Dubai Telegraph - Entscheidung des Supreme Court zu Abtreibung vertieft Spaltung der US-Gesellschaft

EUR -
AED 4.213128
AFN 72.274165
ALL 95.82505
AMD 432.610172
ANG 2.053602
AOA 1051.991743
ARS 1602.058592
AUD 1.62491
AWG 2.067847
AZN 1.946198
BAM 1.952227
BBD 2.307876
BDT 140.602685
BGN 1.960937
BHD 0.432938
BIF 3402.24774
BMD 1.147211
BND 1.465749
BOB 7.946457
BRL 6.005076
BSD 1.145908
BTN 105.693493
BWP 15.624474
BYN 3.413453
BYR 22485.325948
BZD 2.304582
CAD 1.571317
CDF 2598.431776
CHF 0.906021
CLF 0.026437
CLP 1043.86968
CNY 7.980283
CNH 7.905961
COP 4249.852797
CRC 538.231412
CUC 1.147211
CUP 30.401078
CVE 110.064053
CZK 24.439258
DJF 204.047465
DKK 7.472522
DOP 69.94413
DZD 151.736916
EGP 60.085037
ERN 17.208158
ETB 180.499165
FJD 2.542104
FKP 0.862506
GBP 0.864148
GEL 3.120203
GGP 0.862506
GHS 12.472229
GIP 0.862506
GMD 84.313418
GNF 10045.921601
GTQ 8.782965
GYD 239.861034
HKD 8.988337
HNL 30.335541
HRK 7.533958
HTG 150.188415
HUF 391.473541
IDR 19495.695365
ILS 3.587156
IMP 0.862506
INR 106.04877
IQD 1501.052946
IRR 1515522.440914
ISK 143.206441
JEP 0.862506
JMD 180.250911
JOD 0.813397
JPY 182.933027
KES 148.620839
KGS 100.32354
KHR 4594.691453
KMF 492.153602
KPW 1032.539825
KRW 1714.24211
KWD 0.352205
KYD 0.954853
KZT 553.337346
LAK 24589.998219
LBP 102611.112968
LKR 356.816995
LRD 209.685344
LSL 19.277321
LTL 3.387415
LVL 0.693936
LYD 7.344591
MAD 10.765199
MDL 19.937513
MGA 4770.290754
MKD 61.53132
MMK 2409.31785
MNT 4100.701193
MOP 9.241288
MRU 45.686386
MUR 53.482911
MVR 17.736019
MWK 1986.573061
MXN 20.329201
MYR 4.502797
MZN 73.313996
NAD 19.277321
NGN 1574.213511
NIO 42.16504
NOK 11.125535
NPR 169.114403
NZD 1.970827
OMR 0.441115
PAB 1.145903
PEN 3.955461
PGK 4.941065
PHP 68.676661
PKR 320.095393
PLN 4.276927
PYG 7437.583088
QAR 4.188453
RON 5.09304
RSD 117.41012
RUB 93.210041
RWF 1672.346752
SAR 4.305081
SBD 9.236949
SCR 16.0868
SDG 689.473717
SEK 10.765865
SGD 1.468022
SHP 0.860705
SLE 28.223759
SLL 24056.443157
SOS 653.706511
SRD 43.102415
STD 23744.941298
STN 24.45599
SVC 10.02665
SYP 127.197991
SZL 19.262831
THB 37.304415
TJS 11.000121
TMT 4.020973
TND 3.384521
TOP 2.762207
TRY 50.696726
TTD 7.770779
TWD 36.633867
TZS 2988.483316
UAH 50.516271
UGX 4326.082902
USD 1.147211
UYU 46.584543
UZS 13854.644826
VES 511.938387
VND 30150.98656
VUV 137.191631
WST 3.159658
XAF 654.761585
XAG 0.014203
XAU 0.000229
XCD 3.100394
XCG 2.065121
XDR 0.814313
XOF 654.761585
XPF 119.331742
YER 273.611097
ZAR 19.21256
ZMK 10326.274118
ZMW 22.315161
ZWL 369.401315
  • MDAX

    -13.2100

    28938.49

    -0.05%

  • DAX

    -67.4200

    23496.59

    -0.29%

  • TecDAX

    -13.3700

    3545.2

    -0.38%

  • SDAX

    -166.2600

    16599.99

    -1%

  • Euro STOXX 50

    -12.6300

    5726.38

    -0.22%

  • Goldpreis

    23.3000

    5025.5

    +0.46%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1509

    -0.01%

Entscheidung des Supreme Court zu Abtreibung vertieft Spaltung der US-Gesellschaft
Entscheidung des Supreme Court zu Abtreibung vertieft Spaltung der US-Gesellschaft / Foto: ROBERTO SCHMIDT - AFP

Entscheidung des Supreme Court zu Abtreibung vertieft Spaltung der US-Gesellschaft

Während zehntausende Menschen überall in den USA am Wochenende gegen die Abtreibungs-Entscheidung des Obersten Gerichtes protestierten, haben erste Bundesstaaten bereits harte Tatsachen geschaffen: In mindestens acht US-Bundesstaaten sind Schwangerschaftsabbrüche nun de facto verboten - selbst bei Vergewaltigung. Dagegen gab es heftige Proteste unter anderem vor dem Supreme Court in Washington. Die Spenden an Pro-Abtreibungsorganisationen schnellten in die Höhe.

