Dubai Telegraph - Urteil in München: Sechs Jahre Haft für russische Sabotagepläne in Deutschland

EUR -
AED 4.175768
AFN 72.198245
ALL 94.132133
AMD 418.999752
ANG 2.035751
AOA 1042.661054
ARS 1672.630319
AUD 1.644124
AWG 2.048085
AZN 1.937411
BAM 1.9544
BBD 2.294546
BDT 139.959707
BGN 1.922591
BHD 0.42871
BIF 3394.050129
BMD 1.137035
BND 1.475842
BOB 7.889347
BRL 5.89331
BSD 1.139279
BTN 107.864706
BWP 15.491899
BYN 3.199707
BYR 22285.890295
BZD 2.291258
CAD 1.616512
CDF 2579.932771
CHF 0.921885
CLF 0.026405
CLP 1039.215589
CNY 7.72104
CNH 7.737997
COP 3900.9518
CRC 516.822835
CUC 1.137035
CUP 30.131433
CVE 110.718763
CZK 24.216178
DJF 202.074182
DKK 7.475228
DOP 66.57325
DZD 151.6237
EGP 56.449025
ERN 17.055528
ETB 183.671576
FJD 2.552871
FKP 0.858323
GBP 0.861469
GEL 3.007442
GGP 0.858323
GHS 12.763207
GIP 0.858323
GMD 82.42736
GNF 9977.484175
GTQ 8.691772
GYD 238.349203
HKD 8.915965
HNL 30.481024
HRK 7.535589
HTG 148.953263
HUF 355.72597
IDR 20397.72961
ILS 3.399792
IMP 0.858323
INR 107.58422
IQD 1492.430549
IRR 1563480.278048
ISK 144.005798
JEP 0.858323
JMD 179.330706
JOD 0.806151
JPY 183.790942
KES 147.257318
KGS 99.433484
KHR 4559.511485
KMF 490.062106
KPW 1023.332095
KRW 1751.545555
KWD 0.351355
KYD 0.94942
KZT 554.172889
LAK 25228.921367
LBP 102020.593707
LKR 381.166862
LRD 207.341423
LSL 18.786738
LTL 3.357369
LVL 0.687781
LYD 7.310729
MAD 10.662859
MDL 20.056628
MGA 4759.589356
MKD 61.649922
MMK 2387.077383
MNT 4069.449066
MOP 9.200307
MRU 45.250182
MUR 54.816455
MVR 17.578635
MWK 1975.475719
MXN 19.947634
MYR 4.708919
MZN 72.661936
NAD 18.786738
NGN 1558.704814
NIO 41.919961
NOK 11.146482
NPR 172.582571
NZD 2.00909
OMR 0.43719
PAB 1.139284
PEN 3.856437
PGK 4.996442
PHP 69.935455
PKR 316.856346
PLN 4.280864
PYG 6944.992792
QAR 4.153024
RON 5.245826
RSD 117.421319
RUB 84.710286
RWF 1670.69546
SAR 4.269898
SBD 9.170235
SCR 16.196778
SDG 682.792377
SEK 11.068964
SGD 1.474104
SHP 0.848912
SLE 28.14191
SLL 23843.064194
SOS 651.130547
SRD 42.619506
STD 23534.333371
STN 24.481273
SVC 9.968856
SYP 125.678888
SZL 18.780542
THB 37.911599
TJS 10.566628
TMT 3.990994
TND 3.372283
TOP 2.737708
TRY 52.865998
TTD 7.735457
TWD 36.075284
TZS 2991.263349
UAH 51.140154
UGX 4170.011838
USD 1.137035
UYU 45.697254
UZS 13688.191265
VES 701.397543
VND 29935.294731
VUV 135.032626
WST 3.134038
XAF 655.484408
XAG 0.018267
XAU 0.000278
XCD 3.072894
XCG 2.053229
XDR 0.815216
XOF 655.484408
XPF 119.331742
YER 271.352991
ZAR 18.812474
ZMK 10234.680975
ZMW 20.437355
ZWL 366.124877
  • Goldpreis

    -35.0000

    4114.4

    -0.85%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1373

    -0.13%

  • SDAX

    -238.4700

    18157

    -1.31%

  • TecDAX

    -67.0900

    3903.86

    -1.72%

  • Euro STOXX 50

    -80.7700

    6230.55

    -1.3%

  • MDAX

    -445.3600

    32129.1

    -1.39%

  • DAX

    -246.1100

    24893.58

    -0.99%

Urteil in München: Sechs Jahre Haft für russische Sabotagepläne in Deutschland
Urteil in München: Sechs Jahre Haft für russische Sabotagepläne in Deutschland / Foto: Michaela STACHE - AFP

