Dubai Telegraph - Habeck warnt vor "dramatischem" Fachkräftemangel und gibt verhaltenen Ausblick

EUR -
AED 4.184053
AFN 74.618673
ALL 88.85418
AMD 417.545026
AOA 1045.742925
ARS 1708.2429
AUD 1.632259
AWG 2.050476
AZN 1.93108
BAM 1.960892
BBD 2.294148
BDT 140.615164
BHD 0.429586
BIF 3394.676737
BMD 1.139153
BND 1.47352
BOB 12.979707
BRL 5.85092
BSD 1.139053
BTN 109.103853
BWP 15.690678
BYN 3.267471
BYR 22327.404041
BZD 2.290849
CAD 1.606662
CDF 2591.573817
CHF 0.932853
CLF 0.027035
CLP 1064.004037
CNY 7.713492
CNH 7.710598
COP 3663.004289
CRC 518.243552
CUC 1.139153
CUP 30.187562
CVE 110.896247
CZK 24.182117
DJF 202.450838
DKK 7.475805
DOP 66.413869
DZD 151.914077
EGP 57.515116
ERN 17.087299
ETB 182.494234
FJD 2.541166
FKP 0.856274
GBP 0.857042
GEL 2.984233
GGP 0.856274
GHS 13.271048
GIP 0.856274
GMD 84.297612
GNF 9978.982699
GTQ 8.689528
GYD 238.258734
HKD 8.932499
HNL 30.619893
HRK 7.537552
HTG 148.865937
HUF 361.079739
IDR 20602.725994
ILS 3.485359
IMP 0.856274
INR 108.901059
IQD 1492.29078
IRR 1566478.136432
ISK 142.211756
JEP 0.856274
JMD 180.378425
JOD 0.807619
JPY 186.582107
KES 147.523123
KGS 99.618899
KHR 4603.954214
KMF 493.253228
KRW 1655.429135
KWD 0.353821
KYD 0.949161
KZT 544.762302
LAK 25807.517283
LBP 102011.174897
LKR 382.764
LRD 206.417527
LSL 19.126114
LTL 3.363624
LVL 0.689063
LYD 7.296236
MAD 10.671553
MDL 20.161268
MGA 4909.750792
MKD 61.679906
MMK 2392.421433
MNT 4096.203526
MOP 9.199991
MRU 45.62885
MUR 54.098476
MVR 17.611437
MWK 1977.570402
MXN 19.86421
MYR 4.660505
MZN 72.803345
NAD 19.126911
NGN 1556.971808
NIO 41.858752
NOK 11.038286
NPR 174.566566
NZD 1.96893
OMR 0.438004
PAB 1.139058
PEN 3.877715
PGK 5.006575
PHP 69.989341
PKR 316.524664
PLN 4.325992
PYG 6851.793424
QAR 4.151647
RON 5.231443
RSD 117.405694
RUB 89.70867
RWF 1668.859537
SAR 4.28195
SBD 9.186869
SCR 15.385122
SDG 684.065219
SEK 11.036155
SGD 1.47133
SLE 27.623884
SOS 651.022496
SRD 43.118662
STD 23578.172693
STN 24.947457
SVC 9.966883
SZL 19.120692
THB 38.207252
TJS 10.496157
TMT 3.998428
TND 3.377579
TRY 53.965193
TTD 7.747084
TWD 36.88077
TZS 3014.7698
UAH 51.223322
UGX 4300.148181
USD 1.139153
UYU 45.758831
UZS 13678.952897
VES 845.117297
VND 29999.601296
VUV 135.749045
WST 3.13382
XAF 657.661996
XAG 0.019937
XAU 0.000283
XCD 3.078618
XCG 2.052822
XDR 0.817036
XOF 653.301676
XPF 119.331742
YER 271.289043
ZAR 18.997777
ZMK 10253.744608
ZMW 21.300315
ZWL 366.806887
  • TecDAX

    28.3500

    3837.11

    +0.74%

  • DAX

    102.9800

    25464.01

    +0.4%

  • MDAX

    288.8200

    32395.32

    +0.89%

  • SDAX

    76.1700

    18352.55

    +0.42%

  • Euro STOXX 50

    7.3000

    6289.51

    +0.12%

  • Goldpreis

    -12.4000

    4026.3

    -0.31%

  • EUR/USD

    0.0015

    1.139

    +0.13%

Habeck warnt vor "dramatischem" Fachkräftemangel und gibt verhaltenen Ausblick
Habeck warnt vor "dramatischem" Fachkräftemangel und gibt verhaltenen Ausblick

Habeck warnt vor "dramatischem" Fachkräftemangel und gibt verhaltenen Ausblick

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat einen verhaltenen Ausblick auf die diesjährige Wirtschaftsentwicklung gegeben und mittelfristig vor einer "dramatischen Fach- und Arbeitskräftelücke" gewarnt. Nötig seien mehr Gegenmaßnahmen, sagte er am Freitag in seiner Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht und verwies neben der Qualifizierung auf die Fachkräftezuwanderung. Zugleich kritisierte er die Union für ihre geplante Klage gegen den Nachtragshaushalt. Habeck fing sich wiederum erneut Kritik am KfW-Förderstopp für energieeffiziente Gebäude ein.

