Dubai Telegraph - Lehren aus Corona: WHO-Staaten verabschieden globales Pandemie-Abkommen

EUR -
AED 4.202616
AFN 72.094453
ALL 95.950395
AMD 432.17846
ANG 2.048479
AOA 1049.367706
ARS 1600.022322
AUD 1.630858
AWG 2.059827
AZN 1.945028
BAM 1.954789
BBD 2.308706
BDT 140.657283
BGN 1.956045
BHD 0.432099
BIF 3402.940745
BMD 1.144348
BND 1.466842
BOB 7.920905
BRL 6.149838
BSD 1.146307
BTN 105.807762
BWP 15.619993
BYN 3.391747
BYR 22429.228522
BZD 2.305308
CAD 1.567706
CDF 2582.794158
CHF 0.903612
CLF 0.026683
CLP 1053.590327
CNY 7.892115
CNH 7.8976
COP 4228.390203
CRC 539.323537
CUC 1.144348
CUP 30.325232
CVE 110.208506
CZK 24.450037
DJF 204.124472
DKK 7.472092
DOP 70.4239
DZD 151.598659
EGP 59.989607
ERN 17.165226
ETB 178.92658
FJD 2.541374
FKP 0.860295
GBP 0.863806
GEL 3.123775
GGP 0.860295
GHS 12.448564
GIP 0.860295
GMD 84.106574
GNF 10049.594928
GTQ 8.790494
GYD 239.81602
HKD 8.961025
HNL 30.342446
HRK 7.534276
HTG 150.297702
HUF 391.283042
IDR 19459.644439
ILS 3.592459
IMP 0.860295
INR 105.748949
IQD 1501.630247
IRR 1512513.881139
ISK 144.199443
JEP 0.860295
JMD 179.857803
JOD 0.811299
JPY 182.379955
KES 147.864781
KGS 100.072924
KHR 4596.603561
KMF 493.213819
KPW 1029.913492
KRW 1713.306969
KWD 0.351452
KYD 0.95521
KZT 561.172337
LAK 24562.301764
LBP 102647.333309
LKR 356.744012
LRD 209.762473
LSL 19.252247
LTL 3.378963
LVL 0.692205
LYD 7.314219
MAD 10.796119
MDL 19.996662
MGA 4759.560195
MKD 61.738788
MMK 2402.456928
MNT 4084.153335
MOP 9.240563
MRU 45.86229
MUR 53.487137
MVR 17.680052
MWK 1987.581143
MXN 20.464016
MYR 4.498459
MZN 73.135382
NAD 19.252331
NGN 1586.993511
NIO 42.178379
NOK 11.140546
NPR 169.292219
NZD 1.968211
OMR 0.439998
PAB 1.146207
PEN 3.952956
PGK 5.012409
PHP 68.50012
PKR 320.063733
PLN 4.270296
PYG 7395.176836
QAR 4.166864
RON 5.094415
RSD 117.434143
RUB 92.542735
RWF 1672.742533
SAR 4.294458
SBD 9.21397
SCR 16.415072
SDG 687.753669
SEK 10.779047
SGD 1.465979
SHP 0.858558
SLE 28.093563
SLL 23996.426035
SOS 653.96477
SRD 42.967959
STD 23685.701325
STN 24.487341
SVC 10.029859
SYP 126.479084
SZL 19.24605
THB 37.224569
TJS 10.986968
TMT 4.005219
TND 3.389962
TOP 2.755316
TRY 50.566698
TTD 7.774015
TWD 36.651763
TZS 2981.027425
UAH 50.548988
UGX 4309.771931
USD 1.144348
UYU 46.046396
UZS 13840.784107
VES 506.608327
VND 30087.780148
VUV 135.32294
WST 3.130039
XAF 655.620921
XAG 0.014533
XAU 0.00023
XCD 3.092659
XCG 2.065841
XDR 0.815382
XOF 655.618058
XPF 119.331742
YER 272.984009
ZAR 19.317785
ZMK 10300.512291
ZMW 22.311465
ZWL 368.479716
  • Euro STOXX 50

    -7.8800

    5708.73

    -0.14%

  • MDAX

    -86.6500

    28732.81

    -0.3%

  • Goldpreis

    -63.1000

    4998.6

    -1.26%

  • DAX

    3.7000

    23450.99

    +0.02%

  • SDAX

    -70.6500

    16714.28

    -0.42%

  • TecDAX

    -18.4500

    3555.94

    -0.52%

  • EUR/USD

    0.0053

    1.1476

    +0.46%

Lehren aus Corona: WHO-Staaten verabschieden globales Pandemie-Abkommen
Lehren aus Corona: WHO-Staaten verabschieden globales Pandemie-Abkommen / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP

Lehren aus Corona: WHO-Staaten verabschieden globales Pandemie-Abkommen

Nach jahrelangen zähen Verhandlungen haben die mehr als 190 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein globales Pandemie-Abkommen beschlossen. Nach einem WHO-Ausschuss am Montag gab am Dienstag auch das Plenum der Weltgesundheitsversammlung in Genf grünes Licht für das Vertragswerk. Mit ihm sollen Lehren aus der Corona-Pandemie gezogen und die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen künftige Pandemien verstärkt werden. Deutschland und die EU begrüßten die Verabschiedung als Signal der internationalen Solidarität.

