Dubai Telegraph - 500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH

EUR -
AED 4.199497
AFN 75.47122
ALL 93.842014
AMD 419.492319
ANG 2.047154
AOA 1049.730625
ARS 1690.662768
AUD 1.637797
AWG 2.058295
AZN 1.948485
BAM 1.956582
BBD 2.302521
BDT 140.915079
BGN 1.963965
BHD 0.431087
BIF 3400.377777
BMD 1.143497
BND 1.476048
BOB 7.917382
BRL 5.860469
BSD 1.143207
BTN 110.011291
BWP 15.566765
BYN 3.307852
BYR 22412.540314
BZD 2.299009
CAD 1.602468
CDF 2584.303532
CHF 0.923264
CLF 0.027068
CLP 1065.305086
CNY 7.745191
CNH 7.751977
COP 3738.160155
CRC 518.827747
CUC 1.143497
CUP 30.302669
CVE 110.313906
CZK 24.213095
DJF 203.222729
DKK 7.476073
DOP 66.999703
DZD 152.201778
EGP 57.800574
ERN 17.152454
ETB 184.505917
FJD 2.564007
FKP 0.848062
GBP 0.849967
GEL 3.001725
GGP 0.848062
GHS 13.191156
GIP 0.848062
GMD 84.619181
GNF 10026.00651
GTQ 8.721867
GYD 239.164985
HKD 8.964982
HNL 30.615573
HRK 7.534735
HTG 149.415588
HUF 363.004297
IDR 20539.492302
ILS 3.47343
IMP 0.848062
INR 110.233393
IQD 1497.563926
IRR 1572308.313254
ISK 143.398879
JEP 0.848062
JMD 181.082363
JOD 0.810785
JPY 185.738787
KES 147.808856
KGS 99.999248
KHR 4621.867162
KMF 490.560594
KPW 1029.147337
KRW 1704.714264
KWD 0.353421
KYD 0.952635
KZT 540.294808
LAK 25794.082046
LBP 102366.511653
LKR 384.150151
LRD 206.914447
LSL 18.865764
LTL 3.37645
LVL 0.69169
LYD 7.298236
MAD 10.665462
MDL 20.102824
MGA 4865.178188
MKD 61.641035
MMK 2400.653814
MNT 4103.017795
MOP 9.231629
MRU 45.567202
MUR 53.916314
MVR 17.678895
MWK 1982.270147
MXN 20.04748
MYR 4.683539
MZN 73.081322
NAD 18.865764
NGN 1577.900444
NIO 42.069203
NOK 11.021539
NPR 176.019806
NZD 1.956489
OMR 0.439681
PAB 1.143147
PEN 3.87787
PGK 5.109042
PHP 70.574389
PKR 317.845035
PLN 4.339731
PYG 6929.071916
QAR 4.178653
RON 5.241566
RSD 117.372002
RUB 89.418316
RWF 1683.368382
SAR 4.300765
SBD 9.229577
SCR 15.381439
SDG 686.674125
SEK 11.036787
SGD 1.477174
SHP 0.853736
SLE 27.872782
SLL 23978.567794
SOS 653.292485
SRD 43.008033
STD 23668.078253
STN 24.510867
SVC 10.001997
SYP 126.393117
SZL 18.851193
THB 38.490529
TJS 10.562937
TMT 4.013674
TND 3.375449
TOP 2.753266
TRY 53.932009
TTD 7.763068
TWD 37.115667
TZS 3002.820759
UAH 51.062005
UGX 4223.8726
USD 1.143497
UYU 45.948362
UZS 13729.486464
VES 828.852108
VND 30068.252426
VUV 136.504408
WST 3.132026
XAF 656.222103
XAG 0.020425
XAU 0.000285
XCD 3.090358
XCG 2.060313
XDR 0.814964
XOF 656.219233
XPF 119.331742
YER 272.842477
ZAR 18.9044
ZMK 10292.848888
ZMW 20.833143
ZWL 368.205553
  • Euro STOXX 50

    -52.7400

    6230.87

    -0.85%

  • SDAX

    -78.8700

    18250.65

    -0.43%

  • MDAX

    -175.1000

    31864.73

    -0.55%

  • TecDAX

    -11.9300

    3770.35

    -0.32%

  • DAX

    -84.5100

    24830.98

    -0.34%

  • Goldpreis

    30.9000

    4023

    +0.77%

  • EUR/USD

    0.0002

    1.1446

    +0.02%

500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH
500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH

