Dubai Telegraph - 2025 erneut deutlich mehr antimuslimische Vorfälle registriert als im Vorjahr

EUR -
AED 4.23704
AFN 74.992126
ALL 91.801223
AMD 418.589514
ANG 2.065583
AOA 1059.116704
ARS 1738.621483
AUD 1.617669
AWG 2.078141
AZN 1.968959
BAM 1.956261
BBD 2.324357
BDT 142.092849
BGN 1.942222
BHD 0.435089
BIF 3451.727898
BMD 1.153722
BND 1.46954
BOB 12.689043
BRL 5.926321
BSD 1.154077
BTN 110.738721
BWP 15.652619
BYN 3.50461
BYR 22612.94572
BZD 2.320996
CAD 1.608277
CDF 2667.982172
CHF 0.944904
CLF 0.027859
CLP 1100.039261
CNY 7.743146
CNH 7.739072
COP 3608.80693
CRC 516.219341
CUC 1.153722
CUP 30.573626
CVE 110.290975
CZK 24.311341
DJF 205.509291
DKK 7.475476
DOP 68.125749
DZD 154.371425
EGP 60.017416
ERN 17.305826
ETB 188.50091
FJD 2.553129
FKP 0.855988
GBP 0.857348
GEL 2.991968
GGP 0.855988
GHS 13.254179
GIP 0.855988
GMD 84.802591
GNF 10147.34589
GTQ 8.810113
GYD 241.447911
HKD 9.050757
HNL 30.974161
HRK 7.534723
HTG 150.836178
HUF 364.454969
IDR 20357.419757
ILS 3.497219
IMP 0.855988
INR 110.61855
IQD 1511.849513
IRR 1585905.877266
ISK 139.796407
JEP 0.855988
JMD 182.122893
JOD 0.818056
JPY 178.861126
KES 149.476721
KGS 100.892849
KHR 4673.060078
KMF 492.639538
KPW 1038.349915
KRW 1576.595359
KWD 0.355843
KYD 0.961722
KZT 513.145287
LAK 25834.524646
LBP 103345.387414
LKR 382.510087
LRD 200.226289
LSL 18.788806
LTL 3.406641
LVL 0.697874
LYD 7.329726
MAD 10.882663
MDL 20.120652
MGA 4990.067113
MKD 61.544495
MMK 2422.382471
MNT 4147.716277
MOP 9.324894
MRU 46.207883
MUR 54.478572
MVR 17.766827
MWK 2001.179983
MXN 19.772575
MYR 4.666579
MZN 73.734259
NAD 18.788644
NGN 1529.708151
NIO 42.469818
NOK 10.790777
NPR 177.188499
NZD 2.001794
OMR 0.443614
PAB 1.154047
PEN 3.871795
PGK 5.218229
PHP 72.367772
PKR 319.872935
PLN 4.347033
PYG 6828.608249
QAR 4.195388
RON 5.259243
RSD 117.357749
RUB 97.405102
RWF 1702.793656
SAR 4.330004
SBD 9.271597
SCR 15.755618
SDG 693.953467
SEK 11.288002
SGD 1.468959
SHP 0.856321
SLE 28.427578
SLL 24192.958249
SOS 659.552477
SRD 43.553301
STD 23879.710257
STN 24.505665
SVC 10.098335
SYP 15000.690102
SZL 18.786506
THB 38.354318
TJS 10.644262
TMT 4.049563
TND 3.378696
TOP 2.777885
TRY 56.124984
TTD 7.824605
TWD 36.692984
TZS 3052.31852
UAH 51.466821
UGX 4518.064078
USD 1.153722
UYU 46.430935
UZS 13606.204485
VES 970.492275
VND 29995.034148
VUV 136.32031
WST 3.157429
XAF 655.957
XAG 0.017803
XAU 0.000265
XCD 3.117991
XCG 2.079881
XDR 0.815741
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 272.853304
ZAR 18.765744
ZMK 10384.877521
ZMW 22.648236
ZWL 371.497923
SSP 6524.623405
MXV 2.241941
  • Euro STOXX 50

