Dubai Telegraph - Empörung über möglichen Wegfall des Bundeszuschusses für die Pflegeversicherung

EUR -
AED 4.238556
AFN 72.7108
ALL 96.082026
AMD 435.639205
ANG 2.065997
AOA 1058.341098
ARS 1611.474574
AUD 1.62305
AWG 2.077442
AZN 1.963632
BAM 1.955918
BBD 2.31787
BDT 141.20853
BGN 1.972773
BHD 0.435694
BIF 3416.932404
BMD 1.154135
BND 1.470557
BOB 7.968499
BRL 5.995037
BSD 1.150835
BTN 106.274197
BWP 15.639471
BYN 3.451804
BYR 22621.040548
BZD 2.31447
CAD 1.580039
CDF 2614.114822
CHF 0.90569
CLF 0.026523
CLP 1047.273231
CNY 7.948352
CNH 7.943419
COP 4271.614184
CRC 539.416228
CUC 1.154135
CUP 30.58457
CVE 112.12455
CZK 24.430957
DJF 204.926165
DKK 7.472578
DOP 70.242113
DZD 152.435303
EGP 60.293726
ERN 17.312021
ETB 181.199444
FJD 2.548387
FKP 0.867712
GBP 0.863752
GEL 3.127505
GGP 0.867712
GHS 12.562759
GIP 0.867712
GMD 84.823045
GNF 10085.390801
GTQ 8.833022
GYD 241.259546
HKD 9.044873
HNL 30.665647
HRK 7.534209
HTG 150.955849
HUF 388.755308
IDR 19579.029955
ILS 3.577183
IMP 0.867712
INR 106.631949
IQD 1511.916486
IRR 1516533.02462
ISK 143.597326
JEP 0.867712
JMD 181.035446
JOD 0.818281
JPY 183.34598
KES 149.517795
KGS 100.928472
KHR 4618.158943
KMF 492.815153
KPW 1038.771922
KRW 1714.698012
KWD 0.353939
KYD 0.959025
KZT 554.50428
LAK 24695.742965
LBP 103230.386068
LKR 358.370781
LRD 210.596336
LSL 19.262967
LTL 3.40786
LVL 0.698125
LYD 7.380713
MAD 10.807029
MDL 20.075604
MGA 4806.971373
MKD 61.658341
MMK 2423.859761
MNT 4125.451781
MOP 9.288979
MRU 46.286555
MUR 53.805255
MVR 17.831543
MWK 2004.732168
MXN 20.373478
MYR 4.52077
MZN 73.760321
NAD 19.262575
NGN 1561.405647
NIO 42.379283
NOK 11.063172
NPR 170.039116
NZD 1.969052
OMR 0.44376
PAB 1.153188
PEN 3.94426
PGK 4.963644
PHP 69.028664
PKR 322.29194
PLN 4.26136
PYG 7460.224439
QAR 4.205087
RON 5.093888
RSD 117.41474
RUB 95.070643
RWF 1683.882559
SAR 4.333138
SBD 9.285224
SCR 16.472922
SDG 693.635342
SEK 10.706002
SGD 1.472688
SHP 0.8659
SLE 28.391892
SLL 24201.640544
SOS 656.519751
SRD 43.42429
STD 23888.258553
STN 24.497553
SVC 10.069259
SYP 127.96572
SZL 19.262124
THB 37.301872
TJS 11.030575
TMT 4.051013
TND 3.384495
TOP 2.778879
TRY 51.033419
TTD 7.808201
TWD 36.781758
TZS 3010.825447
UAH 50.563121
UGX 4352.843167
USD 1.154135
UYU 46.875638
UZS 14008.314214
VES 516.830947
VND 30353.743184
VUV 138.019678
WST 3.178729
XAF 655.976735
XAG 0.014505
XAU 0.00023
XCD 3.119107
XCG 2.074053
XDR 0.815825
XOF 658.432219
XPF 119.331742
YER 275.31915
ZAR 19.247972
ZMK 10388.594502
ZMW 22.446675
ZWL 371.63091
  • EUR/USD

    -0.0004

    1.1538

    -0.03%

  • Euro STOXX 50

    30.2400

    5769.25

    +0.52%

  • TecDAX

    40.6200

    3599.19

    +1.13%

  • MDAX

    530.0500

    29481.75

    +1.8%

  • DAX

    166.9100

    23730.92

    +0.7%

  • SDAX

    151.2700

    16917.52

    +0.89%

  • Goldpreis

    -5.5000

    5002.7

    -0.11%

Empörung über möglichen Wegfall des Bundeszuschusses für die Pflegeversicherung
Empörung über möglichen Wegfall des Bundeszuschusses für die Pflegeversicherung / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Empörung über möglichen Wegfall des Bundeszuschusses für die Pflegeversicherung

