Dubai Telegraph - EU-Parlament für umstrittenes Renaturierungsgesetz - Vorhaben aber abgeschwächt

EUR -
AED 4.322574
AFN 75.328444
ALL 95.194606
AMD 433.464747
ANG 2.106713
AOA 1080.495274
ARS 1649.750001
AUD 1.626548
AWG 2.121561
AZN 2.007687
BAM 1.951589
BBD 2.364299
BDT 144.039218
BGN 1.963373
BHD 0.443244
BIF 3493.961354
BMD 1.17701
BND 1.488488
BOB 8.111498
BRL 5.785714
BSD 1.173867
BTN 110.851824
BWP 15.759996
BYN 3.317342
BYR 23069.404958
BZD 2.360906
CAD 1.610227
CDF 2665.929005
CHF 0.915308
CLF 0.026696
CLP 1050.694279
CNY 8.004554
CNH 7.997792
COP 4414.330639
CRC 539.635671
CUC 1.17701
CUP 31.190777
CVE 110.027602
CZK 24.319096
DJF 209.038973
DKK 7.472493
DOP 69.809378
DZD 155.749951
EGP 62.213712
ERN 17.655157
ETB 183.291826
FJD 2.569369
FKP 0.863522
GBP 0.865579
GEL 3.148506
GGP 0.863522
GHS 13.223469
GIP 0.863522
GMD 86.511662
GNF 10299.776981
GTQ 8.962662
GYD 245.610066
HKD 9.214347
HNL 31.206668
HRK 7.534637
HTG 153.688399
HUF 355.016994
IDR 20438.786586
ILS 3.414857
IMP 0.863522
INR 111.139859
IQD 1537.782049
IRR 1543649.214499
ISK 143.654219
JEP 0.863522
JMD 185.010817
JOD 0.834476
JPY 184.647631
KES 151.658084
KGS 102.894841
KHR 4709.837953
KMF 491.990283
KPW 1059.309109
KRW 1722.434243
KWD 0.362119
KYD 0.978289
KZT 542.539405
LAK 25743.455369
LBP 105120.888918
LKR 377.93456
LRD 215.405237
LSL 19.258148
LTL 3.475406
LVL 0.711962
LYD 7.422984
MAD 10.736036
MDL 20.073689
MGA 4903.420275
MKD 61.502301
MMK 2471.066343
MNT 4213.821428
MOP 9.464878
MRU 46.919765
MUR 55.107531
MVR 18.125671
MWK 2035.109005
MXN 20.261177
MYR 4.6127
MZN 75.222959
NAD 19.258148
NGN 1597.203615
NIO 43.196798
NOK 10.837965
NPR 177.363317
NZD 1.977825
OMR 0.452773
PAB 1.173867
PEN 4.058643
PGK 5.183815
PHP 71.200373
PKR 327.160312
PLN 4.238921
PYG 7170.528714
QAR 4.290742
RON 5.223336
RSD 117.117305
RUB 87.567974
RWF 1720.886977
SAR 4.434371
SBD 9.438955
SCR 17.507326
SDG 706.800354
SEK 10.872422
SGD 1.492443
SHP 0.878757
SLE 29.013211
SLL 24681.316266
SOS 670.852554
SRD 44.019063
STD 24361.740086
STN 24.447252
SVC 10.271837
SYP 130.155021
SZL 19.245476
THB 38.00536
TJS 10.952269
TMT 4.119537
TND 3.409643
TOP 2.833959
TRY 53.388487
TTD 7.955834
TWD 36.859249
TZS 3051.390651
UAH 51.564044
UGX 4398.509681
USD 1.17701
UYU 46.818982
UZS 14239.277031
VES 587.605958
VND 30964.791103
VUV 138.020677
WST 3.186281
XAF 654.54474
XAG 0.014694
XAU 0.000251
XCD 3.18093
XCG 2.115635
XDR 0.814044
XOF 654.54474
XPF 119.331742
YER 280.864108
ZAR 19.340988
ZMK 10594.50831
ZMW 22.34878
ZWL 378.996887
  • EUR/USD

    -0.0029

    1.1761

    -0.25%

  • Goldpreis

    -35.8000

    4694.9

    -0.76%

  • DAX

    -324.9700

    24338.63

    -1.34%

  • Euro STOXX 50

    -61.1200

    5911.53

    -1.03%

  • MDAX

    -380.1400

    31181.06

    -1.22%

  • SDAX

    40.3300

    18628.53

    +0.22%

  • TecDAX

    -16.0500

    3779.72

    -0.42%

EU-Parlament für umstrittenes Renaturierungsgesetz - Vorhaben aber abgeschwächt
EU-Parlament für umstrittenes Renaturierungsgesetz - Vorhaben aber abgeschwächt / Foto: FREDERICK FLORIN - AFP