Urteil in München: Sechs Jahre Haft für russische Sabotagepläne in Deutschland

Er spähte im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg für Russland in Deutschland Militärtransporte aus und plante die Sabotage von Bahnstrecken: Das Oberlandesgericht München hat am Donnerstag den Russlanddeutschen Dieter S. deshalb zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Zwei von ihm als Informanten genutzte andere Russlanddeutsche, Alexander J. und Alexander D., bekamen Bewährungsstrafen von zwölf Monaten sowie sechs Monaten. Zu konkreten Sabotageakten kam es nicht, die Männer flogen vorher auf.

Textgröße:

Der Vorsitzende Richter Jochen Bösl zeigte sich nach der Beweisaufnahme davon überzeugt, dass die Anklage der Bundesanwaltschaft gegen S. "im Wesentlichen" zutreffend ist. Dementsprechend hielt Bösl auch die Verbindung von S. zu offiziellen Stellen in Russland für bestätigt: Er hatte demnach als Kämpfer für die prorussischen Separatisten der sogenannten Volksrepublik Donezk in der Ostukraine im Jahr 2015 guten Kontakt zu seinem Kommandanten Akra A..

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland habe S. in einer Phase privater Probleme mit Trennung, Geldnöten und Jobproblemen im Jahr 2023 zu diesem Kommandanten wieder Kontakt aufgenommen und ihm für Geld eine Zusammenarbeit als Spion und Saboteur angeboten.

Sein Kommandeur Akra A., der auch aktuell eine Brigade in der Ostukraine führen soll, sei auch in einen russischen Geheimdienst eingebunden. A. habe den als Kind von Spätaussiedlern im Jugendalter nach Deutschland gekommenen S. beauftragt, Informationen zu beschaffen. Es ging um Bahnstrecken, die für den Transport von Militärgütern in die Ukraine genutzt werden, sowie Ölraffinerien und den US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr. "Er sollte diese Informationen beschaffen mit dem Ziel, Sabotageakte auszuführen", sagte der Richter.

S. habe dem Auftrag entsprechende Informationen besorgt, Fotos und Videos gemacht. Er habe auch Planungen für Sabotageakte auf Bahnstrecken begonnen, die für den Transport von Militärgütern in die Ukraine genutzt werden. Gemeinsames Ziel des in Russland lebenden Kommandanten und von S. sei gewesen, durch Sabotage die deutsche Wirtschaft zu stören, das Sicherheitsgefühl in Deutschland zu beeinträchtigen und den Deutschen auf diese Weise die Konsequenzen ihrer Unterstützung der Ukraine zu zeigen.

"Ganz vereinfacht ausgedrückt: Wenn man Sabotageakte gegen militärische und zivile Infrastruktur ausübt, sollten sich die Menschen in Deutschland Gedanken machen, ob es wirklich so schlau ist, die Ukraine militärisch zu unterstützen", sagte Bösl über die Überlegung der Männer.

Das Gericht verurteilte S. unter anderem wegen geheimdienstlicher Tätigkeit und wegen seiner Zeit als Kämpfer in Donezk auch wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland. Seine Mitangeklagten sprach es wegen Spionage schuldig. Die beiden Männer sollen im Auftrag von S. Informationen besorgt haben. Alle drei Beschuldigten waren als Kinder von Spätaussiedlern zwischen 1998 und 2001 im Jugendalter nach Deutschland gekommen.

Das Gericht blieb mit dem Strafmaß unter der Forderung der Bundesanwaltschaft. Diese hatte für den Hauptangeklagten acht Jahre und acht Monate Haft gefordert, für die beiden Mitangeklagten jeweils ein Jahr Haft auf Bewährung. Die Verteidiger aller drei Angeklagten hatten Freisprüche gefordert. Der Hauptangeklagte S. gab im Prozess an, in Donezk gar nicht gekämpft zu haben. Er habe nur mit Kampfhandlungen geprahlt, weil er "Frauen flachlegen wollte".

S. wurde im April 2024 zusammen mit Alexander J. festgenommen. Kurz davor hatten die Männer eine angebliche Militärproduktion in Franken ausgespäht und einen Bundeswehrtransport im Rahmen einer Nato-Übung gefilmt und die Bilder davon an A. nach Russland geschickt. Zuletzt befand sich nur noch S. in Untersuchungshaft. Das Gericht ordnete für ihn die Fortdauer der Untersuchungshaft an.

W.Darwish--DT