Dubai Telegraph - Pflegedauer verdoppelt sich im Schnitt - Höhere Kosten erwartet

EUR -
AED 4.226116
AFN 72.484564
ALL 96.182262
AMD 434.226617
ANG 2.059567
AOA 1055.047861
ARS 1606.761048
AUD 1.627037
AWG 2.073853
AZN 1.951818
BAM 1.959791
BBD 2.316818
BDT 141.148638
BGN 1.966633
BHD 0.434377
BIF 3417.112023
BMD 1.150543
BND 1.471467
BOB 7.977313
BRL 6.020096
BSD 1.150342
BTN 106.102972
BWP 15.685075
BYN 3.426842
BYR 22550.638264
BZD 2.313622
CAD 1.574673
CDF 2605.979288
CHF 0.906053
CLF 0.026514
CLP 1046.902172
CNY 8.003463
CNH 7.928384
COP 4261.426328
CRC 540.304881
CUC 1.150543
CUP 30.489383
CVE 111.171185
CZK 24.440063
DJF 204.474061
DKK 7.471968
DOP 70.585989
DZD 152.150595
EGP 60.258071
ERN 17.258142
ETB 181.066687
FJD 2.544943
FKP 0.868589
GBP 0.863764
GEL 3.129132
GGP 0.868589
GHS 12.52371
GIP 0.868589
GMD 84.545692
GNF 10096.01242
GTQ 8.81703
GYD 240.792401
HKD 9.009037
HNL 30.569725
HRK 7.533869
HTG 150.768309
HUF 390.470805
IDR 19501.699927
ILS 3.592495
IMP 0.868589
INR 106.643583
IQD 1507.211027
IRR 1519924.524143
ISK 143.196852
JEP 0.868589
JMD 180.948452
JOD 0.815763
JPY 183.060578
KES 148.876787
KGS 100.614779
KHR 4623.453064
KMF 493.583173
KPW 1035.488483
KRW 1703.637446
KWD 0.35324
KYD 0.95856
KZT 555.485925
LAK 24707.90576
LBP 103072.587895
LKR 358.202496
LRD 210.837225
LSL 19.283533
LTL 3.397254
LVL 0.695952
LYD 7.375132
MAD 10.809382
MDL 20.014929
MGA 4780.505228
MKD 61.555164
MMK 2415.728298
MNT 4108.916096
MOP 9.277171
MRU 46.154035
MUR 53.822169
MVR 17.787472
MWK 1998.492943
MXN 20.352294
MYR 4.52221
MZN 73.516569
NAD 19.283201
NGN 1572.147317
NIO 42.248052
NOK 11.131043
NPR 169.77181
NZD 1.963384
OMR 0.442385
PAB 1.150352
PEN 3.944637
PGK 4.950212
PHP 68.624155
PKR 321.317798
PLN 4.268819
PYG 7466.202899
QAR 4.191715
RON 5.09574
RSD 117.422104
RUB 93.479269
RWF 1678.641899
SAR 4.317748
SBD 9.26378
SCR 16.550105
SDG 691.476442
SEK 10.74516
SGD 1.471892
SHP 0.863205
SLE 28.299616
SLL 24126.31904
SOS 657.531932
SRD 43.22762
STD 23813.912372
STN 24.851724
SVC 10.065583
SYP 127.163723
SZL 19.283427
THB 37.196862
TJS 11.042882
TMT 4.032652
TND 3.360775
TOP 2.77023
TRY 50.825234
TTD 7.800952
TWD 36.767201
TZS 2997.163714
UAH 50.712202
UGX 4342.880846
USD 1.150543
UYU 46.765632
UZS 13927.31994
VES 513.425396
VND 30247.769385
VUV 137.564939
WST 3.146982
XAF 657.301129
XAG 0.01425
XAU 0.00023
XCD 3.109399
XCG 2.073139
XDR 0.819796
XOF 662.172783
XPF 119.331742
YER 274.409844
ZAR 19.186429
ZMK 10356.283278
ZMW 22.40181
ZWL 370.474302
  • Euro STOXX 50

    22.4000

    5739.01

    +0.39%

  • MDAX

    132.2400

    28951.7

    +0.46%

  • DAX

    116.7200

    23564.01

    +0.5%

  • Goldpreis

    17.1000

    5019.3

    +0.34%

  • TecDAX

    -15.8200

    3558.57

    -0.44%

  • SDAX

    -18.6800

    16766.25

    -0.11%

  • EUR/USD

    0.0083

    1.1506

    +0.72%

Pflegedauer verdoppelt sich im Schnitt - Höhere Kosten erwartet
Pflegedauer verdoppelt sich im Schnitt - Höhere Kosten erwartet / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Pflegedauer verdoppelt sich im Schnitt - Höhere Kosten erwartet

