Dubai Telegraph - Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt

EUR -
AED 4.211078
AFN 73.964505
ALL 91.445808
AMD 417.018999
ANG 2.052926
AOA 1051.479809
ARS 1736.312648
AUD 1.611599
AWG 2.066841
AZN 1.972971
BAM 1.954951
BBD 2.311488
BDT 140.808884
BGN 1.930322
BHD 0.432642
BIF 3447.019514
BMD 1.146652
BND 1.463699
BOB 11.269109
BRL 5.859852
BSD 1.147687
BTN 109.902404
BWP 15.575394
BYN 3.460285
BYR 22474.385297
BZD 2.308189
CAD 1.608593
CDF 2648.766553
CHF 0.94147
CLF 0.027512
CLP 1086.344994
CNY 7.677293
CNH 7.678569
COP 3673.782272
CRC 513.41298
CUC 1.146652
CUP 30.386286
CVE 110.217162
CZK 24.325658
DJF 204.368229
DKK 7.47592
DOP 67.715333
DZD 153.246675
EGP 59.479495
ERN 17.199785
ETB 187.413531
FJD 2.56638
FKP 0.857638
GBP 0.857438
GEL 2.975543
GGP 0.857638
GHS 13.208267
GIP 0.857638
GMD 84.267566
GNF 10088.413094
GTQ 8.758199
GYD 240.045811
HKD 8.994742
HNL 30.879893
HRK 7.532588
HTG 149.996669
HUF 361.799195
IDR 20482.650232
ILS 3.458187
IMP 0.857638
INR 109.84688
IQD 1502.687854
IRR 1576474.930168
ISK 138.217263
JEP 0.857638
JMD 180.874113
JOD 0.812916
JPY 180.715273
KES 148.433853
KGS 100.274172
KHR 4650.366853
KMF 493.06054
KPW 1031.987444
KRW 1557.079301
KWD 0.353948
KYD 0.956364
KZT 514.919167
LAK 25708.971353
LBP 102771.807917
LKR 379.356775
LRD 198.540275
LSL 18.644755
LTL 3.385767
LVL 0.693599
LYD 7.310433
MAD 10.936153
MDL 20.157921
MGA 5039.537016
MKD 61.498307
MMK 2406.845913
MNT 4124.286488
MOP 9.273375
MRU 46.124198
MUR 54.649643
MVR 17.727226
MWK 1989.949093
MXN 19.756359
MYR 4.674101
MZN 73.272144
NAD 18.674042
NGN 1518.621407
NIO 42.053468
NOK 10.819719
NPR 175.841946
NZD 1.999419
OMR 0.440896
PAB 1.147502
PEN 3.873819
PGK 5.099735
PHP 71.87243
PKR 318.038935
PLN 4.34544
PYG 6830.601184
QAR 4.194479
RON 5.263934
RSD 117.309387
RUB 96.037994
RWF 1688.162972
SAR 4.305872
SBD 9.203046
SCR 15.798481
SDG 689.70031
SEK 11.283151
SGD 1.462744
SHP 0.857214
SLE 28.265275
SLL 24044.716327
SOS 655.308348
SRD 43.240827
STD 23733.387757
STN 24.882355
SVC 10.041474
SYP 14908.77364
SZL 18.633142
THB 38.142217
TJS 10.587082
TMT 4.013283
TND 3.387225
TOP 2.760863
TRY 55.979549
TTD 7.798261
TWD 36.393023
TZS 3041.438107
UAH 51.378309
UGX 4510.042477
USD 1.146652
UYU 46.113805
UZS 13530.497665
VES 976.192474
VND 29829.586546
VUV 135.65095
WST 3.154479
XAF 655.957
XAG 0.017521
XAU 0.000265
XCD 3.098886
XCG 2.068374
XDR 0.810743
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 271.240794
ZAR 18.654348
ZMK 10321.247106
ZMW 22.408131
ZWL 369.221576
SSP 6550.285549
MXV 2.239253
  • MDAX

    -29.8200

    31212.14

    -0.1%

  • TecDAX

    9.7500

    4021.27

    +0.24%

  • SDAX

    -1.8000

    18218.17

    -0.01%

  • Euro STOXX 50

    -10.9700

    6307.23

    -0.17%

  • Goldpreis

    -37.7000

    4346.2

    -0.87%

  • DAX

    -74.4000

    25500.61

    -0.29%

  • EUR/USD

    -0.0009

    1.146

    -0.08%

Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt
Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt / Foto: Badru Katumba - AFP

Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt

Die tödliche Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo zieht weitere Kreise: Ein mit dem Virus infizierter US-Bürger soll in Deutschland behandelt werden, wie das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag bestätigte. Im Kongo wurden mittlerweile bereits mehr als 130 Todesopfer im Zusammenhang mit der Epidemie gezählt. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, äußerte sich "sehr besorgt" über das "Ausmaß und die Geschwindigkeit" der Ebola-Ausbreitung.

