Dubai Telegraph - Israelischer Botschafter sieht "großes Antisemitismus-Problem" in Deutschland

EUR -
AED 4.212115
AFN 73.977289
ALL 91.467661
AMD 417.12118
ANG 2.053429
AOA 1051.737635
ARS 1736.782815
AUD 1.61154
AWG 2.067347
AZN 1.941251
BAM 1.95543
BBD 2.312055
BDT 140.843386
BGN 1.930794
BHD 0.432748
BIF 3447.864133
BMD 1.146933
BND 1.464057
BOB 11.27187
BRL 5.861749
BSD 1.147968
BTN 109.929333
BWP 15.579211
BYN 3.461133
BYR 22479.892163
BZD 2.308755
CAD 1.609503
CDF 2649.415811
CHF 0.941494
CLF 0.027519
CLP 1086.604866
CNY 7.67917
CNH 7.680387
COP 3674.682454
CRC 513.538781
CUC 1.146933
CUP 30.393732
CVE 110.244168
CZK 24.326652
DJF 204.418305
DKK 7.475189
DOP 67.731926
DZD 153.477431
EGP 59.547057
ERN 17.203999
ETB 187.459453
FJD 2.567009
FKP 0.856371
GBP 0.857591
GEL 2.97631
GGP 0.856371
GHS 13.211504
GIP 0.856371
GMD 84.296298
GNF 10090.885043
GTQ 8.760345
GYD 240.104629
HKD 8.997858
HNL 30.886899
HRK 7.534437
HTG 150.033423
HUF 361.540324
IDR 20525.517865
ILS 3.456915
IMP 0.856371
INR 109.823851
IQD 1503.056055
IRR 1576861.211483
ISK 138.194043
JEP 0.856371
JMD 180.918433
JOD 0.813162
JPY 180.663202
KES 148.56178
KGS 100.298742
KHR 4651.506326
KMF 493.18117
KPW 1032.240311
KRW 1560.356397
KWD 0.353725
KYD 0.956598
KZT 515.045337
LAK 25715.270786
LBP 102796.989947
LKR 379.449728
LRD 198.588923
LSL 18.649013
LTL 3.386596
LVL 0.693769
LYD 7.312224
MAD 10.938833
MDL 20.16286
MGA 5040.771798
MKD 61.513376
MMK 2408.127128
MNT 4124.311377
MOP 9.275647
MRU 46.1355
MUR 54.662695
MVR 17.731616
MWK 1990.436688
MXN 19.751795
MYR 4.676066
MZN 73.284261
NAD 18.678618
NGN 1516.922827
NIO 42.063749
NOK 10.821339
NPR 175.885033
NZD 2.001261
OMR 0.440998
PAB 1.147783
PEN 3.874768
PGK 5.100986
PHP 71.905256
PKR 318.116864
PLN 4.346132
PYG 6832.274877
QAR 4.195507
RON 5.263737
RSD 117.296446
RUB 96.056168
RWF 1688.57662
SAR 4.306927
SBD 9.205301
SCR 15.815491
SDG 689.882082
SEK 11.280049
SGD 1.463544
SHP 0.85736
SLE 28.272275
SLL 24050.60797
SOS 656.013217
SRD 43.251427
STD 23739.203115
STN 24.49708
SVC 10.043934
SYP 14912.426716
SZL 18.675855
THB 38.137817
TJS 10.589676
TMT 4.014266
TND 3.379761
TOP 2.76154
TRY 55.991786
TTD 7.800172
TWD 36.368102
TZS 3027.884385
UAH 51.390898
UGX 4511.147566
USD 1.146933
UYU 46.125105
UZS 13533.812576
VES 972.008861
VND 29835.748714
VUV 135.244715
WST 3.154396
XAF 655.957
XAG 0.017368
XAU 0.000264
XCD 3.099645
XCG 2.06888
XDR 0.810941
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 271.306733
ZAR 18.640934
ZMK 10323.771903
ZMW 22.413621
ZWL 369.312046
SSP 6551.298881
MXV 2.238877
  • Goldpreis

