Dubai Telegraph - Bundesarbeitsgericht festigt Diskriminierungsentschädigungen

EUR -
AED 4.237925
AFN 72.121544
ALL 94.935089
AMD 425.165269
ANG 2.066121
AOA 1059.336154
ARS 1653.936124
AUD 1.649552
AWG 2.080015
AZN 1.961994
BAM 1.954455
BBD 2.32514
BDT 141.702499
BGN 1.927022
BHD 0.435402
BIF 3450.540733
BMD 1.153961
BND 1.486477
BOB 7.977545
BRL 5.992565
BSD 1.154426
BTN 109.981801
BWP 15.677281
BYN 3.177714
BYR 22617.635458
BZD 2.321802
CAD 1.609037
CDF 2626.415545
CHF 0.922672
CLF 0.026848
CLP 1056.658891
CNY 7.81549
CNH 7.825102
COP 4108.585798
CRC 529.435711
CUC 1.153961
CUP 30.579966
CVE 110.19109
CZK 24.187195
DJF 205.08239
DKK 7.474563
DOP 67.353656
DZD 154.23035
EGP 59.794105
ERN 17.309415
ETB 186.117245
FJD 2.566697
FKP 0.861905
GBP 0.86333
GEL 3.058303
GGP 0.861905
GHS 13.448805
GIP 0.861905
GMD 84.238702
GNF 10113.216666
GTQ 8.799945
GYD 241.52486
HKD 9.041919
HNL 30.863299
HRK 7.537093
HTG 150.996104
HUF 356.809345
IDR 20677.019257
ILS 3.425487
IMP 0.861905
INR 110.370426
IQD 1512.359389
IRR 1586898.30836
ISK 143.402686
JEP 0.861905
JMD 182.294568
JOD 0.818129
JPY 185.211313
KES 149.334265
KGS 100.912851
KHR 4645.823473
KMF 492.741659
KPW 1038.397856
KRW 1758.884682
KWD 0.357001
KYD 0.962042
KZT 563.154949
LAK 25420.618951
LBP 103378.616089
LKR 384.432146
LRD 210.106342
LSL 19.126771
LTL 3.407346
LVL 0.69802
LYD 7.369833
MAD 10.690244
MDL 20.092262
MGA 4842.6679
MKD 61.67086
MMK 2422.068493
MNT 4126.891471
MOP 9.318129
MRU 46.160039
MUR 55.240349
MVR 17.839712
MWK 2001.831271
MXN 20.095365
MYR 4.700111
MZN 73.734387
NAD 19.126771
NGN 1570.356588
NIO 42.48077
NOK 10.920855
NPR 175.970682
NZD 1.990808
OMR 0.443686
PAB 1.154411
PEN 3.925099
PGK 5.131469
PHP 70.860703
PKR 321.251324
PLN 4.252635
PYG 7130.155734
QAR 4.209149
RON 5.235292
RSD 117.392842
RUB 83.370827
RWF 1693.542061
SAR 4.332469
SBD 9.284277
SCR 15.279886
SDG 692.954513
SEK 10.980637
SGD 1.48625
SHP 0.861548
SLE 28.444832
SLL 24197.987467
SOS 659.748904
SRD 43.113136
STD 23884.662712
STN 24.483578
SVC 10.101225
SYP 127.549729
SZL 19.121926
THB 38.074955
TJS 10.799476
TMT 4.050403
TND 3.388427
TOP 2.778461
TRY 53.262572
TTD 7.835609
TWD 36.54006
TZS 3023.381254
UAH 52.019607
UGX 4346.084909
USD 1.153961
UYU 46.76782
UZS 13916.665543
VES 654.264951
VND 30372.25333
VUV 137.889437
WST 3.167617
XAF 655.508804
XAG 0.018528
XAU 0.000285
XCD 3.118637
XCG 2.080568
XDR 0.815649
XOF 655.497451
XPF 119.331742
YER 275.392172
ZAR 19.135563
ZMK 10387.03422
ZMW 20.000325
ZWL 371.574969
  • EUR/USD

