschlossen, lehnte Spanien das Ziel ab und blieb beim bisherigen 2‑Prozent‑Ziel. Trump nannte Spanien einen „Nachzügler“ und stellte öffentlich in den Raum, das Land aus der NATO ausschließen zu wollen.Um den Druck zu erhöhen, drohte der US‑Präsident mit Strafzöllen. Er erklärte, die USA würden ein Handelsabkommen aushandeln, bei dem Spanien „doppelt so viel zahlen“ müsse. Seine Regierung erwog sogar, die großen US‑Militärstützpunkte in Rota und Morón nach Marokko zu verlegen, und rief Senatoren dazu auf, die US‑Präsenz in Spanien zu überdenken. Gleichzeitig forderte Trump, die NATO‑Mitglieder sollten bis 2035 mindestens 5 Prozent ihres BIP für Verteidigung und militärische Infrastruktur ausgeben, sonst würde er den Austritt der USA aus dem Bündnis prüfen.Spaniens Haltung: Sicherheit ja, aber nicht um jeden PreisMinisterpräsident Sánchez verteidigte die Position seines Landes. Er betonte, Spanien könne die NATO‑Verpflichtungen mit einem Verteidigungsetat von rund zwei Prozent erfüllen. Eine Verpflichtung auf fünf Prozent sei „unvernünftig und kontraproduktiv“ und stehe im Widerspruch zur sozialen Ausrichtung des spanischen Wohlfahrtsstaats. Im Vorfeld des NATO‑Gipfels hatte Sánchez in einem Brief an Generalsekretär Mark Rutte vorgeschlagen, das Fünf‑Prozent‑Ziel optional zu gestalten oder Spanien davon auszunehmen. Daraufhin wurde Spanien in einer Nebenabsprache zugesichert, dass es das Ziel nicht erreichen müsse, wenn es die geforderten militärischen Fähigkeiten mit weniger Geld bereitstellen könne.Spanien weist außerdem darauf hin, dass es seine Verteidigungsausgaben seit 2017 stark erhöht hat – von weniger als einem Prozent auf aktuell rund 2,1 Prozent des BIP – und damit die Grundlinie der NATO bereits einhält. Zudem hat die EU klar gemacht, dass Handels- und Zollpolitik in die Zuständigkeit Brüssels fallen. Kommissionsvertreter warnten, dass die Union auf einseitige US‑Zölle mit Gegenmaßnahmen reagieren werde.Spaltung in der NATO und mögliche FolgenTrumps Ultimatum hat die Spannungen innerhalb der NATO dramatisch verschärft. Einige Verbündete, etwa Italien und Deutschland, sympathisieren mit der spanischen Position oder lehnen eine direkte Beteiligung am Iran‑Krieg ab. Andere osteuropäische Staaten hingegen begrüßen Trumps Forderungen und sehen im höheren Verteidigungsziel eine Chance, ihre sicherheitspolitische Abhängigkeit von den USA zu festigen. Das neue 5‑Prozent‑Ziel stellt viele Länder vor erhebliche Haushaltsprobleme; selbst ein Kompromissvorschlag von 3,5 Prozent für Verteidigung und 1,5 Prozent für Infrastruktur gilt als ambitioniert.Für die USA steht viel auf dem Spiel. Ohne Zugang zu spanischen Basen müssen sie ihre Luft- und Seeverbindungen über Frankreich oder Großbritannien umleiten – was den Einsatz im Nahen Osten erschwert. Die angedrohte Handelsblockade würde nicht nur Spanien, sondern auch US‑Unternehmen treffen, da Handelspolitik in der EU zentral geregelt ist. Die Debatte um einen möglichen NATO‑Ausschluss Spaniens setzt zudem ein gefährliches Signal: In einem Verteidigungsbündnis, das auf kollektiver Solidarität basiert, untergräbt die offene Drohung eines Ausschlusses das Vertrauen und könnte andere Staaten zu eigenen Überlegungen über ihren Verbleib bewegen.Stimmen aus der ÖffentlichkeitIn den sozialen Netzwerken und Kommentarspalten zeigt sich ein gespaltenes Bild. Viele Nutzerinnen und Nutzer befürworten die Entscheidung der spanischen Regierung, nicht an einem Angriffskrieg teilzunehmen und dem Völkerrecht den Vorrang zu geben. Sie loben Spanien und Italien dafür, sich trotz US‑Drucks an ihre verfassungsrechtlichen Beschränkungen zu halten und keine Beteiligung an einer illegalen Operation zuzulassen. Andere sehen Trump im Recht: Man könne nicht ständig vom US‑Militärschutz profitieren und gleichzeitig das Bündnis im Stich lassen. Besonders amerikanische Kommentatoren beklagen, dass Europa sich auf die USA verlässt und trotzdem nicht bereit ist, ihre Ausgaben zu erhöhen. Wiederum andere befürchten, dass die Eskalation zu einem Zerbrechen der NATO führt und damit nur Russland und China profitiert, während der Westen sich selbst schwächt. Der Tonfall der Debatten ist oft polemisch, doch in einem Punkt sind sich viele einig: Eine Allianz, die nur durch Drohungen zusammengehalten wird, steht auf wackligen Beinen.Ausblick in die ZukunftWie es weitergeht, hängt von den nächsten Schritten beider Seiten ab. Sollte Trump seine Drohungen umsetzen und Zölle verhängen oder den Abzug von Truppen aus Spanien einleiten, könnte das zu einer Kettenreaktion führen: Europäische Staaten würden möglicherweise ihre Sicherheitsarchitektur neu denken, die Debatte über eine eigenständige EU‑Verteidigung erhielte neuen Auftrieb, und Russland hätte leichteres Spiel, die Spannungen auszunutzen. Umgekehrt könnte eine diplomatische Lösung den Streit entschärfen: Spanien könnte seine finanziellen Beiträge etwas erhöhen, während die USA ihre Forderungen realistischen Bedrohungsanalysen anpassen.Die Zukunft der NATO ist damit ungewisser denn je. Spanien hat mit seiner konsequenten Haltung gezeigt, dass sich mittelgroße Länder gegen einen übermächtigen Verbündeten stellen können – und dafür breite Unterstützung in der europäischen Bevölkerung finden. Ob Trumps US‑Strafe die Allianz sprengen wird, hängt letztlich davon ab, ob die NATO‑Mitglieder einen Ausgleich zwischen nationalen Interessen und gemeinsamer Sicherheit finden können.