    30.2300

    6266.73

    +0.48%

  • Goldpreis

    64.9000

    4397.7

    +1.48%

  • TecDAX

    -1.7800

    3974.84

    -0.04%

  • MDAX

    108.5200

    31244.27

    +0.35%

  • DAX

    70.8300

    25473.11

    +0.28%

  • SDAX

    33.8300

    18161.16

    +0.19%

  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1539

    -0.03%

2025 erneut deutlich mehr antimuslimische Vorfälle registriert als im Vorjahr
2025 erneut deutlich mehr antimuslimische Vorfälle registriert als im Vorjahr / Foto: David GANNON - AFP/Archiv

2025 erneut deutlich mehr antimuslimische Vorfälle registriert als im Vorjahr

Die Zahl der registrierten antimuslimischen Vorfälle in Deutschland hat im vergangenen Jahr erneut deutlich zugenommen. Das zeigt ein bundesweites zivilgesellschaftliches Lagebild, das am Mittwoch in Berlin von der Organisation Claim vorgestellt wurde. Demnach wurden 2025 bundesweit 4096 solcher Fälle dokumentiert, 2024 waren es 3080 gewesen.

Textgröße:

Unter den registrierten Vorfällen sind laut dem Lagebild Diskriminierungen, Beleidigungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen sowie Gewalttaten. 2025 seien auch zwei Tötungsdelikte erfasst worden, außerdem 214 Körperverletzungen, darunter vier versuchte Tötungen (2024: 198 Fälle).

Die Gesamtzahl entspricht etwa elf antimuslimischen Vorfällen pro Tag. In 64,5 Prozent der Fälle, in denen das Geschlecht erfasst wurde, seien Frauen betroffen. In 61 Fällen gab es Angriffe auf Moscheen.

Das Lagebild stützt sich den Angaben zufolge auf Informationen von 38 Beratungs- und Meldestellen sowie Initiativen aus 15 Bundesländern (2024: 26 Einrichtungen aus 13 Bundesländern). Berücksichtigt wurden auch die bundesweiten Fallzahlen der politisch motivierten Kriminalität, Polizeipressemitteilungen, Angaben über ein eigenes Meldeportal sowie Medienberichte.

Claim geht davon aus, dass der Anstieg der registrierten Fälle zumindest auch auf eine bessere Erfassung zurückgeht. Andererseits wird auf eine Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte aus dem Jahr 2024 verwiesen, wonach in Deutschland nur vier Prozent der Betroffenen eine erlebte Diskriminierung melden würden. Claim geht daher davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Vorfälle deutlich höher ist als die der registrierten Fälle.

"Antimuslimischer Rassismus ist für viele Menschen in Deutschland Alltag", erklärte die Ko-Geschäftsführerin von Claim, Rima Hanano. Als Beispiele genannt werden neben den schweren Gewalttaten zahlreiche Vorfälle auf der Straße oder im Wohn- oder Arbeitsumfeld, etwa Beleidigungen auf der Straße oder Versuche, Mädchen ihr Kopftuch herunterzureißen. Auch im Umgang mit Behörden gebe es rassistische Vorfälle, hieß es.

"Rassismuserfahrungen zerstören Vertrauen in Politik und Institutionen. Sie verstärken das Gefühl, nicht dazuzugehören", warnte Hanano. Trotzdem werde die Existenz von antimuslimischem Rassismus immer häufiger geleugnet. "Zunehmend entsteht der Eindruck, dass muslimische Menschen in der öffentlichen Debatte vor allem als Täter vorkommen dürfen – nicht aber als Betroffene von Ausgrenzung und Gewalt", kritisierte die Claim-Geschäftsführerin.

Häufig stehen antimuslimische Vorfälle laut dem Lagebild in Verbindung mit gesellschaftlichen und politischen Debatten über Migration, Asyl, Integration und Sicherheit. Dabei könne ein Teil der Fälle dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet werden.

Claim fordert eine zügige Neuauflage des Nationalen Aktionsplans gegen Rassismus, wie dies auch im Koalitionsvertrag vorgesehen sei. Das zivilgesellschaftliche Monitoring zu antimuslimischen Vorfällen finanziell besser abgesichert werden, so wie dies bei Fällen von Antisemitismus oder Antiziganismus bereits der Fall sei. Weiter verlangt werden eine bessere staatliche Erfassung und Aufklärung sowie eine effektivere Strafverfolgung antimuslimischer Hasskriminalität.

T.Prasad--DT