Dubai Telegraph - Sarah Maria Sander im Video

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Sarah Maria Sander im Video




Sarah Maria Sander wurde 1995 in Deutschland geboren und stammt aus einer jüdischen Familie mit russischen, ukrainischen und aserbaidschanischen Wurzeln. Ihre Eltern flohen aus der ehemaligen Sowjetunion. Sie studierte von 2015 bis 2019 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin und gehörte anschließend zum Ensemble der Volksbühne Berlin. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin war sie bundesweit in vielen Projekten aktiv und begann sich früh für Journalismus zu interessieren. Seit mehreren Jahren engagiert sie sich für politische Gefangene in Russland und Belarus und kritisiert das Regime von Wladimir Putin. Mit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine widmete sie sich der Unterstützung der Ukraine und entwickelte das Projekt „Stimmen des Krieges“, das mit einem Recherche-Förderpreis ausgezeichnet wurde.

Der barabrische Hamas‑Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 markierte einen Wendepunkt in ihrer Arbeit. Seither liegt der Schwerpunkt ihres Journalismus auf Israel, der Aufklärung über Desinformation und dem Kampf gegen israelbezogenen Antisemitismus in Deutschland. Sander reist regelmäßig nach Israel, berichtet aus evakuierten Regionen im Norden und spricht mit Menschen, die Krieg und Terror unmittelbar erleben. Aus dieser Arbeit entstand der Dokumentarfilm „Als die Hisbollah das Leben in Nordisrael zerstören wollte“. In ihrer Arbeit betont sie, dass die von ihr porträtierten Israelis nicht nur Juden sind, sondern auch Araber, Muslime, Beduinen und Drusen – Menschen, die alle das Land als ihre Heimat ansehen und unter Terror leiden.

Auf der Website der Berliner Film‑Commission wird Sander als Schauspielerin mit einem Spielalter von 27 bis 38 Jahren geführt. Sie ist 1,76 Meter groß, hat dunkelbraune Augen und braunes Haar. Sachlich nüchtern betrachtet, könnte sich Sarah Maria Sander mit ihrem Äußeren auch in die Riege von Top-Models großer Modekonzerne einreihen. Ihre Muttersprachen sind Deutsch und Russisch, sie beherrscht außerdem Englisch, Hebräisch, Jiddisch und Ukrainisch. Neben der Schauspielerei ist sie ausgebildete Sängerin und Musikerin, spielt Klavier und betreibt Sportarten wie Boxen und Tennis. Ihren Wohnsitz teilt sie zwischen Berlin und Tel Aviv.

Der offene Brief und das YouTube‑Video
Ende Juli 2025 unterzeichneten über 200 deutsche Kulturschaffende – darunter TV‑Gesichter, Schauspieler und Musiker – einen offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz. Sie forderten angesichts der humanitären Lage im Gazastreifen einen sofortigen Stopp deutscher Waffenexporte an Israel und einen Waffenstillstand. Obwohl sie die Gräueltaten der Hamas verurteilten, prangerten sie die fortgesetzte militärische Unterstützung Israels an. Dieser Brief löste eine breite Debatte aus.

Sarah Maria Sander reagierte wenige Tage später mit einem knapp neunminütigen Video auf ihrem YouTube‑Kanal. Darin wandte sie sich direkt an die Unterzeichner des offenen Briefs und warf ihnen Opportunismus vor: Es sei „gerade im Trend, gegen Israel zu sein“. Sie bezeichnete deren Engagement als bloße Show und „Gratismut ohne Risiko, ohne Haltung“. Sander fragte die Unterzeichner provokant: „Wo wart ihr am 7. Oktober 2023? Wo waren eure Briefe, als Menschen in ihren Häusern verbrannten, als Kinder entführt und Frauen vergewaltigt wurden?“. Für sie waren die Forderungen der Kulturszene vor allem Ausdruck von Heuchelei. Das Video ging viral und wurde in kurzer Zeit über 110.000 Mal aufgerufen.

