Dubai Telegraph - Agora Energiewende: Deutsche Emissionsziele 2022 erneut verfehlt

EUR -
AED 4.292155
AFN 73.630022
ALL 95.660722
AMD 433.820933
ANG 2.091891
AOA 1072.89358
ARS 1625.640519
AUD 1.639926
AWG 2.106635
AZN 1.989439
BAM 1.952742
BBD 2.354712
BDT 143.445359
BGN 1.94956
BHD 0.441283
BIF 3478.139667
BMD 1.16873
BND 1.492856
BOB 8.078349
BRL 5.86585
BSD 1.169069
BTN 110.82744
BWP 15.802186
BYN 3.291945
BYR 22907.102646
BZD 2.351318
CAD 1.597712
CDF 2711.453101
CHF 0.923768
CLF 0.026873
CLP 1057.665303
CNY 7.992066
CNH 7.998383
COP 4249.174042
CRC 531.66739
CUC 1.16873
CUP 30.971338
CVE 110.883264
CZK 24.386484
DJF 207.706755
DKK 7.472759
DOP 69.393369
DZD 155.010938
EGP 61.966036
ERN 17.530946
ETB 183.490384
FJD 2.577809
FKP 0.865002
GBP 0.866187
GEL 3.143842
GGP 0.865002
GHS 13.078328
GIP 0.865002
GMD 85.317404
GNF 10255.603616
GTQ 8.931974
GYD 244.595908
HKD 9.159341
HNL 31.100055
HRK 7.53574
HTG 153.120208
HUF 365.405106
IDR 20279.506037
ILS 3.473991
IMP 0.865002
INR 110.932261
IQD 1531.035942
IRR 1537463.955859
ISK 143.800767
JEP 0.865002
JMD 183.32291
JOD 0.828645
JPY 187.12067
KES 150.918829
KGS 102.181223
KHR 4686.606051
KMF 493.203668
KPW 1051.817796
KRW 1736.241647
KWD 0.359876
KYD 0.97427
KZT 541.501988
LAK 25682.835559
LBP 105068.006298
LKR 373.525046
LRD 214.900133
LSL 19.71662
LTL 3.450955
LVL 0.706953
LYD 7.421745
MAD 10.82682
MDL 20.126395
MGA 4850.228543
MKD 61.643688
MMK 2454.30857
MNT 4182.750656
MOP 9.437521
MRU 46.72645
MUR 54.731158
MVR 18.062732
MWK 2035.344994
MXN 20.478827
MYR 4.62701
MZN 74.687662
NAD 19.716257
NGN 1607.611388
NIO 42.904043
NOK 10.895173
NPR 177.323546
NZD 2.00069
OMR 0.449393
PAB 1.169069
PEN 4.118602
PGK 5.072442
PHP 72.164437
PKR 325.929515
PLN 4.259839
PYG 7273.609264
QAR 4.258269
RON 5.103147
RSD 117.408282
RUB 87.358859
RWF 1707.514131
SAR 4.383217
SBD 9.395231
SCR 16.265293
SDG 701.853831
SEK 10.862957
SGD 1.49591
SHP 0.872575
SLE 28.748379
SLL 24507.673526
SOS 667.929265
SRD 43.781816
STD 24190.345689
STN 24.77707
SVC 10.229979
SYP 129.419402
SZL 19.692922
THB 38.276234
TJS 10.960289
TMT 4.096398
TND 3.380258
TOP 2.814021
TRY 52.797319
TTD 7.949551
TWD 36.980363
TZS 3032.853161
UAH 51.529303
UGX 4355.179631
USD 1.16873
UYU 46.527137
UZS 14083.192775
VES 567.520844
VND 30803.04068
VUV 138.345073
WST 3.174125
XAF 654.928556
XAG 0.016218
XAU 0.000256
XCD 3.15855
XCG 2.107
XDR 0.815444
XOF 653.319985
XPF 119.331742
YER 278.888106
ZAR 19.636238
ZMK 10519.964604
ZMW 22.066443
ZWL 376.330495
  • EUR/USD

    -0.0013

    1.1671

    -0.11%

  • SDAX

    50.9600

    17641.57

    +0.29%

  • DAX

    -63.7000

    23954.56

    -0.27%

  • MDAX

    -46.6800

    30010.78

    -0.16%

  • Goldpreis

    16.8000

    4578.3

    +0.37%

  • Euro STOXX 50

    -19.6200

    5816.48

    -0.34%

  • TecDAX

    28.3000

    3624.95

    +0.78%

Agora Energiewende: Deutsche Emissionsziele 2022 erneut verfehlt
Agora Energiewende: Deutsche Emissionsziele 2022 erneut verfehlt / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Agora Energiewende: Deutsche Emissionsziele 2022 erneut verfehlt

Trotz eines gesunkenen Energieverbrauchs und eines hohen Anteils der Erneuerbaren hat Deutschland 2022 die Ziele zur Senkung der Treibhausgasemissionen erneut verfehlt. Grund dafür ist maßgeblich die gestiegene Kohleverstromung wegen der Rekordpreise für Erdgas, wie das Thinktank Agora Energiewende in seiner am Mittwoch veröffentlichten Auswertung mitteilte. Auch im Verkehrs- und Gebäudesektor wurden die Ziele erneut verfehlt, erklärte die Experten und Experten und forderten 2023 eine "Trendwende".