Wohnraummangel und steigende Mieten beschäftigen nicht mehr nur Wohnungssuchende, sondern inzwischen auch das höchste Zivilgericht. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelte am Mittwoch über eine Konstellation, die gerade in den Großstädten immer häufiger wird: die Untermiete. Im Kern ging es um die Frage, ob ein Mieter die Wohnung mit finanziellem Gewinn untervermieten darf. (Az. VIII ZR 228/23)

Textgröße:

Grundsätzlich dürfen Mieter die von ihnen gemietete Wohnung untervermieten. Sie brauchen dazu aber die Erlaubnis der Vermieter. Diese Erlaubnis steht Mietern zu, wenn sie ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung haben - also wenn es darum geht, ihren Wohnraum zu erhalten, wie der Vorsitzende Richter Ralph Bünger ausführte.

Das Problem ist keineswegs neu, wie in der Verhandlung deutlich wurde. So zitierte Bünger aus dem Reichsmietengesetz von 1922, das sich bereits mit Untermietverhältnissen befasste. Auch damals stiegen die Mieten und in der Folge die Untermieten in den Großstädten an, so wie heute.

Der Fall, der dem BGH vorliegt, spielt in Berlin. Dort mietet ein Mann seit 2009 eine Zweizimmerwohnung für 460 Euro Kaltmiete, die später auf knapp 500 Euro erhöht wurde. Da der Wohnungsmarkt in Berlin angespannt ist, gilt dort eine Mietpreisbremse. Bei Neuvermietungen dürfen höchstens zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangt werden, außer für Neubauten oder nach einer Sanierung.

Nach einigen Jahren ging der Mieter für einige Zeit ins Ausland und bat die Vermieterin um die Erlaubnis, die Wohnung befristet untervermieten zu dürfen. Er bekam die Erlaubnis. Sie galt bis Ende Januar 2020. Der Mieter blieb aber länger als geplant im Ausland und vermietete die Wohnung weiter unter. Von den Untermietern verlangte er 962 Euro kalt. Zulässig wären gemäß Mietpreisbremse höchstens 748 Euro.

Zwar fragte er bei der Hausverwaltung an, ob die Untervermietung genehmigt würde, bekam aber keine Antwort. Er behielt einen Schlüssel für die Wohnung und lagerte dort auch einige persönliche Sachen. Die Vermieterin nahm sich eine neue Hausverwaltung, welche die Wohnung besichtigte und dort auf die Untermieter traf. Die Vermieterin kündigte dem Mieter.

Sie zog vor Gericht, um zu erreichen, dass sowohl er als auch die Untermieter die Wohnung räumen. Vor dem Amtsgericht in Berlin-Charlottenburg hatte die Räumungsklage keinen Erfolg. Das Berliner Landgericht entschied aber, dass der Mieter ausziehen muss. Die ordentliche Kündigung sei wirksam.

Dagegen zog der Mieter vor den BGH. Seine Anwältin argumentierte in Karlsruhe, dass er aus einem "Motivbündel" heraus gehandelt habe. Der Mieter habe ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung. Er habe nicht primär einen Gewinn erzielen, sondern seine Wohnung erhalten wollen.

Die Vermieterin gehe das Untermietverhältnis nichts an, sagte sie. Bei einer Kündigung würden gerade die Einkommensschwächsten, nämlich die Untermieter, ihre Wohnung verlieren.

Der Anwalt der Vermieterin wiederum sagte, dass es eben um das Bestandsinteresse gehe. Wenn ein Mieter wegen veränderter Umstände seine Wohnung nicht mehr ganz nutzen und nicht mehr bezahlen könne, solle ihm geholfen werden - "aber nur so weit". Es gehe nicht darum, dass der Mieter durch Untervermietung Gewinn macht.

Auch der BGH neigt nach vorläufiger Einschätzung zu dieser Sichtweise. Bleibt es dabei, müsste der Mieter ausziehen. Entschieden ist das aber noch nicht. Der Senat will ausführlich beraten und sein Urteil am 28. Januar verkünden.

T.Jamil--DT