Textgröße:

Im Zusatzkapitel des Jahreswirtschaftsberichts finde sich die für ihn "erschreckendste Zahl", nämlich dass zehn Prozent derjenigen, die eine Schule besuchen, diese ohne einen Abschluss wieder verlassen, sagte Habeck im Bundestag. "Das kann so nicht bleiben", fügte er hinzu. "Wenn wir über Fachkräftemangel reden, ist das die erste Aufgabe, die wir angehen müssen." Zudem leide die Wirtschaft mittelfristig unter einem "Investitionsstau" - es gebe zu lange Planungszeiten und die Genehmigungsverfahren dauerten zu lang.

Den Jahreswirtschaftsbericht 2022 hatte Habeck am Mittwoch nach dem Beschluss durch das Kabinett vorgestellt - darin zeigt sich die Regierung vorsichtig optimistisch und geht in diesem Jahr von einem Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent aus. Bei der Inflation rechnet sie mit im Schnitt hohen 3,3 Prozent.

Die Wirtschaft bewege sich indes in einer "Zeit, die viele Unsicherheiten bereithält", sagte Habeck. Die Corona-Krise sei nicht vorbei, wenn Inzidenzen zurückgingen, sondern die Folgen seien nach zwei Jahren "wirtschaftlicher Erlahmung" noch immer gravierend. An die Union gerichtet sagte der Minister, diese möge ihre Klage gegen den Nachtragshaushalt überdenken. "Sie schaden damit tatsächlich dem Aufschwung der deutschen Wirtschaft."

Der Haushalt sieht vor, dass der Energie- und Klimafonds (EKF) um 60 Milliarden Euro aufgestockt wird, um zusätzliche Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung zu finanzieren. Dazu werden nicht benötigte Kreditermächtigungen verwendet. Die Unionsfraktion hält das Vorgehen für verfassungswidrig und will vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

Habeck ging vor den Abgeordneten auch auf die Pläne ein, den Fokus künftig auf die Entwicklung hin zu einer "sozial-ökologischen Marktwirtschaft" zu legen. Er spricht sich dafür aus, dass die wirtschaftliche Erholung zugleich mit effektivem Klimaschutz und nachhaltigem Fortschritt einhergehen müsse, um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Es sei durchaus möglich, "das BIP-Wachstum von den Treibhausgasemissionen zu entkoppeln", sagte Habeck im Bundestag. Die sozial-ökologische Marktwirtschaft sei ein ausgewogenes Wachstumsmodell, das unter anderem auf eine höhere Binnennachfrage abziele, verteidigte er den Ansatz.

Der CDU-Politiker und Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn sagte, in Zeiten "großer wirtschaftlicher Unsicherheit" brauche die Wirtschaft Sicherheit und Vertrauen. Stattdessen würden tausende "Häuslebauer über Nacht verunsichert und vor den Kopf gestoßen", fügte er mit Blick auf die gestoppte KfW-Förderung hinzu. Zudem forderte Spahn den Wirtschaftsminister auf, einen Plan gegen die hohe Inflation und für ein stabiles Wachstum vorzulegen. "Wir wollen Taten sehen."

Die ehemalige Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) kritisierte ebenfalls, dass für tausende Menschen die "Träume von den eigenen vier Wänden" nun geplatzt seien. Der Förderstopp sei "nicht verlässlich und nicht nachhaltig". Klöckner warf der Regierung zudem Versuche einer "staatlichen Lenkung" vor. Die soziale Marktwirtschaft "ist und bleibt ein Erfolgsmodell".

Der Linken-Politiker Christian Leye begrüßte es als "Fortschritt", dass im Jahreswirtschaftsbericht die soziale Ungleichheit skizziert werde. Dies müsse jedoch auch Folgen für die Politik haben. Die wirtschaftliche Transformation müsse auch "aus der Perspektive der Menschen mit niedrigen Einkommen gedacht werden, damit sie nachhaltig sein kann".

Y.Sharma--DT