EU-Parlament für umstrittenes Renaturierungsgesetz - Vorhaben aber abgeschwächt

Das EU-Parlament hat gegen den massiven Widerstand konservativer und rechter Abgeordneter für das Renaturierungsgesetz gestimmt. Eine knappe Mehrheit der Abgeordneten votierte am Mittwoch in Straßburg allerdings für einen deutlich abgeschwächten Entwurf des Naturschutzgesetzes. Umweltschützer begrüßten die Entscheidung dennoch als wegweisend. Der Bauernverband befürchtet hingegen Belastungen für Landwirte.

Textgröße:

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass in den kommenden Jahrzehnten gefährdete Ökosysteme in der EU wieder hergestellt werden. Bis 2030 sollen für mindestens 20 Prozent der Flächen und Meeresgebiete in der EU Renaturierungsmaßnahmen eingeführt werden. Vorgesehen sind auch etwa Beschränkungen beim Pestizideinsatz. Eine Reihe von Vorgaben, etwa zur Wiederbewässerung trockengelegter Moore, wurden vom Parlament jedoch entschärft.

Auch sprachen sich die Abgeordneten weder für die Schaffung neuer Schutzgebiete aus, noch wollen sie, dass zum Wohle des Naturschutzes der Ausbau der erneuerbaren Energien behindert wird. Das künftige Gesetz soll außerdem eine Klausel enthalten, wonach Zielsetzungen beim Naturschutz verschoben werden können, wenn sich dadurch "außergewöhnliche sozioökonomische Folgen" ergeben.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) sprach dennoch von einem "historischen" Erfolg. Im EU-Parlament habe sich "das Verantwortungsbewusstsein für künftige Generationen durchgesetzt". "Die heutige Abstimmung ist ein wichtiger Sieg für den Natur- und Klimaschutz und den demokratischen Gesetzgebungsprozess", erklärte die Deutsche Umwelthilfe. Denn das bisherige Verfahren sei von einer "beispiellosen Desinformationskampagne konservativer und rechter Kräfte" begleitet worden.

Die konservative EVP-Fraktion und ihr Vorsitzender, Manfred Weber (CSU), sehen das Gesetz wegen potenzieller Nachteile für Landwirte sehr kritisch. Ein Antrag auf Ablehnung des Vorhabens fand bei der Abstimmung trotz Unterstützung weiterer Rechtsfraktionen jedoch knapp keine Mehrheit. Für Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die selbst der EVP angehört, ist die Sache heikel, denn die Naturschutzpläne sind zentraler Teil ihres Klimaschutzpakets "Green Deal", mit dem die EU bis 2050 klimaneutral werden soll.

Der Vorsitzende des Agrarausschusses im EU-Parlament, Norbert Lins (CDU), machte vor allem von der Leyens Stellvertreter, den Niederländer Frans Timmermans, verantwortlich: Der Sozialdemokrat treibe mit seiner ideologischen Politik "einen Keil zwischen die städtischen und ländlichen Gebiete Europas". "Diese Verordnung gefährdet durch einen gewollten massiven Rückgang der Agrarflächen unsere Ernährungssicherheit", erklärte die AfD-Europaabgeordnete Sylvia Limmer.

"Ich bin froh, dass dieses zentrale Vorhaben von Ursula von der Leyen eine Mehrheit gefunden hat", erklärte hingegen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne). "In den Beratungen wurden Bedenken ernstgenommen und aufgegriffen." Der Deutsche Bauernverband (DBV), der die konventionelle Landwirtschaft vertritt, befürchtet aber trotz der Entschärfung einiger Naturschutzvorgaben "eine Belastung für die deutsche und europäische Landwirtschaft".

Der Deutscher Forstwirtschaftsrat erwartet sogar "enorme Einschränkungen". "Offensichtlich will die Mehrheit des EU-Parlaments weiterhin eine ideologische Forst- und Klimapolitik machen", erklärte Verbandspräsident Georg Schirmbeck. Gerade wegen des Klimawandels brauche es aktives Waldmanagement, weil natürliche Anpassungsprozesse nicht Schritt halten könnten.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sprach hingegen von einem "Riesenerfolg für die Natur": "Das Gesetz schützt die Natur, damit sie uns schützen kann gegen die Klimakrise und gegen das Artenaussterben."

Das Parlament machte mit seinem Beschluss den Weg für finale Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten frei.

H.El-Din--DT