Dubai Telegraph - Einigung in Baku auf höhere Klimafinanzierung - Massive Kritik an Beschlüssen

EUR -
AED 4.317112
AFN 75.233804
ALL 95.074324
AMD 432.917046
ANG 2.104051
AOA 1079.130087
ARS 1649.817038
AUD 1.627042
AWG 2.118881
AZN 2.000875
BAM 1.949123
BBD 2.361311
BDT 143.857218
BGN 1.960893
BHD 0.442684
BIF 3489.546587
BMD 1.175523
BND 1.486608
BOB 8.101249
BRL 5.777809
BSD 1.172384
BTN 110.711758
BWP 15.740082
BYN 3.313151
BYR 23040.255794
BZD 2.357923
CAD 1.608705
CDF 2662.56056
CHF 0.914968
CLF 0.026621
CLP 1047.242679
CNY 7.99444
CNH 7.993846
COP 4381.192262
CRC 538.953818
CUC 1.175523
CUP 31.151366
CVE 109.888578
CZK 24.315108
DJF 208.774843
DKK 7.473836
DOP 69.721171
DZD 155.553154
EGP 62.216231
ERN 17.632849
ETB 183.060229
FJD 2.566189
FKP 0.862431
GBP 0.866537
GEL 3.144517
GGP 0.862431
GHS 13.20676
GIP 0.862431
GMD 86.403205
GNF 10286.762779
GTQ 8.951337
GYD 245.299728
HKD 9.203007
HNL 31.167237
HRK 7.51547
HTG 153.494207
HUF 354.885766
IDR 20427.596584
ILS 3.410548
IMP 0.862431
INR 110.99937
IQD 1535.838996
IRR 1541698.748617
ISK 143.425687
JEP 0.862431
JMD 184.777048
JOD 0.833477
JPY 184.077516
KES 151.411342
KGS 102.764834
KHR 4703.886874
KMF 491.368432
KPW 1057.970627
KRW 1718.392059
KWD 0.361661
KYD 0.977053
KZT 541.853884
LAK 25710.92743
LBP 104988.064252
LKR 377.457024
LRD 215.133063
LSL 19.233815
LTL 3.471015
LVL 0.711063
LYD 7.413605
MAD 10.72247
MDL 20.048325
MGA 4897.224598
MKD 61.424591
MMK 2467.944047
MNT 4208.497087
MOP 9.452919
MRU 46.86048
MUR 55.037738
MVR 18.09991
MWK 2032.537559
MXN 20.272489
MYR 4.609214
MZN 75.127365
NAD 19.233815
NGN 1604.58964
NIO 43.142217
NOK 10.837002
NPR 177.139211
NZD 1.978635
OMR 0.452201
PAB 1.172384
PEN 4.053515
PGK 5.177265
PHP 71.136805
PKR 326.746931
PLN 4.23661
PYG 7161.468449
QAR 4.285321
RON 5.203221
RSD 116.969323
RUB 87.608797
RWF 1718.712564
SAR 4.428768
SBD 9.427029
SCR 17.485205
SDG 705.902925
SEK 10.848111
SGD 1.489464
SHP 0.877647
SLE 28.976319
SLL 24650.130384
SOS 670.004904
SRD 43.963418
STD 24330.958002
STN 24.416362
SVC 10.258858
SYP 129.990564
SZL 19.221158
THB 37.855403
TJS 10.93843
TMT 4.114331
TND 3.405335
TOP 2.830378
TRY 53.340014
TTD 7.945782
TWD 36.812697
TZS 3054.138075
UAH 51.498891
UGX 4392.951979
USD 1.175523
UYU 46.759825
UZS 14221.285105
VES 586.863492
VND 30925.665787
VUV 137.846282
WST 3.182255
XAF 653.717695
XAG 0.014629
XAU 0.000249
XCD 3.17691
XCG 2.112962
XDR 0.813015
XOF 653.717695
XPF 119.331742
YER 280.509269
ZAR 19.341593
ZMK 10581.116321
ZMW 22.320541
ZWL 378.518008
  • Goldpreis

    -32.1000

    4698.6

    -0.68%

  • DAX

    -324.9700

    24338.63

    -1.34%

  • SDAX

    40.3300

    18628.53

    +0.22%

  • MDAX

    -380.1400

    31181.06

    -1.22%

  • TecDAX

    -16.0500

    3779.72

    -0.42%

  • Euro STOXX 50

    -61.1200

    5911.53

    -1.03%

  • EUR/USD

    0.0035

    1.1767

    +0.3%

Einigung in Baku auf höhere Klimafinanzierung - Massive Kritik an Beschlüssen

Einigung in Baku auf höhere Klimafinanzierung - Massive Kritik an Beschlüssen

Die UN-Klimakonferenz in Baku ist mit einem viel kritisierten Minimalkompromiss zu Ende gegangen. Der in der Nacht zum Sonntag beschlossene neue Finanzrahmen für die Klimafinanzierung in ärmeren Ländern sieht vor, dass der jährliche Beitrag vor allem der Industriestaaten bis 2035 auf mindestens 300 Milliarden Dollar erhöht wird. Entwicklungsländer kritisierten dies allerdings als völlig unzureichend. Für Enttäuschung sorgte zudem das Fehlen neuer Beschlüsse zur Abkehr von fossilen Energieträgern.