In dem Beitrag erklärte Sander auch, dass sie die deutschsprachige Kulturszene und das Berliner Theaterumfeld aus eigener Erfahrung kenne. An der Schauspielschule und in Theaterfoyers sei es Mode geworden, Israel als Aggressor darzustellen. Wer sich mit Themen beschäftige, die nicht in das dominante linke Narrativ passten, stehe allein da. Ihrer Einschätzung nach herrschte beim Thema Israel oft ein „betretenes Schweigen“. Viele glaubten, politisches Theater zu machen, doch in Wahrheit handle es sich um Haltungstheater. Sie selbst habe irgendwann erkannt, dass sie im Theater nicht über den 7. Oktober sprechen könne. Heute arbeitet sie als freie Journalistin, berichtet aus Israel und von pro‑palästinensischen Demonstrationen in Deutschland und sieht sich wegen dieser Arbeit mit Hass und Drohungen konfrontiert. Das Berliner Landeskriminalamt stufte sie deshalb als „gefährdete Person“ ein; sie trägt ihren Davidstern oft unter dem Shirt, nutzt keine Taxis unter ihrem echten Namen und meidet bestimmte Berliner Viertel.

Verlust der Hauptrolle und gerichtliche Auseinandersetzung
Zur gleichen Zeit arbeitete Sander als Co‑Autorin und Hauptdarstellerin am Kinoprojekt „Die Todessehnsucht der Maria Ohm“. Das Drehbuch basiert nach eigenen Angaben zu großen Teilen auf ihrem autobiografischen Stoff, und vertraglich war ihr die Hauptrolle zugesichert. Die Produktion war nahezu abgeschlossen, doch nach dem Streit um ihr Video kam es zu einem Eklat. Co‑Autor und Hauptdarsteller Rainer Begoihn erklärte ihr telefonisch, ihr Engagement schade dem Projekt; Festivals könnten den Film mit ihr nicht annehmen. Am 1. Dezember 2025 teilte ihr die Regisseurin Silvana Santamaria schriftlich mit, dass mehrere Schauspieler und Agenturen eine Zusammenarbeit mit Sander ablehnten. Als Gründe wurden ihre öffentlichen Äußerungen und angebliche Terminprobleme im Januar 2026 genannt. Die Produktion entschied sich daraufhin, die Hauptrolle neu zu besetzen.

Sander wurde nahegelegt, unter anderem Namen aufzutreten, um ihre politische Identität zu verschleiern; außerdem soll man sie gefragt haben, ob sie „Schauspielerin oder Aktivistin“ sein wolle. Nachdem sie sich weigerte, die Hauptrolle abzugeben, verwies die Produktion auf Terminprobleme, obwohl der erste Drehplan ihre drei Theater‑Spieltage berücksichtigte. Die Dreharbeiten begannen im Januar 2026 dennoch, und die Hauptrolle übernahm die Nachwuchsschauspielerin Vivien König. Gleichzeitig wurde eine neue Figur ins Drehbuch eingeführt und mit Julia Jentsch besetzt; ursprünglich war diese Figur männlich angelegt.

Sander reagierte mit einer fristlosen Kündigung ihres Drehbuchvertrags und beantragte eine einstweilige Verfügung. In dem Eilantrag argumentierte sie, dass Änderungen am Drehbuch ohne ihre Zustimmung eine Verletzung ihrer Urheberrechte darstellten. Das Berliner Landgericht untersagte der Produktionsfirma vorläufig, die neue Rolle weiter zu verfilmen oder zu veröffentlichen. Das Gericht sah in der Umgestaltung der Nebenfigur eine Urheberrechtsverletzung und verlangte, alle entsprechenden Szenen neu zu drehen. Regisseurin Santamaria erklärte vor Gericht, dies sei aufgrund der Drehpläne und der zeitlichen Abläufe nicht realisierbar. Die Produktionsfirma kündigte Berufung gegen den Beschluss an; sie argumentiert, die Umbesetzung habe keine politischen Gründe gehabt, sondern sei wegen Besetzungsproblemen, Risiken für Förderung und Festivals sowie Sanders angeblich mangelnder Verfügbarkeit erfolgt. Auch die Rolle sei längst abgedreht; deshalb bestehe keine Dringlichkeit mehr.