Textgröße:

Die Emissionen betrugen laut Agora Energiewende im vergangenen Jahr rund 761 Millionen Tonnen CO2 und stagnierten damit "auf hohem Niveau". Das Emissionsziel von 756 Millionen Tonnen CO2 wurde demnach um fünf Millionen Tonnen überschritten. Die Minderung der Emissionen lag zudem verglichen mit dem Referenzjahr 1990 bei knapp 39 Prozent - und damit zum zweiten Mal hinter dem 2020 erreichten Ziel von 40 Prozent.

Zwar sei der Energieverbrauch 2022 um 4,7 Prozent im Vergleich zu 2021 zurückgegangen und der Anteil der erneuerbaren Energien auf ein Rekordhoch von 46 Prozent gestiegen, hieß es weiter. Das lag unter anderem am günstigen Wetter.

Der aus Kosten- und Kapazitätsgründen wieder verstärkte Einsatz von Kohle und Öl habe die dadurch erreichten Emissionsminderungen jedoch zunichte gemacht. Stattdessen nahm der CO2-Ausstoß im Energiesektor sogar im Jahresvergleich um acht Millionen Tonnen zu. Ende 2022 waren laut Agora Energiewende zwei Gigawatt mehr Kohlekapazitäten im Markt als Ende 2021. Das stehe "im klaren Widerspruch zu den Klimazielen", erklärten die Expertinnen und Experten und forderten einen Ausstieg bis 2030.

"Das Rekordjahr für die Erneuerbaren Energien ist wetterbedingt und damit kein struktureller Beitrag zum Klimaschutz", ordnete Agora-Direktor Simon Müller die Ergebniss ein. Tatsächlich habe es etwa beim Ausbau bei der Windenergie keine großen Fortschritte gegeben. Die Regierung müsse hier "schnell nachbessern, denn wir brauchen ab 2023 eine Verdreifachung beim Zubau, um das 2030-Erneuerbaren-Ziel zu erreichen", fügte er hinzu. Vor allem der "schnelle Ausbau von Solarenergie" könne die Preise "zügig dämpfen".

Die Industrie verzeichnete trotz des verstärkten Einsatzes von Kohle und Öl als Ersatz für Erdgas einen leichten Emissionsrückgang um acht Millionen Tonnen, der laut Agora neben Sparmaßnahmen vor allem auf reduzierte Produktion zurückzuführen ist. So halte der Sektor zwar sein Klimaziel ein, ohne allerdings strukturelle Maßnahmen für nachhaltigen Klimaschutz zu unternehmen.

Erneut verfehlt wurden laut Agora Energiewende die Emissionsziele in den Bereichen Verkehr und Gebäude: Der Gebäudebereich überzog demnach mit 113 Millionen Tonnen CO2 das Sektorziel um fünf Millionen Tonnen - und das, obwohl die Energiekrise zu einem starken Verbrauchsrückgang besonders bei Erdgas führte. Die Agora-Experten kritisierten hier "jahrelange Versäumnisse bei der Wärmewende".

Im Verkehr lag der CO2-Ausstoß mit 150 Millionen Tonnen zudem "deutlich über dem erlaubten Wert von 139 Millionen Tonnen CO2", hieß es weiter. Es fehlten in diesem Sektor vor allem politische Maßnahmen zur Emissionsreduktion, kritisierte Agora Energiewende.

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) bezeichnete es als "Skandal, dass Teile der Bundesregierung - trotz der absehbaren Zielverfehlung - weiterhin den Klimaschutz aktiv verhindern". So habe das Verkehrsministerium noch immer kein Sofortprogramm vorgelegt, um die Lücke im Verkehrssektor bis 2030 zu schließen.

Die Grünen-Politikerin Katharina Dröge forderte von Minister Volker Wissing (FDP) ebenfalls "dringend mehr Tempo und mehr Ambitionen, um endlich ausreichende und konkrete Vorschläge zur Einhaltung der Klimaziele zu liefern". Dabei reiche eine Maßnahme allein nicht aus, sagte sie zu AFP, nötig seien Reformen bei der Pendlerpauschale und beim Dienstwagenprivileg sowie mehr Investitionen in die Schiene und den Nahverkehr.

Z.W.Varughese--DT