Dubai Telegraph - OECD: Deutschland gut bei beruflicher Bildung - Kritik an sozialer Ungleichheit

EUR -
AED 4.261414
AFN 74.847626
ALL 91.953214
AMD 421.045477
ANG 2.076786
AOA 1065.207702
ARS 1751.367741
AUD 1.617447
AWG 2.090092
AZN 1.977213
BAM 1.956941
BBD 2.336222
BDT 143.133449
BGN 1.968389
BHD 0.437513
BIF 3460.017253
BMD 1.160357
BND 1.470657
BOB 14.440419
BRL 5.942784
BSD 1.159871
BTN 110.773447
BWP 15.626043
BYN 3.522654
BYR 22742.987576
BZD 2.33282
CAD 1.608197
CDF 2676.942886
CHF 0.947223
CLF 0.027681
CLP 1093.009876
CNY 7.783962
CNH 7.782558
COP 3587.497426
CRC 522.502377
CUC 1.160357
CUP 30.749447
CVE 110.669049
CZK 24.254589
DJF 206.54597
DKK 7.477806
DOP 68.635543
DZD 154.700207
EGP 59.613647
ERN 17.405348
ETB 186.937928
FJD 2.582664
FKP 0.857552
GBP 0.857681
GEL 3.021407
GGP 0.857552
GHS 13.280327
GIP 0.857552
GMD 85.290672
GNF 10197.90162
GTQ 8.856163
GYD 242.671482
HKD 9.102591
HNL 31.156023
HRK 7.538725
HTG 151.598385
HUF 363.749008
IDR 20430.397054
ILS 3.517447
IMP 0.857552
INR 110.926196
IQD 1520.647205
IRR 1595026.057673
ISK 139.649353
JEP 0.857552
JMD 183.216029
JOD 0.822739
JPY 178.202957
KES 150.255011
KGS 101.473623
KHR 4706.406407
KMF 493.151923
KPW 1044.321199
KRW 1556.583891
KWD 0.357808
KYD 0.966564
KZT 523.395149
LAK 25962.977294
LBP 103869.157612
LKR 381.322318
LRD 202.403238
LSL 18.821425
LTL 3.426232
LVL 0.701889
LYD 7.336119
MAD 10.876606
MDL 20.100719
MGA 5023.18373
MKD 61.560891
MMK 2436.358788
MNT 4174.766243
MOP 9.369262
MRU 46.472718
MUR 54.502384
MVR 17.927947
MWK 2014.3793
MXN 19.691487
MYR 4.723004
MZN 74.158822
NAD 18.8021
NGN 1539.282968
NIO 42.440084
NOK 10.77786
NPR 177.232566
NZD 1.995798
OMR 0.446598
PAB 1.159876
PEN 3.89242
PGK 5.15899
PHP 72.715486
PKR 321.552285
PLN 4.324823
PYG 6868.856678
QAR 4.228065
RON 5.256187
RSD 117.216938
RUB 97.647371
RWF 1710.890108
SAR 4.377213
SBD 9.297943
SCR 15.992224
SDG 697.958705
SEK 11.251285
SGD 1.470292
SHP 0.858982
SLE 28.487183
SLL 24332.094918
SOS 662.883617
SRD 43.998983
STD 24017.036986
STN 24.514187
SVC 10.148917
SYP 15086.955221
SZL 18.802009
THB 38.344025
TJS 10.729055
TMT 4.072851
TND 3.385274
TOP 2.79386
TRY 56.189456
TTD 7.87259
TWD 36.71821
TZS 3071.411507
UAH 51.665599
UGX 4488.616945
USD 1.160357
UYU 46.687219
UZS 13639.952341
VES 964.775755
VND 30079.341604
VUV 136.797144
WST 3.160904
XAF 655.957
XAG 0.017994
XAU 0.000267
XCD 3.135922
XCG 2.090419
XDR 0.820432
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 275.062932
ZAR 18.706351
ZMK 10444.605168
ZMW 22.386631
ZWL 373.634322
SSP 6558.070077
MXV 2.233452
  • DAX

    207.3600

    25568.56

    +0.81%

  • MDAX

    67.3900

    31663.79

    +0.21%

  • Euro STOXX 50

    56.1600

    6325.13

    +0.89%

  • SDAX

    -68.2200

    18346.58

    -0.37%

  • EUR/USD

    -0.0011

    1.1602

    -0.09%

  • Goldpreis

    1.6000

    4408.9

    +0.04%

  • TecDAX

    39.7700

    3980.48

    +1%

OECD: Deutschland gut bei beruflicher Bildung - Kritik an sozialer Ungleichheit
OECD: Deutschland gut bei beruflicher Bildung - Kritik an sozialer Ungleichheit / Foto: Brandon Bell - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