Sander und ihr Anwalt Nathan Gelbart prüfen ebenfalls Rechtsmittel. Gelbart bezeichnete die Umbesetzung als politisch motivierte Verletzung der Schauspielerrechte und nannte sie ein Beispiel für die Diskriminierung pro‑israelischer Künstler. Er wies darauf hin, dass die Produktionskosten des Films bei 1,7 Millionen Euro liegen und Begoihn 1,2 Millionen Euro aus seinem elterlichen Erbe investiert habe.

Reaktionen und gesellschaftliche Debatte
Der Fall hat eine breite öffentliche Diskussion über die Grenzen zwischen Kunst, politischem Engagement und Meinungsfreiheit ausgelöst. Befürworter von Sander sehen in ihrem Video ein mutiges Statement gegen Antisemitismus und Heuchelei in der Kulturszene. Zahlreiche Zuschauer schickten ihr Solidaritätsbekundungen; einige Kulturschaffende, die den offenen Brief nicht unterschrieben hatten, teilten ihre Ansichten privat, gaben aber an, sich nicht öffentlich äußern zu können. Gleichzeitig verdeutlicht der Fall die mögliche berufliche Konsequenz, wenn Künstler Position zu Israel beziehen.

Die Gegenseite argumentiert, dass künstlerische Produktionen nicht ohne Rücksicht auf Förderer und Festivals entstehen können. Die Produktionsfirma betont, dass keine politischen Gründe für die Umbesetzung vorlagen; sie verweist auf organisatorische Zwänge und die Sorge, dass der Film bei Festivals aufgrund der Kontroversen nicht angenommen werde. Unterstützer des offenen Briefs halten an der Forderung nach einem Waffenstillstand und einer kritischen Betrachtung der israelischen Regierung fest und sehen Sanders Video als überzogen an.

Der Konflikt spiegelt die tiefe Spaltung in der deutschen Kulturlandschaft wider, wenn es um den Nahost‑Konflikt geht. Für viele jüdische Künstler in Deutschland schafft die Situation ein Klima der Angst. Sander berichtete, dass sie aufgrund zahlreicher Hass‑ und Drohnachrichten ihren Davidstern unter der Kleidung trägt, Taxis nicht unter ihrem realen Namen bestellt und bestimmte Bezirke meidet. Zahlreiche jüdische Berliner teilen laut ihr das Gefühl, ihre Koffer seien „längst gepackt“. Diese Aussagen unterstreichen, wie stark der Nahost‑Konflikt in Deutschland antisemitische Ressentiments verstärkt und das Sicherheitsgefühl von Juden beeinträchtigt.

Ausblick und die Gefahr in Deutschland, seine Meinung zu sagen:
Die gerichtliche Auseinandersetzung um „Die Todessehnsucht der Maria Ohm“ wird in die nächste Instanz gehen. Die Entscheidung des Landgerichts hat deutlich gemacht, dass kreative Rechte auch bei politisch motivierten Konflikten geschützt werden müssen. Gleichzeitig steht die Frage im Raum, wie viel politisches Engagement sich Kulturschaffende leisten können, ohne berufliche Konsequenzen zu riskieren.