Menschen in Deutschland sind immer länger pflegebedürftig. In den kommenden Jahren wird sich die durchschnittliche Pflegedauer nahezu verdoppeln, wie aus dem am Montag in Berlin veröffentlichten Pflegereport der Barmer-Krankenversicherung hervorgeht. Zudem wird die Pflege teurer. Wegen der gestiegenen Kosten mahnen die Barmer sowie Sozialverbände Reformen in der Pflege an. Patientenschützer fordern, dass der Staat mit Steuergeld einspringt.

Textgröße:

Nach Barmer-Berechnungen wird sich die Pflegedauer bei derzeit pflegebedürftigen Menschen auf durchschnittlich 7,5 Jahre in etwa verdoppeln. Bisher betrug die Dauer im Schnitt 3,9 Jahre. Als einen Grund für die längere Pflege nennt die Studie die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Jahr 2017.

Dadurch hätten viele Menschen erstmals Leistungen der Pflegekassen erhalten, die diesen Anspruch vorher nicht hatten. "Die Pflegedauer wurde dadurch erheblich verlängert, und die Kosten wurden deutlich erhöht", erklärte Studienautor Heinz Rothgang von der Universität Bremen.

Demnach beanspruchten kürzlich gestorbene Pflegebedürftige bei den Pflegekassen Leistungen im Wert von durchschnittlich 50.000 Euro - bei den aktuell Pflegebedürftigen liegen diese Kosten bereits bei rund 76.000 Euro. Die Inflation und mögliche weitere Preissteigerungen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Dieser Anstieg resultiert der Studie zufolge vor allem aus dem vermehrten Pflegegeldbezug, der sich von 13.100 Euro auf 30.300 Euro mehr als verdopple. Auch die Eigenanteile der älteren Menschen in Pflegeheimen steigen weiter.

Barmer-Chef Christoph Straub sieht einen großen Reformbedarf in der Pflege. "Auf die Politik wartet eine Mammutaufgabe, die spätestens eine neue Regierung nach der kommenden Bundestagswahl in Angriff nehmen muss." Die Bundesregierung müsse endlich für finanzielle Entlastung sorgen. Dazu gehöre an erster Stelle "die umgehende Befreiung der Sozialen Pflegeversicherung von versicherungsfremden Leistungen", forderte Straub.

Die Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Pflegereport zeige "schonungslos das Ausmaß der Untätigkeit des Bundesgesundheitsministers" Karl Lauterbach (SPD). "Allein Pflegebeiträge zu erhöhen, ist reine Flickschusterei", fügte Brysch hinzu. "Notwendig ist eine zukunftsfähige und generationengerechte Finanzierung der Pflegeversicherung. Dafür braucht es einen festgelegten und planbaren Eigenanteil und eine solide Gegenfinanzierung durch Steuermittel."

Auch der Sozialverband VdK sieht eine Reform als zwingend notwendig an - anstelle "weiterer kurzfristiger Beitragserhöhungen". Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt zum Jahreswechsel um voraussichtlich 0,2 Prozentpunkte. Die Pflegeversicherung brauche ein "stabiles Finanzierungssystem", erklärte VdK-Chefin Verena Bentele. Sie forderte zudem die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung, sodass Versicherte mit höheren Einkommen mehr zahlen.

Die Diakonie appellierte an die politischen Parteien, im anstehenden Wahlkampf "die Pflege als zentrales Vorhaben in ihren Wahlprogrammen zu verankern" und in Regierungsverantwortung umzusetzen. "Wir brauchen ein tragfähiges Konzept, wenn Pflegebedürftige auch in Zukunft gut versorgt werden sollen", erklärte Vorstandsmitglied Maria Loheide.

Linke-Chef Jan van Aken forderte vor dem Hintergrund der neuen Studie "eine Pflegeversicherung, in der alle Menschen gleichermaßen einzahlen". Nur dann seien die Finanzierungsprobleme in den Griff zu bekommen. "Wenn Beamte, wenn Großverdiener da ausgenommen werden, dann werden wir das nicht schaffen", sagte van Aken am Montag. Außerdem fordere die Linke ein "Profitverbot in der Pflege".

B.Gopalan--DT