Dubai Telegraph - Verbände mahnen zu Geduld: Arzneien werden noch längere Zeit knapp bleiben

EUR -
AED 4.235181
AFN 72.652685
ALL 96.063881
AMD 433.704627
ANG 2.064353
AOA 1057.499887
ARS 1610.206312
AUD 1.624146
AWG 2.07579
AZN 1.96188
BAM 1.95537
BBD 2.316929
BDT 141.168957
BGN 1.971203
BHD 0.435402
BIF 3416.033994
BMD 1.153216
BND 1.47017
BOB 7.950252
BRL 5.990977
BSD 1.150367
BTN 106.247636
BWP 15.633122
BYN 3.450956
BYR 22603.041528
BZD 2.313921
CAD 1.579734
CDF 2612.035303
CHF 0.905875
CLF 0.026502
CLP 1046.440069
CNY 7.942028
CNH 7.93722
COP 4267.604159
CRC 539.286086
CUC 1.153216
CUP 30.560235
CVE 110.240758
CZK 24.440233
DJF 204.842982
DKK 7.472479
DOP 70.225166
DZD 152.359466
EGP 60.255785
ERN 17.298246
ETB 179.61526
FJD 2.546936
FKP 0.867021
GBP 0.863736
GEL 3.124951
GGP 0.867021
GHS 12.535243
GIP 0.867021
GMD 84.758236
GNF 10082.739062
GTQ 8.813062
GYD 240.707068
HKD 9.039458
HNL 30.451568
HRK 7.533156
HTG 150.916159
HUF 388.682936
IDR 19557.397004
ILS 3.574336
IMP 0.867021
INR 106.538457
IQD 1507.162036
IRR 1515326.355866
ISK 143.598865
JEP 0.867021
JMD 180.991769
JOD 0.817659
JPY 183.28126
KES 149.236476
KGS 100.848857
KHR 4616.964699
KMF 492.423264
KPW 1037.945396
KRW 1714.158155
KWD 0.353669
KYD 0.958785
KZT 554.36569
LAK 24689.463672
LBP 103028.590428
LKR 358.27966
LRD 210.543701
LSL 19.247284
LTL 3.405149
LVL 0.697569
LYD 7.364231
MAD 10.788828
MDL 20.070499
MGA 4789.199319
MKD 61.626525
MMK 2421.931154
MNT 4122.169257
MOP 9.286618
MRU 45.767333
MUR 53.762617
MVR 17.817532
MWK 1994.978598
MXN 20.357556
MYR 4.510246
MZN 73.701863
NAD 19.247284
NGN 1565.180636
NIO 42.340506
NOK 11.050817
NPR 169.998091
NZD 1.970189
OMR 0.443409
PAB 1.150547
PEN 3.932435
PGK 4.963908
PHP 68.738037
PKR 321.172143
PLN 4.261538
PYG 7457.196184
QAR 4.194778
RON 5.092836
RSD 117.427402
RUB 94.997468
RWF 1682.644573
SAR 4.329805
SBD 9.277836
SCR 15.960176
SDG 693.082886
SEK 10.703118
SGD 1.472432
SHP 0.865211
SLE 28.371698
SLL 24182.383878
SOS 656.361356
SRD 43.389742
STD 23869.251239
STN 24.494614
SVC 10.066743
SYP 127.863901
SZL 19.247763
THB 37.237966
TJS 11.027675
TMT 4.04779
TND 3.391554
TOP 2.776668
TRY 50.982781
TTD 7.80625
TWD 36.746662
TZS 3008.429877
UAH 50.542597
UGX 4343.044952
USD 1.153216
UYU 46.769715
UZS 13961.869212
VES 516.419716
VND 30326.131789
VUV 137.909859
WST 3.176199
XAF 655.818471
XAG 0.014671
XAU 0.000231
XCD 3.116625
XCG 2.073535
XDR 0.815493
XOF 655.710461
XPF 119.331742
YER 275.099806
ZAR 19.241988
ZMK 10380.331955
ZMW 22.441357
ZWL 371.335212
  • Goldpreis

    -19.8000

    4988.4

    -0.4%

  • EUR/USD

    0.0003

    1.1545

    +0.03%

  • Euro STOXX 50

    30.2400

    5769.25

    +0.52%

  • MDAX

    530.0500

    29481.75

    +1.8%

  • DAX

    166.9100

    23730.92

    +0.7%

  • SDAX

    151.2700

    16917.52

    +0.89%

  • TecDAX

    40.6200

    3599.19

    +1.13%

Verbände mahnen zu Geduld: Arzneien werden noch längere Zeit knapp bleiben
Verbände mahnen zu Geduld: Arzneien werden noch längere Zeit knapp bleiben / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Verbände mahnen zu Geduld: Arzneien werden noch längere Zeit knapp bleiben