    0.0008

    1.1547

    +0.07%

  • Euro STOXX 50

    -39.7900

    6009.95

    -0.66%

  • DAX

    -237.7500

    24195.31

    -0.98%

  • MDAX

    -349.7500

    31292.79

    -1.12%

  • SDAX

    -160.5300

    17864.36

    -0.9%

  • TecDAX

    -26.2900

    3979.38

    -0.66%

  • Goldpreis

    -39.9000

    4093.4

    -0.97%

Bundesarbeitsgericht festigt Diskriminierungsentschädigungen
Bundesarbeitsgericht festigt Diskriminierungsentschädigungen

Bundesarbeitsgericht festigt Diskriminierungsentschädigungen

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt hat den Anspruch auf arbeitsrechtliche Diskriminierungsentschädigungen gefestigt. Nach einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil ist ein vertraglicher Ausschluss solcher Entschädigungen unwirksam und auch die Festsetzung einer Entschädigung auf "Null" unzulässig. Möglich ist es danach allerdings, bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses einen Entschädigungsanspruch mit für erledigt zu erklären. (Az: 8 AZR 371/20)

Textgröße:

Die Klägerin arbeitete als Pflegekraft in einem Behandlungszentrum des KfH Kuratoriums für Dialyse, ein Verein, der bundesweit ambulante Dialyse anbietet. Vereinbart war eine Teilzeitbeschäftigung von 60 Prozent. Tatsächlich arbeitete sie aber weit mehr. Im Februar 2018 hatte sich ein Arbeitszeitguthaben von 226 Stunden angesammelt.

Mit ihrer Klage machte sie geltend, dass sie anders als Vollzeitbeschäftigte weder Überstundenzuschläge noch zusätzliche Zeitgutschriften bekommen habe. Weil weit mehr Frauen als Männer in Teilzeit arbeiten, sei dies eine mittelbare Frauendiskriminierung. Neben zusätzlichen Zeitgutschriften verlangte sie daher eine Diskriminierungsentschädigung.

Das Hessische Landesarbeitsgericht (LAG) in Frankfurt sprach ihr weitere knapp 68 Zeitstunden zu. Auch eine Diskriminierung wegen des Geschlechts liege vor, eine Diskriminierungsentschädigung sei im konkreten Fall aber "unangemessen". Im Juni 2020 schlossen KfH und Klägerin einen Aufhebungsvertrag. Mit bestimmten Ausnahmen waren damit "sämtliche wechselseitigen Ansprüche" erledigt.

Wie nun das BAG entschied, umfasst diese Klausel auch einen möglichen Anspruch auf Diskriminierungsentschädigung. Nur im Ergebnis haben die Erfurter Richter daher das LAG-Urteil bestätigt.

Nach dem Erfurter Urteil durfte das LAG eine Diskriminierungsentschädigung nicht als "unangemessen" ablehnen. Solche Entschädigungen sollten den immateriellen Schaden ersetzen und zudem Diskriminierungen präventiv verhindern. Auf ein Verschulden des Arbeitgebers komme es nicht an.

Liege eine Diskriminierung vor, sei die Entschädigung daher zwingend. Sämtliche Ausschlussregelungen seien nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) unwirksam. Auch die Festsetzung einer Entschädigung auf "Null" komme nicht in Betracht.

Daran ändere hier auch nichts, dass das LAG der Klägerin weitere Zeitstunden zugesprochen hatte. Dies gelte nur den materiellen, nicht aber den immateriellen Schaden der Diskriminierung ab.

Weiter betonte das BAG, dass eine "mittelbare Diskriminierung", hier eine indirekte Frauendiskriminierung, nicht weniger schwer wiege als eine unmittelbare oder persönliche Diskriminierung.

Wegen des Aufhebungsvertrags besteht im konkreten Fall ein möglicher Diskriminierungsanspruch aber nicht mehr, urteilte das BAG. Einer solchen nachträglichen Vereinbarung auch über die Diskriminierungsentschädigung stehe weder deutsches noch EU-Recht entgegen.

T.Prasad--DT