Textgröße:

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte, die US-Behörden hätten "die Bundesregierung um Hilfe bei der Behandlung eines US-amerikanischen Staatsbürgers gebeten, der sich im Kongo mit Ebola infiziert hat". Dazu würden nun Vorkehrungen getroffen. Nährere Angaben wollte das Ministerium zunächst nicht machen, verwies aber darauf, dass Deutschland für die Versorgung von Patienten mit hochansteckenden Krankheiten über ein bundesweites Expertennetzwerk verfüge.

Laut der christlichen US-Hilfsorganisation Serge handelt es sich um einen ihrer Ärzte. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte am Montag erklärt, dass sich ein US-Bürger "im Rahmen seiner Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo" mit dem Ebola-Virus infiziert habe. Er habe im Laufe des Wochenendes Symptome entwickelt und sei am späten Sonntagabend positiv auf das gefährliche Virus getestet worden, sagte der CDC-Verantwortliche Satish Pillai.

Die USA versuchen demnach überdies, sechs weitere Menschen im Kongo für eine Überwachung ihres Gesundheitszustands außer Landes zu bringen. Zum Schutz ihrer Bevölkerung kündigten die US-Behörden die Überprüfung von Passagieren aus Ebola-Ausbruchsgebieten sowie die Aussetzung der Visavergabe an.

Der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba informierte in der Nacht zum Dienstag über einen deutlichen Anstieg der mutmaßlich durch Ebola verursachten Opferzahl. Mittlerweile starben demnach 131 der insgesamt 513 Verdachtsfälle.

Staatschef Félix Tshisekedi rief die Bevölkerung am Dienstag zur Ruhe auf. Er habe die Regierung angewiesen, sofort alle notwendigen Maßnahmen für eine verstärkte Ebola-Bekämpfung zu ergreifen, hieß es in einer vom Präsidialamt im Onlinedienst X veröffentlichten Botschaft.

Die WHO hat wegen der Epidemie am Wochenende eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union rief am Montagabend wegen des "hohen Risikos einer regionalen Ausbreitung" für den gesamten Kontinent den Notstand aus.

Das Zentrum der Epidemie befindet sich in Ituri, einer Provinz im Nordosten der DR Kongo, die an Uganda und den Südsudan grenzt. Auch aus der Nachbarprovinz Nord-Kivu wurden Verdachtsfälle gemeldet. Bei zwei Erkrankten im Nachbarland Uganda handelte es sich um zwei Kongolesen, einer von ihnen starb.

Für Dienstag berief die WHO eine Krisensitzung zu der Epidemie ein. WHO-Chef Tedros thematisierte seine Besorgnis bei der Weltgesundheitsversammlung, die noch bis Samstag in Genf stattfindet. Die Ebola-Epidemie dürfte die dortigen Beratungen beeinflussen, auch wenn sie nicht auf der offiziellen Tagesordnung steht.

Die WHO-Repräsentantin im Kongo, Anne Ancia, mahnte am Dienstag: "Ich glaube nicht, dass diese Epidemie in zwei Monaten vorbei sein wird." Sie erinnerte daran, dass die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo 2018 bis 2020 zwei Jahre gedauert habe. Damals hatte es fast 2300 Todesopfer gegeben.

Das Ausmaß der aktuellen Epidemie werde abhängen "von der Schnelligkeit unserer Reaktion, unserer Fähigkeit, schnell die Übertragung zu stoppen", betonte Ancia, die aus der kongolesischen Stadt Bunia zugeschaltet vor Journalisten in Genf sprach. Mehrere Tonnen Hilfsgüter wie Ebola-Tests und Schutzausrüstung seien in die betroffenen Gebiete unterwegs. Zudem prüft die WHO laut Ancia auf internationaler Ebene, ob existierende Impfstoffe oder Medikamente bei der Eindämmung dieses Ausbruchs "von Nutzen sein könnten".

Die gegenwärtige Ebola-Epidemie wird von der seltenen Bundibugyo-Variante verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie. Die Sterblichkeitsrate dieser Variante liegt bei 30 bis 50 Prozent.

Eine weitere Schwierigkeit bei der Bekämpfung der Epidemie liegt darin, dass es an schwer zugänglichen Orten Infektionen gibt sowie in Gebieten, in denen bewaffnete Gruppen aktiv sind. François Moreillon vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) rief die Konfliktparteien auf, Hilfslieferungen und -einsätze nicht zu behindern. Seine Organisation setzte ihr höchstes Interventionslevel in Kraft und will in den kommenden Tagen Schutzausrüstung in die betroffenen Gebiete bringen.

"Wir sind angesichts der Situation äußerst besorgt, da der humanitäre Bedarf bereits jetzt enorm ist", erklärte Julie Drouet, Landesdirektorin der Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger in der DR Kongo. Angesichts internationalen Kürzungen bei humanitärer Hilfe forderte sie, das besonders gefährdete Gesundheitspersonal sowie die Bevölkerung dürften "in einer solchen Krise nicht im Stich gelassen werden".

K.Javed--DT