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Der Wasserstand des Rheins hat sich etwas von seinen jüngsten Tiefständen erholt - bleibt aber weiter auf niedrigem Niveau. An der viel beachteten Messstelle in Kaub in Rheinland-Pfalz lag er am Sonntag bei 46 Zentimetern, wie aus Pegeldaten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervorging. Mitte August war er zeitweise auf nur noch sechs Zentimeter gesunken, was Befürchtungen vor einer Unterbrechung von Lieferketten auslöste.
Der aktuelle Wasserstand an der besonders flachen Rheinstelle bei Kaub, die für eine durchgehende Schiffbarkeit des Flusses wichtig ist, liegt damit immer noch deutlich unter dem niedrigsten mittleren Wasserstand der Vergleichsperiode 2010 bis 2020. Dieser beträgt 65 Zentimeter.
Auch andere Rheinpegel lagen inzwischen wieder über ihren zur Monatsmitte gemessenen Tiefständen. Bei Koblenz wurden am Sonntag 34 Zentimeter gemessen, dort war der Wasserstand zuletzt zeitweise ebenfalls bis in den einstelligen Bereich gefallen. In Köln waren es am Sonntag 87 Zentimeter, weiter südlich in Mainz wurden 1,47 Meter erreicht.
Hitze und Dürre führen derzeit zu teils historischem Niedrigwasser in vielen großen europäischen Flüssen - neben dem Rhein etwa auch in der Donau. Das macht der Binnenschifffahrt große Probleme, Experten sorgen sich gar um Auswirkungen auf die Konjunktur. Im Ausland ist auch die Stromversorgung betroffen. Rumänien und Bulgarien mussten jüngst die Leistung von Atomkraftwerken entlang der Donau wegen der Lage drosseln.
Die Pegelstände sagen nicht direkt etwas über die Wassertiefe im Fluss aus, da die Fahrrinnen im Rhein nach Behördenangaben generell tiefer liegen. Sie fielen aber etwa in Kaub in Bereiche, in denen die meisten Schiffe den Fluss nicht mehr befahren konnten. Um Unterbrechungen im Verkehrsfluss zu vermeiden, wurden Gegenmaßnahmen ergriffen. Zahlreiche Bundesländer lockerten das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen.
G.Gopinath--DT