Sarah Maria Sander hat angekündigt, ihren Einsatz gegen Desinformation und Antisemitismus fortzusetzen, gut so – denn viel zu oft kommt es tagtäglich vor, dass in Deutschland die Menschen immer öfter Angst haben, ihre Meinung zu sagen. Unabhängig vom Ausgang des Prozesses hat die Debatte gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit Israel und dem Nahost‑Konflikt in Deutschland eine offene und respektvolle Diskussionskultur braucht. Der Fall wirft zudem ein beschämendes Schlaglicht auf die Realität vieler jüdischer Künstler, die trotz ihrer Leistungen im Kulturbetrieb mit Ausgrenzung und Sicherheitsrisiken konfrontiert sind, denn Deutschland ist schon lange nicht mehr der großmäulig propagierte "weltoffene Staat, wo jeder seine Meinung sagen kann", urteilen Berliner Bürger auf den Straßen der deutschen Hauptstadt

So gesehen, kämpft Sarah Maria Sander also für jeden Bürger, gegen Denunziantentum und wohlfeine Großmäuligkeit von effekthaschenden Promis, denen scheinbar nur die kurze mediale Aufmerksamkeit von Interesse ist, anstatt sich mit Themen ernsthaft zu befassen, und gegen die unbegründete Angst von Produzenten, mit ehrlichen Worten einer ehrlichen Künstlerin und Journalistin Umsätze an den Kassen zu verlieren, was für sich genommen beschämend ist…

R. Shoykhet




Vorgestellt


WakeBASE-Sprung vom Dubai Infinity Pool

Das Projekt mit dem Namen "WakeBASE" beinhaltete eine einzigartige Kombination aus Drohnen-Wakeskating und BASE-Jumping.Schauplatz dieses Kunststücks war das Address Beach Resort in Dubai, dessen Infinity-Pool 294 Meter über dem Meeresspiegel liegt und damit den Guinness-Weltrekord hält.Grubbs Herausforderung begann mit einem 94 Meter langen Wakeskating über den Pool auf dem Dach, wobei er von einer speziell entwickelten Drohne gezogen wurde.Der Stunt gipfelte in einem BASE-Sprung vom Rand des Pools, bei dem Grubb 77 Stockwerke hinabsprang, bevor er erfolgreich am Strand landete. Diese Leistung war die Verwirklichung von Grubbs siebenjährigem Traum und ein historischer Meilenstein im Extremsport.Um sich auf "WakeBASE" vorzubereiten, unterzog sich Grubb einem rigorosen Training mit der BASE-Sprunglegende Miles Daisher.Obwohl er im Dezember 2022 erst 26 BASE-Sprünge absolviert hatte, absolvierte Grubb 106 Sprünge während seines Trainings, das in Idaho, USA, und Lauterbrunnen, Schweiz, einem renommierten BASE-Sprungort, stattfand.Das Projekt umfasste auch eine Partnerschaft mit Prada, das maßgeschneiderte, für die Anforderungen von Wakeskating und BASE-Jumping optimierte Kleidung zur Verfügung stellte.Die Drohne, die bei diesem Stunt zum Einsatz kam, wurde von einem Team unter der Leitung von Sebastian Stare mit spezieller Hard- und Software entwickelt, die auf die Anforderungen von "WakeBASE" zugeschnitten ist.Die Wahl des Address Beach Resorts in Dubai war von strategischer Bedeutung, da der hohe Infinity-Pool und das architektonische Layout sowohl für den Wakeskate-Lauf als auch für den BASE-Sprung ideal waren.

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Lass dich von Dubai und seinem Zauber überraschen