Textgröße:

"Dies ist ein historischer Tag", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nach der Verabschiedung des Pandemie-Abkommens, die im Plenum mit Applaus aufgenommen wurde. "Die Welt ist heute sicherer dank der Führung, Zusammenarbeit und des Einsatzes unserer Mitgliedstaaten."

Kern des Abkommens ist der schnelle Austausch über neue Krankheitserreger zwischen Staaten und Pharma-Unternehmen, um die rasche Entwicklung von Gegenmitteln zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit ist freiwillig, das Abkommen verpflichtet kein Land und kein Unternehmen zum Technologietransfer für pandemiebezogene Gesundheitsprodukte, etwa an Entwicklungsländer. Vielmehr wurde in dem Abkommen festgehalten, dass jeglicher Technologietransfer "in beidseitigem Einverständnis" erfolgen müsse.

Um die Vereinbarung war mehr als drei Jahre lang zäh gerungen worden, insbesondere zwischen den reichen Industriestaaten und den ärmeren Entwicklungsländern. Letztere fürchteten wie während der Corona-Pandemie zunächst von Impfungen und anderen Gegenmitteln abgeschnitten zu sein. Schließlich gelang den Verhandelnden Mitte April eine Einigung. Bei der nächsten Pandemie soll die internationale Zusammenarbeit nun besser laufen.

Dazu soll auch ein Vorteilsausgleich namens PABS beitragen. Pharma-Unternehmen, die sich an der Pandemie-Bekämpfung beteiligen wollen, bekommen Zugang zu den Daten über einen neu aufgetretenen Erreger, um schnell Impfstoffe, Medikamente und Tests entwickeln zu können. Im Gegenzug müssen sie der WHO 20 Prozent ihrer pandemierelevanten Gesundheitsprodukte zur Verfügung stellen, davon mindestens die Hälfte als Spende und den Rest zu Vorzugspreisen.

Die technische Umsetzung des Vorteilsausgleichs muss noch von einer Arbeitsgruppe vereinbart werden. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe sollen voraussichtlich bei der nächsten Weltgesundheitsversammlung 2026 von den WHO-Mitgliedstaaten abgesegnet werden. Danach kann die Ratifizierung des gesamten Pandemie-Abkommens beginnen. Damit es in Kraft treten kann, muss es von 60 Mitgliedstaaten ratifiziert worden sein.

Die USA verhandelten das Pandemie-Abkommen nicht bis zum Ende mit. Ihre Delegation verließ die Verhandlungen, nachdem US-Präsident Donald Trump unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Januar das Ausscheiden seines Landes aus der WHO verfügt hatte.

Deutschland und die EU begrüßten die Verabschiedung des Pandemie-Abkommens als wichtiges Bekenntnis zur internationalen Zusammenarbeit. Die internationale Gemeinschaft setze damit "auch ein wichtiges Zeichen für Solidarität und Multilateralismus – und gegen den Trend zu Alleingängen, der am Ende allen schadet", erklärte Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) im Onlinedienst X.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte sich bereits am Montag in einer Rede bei der Weltgesundheitsversammlung in Genf bei allen Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bedankt, die "diesen Erfolg möglich gemacht" hatten. Mit dem Pandemie-Abkommen gebe es nun "verbindliche Regelungen zur Stärkung von Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion", erklärte sie am Dienstag auf X.

Aus Sicht der EU ist das Pandemie-Abkommen "ein entscheidender Schritt hin zu einem wirksameren und kooperativeren globalen Ansatz" zur Pandemie-Bekämpfung. Die Europäische Union werde "im Bereich der globalen Gesundheit weiterhin eine Vorreiterrolle einnehmen", versicherte EU-Gesundheitskommissar Oliver Varhelyi.

Die Umweltorganisation WWF Deutschland begrüßte, dass das Abkommen auf dem sogenannten One Health-Ansatz beruhe, der die Gesundheit von Menschen, Nutz- und Wildtieren sowie Ökosystemen in Einklang bringen soll. Damit hätten die WHO-Mitgliedstaaten anerkannt, dass das immer stärkere Eindringen in den Lebensraum von Wildtieren auch der Menschheit selbst schade, da dadurch Erreger von Tieren auf Menschen überspringen könnten.

Die 78. Weltgesundheitsversammlung hatte am Montag in Genf begonnen. Bei der gut einwöchigen Sitzung des wichtigsten WHO-Entscheidungsgremiums ist ein weiteres zentrales Thema der große Spardruck, mit dem die UN-Sonderorganisation wegen des Wegfalls der umfangreichen US-Beitragszahlungen konfrontiert ist.

R.Mehmood--DT