OECD: Deutschland gut bei beruflicher Bildung - Kritik an sozialer Ungleichheit

Eine OECD-Studie hat Deutschland gute Ergebnisse bei beruflicher Bildung und Beschäftigung junger Menschen attestiert - warnt aber vor sozialen Ungleichheiten. Während Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) am Dienstag vor allem den deutschen Spitzenwert bei den MINT-Hochschulabschlüssen lobte, betonten Opposition und Gewerkschaften den Handlungsauftrag für die Bundesregierung.

Textgröße:

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) analysierte für die Studie "Bildung auf einen Blick 2025" die Bildungssysteme der 38 OECD-Staaten sowie weiterer Beitrittsländer und Partnerstaaten.

Wie das Bildungs- und das Forschungsministerium unter Verweis auf die Studie mitteilten, befinden sich hierzulande 59  Prozent der 18- bis 24-Jährigen in Ausbildung oder Studium. Damit liegt Deutschland über dem OECD-Durchschnitt von 53  Prozent. Nur zehn Prozent sind demnach weder in Bildung noch Beschäftigung, auch dies ist deutlich weniger als der OECD-Wert von 14  Prozent. Dasselbe gilt für die Jugendarbeitslosigkeit: Diese liegt mit 2,7  Prozent ebenfalls unter dem Durchschnitt.

In Deutschland schließen außerdem überdurchschnittlich viele Hochschulabsolventinnen und -absolventen in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik ab - 34 Prozent. Dies ist laut Studie der höchste Anteil unter den OECD-Ländern; der Durchschnitt liegt bei 23 Prozent.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) nannte die Studie deshalb "ermutigend". Diese zeige: "Deutschland ist ein hochqualifiziertes MINT-Land." Das Potenzial gelte es weiter zu heben.

Auch bei weiteren Kriterien gibt es Erfolge: Den Angaben zufolge stieg in den vergangenen fünf Jahren die Erwerbsquote der 25- bis 34-Jährigen ohne Sekundarabschluss von 59 auf 61  Prozent, der Anteil mit Bachelor-Abschluss von 21 auf 23  Prozent.

Die beiden deutschen Ministerien sehen trotz der Fortschritte allerdings weiterhin "Herausforderungen". So sei die Arbeitslosenquote bei geringqualifizierten Erwachsenen weiterhin hoch, zudem bestünden nach wie vor soziale Ungleichheiten beim Zugang zu frühkindlicher Bildung. "Der familiäre Hintergrund hat weiterhin großen Einfluss auf die Bildungschancen", hält die OECD dazu in ihrem Bericht fest.

Für die Berliner Bildungssenatorin und Vertreterin der Bildungsministerkonferenz, Katharina Günther-Wünsch (CDU), verdeutlicht der OECD-Bericht deshalb auch den Handlungsbedarf. "Noch immer verlassen zu viele Jugendliche die Schule ohne Abschluss, und die Herkunft prägt den Bildungserfolg nach wie vor zu stark", erklärte sie.

Ähnlich bewerten Opposition und Verbände die Ergebnisse der Studie. "Der Bund muss Länder und Kommunen mit gezielten Investitionen in die Bildung stärker unterstützen", forderte die Grünen-Bildungspolitikerin Anja Reinalter. Dazu gehörten unter anderem zusätzliche Mittel für Kitas, den Ganztagsausbau sowie die Sanierung von Schulen.

Die OECD attestiere Deutschland "Jahr für Jahr die Unterfinanzierung des Bildungssystems", kritisierte die Bildungsexpertin der Linksfraktion, Nicole Gohlke. Dies sei "erneut Beleg dafür, wie falsch die Bundesregierung ihre Prioritäten setzt".

Für die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Elke Hannack, bleibt Chancengleichheit "die zentrale Herausforderung des Bildungssystems". Notwendig seien endlich mehr Investitionen in Bildungseinrichtungen und mehr Geld im System. Deutschland gebe noch immer zehn Milliarden Dollar pro Jahr weniger aus als der OECD-Durchschnitt, sagte sie.

"Deutschland versagt weiterhin bei der Chancengleichheit", erklärte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern. "Während die Bundesregierung heute MINT-Erfolge feiert, zeigen die Daten eine erhebliche Bildungsungerechtigkeit." Finnern forderte strukturelle Reformen statt einzelner Programme.

G.Gopinath--DT