Chinas gigantischer Vorsprung

Während in Deutschland Aktenordner mit Gutachten, Einsprüchen und Ausschreibungsunterlagen in den Behörden verstauben, setzen in China bereits die ersten Züge, Flugzeuge oder Ströme von Wasser ihre Reise durch neue Großprojekte fort. Dieser Kontrast ist keine moralische Bewertung, sondern der sichtbarste Unterschied zwischen zwei Systemen. Die Bundesrepublik ringt mit maroder Infrastruktur, komplizierten Genehmigungsprozessen und politischen Grabenkämpfen, während Peking mit atemberaubender Geschwindigkeit Brücken, Tunnel, Städte und Solarkraftwerke aus dem Boden stampft.Der Tunnel unter dem Bohai-MeerEin Beispiel für diesen Vorstoß ist der geplante Unterwassertunnel unter der Bohai-See, der die Hafenstädte Dalian und Yantai miteinander verbinden soll. Mit einer Länge von rund 120 Kilometern wäre er der längste Unterseetunnel der Welt. Die Fahrtzeit zwischen beiden Städten soll künftig nicht mehr sechs bis acht Stunden über Fähren oder lange Straßenumwege betragen, sondern nur noch etwa vierzig Minuten. Geplant sind zwei parallele Röhren für Hochgeschwindigkeitszüge, die mit bis zu 240 Kilometern pro Stunde durch das Gestein rasen. Ingenieure entwickeln spezielle Sensoren, wasserdichte Kammern und Notinseln, um dem seismisch aktiven Gebiet gerecht zu werden. Während Europa seit Jahrzehnten über eine lediglich drei Kilometer lange Brücke über die Meerenge von Messina debattiert, treibt China ein Projekt voran, das fast vierzigmal so lang ist und die Wirtschaftskraft ganzer Regionen enger vernetzen soll.Der Zug der ZukunftChina verfügt bereits über das weltweit längste Netz für Hochgeschwindigkeitszüge. Die Verbindung von Peking nach Guangzhou erstreckt sich über rund 2 300 Kilometer. Ein Zug nach Lhasa erklimmt Höhen von 5 000 Metern. Nun wagt sich China an einen Zug, der nicht mehr an die Atmosphärenluft gebunden ist: In Harbin im Nordosten soll demnächst eine Versuchsstrecke für einen Magnetschwebebahn‑Zug entstehen, der in einem teilvakuumierten Tunnel auf bis zu 1 000 Kilometer pro Stunde beschleunigt wird. Diese Geschwindigkeit wäre mehr als doppelt so hoch wie bei der aktuellen Transrapid‑Strecke in Shanghai. Der Betreiber World Artery sieht in dem Projekt einen Durchbruch für den Personen‑ und Güterverkehr, die Technologie könnte den Flugverkehr auf mittleren Distanzen ersetzen. Herausforderungen liegen in der Sicherheit der Passagiere und den immensen Baukosten. Gleichwohl zeigt das Projekt, wie ehrgeizig China die Grenzen der Ingenieurskunst verschiebt.Die Umleitung der FlüsseNicht nur Züge rollen in Rekordzeit, auch gewaltige Wassermassen werden umgeleitet. Seit dem Jahr 2014 fließen im Rahmen des Süd‑Nord‑Wasserumleitungsprojekts Milliarden Kubikmeter Wasser vom wasserreichen Yangtze ins trockene Nordchina. Bis Mai 2026 wurden mehr als 88 Milliarden Kubikmeter in Richtung Peking und weitere Metropolen geleitet, nahezu 200 Millionen Menschen profitieren davon. Der Osten‑ und der Zentralarm der gigantischen Anlage versorgen 48 Großstädte, die Wasserqualität liegt laut Regierung durchgängig auf hohem Niveau. Allein die zentrale Route hat über 78 Milliarden Kubikmeter transportiert. Rund 13 Milliarden Kubikmeter dienten als ökologische Auffrischung, wodurch Flüsse wieder aufgefüllt und Grundwasserspiegel angehoben wurden. In Europa wäre eine Umleitung dieser Größenordnung unvorstellbar – hier werden Pipelines über wenige Kilometer bereits von Bürgerinitiativen und Umweltauflagen ausgebremst.Solarkraft auf dem MeerAuch im Bereich der erneuerbaren Energien setzt China Maßstäbe. Vor der Küste der Provinz Shandong hat der staatliche Energiekonzern eine schwimmende Solaranlage mit einer Leistung von einem Gigawatt ans Netz angeschlossen. Die Anlage besteht