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat der Arzneimittelknappheit den Kampf angesagt - seine Pläne könnten die Engpässe aber nicht schnell und dauerhaft beheben, warnten Verbandsvertreter am Mittwoch. Krankenkassen, Hausärzte und Apothekenvertreter rechnen auch für die kommenden Monate noch mit Problemen bei der Medikamentenversorgung. "Die jetzt diskutierten Maßnahmen werden in der hausärztlichen Versorgung kurzfristig nur bedingt helfen", sagte die Vize-Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, der "Rheinischen Post" vom Mittwoch.

Textgröße:

Buhlinger-Göpfarth rechnet nach eigenen Worten damit, "dass wir Hausärztinnen und Hausärzte mit dem Thema in den kommenden Wochen und Monaten weiter zu kämpfen haben werden". Sie sprach von großen Belastungen für die Ärztinnen und Ärzte: Diese müssten inzwischen "sehr viel Zeit investieren, um, sofern dies überhaupt möglich ist, Medikationen umzustellen". In vielen Fällen gebe es bei der Medikation "schlichtweg keine Alternativen", sagte sie.

Lauterbach will im Kampf gegen die Lieferengpässe weg von den Rabattverträgen für die Arzneimittel, weil sie nur dazu führten, dass der Verkauf in Deutschland nicht mehr attraktiv sei. Krankenkassen sollen künftig das 1,5-Fache des bisherigen Festpreises für bestimmte Kinderarzneimittel erstatten können.

Händler würden derzeit lieber in Länder verkaufen, in denen "die Margen höher sind", sagte Lauterbach am Dienstagabend im "heute journal" des ZDF. Das solle sich schnell ändern. Längerfristig müsse ein Teil der "wichtigen Wirkstoffe" wieder in Europa produziert werden. "Und da hilft nur der Zwang, dass die Krankenkassen dann auch aus Europa kaufen müssen."

Der Sprecher der gesetzlichen Krankenkassen, Florian Lanz, bekräftigte seine Zweifel an der Wirksamkeit von Lauterbachs Maßnahmen. "Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass wir dadurch auch nur einen Hustensaft schneller in die Apotheke bekommen", sagte Lanz im Bayerischen Rundfunk.

Die Krankenkassen hatten besonders verärgert auf Lauterbachs Pläne reagiert, weil sie die zusätzlichen Kosten für die höheren Medikamentenpreise selbst tragen sollen. Zu höheren Beiträgen zur Krankenversicherung würden Lauterbachs Pläne zunächst aber nicht führen, sagte Lanz. "Ich glaube nicht, dass das von heute auf morgen einen Effekt auf die Krankenkassenbeiträge hat."

Der Apothekerverband Nordrhein erklärte gegenüber der "Rheinischen Post", dass mit noch länger andauernden Lieferproblemen zu rechnen sei. "Wir gehen davon aus, dass die Lieferprobleme auch 2023 anhalten und noch weitere Arzneimittel betroffen sein werden", sagte Verbandschef Thomas Preis der Zeitung.

Er kritisierte die Pläne von Karl Lauterbach, sie seien "ein Tropfen auf den heißen Stein". "Sie beseitigen das strukturelle Problem nicht, dass in der unzureichenden Finanzierung von Basismedikamenten besteht", sagte Preis. "Der Staat muss wie beim Corona-Impfstoff den Herstellern Abnahmegarantien für Basismedikamente geben", forderte er.

Lob für Lauterbachs Pläne für eine Lockerung der Festpreise bei Kinder-Arzneien kam von der Linken. Der Minister müsse nun aber auch eine grundsätzliche Reform der Preisbildung bei Medikamenten angehen, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Kathrin Vogler, im RBB-Inforadio.

"Neu zugelassene patentierte Arzneimittel werden zu immensen Preisen, geradezu Mondpreisen, auf den Markt geworfen", sagte Vogler. "Dafür sind gute, alte, bewährte Medikamente, deren Patentschutz ausgelaufen ist, inzwischen billig wie Dreck und werden kaum noch in Deutschland und Europa produziert."

R.El-Zarouni--DT