    -9.8000

    4374.1

    -0.22%

  • EUR/USD

    0.0011

    1.148

    +0.1%

  • TecDAX

    62.8700

    4011.52

    +1.57%

  • MDAX

    157.9600

    31241.96

    +0.51%

  • Euro STOXX 50

    82.0000

    6318.2

    +1.3%

  • DAX

    270.9100

    25575.01

    +1.06%

  • SDAX

    113.3700

    18219.97

    +0.62%

Israelischer Botschafter sieht "großes Antisemitismus-Problem" in Deutschland
Israelischer Botschafter sieht "großes Antisemitismus-Problem" in Deutschland / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Israelischer Botschafter sieht "großes Antisemitismus-Problem" in Deutschland

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat ein entschiedeneres Vorgehen gegen den wachsenden Antisemitismus in Deutschland gefordert. "Antisemitismus ist ein großes Problem", sagte Prosor im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Alle drei Stunden gebe es in Deutschland einen antisemitischen Vorfall; dass jüdische Einrichtungen wie Synagogen und Schulen geschützt werden müssten, sei "nicht normal". "Bei Kirchen und Moscheen sehe ich das auch nicht", sagte Prosor.

Textgröße:

Antisemitismus verortet der Botschafter in allen Teilen der deutschen Gesellschaft - gleichermaßen im linken und rechten Spektrum wie auch unter Muslimen. Antisemitische und israelfeindliche Parolen wie jüngst auf einer Palästinenser-Kundgebung in Berlin müssten verboten werden. "Das muss strafbar sein", forderte Prosor.

Bei der Demonstration unter dem Motto "Solidarität mit Palästina" in Kreuzberg und Neukölln waren an Ostern israelfeindliche Parolen skandiert worden. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, forderte daraufhin die Einschaltung der Strafverfolgungsbehörden.

Die Zahl der judenfeindlichen Gewalttaten in Deutschland ist zuletzt gestiegen - von 63 Delikten im Jahr 2021 auf 88 Vorfälle im Jahr 2022. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkenpolitikerin Petra Pau hervor, wie die "Welt" Ende Februar berichtete. Die Gesamtzahl aller registrierten antisemitischen Straftaten gab das Innenministerium in der Antwort mit 2639 an.

Trotz dieser Zahlen hält Prosor die Demokratie in der Bundesrepublik für "stark". Er habe "viel Vertrauen in Deutschland" - daran ändere auch das Erstarken der AfD nichts, fügte der Botschafter hinzu.

Umfragen, wonach die Partei bei den bevorstehenden Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg im kommenden Jahr ein zweistelliges Ergebnis erreichen könnte, bereiteten ihm "keine Sorge". Deutschland sei "ein demokratischer Staat, in dem Dinge offen diskutiert" würden und ein "modernes Land, das nach der Wiedervereinigung hervorragende Arbeit" geleistet habe.

Ähnliches gelte für die Erinnerungsarbeit. Die Deutschen könnten "stolz darauf sein, wie sich das Land mit seiner Vergangenheit auseinandergesetzt hat". Nun komme es darauf an, auch jüngeren Generationen die Erinnerung an die NS-Verbrechen nahezubringen - und zugleich das Interesse für die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten in Israel und Deutschland zu wecken. "Wir müssen die Vergangenheit in Erinnerung behalten, aber über die jüngere Generation auch eine Brücke in die Zukunft bauen", sagte Prosor.

Bildung und Erziehung seien dabei "die Antwort" - sowohl auf Antisemitismus als auch auf neue Herausforderungen beim Holocaust-Gedenken angesichts schwindender Zeitzeugen. Um Jugendliche auch nachhaltig zu erreichen, sei dazu jedoch ein anderer Zugang nötig, etwa durch "kurze Filme oder die Nutzung des Online-Netzwerks Tiktok".

Große Hoffnung setzt Prosor dabei auch in ein künftiges deutsch-israelisches Jugendwerk. Einen Schlussstrich unter die Vergangenheit dürfe es keinesfalls geben. "Es gibt eine Verantwortung, und die kann man nur vertiefen und besser erklären, wenn man vor Ort ist", sagte Prosor.

R.El-Zarouni--DT