aus fast 3 000 schwimmenden Plattformen auf einer Fläche von über 1 200 Hektar, ist über ein 66‑Kilovolt‑Seekabel mit dem Festland verbunden und verfügt über ein integriertes Energiespeichersystem sowie Fischzuchtbecken. Mit einem Investitionsvolumen von etwa 1,2 Milliarden US‑Dollar soll die Anlage jährlich rund 1,78 Terawattstunden Strom liefern – genug, um Millionen Menschen mit sauberer Energie zu versorgen. Europa plant derweil kleinteilig und streitet über den Bau einzelner Windparks; in China wird ein ganzer Solarpark auf dem offenen Meer errichtet, der Fischerei, Energiegewinnung und Netzstabilität miteinander verbindet.Deutschland zwischen Stillstand und ErneuerungDie Lage in Deutschland wirkt im Vergleich dazu trist. Ein Brückeneinsturz bei Dresden im Jahr 2024 und Risse auf dem Berliner Stadtring, die jahrelange Sperrungen nach sich ziehen, stehen exemplarisch für den Zustand der Infrastruktur. Öffentliche Investitionen liegen seit Jahrzehnten auf einem Tiefstand; nach Angaben des Deutschen Instituts für Urbanistik beträgt der Anteil der öffentlichen Ausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt heute weniger als die Hälfte im Vergleich zur Hochphase der 1970er Jahre. Die Folgen sind spürbar: Jede vierte Person in Deutschland hat keinen Zugang zu öffentlichem Nahverkehr, die Deutsche Bahn musste im vergangenen Jahr rund zweihundert Millionen Euro Entschädigungen wegen Verspätungen zahlen. Großprojekte wie der Bahnhof Stuttgart 21 oder der Hauptstadtflughafen BER wurden von Kostenexplosionen und jahrelangen Verzögerungen begleitet.Die Ursachen sind vielfältig: ein Dickicht aus Bau‑ und Vergaberecht, das selbst Kommunen lähmt; ein Personalmangel in Verwaltungen und Bauwirtschaft, weil viele Fachkräfte in den Ruhestand gehen; und eine politische Kultur, die den Konsens sucht, aber Entscheidungen verzögert. Eine Umfrage des Urbanistik‑Instituts ergab, dass in rund sechzig Prozent der Kommunen Bauprojekte aufgrund rechtlicher Vorgaben mindestens um ein Jahr verschoben werden müssen. Gleichzeitig belasten die Energiewende und die Digitalisierung die Investitionsbudgets zusätzlich; allein der Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft wird auf mehr als eine Billion Euro geschätzt.Was der Vergleich lehrtDer Blick nach China zeigt, wie Zukunft gestaltet werden kann, wenn politischer Wille, staatliche Finanzierung und technologische Ambition zusammentreffen. Das bedeutet nicht, dass europäische Standards für demokratische Mitsprache, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit über Bord geworfen werden sollten. Chinas Megaprojekte werden von massiven Umweltfolgen und der Umsiedlung ganzer Dörfer begleitet, und nicht jede Schnellbaumaßnahme wäre hierzulande wünschenswert. Doch der Vorsprung ist so deutlich, dass er unsere eigene Trägheit entlarvt. Während China an einem Tunnel von 120 Kilometern Länge plant, stauen sich in Deutschland die Akten für eine Ortsumgehung; während ein Magnetschwebebahn‑Zug mit 1 000 Kilometern pro Stunde getestet wird, diskutieren wir über Nachtzüge; während Millionen Menschen im Norden Chinas über einen Wasserkanal versorgt werden, drohen bei uns Dürresommer und sinkende Grundwasserspiegel.Es geht nicht darum, chinesische Praktiken zu kopieren, sondern darum, aus ihnen zu lernen: Genehmigungsverfahren zu straffen, Planungs‑ und Bauzeiten zu verkürzen und zugleich Umwelt‑ und Sozialstandards hochzuhalten. Die Technologie steht bereit, das Kapital ebenfalls; es fehlt der Mut zur Umsetzung. Chinas neues Megaprojekt ist kein Science‑Fiction, sondern Realität – und es hält uns den Spiegel vor. Wenn Europa und insbesondere Deutschland nicht endlich ins Handeln kommen, wird der Rückstand von gefühlten hundert Jahren bald sehr real sein.