Textgröße:

Der Supreme Court hatte am Freitag das verfassungsmäßige landesweite Recht auf Abtreibung gekippt. Die Richter hoben das entsprechende Grundsatzurteil aus dem Jahr 1973 auf, das mit der Bezeichnung "Roe v. Wade" Geschichte geschrieben hatte. Schwangerschaftsabbrüche sind damit zwar nicht automatisch illegal, den einzelnen US-Bundesstaaten steht es jedoch frei, diese zu erlauben, einzuschränken oder gänzlich zu verbieten.

"Was gestern passiert ist, ist unbeschreiblich und ekelhaft", sagte die 19-jährige Demonstrantin Mia Stagner am Samstag in Washington. "Keine Frau sollte dazu gezwungen werden, Mutter zu werden." Die Demonstranten schwenkten unter anderem Schilder mit Aufschriften wie "Krieg gegen Frauen, wer ist als nächster dran?". Damit gaben sie auch ihrer Angst Ausdruck, dass der von konservativen Richtern dominierte Supreme Court auch andere Freiheitsrechte kippen könnte.

Auch in Los Angeles und dutzenden anderen Städten quer durchs Land fanden am Wochenende Demonstrationen gegen die Entscheidung statt. Zudem schnellten die Spenden an Organisationen in die Höhe, die Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen unterstützen. Es seien innerhalb von 24 Stunden 40 Mal mehr Spendenbeträge eingegangen als normalerweise an einem Tag, teilte die Organisation Planned Parenthood (geplante Elternschaft) mit.

Zeitgleich gab es landesweit aber auch Jubel-Feiern von Befürwortern der Entscheidung des Obersten Gerichtes. Abtreibungsgegnerin Gwen Charles sagte in Washington: "Auf diesen Tag haben wir lange gewartet." Auch Savannah Craven fühlte sich in ihrer Haltung bestätigt: "Es ist keine persönliche Entscheidung, ob man eine Abtreibung hat. Es betrifft vielmehr immer zwei Menschen - und die Entscheidung dafür endet mit dem Tod des einen."

Die Spaltung der US-Gesellschaft zeigte sich nicht nur auf den Straßen, sondern auch im politischen Handeln unmittelbar nach der Gerichtsentscheidung: Missouri, Alabama, Arkansas, Kentucky, Louisiana, Oklahoma, South Dakota and Utah verboten Abtreibungen beziehungsweise schränkten sie massiv ein. Es wird erwartet, dass in den kommenden Tagen weitere von den Republikanern regierte Bundesstaaten folgen.

Von den Demokraten regierte Bundesstaaten ihrerseits trafen erste Vorkehrungen, um mehr potenzielle Patientinnen zu versorgen. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul versprach, gemeinsam mit anderen liberalen Bundesstaaten ein "sicherer Hafen" für alle zu sein, die in ihren eigenen Staaten keine Abtreibungen vornehmen lassen können.

US-Präsident Joe Biden hatte sofort nach der Gerichtsentscheidung von einem "tragischen Fehler" des Supreme Court gesprochen und davor gewarnt, dass weitere hart erkämpfte Rechte wie das auf Verhütungsmittel oder die Homo-Ehe als nächstes gekippt werden könnten. Der Präsident forderte den US-Kongress auf, das allgemeine Recht auf Abtreibung per Bundesgesetz wiederherzustellen.

Die Entscheidung des Obersten Gerichtes ist eine Folge der Amtszeit des Republikaners Donald Trump als US-Präsident: Dieser hatte drei neue Verfassungsrichter ernannt, sodass konservative Juristen am Supreme Court nun eine klare Mehrheit von sechs der neun Richter stellen. Trump selbst feierte das Urteil als Entscheidung Gottes.

International kam Kritik von US-Verbündeten wie Großbritannien, Kanada und Frankreich. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erklärte auf Twitter, es sei noch ein langer Weg bis zur Geschlechtergerechtigkeit - "bei uns - und in vielen anderen Teilen der Welt".

A.Murugan--DT