Berichte über den drohenden Wegfall des Bundeszuschusses für die Pflegeversicherung haben am Freitag für Empörung gesorgt. Wenn dies zutreffe, "dann lässt die Bundesregierung Millionen Pflegebedürftige im Regen stehen", erklärte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, am Freitag in Berlin. Scharfe Kritik kam auch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

Textgröße:

Laut einem Bericht des "Spiegel" will Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) den Bundeszuschuss für die Pflegeversicherung im kommenden Jahr komplett streichen. Das Magazin berief sich auf den Entwurf für den Haushalt 2024, der nach derzeitiger Planung am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden soll.

Unter Berufung auf Experten des Bundesgesundheitsministeriums hieß es im "Spiegel" dazu weiter, dies werde unweigerlich zu noch höheren Beiträge für die Pflegeversicherung führen. Das Bundesfinanzministerium wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. "Wir kommentieren die Berichterstattung nicht", hieß es lediglich.

Lanz wies darauf hin, dass schon seit Jahren die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime die Investitionskosten für die Pflegeeinrichtungen zahlen müssten, "weil die Bundesländer sich hier einen schlanken Fuß machen". Die Sozialversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige müsse wiederum "die Pflegeversicherung finanzieren, weil der Bund diese Aufgabe an die Pflegekassen abgeschoben hat". Dazu kämen Corona-Kosten für die Pflegekassen in Milliardenhöhe. Der GKV-Sprecher warf den Regierenden eine "politische Entwicklung gegen eine stabile Pflegeversicherung" vor.

"Schon die Belastung der Pflegeversicherung mit 13 Milliarden Euro durch versicherungsfremde Leistungen ist eine Dreistigkeit", kritisierte auch der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Jetzt solle auch noch der jährliche Bundeszuschuss für die Pflege gestrichen werden. "Statt der versprochenen Dynamisierung der Leistungen und der Zukunftssicherung trocknet die Ampel-Koalition das Langzeitpflege-System aus", erklärte Brysch weiter. "Damit unterstreicht die Bundesregierung ihre politische Ignoranz gegenüber den Nöten und Sorgen der pflegebedürftigen Menschen", kritisierte er.

Unabhängig von den aktuellen Kürzungsplänen kritisierte die Krankenkasse AOK einseitige Mehrbelastungen für die Beitragszahlerinnen und - zahler bei der Finanzierung der Pflegereform. "Die drohende finanzielle Schieflage der sozialen Pflegeversicherung ist kurzfristig ausschließlich über steigende Beiträge abgewendet worden", erklärte AOK-Chefin Carola Reimann in Berlin.

Das neue Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz tritt an diesem Samstag in Kraft. Vor allem pflegende Angehörige sollen damit besser unterstützt werden. Zur Finanzierung werden die Beiträge deutlich erhöht. Der allgemeine Beitragssatz steigt von 3,05 auf 3,4 Prozent des Bruttolohns. Davon trägt der Arbeitgeber die Hälfte. Die Aufschläge für Kinderlose werden gleichzeitig von 0,35 auf 0,6 Prozentpunkte erhöht.

"Von den Entlastungen profitieren Pflegebedürftige jedoch erst ab dem kommenden Jahr", wenn die Leistungen erhöht werden, erklärte dazu Reimann. "Zudem ist es ein Unding, dass die Kosten für die Rentenbeiträge der pflegenden Angehörigen weiter von den Beitragszahlenden getragen werden."

Dies seien "unbestritten gesamtgesellschaftliche Ausgaben", die durch Bundesmittel finanziert werden müssten, argumentierte die AOK-Chefin. Sie drang statt Kürzungen auf "zusätzliche Steuermittel", um eine verlässliche Finanzierung der Pflegeversicherung zu gewährleisten.

"Der Pflegebeitrag steigt und wird weiter steigen, trotzdem bleiben die Versicherten auf einem großen Teil der Kosten sitzen", kritisierte in Berlin auch Linken-Parteichefin Janine Wissler. Sie forderte einen "Systemwechsel" zu einer "solidarischen Pflegevollversicherung für alle Bürgerinnen und Bürger", die sämtliche Kosten abdecke.

H.El-Din--DT