Textgröße:

Die zweiwöchige Weltklimakonferenz endete Sonntagfrüh nach nächtelangen Verhandlungen mit anderthalbtägiger Verspätung. Der Beschluss zur Finanzierung von Klimaschutz und der Anpassung an Klimafolgen blieb weit hinter den Forderungen von Entwicklungsländern zurück, bedeutet aber eine Verdreifachung der aktuellen Verpflichtung von jährlich 100 Milliarden Dollar. Die Entwicklungsländer hatten während der Konferenz 1,3 Billionen Dollar jährlich bis 2035 gefordert, mindestens aber bis 2030 eine Erhöhung der Beiträge der Industriestaaten auf 500 Milliarden Dollar.

Die Summe von 1,3 Billionen Dollar wird nun in dem Beschluss als vage Zielgröße genannt. Um Möglichkeiten auszuloten, die Summe aufzubringen, wurde ein Prozess namens "Baku to Belem roadmap" beschlossen. Im brasilianischen Belém findet kommendes Jahr die nächste Weltklimakonferenz statt.

Industriestaaten hatten eine Einbeziehung auch wirtschaftlich starker Schwellenländer wie China gefordert. Entwicklungsländer, zu denen China formal immer noch zählt, werden in dem Beschlusstext nun allerdings lediglich "ermutigt", "auf freiwilliger Basis" Beiträge zu leisten.

Wiederholt gab es während der COP29 heftige Kritik an der aserbaidschanischen Präsidentschaft der Konferenz. Frankreichs Umweltministerin sprach "von echter Desorganisation und Führungslosigkeit". Vertreter besonders verletzlicher Länder wie der kleinen Inselstaaten hatten zwischendurch aus Protest die Verhandlungen verlassen, weil sie sich übergangen fühlten.

Nach dem Abschluss erhob die indische Unterhändlerin Chandni Raina schwere Vorwürfe. Die genannte Summe sei "abgründig klein" und "dürftig", sagte sie. Auch Vertreter weiterer Entwicklungsländer kritisierten den Beschluss scharf. Die Gruppe afrikanischer Unterhändler nannte die Vereinbarungen "zu wenig und zu spät". "Wir sind extrem enttäuscht über den Mangel an Fortschritt bei den für Afrika wichtigen Themen", sagte Chef-Unterhändler Ali Mohamed.

UN-Klimasekretär Simon Stiell räumte ein, der Beschluss sei kein Grund "für Siegesfeiern". Die Teilnehmer reisten mit "einem Berg an Arbeit" ab, sagte er. Gleichwohl beginne mit dem Beschluss "eine neue Ära". Diese Formulierung wählte auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und versprach, die EU werde weiter führend bei der "Unterstützung der Verletzlichsten" sein.

Vom Einstieg in ein neues Kapitel der Klimafinanzierung sprach auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Der Kritik der Entwicklungsländer entgegnete sie, es gebe nun zumindest "einen Startpunkt". Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) erklärte, die Ergebnisse seien zwar "unzureichend, aber wir können damit weiterarbeiten".

Die vorgesehene Unterstützung "wird den wachsenden Bedarfen der einkommensschwachen Länder im Kampf gegen die Klimakrise nicht gerecht", kritisierte Jan Kowalzig von Oxfam. Auch wegen der ungenügenden Beschlüsse zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes befinde sich die Welt weiter "auf Katastrophenkurs". Sabine Minninger von Brot für die Welt erklärte, um ein Scheitern der Konferenz zu verhindern, hätten die verletzlichsten Staaten "ein Ergebnis mitgetragen, das ihren Bedürfnissen überhaupt nicht gerecht wird".

US-Präsident Joe Biden nannte das neue Klimafinanzierungsziel hingegen "ehrgeizig" und einen "bedeutenden Schritt". Vor dem Hintergrund des anstehenden Regierungswechsels in Washington, wo im Januar der Rechtspopulist Donald Trump übernimmt, der fossile Energien wieder ausbauen will, sagte Biden, die "Revolution der sauberen Energie" könne "niemand" rückgängig machen.

Eine Bekräftigung der wegweisenden Beschlüsse der Vorgängerkonferenz von Dubai für eine Abkehr von fossilen Brennstoffen und eine Verdreifachung erneuerbarer Energien bis 2030 kam in Baku nicht zustande. Einem Beschlussentwurf zufolge hätte es lediglich einen diskreten Verweis auf diese Beschlüsse geben sollen.

Dagegen wandten sich jedoch die Delegationen Chiles, Kanadas und der Schweiz, um einen "Rückschritt" zu verhindern. Die Vorlage werde "der Realität der Klimakrise nicht gerecht", hieß es von Seiten der kleinen Inselstaaten. Der betreffende Beschlussentwurf wurde daraufhin auf das kommende Jahr vertagt.

Baerbock räumte ein, mit Blick auf die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze seien die Ergebnisse von Baku "nicht genug". Ursache dafür sei der "Widerstand von wenigen". Die Ministerin hatte zuvor bereits "Machtspiele" von Öl- und Gasstaaten kritisiert, die auch die Rückendeckung der aserbaidschanischen Präsidentschaft gehabt hätten. Habeck nannte Saudi-Arabien als Bremser.

"Es ist skandalös, dass es der Öl- und Gaslobby mit Hilfe einiger Öl-Staaten in Zusammenarbeit mit dem Gastgeberland gelungen ist, alle notwendigen Beschleunigungen zum Ausstieg von Kohle, Öl und Gas zu blockieren", erklärte Martin Kaiser von Greenpeace.

Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Ottmar Edenhofer, erklärte, die COP29 sei "kein Erfolg, sondern allenfalls die Vermeidung eines diplomatischen Desasters". Das Climate Action Network, dem zahlreiche Umwelt- und Entwicklungsorganisationen angehören, kritisierte die Klimakonferenz in Baku als "die schlimmste seit Jahren".

B.Krishnan--DT